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Ariadnes Blog
17.05.2017  Ariadne Morgenrot

America First? Wo die Schule zum Zuhause wird

In New York lebten fast 33.000 Kinder zum Ende des letzten Schuljahres zumindest zeitweise in Obdachlosenunterkünften.
Diese Zahl ist erschreckend und empörend, vor allem wenn man bedenkt, dass New York die meisten Milliardäre weltweit hat. Grund für den Anstieg der Obdachlosigkeit ist eben auch die zunehmende Schwierigkeit für Geringverdiener, Wohnraum zu finden. Kein Ort für Hausaufgaben, kein zu Hause für die ganze Familie..

Die Lehrkräfte in den Schulen versuchen, die katastrophale Situation der Kinder zu lindern. Stadtverwaltung und Hilfsorganisationen stellen Mittel für Zahnbürsten, Socken und Waschmittel bereit, die Eltern können Waschmaschinen, Trockner und Computer benutzen . Und die Schulen bieten Englischstunden, Mal-, Näh- und Kochkurse auch für Eltern an. Es gibt auch Therapeuten, die sich um die vielen Kinder mit emotionalen Störungen oder Lernbehinderungen kümmern.

Aber wie kann man erklären, dass eine Industrienation wie die USA das Elend der Armen so weit kommen lässt?

Alle Angaben aus dem Artikel  "Zu Hause im Klassenzimmer" von Kathrin Werner, heute in der Süddeutschen Zeitung.
Foto: WavebreackMediaMicro/Fotolia
 

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