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10.11.2016  

Ein Drittel des Kita-Personals bei öffentlichen Trägern

Ein Drittel (33%) der rund 670.000 Kita-Beschäftigten in Deutschland arbeitete 2016 bei einem öffentlichen Träger. Wohlfahrtsverbände haben als Arbeitgeber einen weitaus größeren Stellenwert. Unter ihnen sind die konfessionellen Träger und Kirchen mit einem Anteil von 35% am Gesamtpersonal am stärksten vertreten, gefolgt von den sonstigen Wohlfahrtsverbänden (18%) und den sonstigen gemeinnützigen Trägern (12%).
Die privat-gewerblichen Träger, die in den letzten Jahren stark zugelegt haben, beschäftigen lediglich 2% des Kita-Personals. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).
 

Wichtigere Rolle der freien Träger in übriger Kinder- und Jugendhilfe

Betrachtet man die Kinder- und Jugendhilfe ohne Kindertageseinrichtungen, so zeigt sich dort eine noch größere Differenz zwischen öffentlichen und freien Trägern: Lediglich 11% der Beschäftigten in beispielsweise Jugendzentren oder im Bereich der Hilfen zur Erziehung sind bei Städten oder Kommunen angestellt; die meisten anderen arbeiten bei freien Trägern, zum Beispiel bei konfessionellen Trägern (39%), sonstigen Wohlfahrtsverbänden (21%) sowie anderen gemeinnützigen Trägern (19%). Eine wesentlich größere Rolle als im Arbeitsfeld Kita spielen die privat-gewerblichen Träger mit einem Anteil von 10% am Gesamtpersonal.
 

Unterschiede zwischen Ost und West

Obwohl das Arbeitsfeld Kita zwischen 2006 und 2016 um 60% bzw. rund 251.400 Beschäftigte gewachsen ist, hat sich deren Verteilung auf die einzelnen Träger kaum verändert. Dies gilt auch für die übrige Kinder- und Jugendhilfe. Unterschiede gibt es hingegen zwischen west- und ostdeutschen Bundesländern: Im Westen spielen die konfessionellen Träger und Kirchen als Arbeitgeber von Kita-Beschäftigten eine größere Rolle (West: 41%, Ost: 13%). Im Osten sind dagegen nicht-konfessionelle Träger stärker vertreten, wie zum Beispiel sonstige Wohlfahrtsverbände (Ost: 31%, West: 14%) und sonstige gemeinnützige Träger (Ost: 20%, West: 10%).

Fachkräftebarometer Frühe Bildung
Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung liefert auf Basis der amtlichen Statistik ausführliche Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Qualifizierung in der Frühpädagogik. Die Publikation wurde im November 2014 erstmals veröffentlicht. Im Frühjahr 2017 erscheint die zweite Ausgabe. Fachkraeftebarometer.de präsentiert einen Überblick über Bundestrends und Entwicklungen in den Ländern. Darüber hinaus wird jeden Monat eine aktuelle Zahl vorgestellt, die die Analysen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung fortschreibt.

Quelle: Presse-Info WiFF
 

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