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Aus- und Weiterbildung
14.09.2016  

Papilio in der Erzieherinnenausbildung

Die Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Beckum bindet ab dem Schuljahr 2016/2017 das Kindergartenprogramm Papilio in die Erzieherausbildung ein. Zehn Lehrkräfte haben sich dazu zu Papilio-Trainern fortbilden lassen, damit sie ihren Studierenden in den ersten beiden Jahren der Ausbildung die Basisqualifikation des Kindergartenprogramms vermitteln können. Im dritten Jahr können die angehenden Erzieherinnen dann die gelernten Inhalte in ihrem Berufspraktikum in einer Kita umsetzen und somit ihre Ausbildung als zertifizierte Papilio-Erzieherin abschließen.
Die Fachschule bietet damit einen Kompetenz- und Erfahrungszuwachs. Und die zukünftigen Absolventen profitieren von einer Zusatzqualifikation, mit der sie in den Arbeitsmarkt eintreten.
 
Papilio ist ein wissenschaftlich evaluiertes Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm, das schon im Kindergarten ansetzt. Es stärkt die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern, reduziert erste Verhaltensprobleme und beugt dadurch Sucht und Gewaltentwicklungen im Jugendalter vor. Um das Programm in der Kita umzusetzen, müssen die Fachkräfte eine Fortbildung durchlaufen, die in der Regel berufsbegleitend erfolgt. Die Papilio-Inhalte lassen sich jedoch auch schon in die Ausbildung angehender Erzieherinnen an Fachschulen und Fachakademien einbinden. Genau das macht die Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Beckum ab diesem Schuljahr. „Wir können damit unseren Studierenden schon während der Ausbildung die Möglichkeit bieten, sich als Papilio-Erzieherin zu qualifizieren“, sagt Miriam Schmitz, Bildungsgangleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik.
 
Zehn Lehrkräfte der Fachschule wurden dafür in Workshops und mehreren Seminarblöcken zu Papilio-Trainern fortgebildet. Sie lernten dabei die theoretisch-wissenschaftlichen Grundlagen zu Sucht und Gewalt, Theorie und Umsetzung der Papilio-Maßnahmen in der Praxis, die qualitätsgesicherte Begleitung bei der Umsetzung des Programms in der Kindergartenpraxis und wie die Inhalte in den Schulalltag eingebunden werden können. Damit sind sie bestes geschult, um die Papilio-relevanten Inhalte zu lehren.
 
Davon profitieren die 24 Studierenden, die in diesem Schuljahr mit der Erzieherausbildung an der Fachschule begonnen haben. Sie bekommen während des zweijährigen, fachtheoretischen Unterrichts die Basisqualifikation für das Präventionsprogramm vermittelt. Setzen sie die gelernten Inhalte während ihres Berufspraktikums in einer Einrichtung um, können sie ihre Erzieherausbildung mit der Zusatzqualifikation als zertifizierte Papilio-Erzieherin abschließen.
 
Die Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Beckum hat sich somit auf den Weg gemacht, die erste zertifizierte Papilio-Fachschule in NRW zu werden. Denn auch die  Fachschule selbst wird ein Papilio-Zertifikat erhalten, wenn die Inhalte im Lehrplan integriert sind und die ersten Schüler die Ausbildung mit der Papilio-Zusatzqualifikation abschließen werden.
 
Die ersten Fachschulen, die bundesweit Papilio in die Erzieherausbildung eingebunden haben, sind das Sozialpflegerische Berufsbildungszentrum Saarbrücken (SBBZ) im Saarland und die Fachschule für Sozialpädagogik der Beruflichen Schulen Hersfeld-Rotenburg in Hessen. Sie haben mit der Papilio-Integration bereits 2009 bzw. 2010 begonnen und 2013 die ersten Absolventen mit Papilio-Zusatzqualifikation verabschiedet. In Brandenburg startet in diesem Schuljahr eine weitere Fachschule mit der Einbindung von Papilio: die AWO-Fachschule für Sozialwesen in Potsdam.
 
In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 500 Kitas, die Papilio umsetzen. Denn seit 2006 wurden in NRW bereits mehr als 2.300 pädagogische Fachkräfte berufsbegleitend in Papilio fortgebildet. Für die Studierenden am Berufskolleg Beckum ist das ein großer Vorteil, da sie so leichter eine Einrichtung finden, um das Programm auch in ihrem Berufspraktikum umzusetzen. Im Kreis Warendorf wird Papilio bereits in 47 Einrichtungen umgesetzt, sieben davon sind es in Beckum, in den Nachbarorten sind es 16 in Ahlen, vier in Oelde und drei in Ennigerloh.
 
Bundesweit wurden inzwischen mehr als 6.400 Erzieherinnen in dem Programm fortgebildet. Dadurch profitieren mehr als 128.000 Kinder von Papilio. Verantwortlich für das Präventionsprogramm, die Fortbildung und die wissenschaftliche Basisarbeit ist das Sozialunternehmen Papilio in Augsburg, das mit Partnern in ganz Deutschland zusammenarbeitet. Weitere Informationen unter www.papilio.de.
 
Diesen Text finden Sie im Internet unter www.papilio.de/info_presse-texte.php als Worddatei, sortiert unter dem Datum 13.09.2016.
 
Für weitere Informationen:
Papilio e.V.
Andrea Finkel, Tel. 0821 24 26 302-23, E-Mail: medien@papilio.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
 
Papilio e.V.
www.papilio.de
Stellvertretende Vorsitzende: Heidi Scheer
Ulmer Str.94, 86156 Augsburg, Amtsgericht Augsburg Vereinsregister VR 200829
 

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