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28.03.2016  Annette Kleeberg

Beruf: Lehrer. Wie Lehrkräfte über ihren Beruf denken

Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die Inhalte der letzten Ausgabe von didacta, – das Magazin für lebenslanges Lernen,
In der aktuellen Ausgabe widmet sich die Zeitschrift didacta dem Beruf des Lehrers. Die Rolle der Lehrerin und des Lehrers ist mittlerweile in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. .Die Leistungen der Lehrkräfte werden an den Bildungserfolgen der Kinder gemessen. Unter verschiedenen Rubriken von der Kita bis zur Hochschule finden sich fach- und praxisbezogene Beiträge, Tipps und Anregungen zu Bildung.

Von Lehrer zu Lehrer – was macht eine gute Lehrkraft aus? Iris Schultze-Naumburg und Silvia Schumacher machten sich unter Lehrerinnen und Lehrern auf die Suche nach den Kriterien für die gute Lehrkraft. Lehrkräfte verschiedener Schulformen, Schulleiterinnen und Studierende wurden befragt, was sie brauchen, was sie motiviert und wo die größten Herausforderungen liegen.
 
Lehrern eine Stimme geben
Über den neuen Ausschuss „Schulische Bildung“ des Didacta Verbandes der Bildungswirtschaft informiert Thorsten Timmerarens. Dem Sprecher des Ausschusses, Gerhard Schupp, geht es um ein positiveres Lehrerbild in der Öffentlichkeit und mehr Wertschätzung. Gefragt ist, wo die Bildungswirtschaft unterstützend wirken kann.
 
Wie schafft man sich Freiräume als Lehrerin und Lehrer?
Im Beitrag „Chaos erlaubt!“ gibt Cordula Nussbaum, Trainerin, Coach und Autorin zum Thema Zeitmanagement Tipps. Wachsende To-Do-Listen sind ihrer Meinung nach nicht die optimale Lösung für den „kreativ-chaotischen“ Schulalltag, sie empfiehlt das Anlegen von Stress-Landkarten und rät, beim Planen auch Zeitpuffer wegen unvorsehbarer Ereignisse mit einzurechnen.
 
Die Macht der guten Gefühle – Mehr Wertschätzung im Kollegium
Angesichts der Zunahme von Burn-out-Fällen unter der Lehrerschaft ist die Schulleitung gefordert, mittels wertschätzender Führung die Belastungen der Lehrkräfte zu reduzieren und für einen Schulalltag mit mehr Selbstbestimmung von LehrerInnen und SchülerInnen zu sorgen. Olaf-Axel Burow, Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Kassel, beschäftigt sich mit innovativen Lehr- und Lernkonzepten und plädiert dafür, „die Macht der guten Gefühle“ in Schule und Unterricht zu nutzen, denn Anerkennung und Wertschätzung spornen an.
 
Kindgerecht?
Das deutsche Bildungssystem steht im Vergleich mit anderen europäischen Ländern im Ruf, Bildungsungerechtigkeit zu erzeugen. Sowohl Kinder als auch soziale Gruppen, insbesondere mit Migrationshintergrund, oder sozial schwache Familien haben das Nachsehen. Für Professor Wassilios E. Fthenakis sind Investitionen in hochwertige frühe Bildung dringend notwendig. Er erklärt, warum dies so ist und was getan werden muss.
 
Vor knapp 100 Jahren hat Maria Montessori ein pädagogischen Bildungskonzept entwickelt, das heute, wie Professor Wassilios E. Fthenakis meint, überarbeitet werden muss. Montessori-Pädagogik neu gedacht – Montessori damals und heute – ein Streitgespräch ist eine Aufforderung an alle Montessori-Vertreter zum Überdenken und zur Anpassung an neue Erkenntnisse. Jörg Boysen, Vorsitzender des Montessori-Dachverbandes Deutschland und Hildegard Lippert, Sonderpädagogin sowie Schulleiterin einer Montessori-Schule greifen die geforderte Ko-Konstruktion auf.
 
Mut zur Veränderung ist gefragt.
Bettina Ferk befragte Professor Wassilios E. Fthenakis, wie das pädagogische Konzept von Maria Montessori weiter zu entwickeln sei. Fthenakis kritisiert, wie er betont, nicht die Montessori-Praxis, aber für ihn ist es dringend erforderlich, dass die Montessori-VertreterInnen das pädagogische Konzept an neue wissenschaftliche, besonders entwicklungspsychologische Erkenntnisse anpassen. Er nennt konkrete Punkte im Werk von Montessori, die zu ändern sind.

Digitales Lernen
"Die Digitalisierung stellt das Lernen auf den Kopf", so der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle im Interview mit Silvia Schumacher. Vieles wird sich in allen Schulen ändern müssen - wenn dies nicht schon geschehen ist. Bayern ist in diesem Bereich gut aufgestellt, wie Spaenle im Interview erläutert.

Das didacta-Magazin 1/16 widmet den herausnehmbaren Sonderteil Bldungsaspekte dem Thema Flüchtlinge: Wegweiser – Von und mit Geflüchteten lernen
 
Der Weg ist lang, aber er lohnt sich
Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt stetig, unter ihnen sind rund 325 000 schulpflichtige Kinder und Jugendliche. Silvia Schumacher interviewte die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung sowie Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2016, Claudia Bogedan. Sie informiert zum Status quo und beschreibt die aktuellen Herausforderungen für MitschülerInnen, Lehrerschaft und Eltern.
Die Diplom-Psychologin Maria Gavranidou erklärt in ihrem Beitrag Flucht vor der Vergangenheit, wie Traumata entstehen und was Lehrkräfte über Kinder mit Fluchthintergrund wissen sollten. Schulbesuch für Flüchtlingskinder ist eine Chance für einen Neuanfang, aber auch eine Herausforderung. Es bedarf einer hohen Sensibilität aller Beteiligten, insbesondere um keine Retraumatisierung auszulösen. Wichtig ist der Ort der Schule für Normalisierung und Stabilisierung der Kinder und Jugendlichen.
 
Mit offenen Armen 
Mi Hilfe des Modellprogramms Willkommenskitas, gefördert durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) , soll der optimale Umgang mit Flüchtlingskindern zur Selbstverständlichkeit werden. Der Sozialpädagoge Axel Möller, Mitarbeiter der Stiftung und Leiter eine Willkommenskita, stellt mit Anna Stienen die Inhalte und Ziele des Programmes vor.
 
Um in einer aufgedrehten Klasse die Aufmerksamkeit als Lehrkraft für sich zu gewinnen, ist eine lautstarke Aufforderung  auf Dauer nicht erfolgreich. Monika Maschning erklärt in Wenn der Körper spricht anschaulich, wie Aufmerksamkeit allein durch Körpersprache geweckt wird und Konflikte sich schneller erkennen und lösen lassen, wenn Körpersignale richtig gedeutet werden.
 

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