Anmelden
Kindertagespflege
04.07.2016  

Qualifikation in der Kindertagespflege steigt

Vier Fünftel der Tagesmütter und -väter verfügen über eine Grundqualifizierung von mindestens 160 Stunden oder über eine fachpädagogische Ausbildung
In der Kindertagespflege nimmt der Anteil der tätigen Personen zu, die mindestens eine einschlägige Weiterbildung absolviert haben: 79% der insgesamt 44.107 Tagesmütter und -väter verfügten im Jahr 2015 über eine Grundqualifizierung von mindestens 160 Stunden oder über eine fachpädagogische Ausbildung. Der Anteil der Betreuungspersonen mit Ausbildung, etwa zur Erzieherin bzw. zum Erzieher, ist zwischen 2006 und 2015 relativ stabil bei einem knappen Drittel geblieben. Angestiegen ist vor allem der Anteil der Tagesmütter und -väter mit Basisqualifikation von 160 oder mehr Stunden: Im Jahr 2006 verfügten nur 5% über eine solche Qualifikation, 2015 fast jede zweite Tagespflegeperson. Eine Qualifizierung in Lehrgängen schreibt das Sozialgesetzbuch (SGB VIII) seit dem 2005 in Kraft getretenen Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) vor, nicht jedoch deren Umfang.

Qualifikationsniveau der Tagespflegepersonen niedriger als das der Kita-Fachkräfte
17% der Betreuungspersonen arbeiteten 2015 mit einer weniger als 160 Stunden umfassenden Qualifizierung in der Kindertagespflege, ihr Anteil hat sich im Vergleich zu 2006 halbiert. Ebenfalls kleiner wurde die Zahl derer, die ohne jegliche Grundqualifizierung Kinder in der Tagespflege betreuen: von einem Drittel im Jahr 2006 auf 4% im Jahr 2015. Damit ist das Qualifikationsniveau trotz der erzielten Verbesserungen immer noch sehr viel niedriger als in Kindertageseinrichtungen: In der Kita haben 88% des pädagogischen Personals eine einschlägige Ausbildung an Hochschule, Fach- oder Berufsfachschule absolviert, in der Kindertagespflege nur ein knappes Drittel. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).

Fachkräftebarometer Frühe Bildung
Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung liefert auf Basis der amtlichen Statistik ausführliche Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Qualifizierung in der Frühpädagogik. Die Publikation wurde im November 2014 erstmals veröffentlicht. Als Beobachtungs- und Analyseinstrument erscheint sie zukünftig etwa alle zwei Jahre. Fachkraeftebarometer.de präsentiert einen Überblick über Bundestrends und Entwicklungen in den Ländern. Darüber hinaus wird jeden Monat eine aktuelle Zahl vorgestellt, die die Analysen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung fortschreibt.

Quelle: Presseinfo WiFF

Teilen auf
Teilen auf Facebook