Anmelden
Fachzeitschriften
01.05.2016  Christiane Hartmann

Blick in die Fachzeitschriften - Kita: April 2016

Der Blick in die Fachzeitschriften-Kita gibt einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 12 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.fruehe-bildung.online ausgewählt und hier veröffentlicht. Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre.
Im folgenden Überblick wird über die neuen Ausgaben der Zeitschriften Betrifft KINDER, KiTa aktuell Baden-Württemberg, KiTa aktuell BB-MV-SN-ST-TH-BE, klein & groß - Das Kita-Magazin, kinderleicht!?, MUSIK in der KITA und TPS berichtet.

Betrifft KINDER Heft 04/16

Betrifft KINDER Heft 04/16 beschäftigt sich in der Hauptsache mit dem Bild pädagogischer Fachkräfte. Diese sollen immer mehr können und mehr leisten. Doch wie werden sie wahrgenommen? Der Frage, welches Bild andere von ihnen haben und welches sie selbst, geht Regina Remsperger-Kehm nach. 

Rituale sind das kleine Einmaleins der PädagogInnen. Wo sind sie sinnvoll? Wo werden sie missbraucht? Manuela Wagner hat über den Sinn und Unsinn von Ritualen nachgedacht. 

Hartmut Wedekind stellt das Kinderforschungszentrum HELLEUM vor, eine Lernwerkstatt für Kita- und Grundschulkinder im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Holger Haas, pädagogischer Mitarbeiter von HELLEUM, zeigt anhand von Forschergeschichten, wie Kinder in einer Lernwerkstatt aus eigener Motivation Naturphänomene ergründen. 

Projekte sind eine sehr geeignete Methode, um mit Kindern zu forschen und zu lernen. Anja Bostelmann stellt ein Apfelprojekt vor, das sich für die Kita eignet. 

Man kann gut Musikinstrumente selber bauen. Wie das geht, zeigt Michael Fink. 

In Rheinland-Pfalz gibt es ein neues Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung. In einem Interview erläutert Armin Schneider dessen Konzept und Leitlinien.

Der Gestaltung eines Kita-Außengeländes sollte große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Herbert Österreicher zeigt gekonnt, wie man eine Kiesmulde in das Außengelände integrieren und so neue Möglichkeitsräume eröffnen kann. Ihm geht es darum, den Kindern eine Spielwiese für eigene Ideen zur Verfügung zu stellen. 

Betrifft KINDER Heft 04/16 gibt wichtige Informationen über Feste der Religionen. Kirsten Dietrich informiert über das orthodoxe Osterfest. 

Achim Kniefel steuert eine Glosse bei und Jutta Gruber macht die Leser mit dem Werk des Physikers und Pädagogen Martin Wagenschein vertraut. 

Die AG Vorleser stellt Kinderbücher vor, die helfen, Gefühle zur Sprache zu bringen. 

Beilage zu Betrifft KINDER Heft 04/16 ist ein charmantes Knöpfeheft von Barbara E. Leitner und Barbara J. Leitner (nur die Anfangsbuchstaben des zweiten Vornamens sind unterschiedlich!) mit vielen Ideen, was sich mit Knöpfen so alles anstellen lässt. 


KiTa aktuell Baden-Württemberg 04.2016

KiTa aktuell Baden-Württemberg 04.2016 setzt schwerpunktmäßig beim Ausbildungsort Praxis an. Roswitha Sommer-Himmel und Tanja Brandl beschreiben Anforderungen an das Arbeitsfeld zur Verknüpfung von Theorie und Praxis. Diagnostiziert wurde ein hoher Anteil subjektiver Theorien im Vergleich zum professionalisierten Ausbildungswissen. 

Sandra Lentzen stellt die Möglichkeiten der Praxisreflexion im dualen Studium der Sozialpädagogik und des Managements vor (Internationale Berufsakademie). 

Die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) wird in Baden-Württemberg seit 2012 angeboten. Elke Ostendorf-Servissoglou berichtet von positiven Erfahrungen. 

Hand aufs Herz - nutzen Sie während Ihres Kita-Arbeitstages auch gelegentlich privat das Handy? Dies kann arbeits- und sozialrechtlich problematisch sein, wie Rechtsanwalt Joachim Schwede informiert. Während des Telefonats (und auf dem Weg dahin und zurück) ist der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin vom Unfallschutz des SGB VII ausgenommen. 

Die Möglichkeiten der Personalbindung in Zeiten des Fachkräftemangels werden von Ulricke Heindl in KiTa aktuell Baden-Württemberg 04.2016 dargestellt - ausführlich auf dem Deutschen Kitaleitungskongress 2016. 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird öffentlich diskutiert. Sie ist auch für Eltern wichtig, die Schicht arbeiten. Joachim Bensel und Gabriele Haug-Schnabel schreiben über flexible Kinderbetreuungsangebote und haben dabei die Kontinuitätserfahrung gerade von kleinen Kindern im Blick.  

Resilienz bedeutet die Bewältigungskompetenz gegenüber Entwicklungsrisiken. Gut, wenn Menschen und auch schon Kinder über diese Fähigkeit verfügen! Silke Kaiser und Klaus Fröhlich-Gildhoff zeigen, wie man Resilienz schon bei Kindern unter drei Jahre fördern kann. 

KiTa aktuell Baden-Württemberg enthält wie stets einen Teil mit kurzen und knappen Nachrichten. 


KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE 04.2016

Auch KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE 04.2016 hat diese kurzen und knappen Nachrichten, speziell aus der Region. Die Artikel zum Ausbildungsort Praxis (Roswitha Sommer-Himmel, Tanja Brandl) und zur Personalbindung in Zeiten des Fachkräftemangels (Ulricke Heindl) finden sich auch hier. 

Lena S. Kaiser und Bianca Bloch widmen sich dem Theorie-Praxis-Transfer in kindheitspädagogischen Studiengängen.

Das Hochschulentwicklungsprojekt PRAWIMA - "PRAxis-WIssenschaftsMAster"  wird von Sandra Patting und Tim Rohrmann vorgestellt. Sie fragen danach, für welche Themenbereiche und Tätigkeitsfelder KindheitspädagogInnen auf Masterniveau eine Bereicherung für das Feld der Arbeit mit Kindern und Familien sein können. 

Zu den Vorteilen einheitlicher Praktika in der Erzieherausbildung äußert sich Beatrice Rupprecht.

Es ist wichtig, dass die Kinder schon früh Umweltbewusstsein lernen. In der Hamburger Kita "Kitaklub Chamäleon" wird Müll vermieden, recycelt und upcycelt. Marie Joana Lidl zeigt, wie die Kita an die Sache herangeht. 

Agnes Kordulla beschäftigt sich mit der Frage, wie Übergänge zwischen Kita und Schule gestaltet werden müssen, um Kindern optimale Startbedingungen am Schulanfang zu ermöglichen. 

Die Stellvertretende. Bundesvorsitzende der FDP, Katja Suding, äußert sich in KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE 04.2016 zu der Frage, ob wir ein Bundesqualitätsgesetz brauchen. Sie ist dagegen, schließlich könnten sich die Eltern ja eine qualitativ gute Kita aussuchen und spricht sich für eine Zertifizierung der Kitas aus. 


kinderleicht !? - Die Zeitschrift für engagierte Erzieherinnen und Erzieher 2/16

kinderleicht !? - Die Zeitschrift für engagierte Erzieherinnen und Erzieher 2/16 hat  als Schwerpunkt "Kommunikation - Wege des Miteinanders". Winfried Böhm schreibt über den Glauben an Gott und einen alles überdauernden Sinn, die hilfreich sein können, um mit der Erfahrung eines unberechenbaren Zufalls leben zu können. 

Glaube und Hoffnung bedürfen der Pflege und Stärkung - durch das Reden von Gott. Eine kindgerechte religiöse Erzählung handelt von Jeno, dem kleinen Schaf (Kathi Franko). 

Marte Meo, als videobasierte Methode der Beobachtung und Analyse, zeigt die Bedeutung des Spielens für die Entwicklungsprozesse und die Persönlichkeitsbildung von Kindern auf. Inge Nowak berichtet. 

Jutta v. Ochsenstein-Nick ist sicher, dass wir durch einen achtsamen Umgang mit uns selbst und mit den Kindern bewusster, gelassener und freudiger handeln können. Praktische Tipps für einen achtsamen Umgang miteinander finden wir in der Kleinkindpädagogik von Emmi Pikler. 

Wolfgang Bossinger, Leiter der Akademie für Singen und Gesundheit, beschreibt im Interview die heilsame Kraft des gemeinsamen Singens

Rechtsanwältin Tanja von Langen erörtert die Kommunikation von ErzieherInnen mit Trennungseltern. Sollte sich eine konfliktgeladene Situation im Kindergarten nicht lösen lassen, ist zur Beratung an das Jugendamt bzw. zur Klärung an das Familiengericht zu verweisen - wenn nötig, im Eilverfahren. 

Nicht immer fällt es Erwachsenen leicht, zu erraten, was ein kleines Kind mithilfe seiner Gestik, Mimik und seiner erst wachsenden sprachlichen Ausdrucksfähigkeit mitteilen möchte. Ein Beitrag von Regina Remsperger nimmt ein feinfühliges und anregendes Antwortverhalten pädagogischer Fachkräfte in den Blick und sensibilisiert zugleich für das umfängliche Repertoire kindlicher Interaktionssignale. 

Auf diese Fähigkeit, die Signale und Bedürfnisse des kleinen Kindes wahrzunehmen, geht auch Andrea Steinmann in ihrem Erziehungspartnerschaft-Artikel ein. 

In einem anonymisierten Interview äußern sich Mütter über die Kommunikation in der Kita. Das Interview fand in einem Elterncafé statt, dass auch für Eltern von Grundschulkindern offen ist. 

kinderleicht !? - Die Zeitschrift für engagierte Erzieherinnen und Erzieher 2/16 enthält Hinweise auf Kindermedien. 


klein & groß - Das Kita-Magazin 04/16

klein & groß - Das Kita-Magazin 04/16 widmet sich den Schwerpunkt "Sehen und gesehen werden! Qualkitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit". Den Auftakt bildete eine Befragung von Pädagoginnen nach ihren Prioritäten mit dem Fokus auf "Qualität" in der eigenen Kita (Eileen Humbodt, Sarah Reger, Stefania Prato, Sophia Roth im Gespräch mit Sibylle Münnich). Als Qualitätsmerkmale wurden u.a. die sichere Beziehung, das Bild vom Kind und die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation genannt, außerdem die Partizipation, die Elternarbeit und die Qualität als "zweites Zuhause". 

Sibylle Münnich formulierte Gedanken zum Qualitätsmanagement und bietet die Gelegenheit, eine Checkliste für mögliche Prozessbeschreibungen herunterzuladen. 

Qualitätsentwicklung kann auch durch interne Evaluation voran getrieben werden. Lisa Lieb gibt ein Beispiel eines groben Fahrplans.

Die Qualität muss auch kommuniziert werden. Nicht zuletzt wollen die frühpädagogischen Fachkräfte aus dem Image heraus, sie seien ZuarbeiterInnen für die Grundschule. Armin Krenz gibt gute Tipps für eine qualitätsorientierte Öffentlichkeitsarbeit

Melanie Hartung beleuchtet die Chancen der internen (MitarbeiterInnenpflege und Elternarbeit) und externen Öffentlichkeitsarbeit. 

Wie geht man mit "schlechten Essern" in der Kinderkrippe um?  Dieser Frage widmet sich Tea in ihrem Blog und gibt Hinweise für die Essenssituation in der Kinderkrippe. 

Von Kati Breuer werden Klanggeschichten für Krippenkinder beigesteuert. 

Spiele mit kleinen und großen Steinen zeigt Stefan Köhler-Holle. 

Frank Hartmann hält Andacht mit Alltagsgegenständen in der Kita. Mal geht es um die Jahreslosung, Taufsprüche der Kinder, das Thema des Weltkindertags, eine (Bibel-)Geschichte, ein Bilderbuch, Gefühle, Luft oder um Stille.

Viele Kinder werden schon mit Sterben und Tod konfrontiert. "Mit Märchen kann man Brücken bauen", meint Alexandra Eyrich und ermutigt, mit den Kindern über Werden und Vergehen zu sprechen: "Die Raupe wird zum Schmetterling, der Löwenzahn zur Pusteblume, der Fluss mündet ins Meer, ebenso wie eine Jahreszeit in die nächste übergeht."

Für die "Großen" gibt es eine Anleitung, wie man einen Fußball-Kicker baut (Rita Greine). 

Die klein&groß-Ideenkiste, gepackt von Kerstin Hielscher und Sibylle Münnich, enthält blumige Ideen für einen blütenhaften Frühling. Auch eine Bewegungsgeschichte gehört dazu. 

Horst Küppers stellt die Frühpädagogik im türkischen Inselteil von Zypern vor. 

Wie man die Händigkeit klärt und unterstützt, erklärt Barbara Herchenhan. Hilfe bei der Händigkeitsabklärung findet sich hier

Die Leserschaft wird in klein & groß - Das Kita-Magazin einbezogen. 

Kollegiale Beratung kann Erzieherinnen helfen, den im Team vorhandenen Erfahrungsschatz besser zu nutzen. Grit Behse-Bartels schreibt über die Chancen dieser Methode. 

Jennifer Kerstan erläutert die Prinzipien der Raumgestaltung in der Reggio-Pädagogik. 

Die Kitarechtler Lars Ihlenfeld und Holger Klaus beantworten eine Frage zur Ersten Hilfe in der Kita. 

klein & groß - Das Kita-Magazin 04/16 enthält auch Medientipps. 


MUSIK in der KITA 2/2016

MUSIK in der KITA 2/2016 ist ein Praxismagazin für die wichtigen Jahre von 2 bis 6. Elke Gulden und Bettina Scheer zeigen eine Mini-Choreo zum Pophit Catch & Release, geeignet für Kinder ab vier Jahre. 

Für Kinder ab drei Jahre ist Heidi Leenens Stimm- und Sprachförderung mit der kleinen Fliege Frieda gedacht. 

Susanne Steffe präsentiert die Klanggeschichte zur Sprachförderung "Fröhliches Frühlingserwachen". 

In ihrem Zuhause verbringen die Kinder die meiste Zeit; der zweitwichtigste Ort ist die Kita. Da liegt das Anliegen auf der Hand, dass sich die Kinder in der Kita mit Musik wohlfühlen sollen. Rolf Zuchowski steuert ein Kita-Lied bei, Elke Gulden und Bettina Scheer zeigen mögliche Choreographien.

Ohne Frieden ist alles nichts. Das friedliche Miteinander soll schon in der Kita geübt werden. Hartmut E. Höfele stellt zwei neue Friedenslieder für Kinder ab drei Jahren vor ("Herzlich Willkommen - Salam Alaikum" sowie "Friede sei mit dir!")

MUSIK in der KITA 2/2016 enthält auch fröhliche Spielideen mit Luftballons zum Bewegen, Toben und zur Ruhe kommen (Sabine Seyffert). 

Christa Baumann und Stephen Janetzko erklären, wie ein Kita-Fest durch Kreativbeiträge schon der U3-Kinder gewinnt. Ihre Idee: das musikalische Rollenspiel "Auf dem Spielplatz" einstudieren! Feste in der Kita sind immer ein großer Spaß. dazu gehört auch ein musikalischer Nachmittag, bei dem Kinder und Großeltern gemeinsam Volkslieder singen. Michaela Lambrecht hat dafür auch einen Elternbrief vorbereitet. 

Auch die Malerei kommt nicht zu kurz. In dieser Ausgabe wird von Karin Scholz der Impressionismus vorgestellt.

Andrea Rittersberger schreibt über die Verwandtschaft von Mathematik und Musik und Klaus W. Hoffmann hat Lieder und Spielgedichte von tierischen Jägern und Gejagten zusammengetragen.  

MUSIK in der KITA 2/2016 enthält Hör-Ideen zu Tschaikowskys Ballett "Schwanensee" (Petra Mengershausen). 

Es geht auch um Fische - Lieder, Fingerspiele und eine Bastelarbeit werden von Elke Gulden und Bettina Scheer präsentiert. Medientipps runden das Heft ab. 
 

TPS Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita 2/2016

TPS Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita 2/2016 handelt vom Kochen und Essen. "Kinder bei Tisch, stumm wie ein Fisch", dieser Satz gilt schon lange nicht mehr. "Mahlzeiten sind Gesprächszeiten höchster Priorität" schreibt Gabriele Haug-Schnabel. Sie macht auch auf unser evolutionäres Erbe beim Essen aufmerksam. So ist für das Kleinkindalter die Angst vor Neuem typisch. 

Typisch für TPS ist, dass in jeder Ausgabe auch die Kinder zu Wort kommen. Ida, Magdalena, Florin, Alex, Leonie und Laura äußern sich im Gespräch mit Sigrid Diebold über ihre Lieblingsessen. 

Ulrike Arens-Azevedo schreibt über die Qualität von Verpflegung in Kitas, trägt die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie "Is(s)t KiTa gut" zusammen und stellt den Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. für die Verpflegung in Kindertagesstätten vor. 

Wie kann in einer Kita selbst Angebautes genutzt und verwendet werden? Wie gelangt die Ernte auf den Esstisch der Kinder? Was ist essbar, wie wird etwas zubereitet, worüber entscheiden die Kinder, wie beteiligen sie sich? Sigrid Diebold gibt ein Beispiel aus einer Kita in Freiburg.

"Eine Frischkochküche ist einfach unschlagbar" meint Edeltraud Prokop. Schon die Krippenkinder können bei der Essenszubereitung zuschauen oder mitmachen. Die Autorin hat den Beitrag dem Münchner Koch Tobias Wagenblatt gewidmet, der die Kleinen in der Küche bei seiner Arbeit zuschauen lässt. Übrigens: seine Küche beginnt im Garten....

Esskultur ist mehr als Benehmen bei Tisch. Esskulturen existierten zu allen Zeiten, denn immer schon galt es, Nahrung auszusuchen, gegebenenfalls zu bearbeiten und nach bestimmten Regeln in der sozialen Gemeinschaft zu verzehren (Kariane Höhn und Barbara Methfessel). 

In der katholischen Kita in Bellheim essen täglich 78 Kinder ihr Mittagessen. In der Küche arbeiten zwei Hauswirtschafterinnen. Hauptverantwortlich ist Kornelia Garrecht, die seit 2007 in der Kita kocht. Über ihre Kochleidenschaft und ihr handwerkliches Know-how hat sie Jutta Hauser berichtet, die sie für TPS interviewt hat. 

Mit den Kindern backen, den Imbiss gestalten, in den Ferien auch mal was Richtiges kochen, das ist für die Kinder im Hort des Merck'schen Kindertagestätten-Vereins in Darmstadt ein bekanntes Angebot. Antonia Langendorf ist dort Erzieherin und gibt einen Einblick in das gemeinsame Schaffen. 

Wie man Fütterstörungen bei Kleinstkindern vorbeugt, wie man sie erkennt und ihnen richtig begegnet, erklärt Monika Anderl. 

Eine gute und dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechende Verköstigung vor Ort in der Kindertageseinrichtung kann ganz unterschiedlich gestaltet werden. Kariane Höhn stellt vier Verpflegungssysteme für die Warmessenversorgung vor. Sie stellt auch eine Reihe von Webseiten vor, die die Themen Kindergesundheit und Ernährung in besonderer Weise in den Blick nehmen.

Die Essenszubereitung für 90 Kinder ist auch eine logistische Herausforderung, unterstreicht Christiane Dörrbaum. Annette Gallmann schreibt über die logistische Herausforderung in einem großen Haus mit rund 180 Kindern aus Krippe, Kindergarten und Hort. 

Nina Dühring informiert über das Ernährungskonzept der Kita Pusteblume e.V.: vollwertig, vegetarisch, frisch. 

Das Kochen am offenen Feuer ist anthopologisch gesehen eine Fertigkeit des Menschen, die vermutlich auf eine mehr als 1,5 Millionen-jährige Geschichte zurückblicken kann. Hansi Klöden berichtet vom outdoor-Kochen mit Kindern. 

Die Sarah Wiener Stiftung engagiert sich für gesunde Kinder und was Vernünfiges zu essen. Stephanie Lehmann erklärt, wie man mit der Sarah Wiener Stiftung kochen lernen kann und Sarah Wiener kommt im Interview persönlich zu Wort. 

TPS enthält eine Serie über das Fotografieren. Diesmal geht es Jaqueline Bier um Motivwahl und Perspektive. 

Kinderrechte gelten auch für Flüchtlingskinder. Nach einer Phase der Willkommenskultur geht es nun um die Gestaltung einer Bleibekultur in den Kitas. Angelika Ertl und Birgit Fuhr beschreiben Aspekte, mit denen sich ErzieherInnen beschäftigen sollten. Sie geben in TPS 2/2016 Literatur- und Videoempfehlungen. 
 

TPS Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita 3/2016

TPS Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita 3/2016 behandelt den Themenkomplex Begabung - Entwicklung - Förderung. Das Heft beginnt mit einem Auszug aus dem Buch von Andreas Steinhöfel "Rico, Oskar und die Tieferschatten". Rico stellt sich selbst als tiefbegabtes Kind vor. 

Gerald Hüther schreibt darüber, woher unsere Begabungen kommen und warum jedes Kind begabt ist. Es gibt Mathe- und Musikbegabungen, manche Kinder können extrem gut auf Bäume klettern oder sind allen anderen im Kirschkernweitspucken überlegen. Begabung kann sich in vielerlei Hinsicht zeigen. Die Stärkung des Selbstwertgefühls ist die beste Förderung, meinen Joachim Bensel und Gabriele Haug-Schnabel.

Die Breite der Entwicklungsunterschiede von Kindern beschreibt Remo H. Largo. Diese wird für die Bandbreite Motorik, Sprache, mathematisches Denken und Sozialverhalten besprochen. Bei der Motorik weist Largo darauf hin, dass sich die Verschreibung von Ritalin in Deutschland in den Jahren von 1993 bis 2011 von 34 auf 1760 kg gesteiget hat!

Sabine Rohrmann und Tim Rohrmann beantworten häufig gestellte Fragen zur Hochbegabung.Eltern und Kita sollten die Kinder achtsam in ihrer Entwicklung begleiten. Von Tim Rohrmann stammt eine Übersicht über Hochbegabung in Bildungs- und Orientierungsplänen für Kitas. 

Rainer Strätz schreibt über die Beobachtung der Kinder, eine der wichtigsten Tätigkeiten in der Pädagogik. Diese anerkennende Resonanz enthält die Botschaft "Was du machst, interessiert mich und ist mir so wichtig, dass ich mir die Zeit nehme, dabei zu sein, aufmerksam hinzusehen und auch Aufzeichnungen zu machen."

Entwicklungsfortschritte im Kindergartenalter  - vielfältige Prozesse von drei bis sechs - werden von Eva Dreher geschildert. 

Was brauchen Kinder, um zu glücklichen Menschen heranzuwachsen? Ein Beitrag der Neurowissenschaften besteht in der Beschreibung Exekutiver Funktionen. Sie sind die Voraussetzung für Selbstregulation (Carmen Deffner)

Die Sichtweise des "Je früher, desto besser" ist uns derart in Fleisch und Blut übergegangen, dass es pauschal für alle Fälle von Entwicklungsverzögerung richtig erscheint. Hans von Lüpe hat sich den Stellenwert von Förderung in der Kita genauer angeschaut. 

Annette Kirsch hat mit fünf- bis schsjährigen Kindern und einer Dreijährigen am Denkertisch darüber philosophiert, was an jeder/m Einzelnen von ihnen besonders ist (Luan, Cihan, Sophia, Paul, Illyas, Stacy, Leon, Michael, Youssef und Luisa). 

Eltern sind sehr unterschiedlich und können ganz verschiedene Erwartungen an die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Kita haben. Im TPS-Gespräch schildern vier Leitungskräfte ihre Erfahrungen (Karin Janson, Sonja Alberti, Markus Holländer und Heidrun Mildner). 

Bei unterschiedlichen Motivationslagen, verschiedenen Altersstufen, vielfältigen Themen und Fähigkeiten braucht es differenzierte, teils individualisierte Arbeitsformen. Andrea Berger gibt ein Praxisbeispiel. 

Am Beispiel des Jungen Levi zeigt die Tageseinrichtung für Kinder Kolpingstraße in Stuttgart, was es mit einem individuellen Curriculum auf sich hat und was Kinder und PädagogInnen davon haben (Timmy Albrecht, Sabine Pfeffer). 

In der Serie über das Fotografieren geht es Jaqueline Bier in dieser TPS-Ausgabe um Licht, Bewegung & Co. 

Die TPS stellt sich auch den besonderen Herausforderungen, die mit der Traumatisierung von Flüchtlingskindern verbunden sind. Berthold Engelke zeigt, was im pädagogischen Kontext beachtet werden muss. 

Der Ruf nach einem Bundesqualitätsgesetz zur Schaffung verbesserter Bedingungen in der Kindertagesbetreuung ist laut und vielstimmig. Sicherlich gibt es gute Gründe für einheitliche Standards und Verbesserungen in den Rahmenbedingungen. Aber selbst bei einer Einigung über die Ziele bleibt doch die Frage nach dem "Wie". Nicht alles wird besser, wenn es bundeseinheitlich ist, schreibt Detlef Diskowski. Er macht einen Vorschlag zu einer Fortführung des Prozesses der Qualitätsentwicklung. 

TPS 3/2016 enthält auch Medientipps. 

Teilen auf
Teilen auf Facebook