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Fachzeitschriften
06.06.2017  Christiane Hartmann

Fachzeitschriften: Neues für die Kita 5/2017

"Peer-Beziehungen in der frühen Kindheit" und "Bildung und Macht" sind nur zwei der Schlagzeilen in den 14 Fachzeitschriften, mit denen die Frühe Bildung online-Redaktion zusammen arbeitet. Sie können die Überschriften überfliegen, und sich einen Überblick verschaffen, was gerade Thema ist und ggfls. bei Bedarf tiefer einsteigen.
Im Mai 2017 wurden folgende Fachzeitschriften ausgewertet: didacta - Das Magazin für lebenslanges Lernen, frühe Kindheit, kinderleicht!?, klein&groß - MEIN KITA-MAGAZIN, KiTa aktuell Baden-Württemberg, KiTa aktuell für die neuen Bundesländer, Meine Kita, Musik, Spiel und Tanz, Praxis der Psychomotorik,  TPS, TPS Sonderheft über Portfolios sowie WAMIKI und Welt des Kindes, Herzlichen Dank an alle Redaktionen für die gute Kooperation!


Peer-Beziehungen in der frühen Kindheit

Den Peer-Beziehungen in der frühen Kindheit hat frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre sein Heft 02/17 gewidmet; schließlich wird inzwischen auch angenommen, dass die Beziehungen zwischen Kindern in den ersten Lebensjahren als eigenständige Quelle der sozial-emotionalen und geistgen Entwicklung dienen (Wiebke Wüstenberg). Die Wienerinnen Nina Hover-Reisner und Maria Fürstaller erläutern die Bedeutung der Peers für Entwicklung und Bildung des Kindes in der Krippe. Der Blick von Holger Brandes und Petra Schneider-Andrich ist soziologisch und entwicklungsbezogen. Sie weisen darauf hin, dass die pädagogischen Orientierungen von Erzieherinnen "auf die asymmetrische, dyadische Beziehung zwischen Erzieherin und Kind fokussiert sind und wenig Bewusstsein für die Bedeutung der Kindergruppe besteht (vgl. Schnetz 2000). Auch heute noch finden wir in den Ausbildungsplänen für Erzieherinnen und Erzieher kaum explizite Module zum Thema Peerbeziehungen oder gruppenorientierte Didaktik."

Sonja Perren und Tatjana Diebold machen klar, dass für positive Peer-Beziehungen proaktive soziale Interaktionen von besonderer Bedeutung sind: "Kinder, die hohe soziale Initiative, Führungsqualitäten, aber auch viel prosoziales Verhalten zeigen, werden von anderen Kindern eher akzeptiert und haben mehr Freunde."
Wie man die Peer-Potentiale für die Sprachbildung und Sprachförderung nutzen kann, schildern Ulrike Lüdtke und Ulla Licandro. Im Interview mit Jörg Maywald erzählt Susanne Viernickel, dass in der Reggio-Pädagogik den Peers eine wichtige Rolle bei der Eingewöhnung zugewiesen wird. In Deutschland fungieren eher ältere, gut integrierte Kinder als "Paten". Susanne Viernickel findet es interessant, die Rolle von Peers als Ressource für die sensible Phase des Übergangs zu erforschen. Im Praxis-Teil wird in frühe Kindheit die PEKiP-Gruppe als ein Ort für erste Peer-Kontakte vorgestellt (Bärbel von Dawen und Birgit Stegen-Sischka). 

Portfolios neu denken!

Das TPS spezial (Sonderheft Frühjahr 2017) liefert gute Ideen für eine moderne Portfolio-Arbeit mit dem Kind. 
Wer brauct schon Portfolios? Vier Experten - Sibylle Haas, Lothar Klein, Kornelia Schneider und Norbert Neuss - antworten und tragen die Argumente vor. Helen Knauf beschreibt, wie gute Portfolios Geschichten von Individualität, Vielfalt und Wertschätzung erzählen: "in einem Portfolio können sehr unterschiedliche Dokumente gesammelt werden: Gemalte Bilder des Kindes, Bastelarbeiten, Fotos mit dem Kind, Lerngeschichten, Lieblingslieder und -geschichten, oftmals finden sich aber auch Arbeitsblätter und Ausmalbilder im Portfolio."
Herbert Vogt benennt die Fragen, die Sie stellen müssen, um zu entscheiden, was Sie mit Ihrer Portfolioarbeit erreichen wollen:​
  • "Was wollen wir mit der Einführung von Portfolios erreichen? Welche Zwecke überzeugen uns?
  • In welchen Schritten gehen wir vor? Wie viel Zeit und Energie können wir in die Einführungsphase stecken?
  • Welchen Raum soll die Portfolio-Arbeit in unserem Alltag einnehmen? Welche anderen Aufgaben reduzieren oder streichen wir gegebenenfalls dafür?
  • Inwiefern beteiligen wir die Kinder, und wobei? Wer hat die Regie über die Inhalte und Führung des Portfolios?
  • Wann und wie informieren und beteiligen wir die Eltern?
  • Welche Verfahrensweisen und Regeln sollen für den Umgang mit Portfolios gelten? Wie rigoros oder gelassen gehen wir damit um?
  • Inwiefern greifen wir auf fertiges Material der Verlage (Kopiervorlagen, Textbausteine) zurück?
  • Wie sorgen wir im Team für die Vermittlung von Erfahrungen und die Weiterentwicklung der Portfolio-Arbeit?"
Er unterstreicht auch an anderer Stelle, wo er sich auf die Portfolio-Arbeit in Schweden bezieht, dass weniger mehr ist. Lothar Klein betont, dass das Portfolio dem Kind gehört und niemandem sonst. Das kann im Extremfall auch bedeuten, wie er in einem Beispiel verdeutlicht, dass ein Kind einen Ordner hat mit nichts drin, weil es das so will. Bücher zur Arbeit mit Portfolios werden vorgestellt und Martina Techner hat im Wege der Selbsterfahrung ein Portfolio über sich selbst angelegt. Sieben Kinder kommen zu Wort, die erzählen, was sie mit ihrem Portfolio machen. Gerlinde Ries-Schemainda zeigt Schritt für Schritt, wie gute Portfolio-Arbeit in ihrer Kita St. Sebastian in Eppertshausen funktioniert, wie man Stolperfallen vermeidet und als Erzieherin nicht unter die Räder kommt. Um nicht in Zeitfallen zu tappen, wurde eine Zeitinventur durchgeführt. Im Zuge der Auswertung war klar, dass jede Gruppe mit einer Fotokamera inklusive Videofunktion und einem Laptop mit W-Lan-Anschluss ausgestattet werden musste. Das 64 Seiten starke Sonderheft TPS ist superwichtig und geeignet, wenn man die eigene Dokumentationsarbeit reflektieren will. 

Bildung und Macht

"Bildung und Macht" ist das Thema von TPS 4/2017. Vorangestellt wurde dieser Ausgabe ein Ausschnitt aus der Schwarzen Pädagogik, nach dem Motto: "Ist der Lehrer ein rechter Schulvater, so weiß er nötigenfalls auch mit dem Stock zu lieben". 
Wichtig ist zunächst einmal, sich als Erwachsener die Macht gegenüber einem Kind einzugestehen. Im TPS-Heft helfen dabei geniale Grafiken, die die Macht allein schon durch die Größe und Körperkraft der Erzieherin unterstreichen. Kinderrechte und die Etablierung von Beschwerdeverfahren, wie sie in § 45 Absatz 2 SGB VIII vorgeschrieben sind, sind ein wichtiger Schutz vor Machtmißbrauch (Jörg Maywald). 

Wer bestimmt die Bildungsziele? Wer soll in der Bildung was bis wann erreichen? Drei Statements (Hans-Joachim Laewen, Gerd E. Schäfer sowie Joachim Bensel und Gabriele Haug-Schnabel) gehen der Frage nach, ob und wie Bildungsziele zwischen gesellschaftlichen Vorgaben und Selbstbildung der Kinder verfolgt werden sollen. 

Dem Thema Erzieherinnen und Macht widmet sich Ursula Rabe-Kleberg. Viele Erzieherinnen fühlen sich machtlos. Das sollte reflektiert werden, denn tatsächlich haben sie viel Gelegenheit zur Machtausübung. Über die Ungerechtigkeit der "Bildungsapartheid" schreibt Heinz Sünker: in einer Verletzung des Kindeswohl-Gebots werden etlichen Kindern und Jugendlichen Bildungschancen genommen - sie werden durch "Bildungsapartheid" in die bildungsferne Ecke gedrängt.

In jedem TPS-Heft kommen die Kinder selbst zu Wort. Antonia Langendorf interviewte die Kindergartenkinder Selma (6), Fynn (5), Viktor (6) und Sophie (6) darüber, was sie über "Bestimmer" denken. Bei den älteren Hortkindern brachte die 8jährige Selma auf den Punkt: "Erwachsene sollen über die Sicherheit bestimmen, die Kinder sollen über das Essen bestimmen, und die Erwachsenen sollen helfen".

Regelkataloge sind ein Spiegel der Machtverteilung in der Kita, zeigt Lothar Klein. Er kommt neben notwendigen Sicherheitsbestimmungen mit wenigen Regeln aus: "Wir bemühen uns, niemanden zu verletzen", "Wir beteiligen uns an der Arbeit", Wir bemühen uns, Ordnung zu halten, niemanden zu stören und nichts zu zerstören." Lothar Klein beschreibt auch, wie wertschätzende Grenzziehung gegenüber Kindern gelingen kann. Schließlich erzeugen Strafen keinen Respekt, sondern Angst. 

Mathias Voelchert hält Strafen im Familienkontext, wie auch im Kindergarten und in der Schule für total überholt. Er votiert dafür, zu sagen: "Ich will, dass dies und das geschieht." Man macht dadurch mehr die persönliche Grenze deutlich.  

Marion Menkel-Bodelle setzt sich mit den mächtigen großen 5- und 6jährigen Jungs auseinander. Nach ihrer Erfahrung kommen die Kinder mit dem Satz: "Ich bin jetzt zu verärgert, wir reden besser später" recht gut zurecht. Alles in allem setzt das Heft TPS 4/2017 auf "Verständigung statt Machteingriff" (Christiane Schweitzer). Rita Haberkorn und Beate Irskens lehren, wie man innehält, damit ErzieherInnen den Jüngsten keinen Zwang antun. Dazu gehört auch, ein inneres Stoppschild aufzustellen, um unverhältnismäßige Macht gegen Kinder zu vermeiden. In Ergänzung des Themas hier ein Link zu einem Artikel über Macht und Sexualität in pädagogischen Beziehungen, den Hilde von Balluseck 2010 verfasst hat. 


Die Kita der Zukunft

Um die Kita der Zukunft geht es im didacta-Magazin für lebenslanges Lernen 02/17. Chefredakteur Wassilios E. Fthenakis hält es für nötig, Veränderungen auf allen Ebenen anzupacken. Für die Theoriebildung scheinen ihm sozial-konstruktivistische Ansätze, der Konnektivismus und die Akteur-Netzwerk-Theorie besonders fruchtbar zu sein. Um das aktive Mitgestalten der Zukunft. geht es auch  Antje Bostelmann. Sie votiert dafür, dass die Kinder in der Kita der Zukunft ihr Spielzeug selbst bauen und programmieren. 

Die Fachkräfte von morgen sind das Titelthema von Meine Kita 02/2017 - Das didacta Magazin für den Elementarbereich. Rahel Dreyer schreibt über die Kindheitspädagoginnen und -pädagogen, die vom Hörsaal in die Kita kommen. "Rein mit euch!" ist die Maxime. Kerstin Trüdinger hat nachgefragt: Lohnt sich ein Studium der Kindheitspädagogik? Wo arbeiten die studierten Fachkräfte?
Eike Ostendorf-Servissoglou stellt die duale Ausbildung beim Stuttgarter Träger Konzept-e-Netzwerk vor. Es gibt dort neue Optionen für Fachkarrieren als SpezialistIn für ein bestimmtes Thema.
Wichtig ist auch der Blick über den eigenen Tellerrand. Wassilios E. Fthenakis stellt in einem 2014 erschienenen Buch "Frühpädagogische Ausbildungen international" vor.
In Anbetracht des Fachkräftemangels vermittelt Dörte Weltzin in Meine Kita 02/2017 die Notwendigkeit, auf multiprofessionelle Teams zu setzen. Unverzichtbar sind für die neuen Fachkräfte Zeit für Anleitung, Reflexion und Gespräche, aber auch Vorbereitungszeiten.  

Natur erleben - Ab nach draußen

Ab nach draußen! ist das Thema von kinderleicht!? 3/17. So heißt auch der Beitrag von Pit Brüssel über Potentialentwicklung im Spiel und Erfahrungsraum Außengelände. Aus eigener Kindheit erinnert er sich an herrlichen Budenbau, wozu auch unbedingt eine Feuerstelle gehörte. Sein Plädoyer ist, dass die Kitas Freiräume für Helden werden, die Abenteuer bestehen und ganz nebenbei etwas über die Welt lernen. Auch Michael Zobel, Naturführer und Waldpädagoge in und um Aachen, betont den Wert von Wald und Natur. Die Kinder fragen ihn, ob er denn der "Waldmeister" sei. Die Diplom-Biologin und Naturführerin Uta Splettstößer steuert Wissen über kleine Krabbeltiere bei. Die Wald- und Erlebnispädagogin Linda Ringering gibt ihre Freude an einem Waldausflug an die LeserInnen weiter. Einer ihrer Praxistipps: Machen Sie doch einmal alleine einen Ausflug in den Wald!

"Spiel ist keine Spielerei!" verdeutlicht Armin Krenz in seinem Plädoyer für eine alltags- und spielorientierte Elementarpädagogik. Kinderleicht!? 3/17 enthält auch einen Tipp für wildes Gärtnern durch wilde Gartenkinder an Plätzen und Schmuddelecken, die ein bisschen mehr Grün vertragen könnten. Hierfür gibt es ein Rezept. 
Hilfreich sind auch folgende Tipps aus klein&groß MEIN KITA-MAGAZIN 05/17: Elke Ostendorf-Servissoglou berichtet von einem Krabbeltier-Garten-Projekt für die 3-6jährigen. Und Maren Bonacker stellt in Welt des Kindes 3/2017 Bilderbücher vor, die von Bienen und Hummeln handeln. 

Tag der Kinderbetreuung 

Was es mit diesem Aktionstag zur Würdigung von Kita-Fachkräften und Tageseltern auf sich hat, erklärt Mario Weis in Welt des Kindes 3/2017, unter http://www.rund-um-kita.de/tag-der-kinderbetreuung/ und in KiTa aktuell Baden-Württemberg 05.2017. 

Neue Medien für die Kita - digitale Bildung

Reinhold Gravelmann konstatiert in KiTa aktuell Baden-Württemberg, dass das Erlernen des Umgangs mit neuen Medien zum Bildungs- und Erziehungsauftrag einer Kita gehört. Aus seiner Sicht gilt es, "sich immer wieder vor Augen zu führen, dass Medien auf Kinder und Kleinkinder im Besonderen eine sehr viel stärkere Wirkung entfalten als dies bei Erwachsenen der Fall ist." Der Themenkomplex der Medienbildung sollte in das Professionsverständnis von Kita-Fachkräften integriert werden.
Rudi Hoogvliet, Sprecher der Landesregierung Baden-Württemberg, der auch die Medienpolitik des Landes politisch verantwortet, erklärt, dass das Land Baden-Württemberg die Fachkräfte im Bereich der frühkindlichen Medienbildung unterstützen will. 


Ein Musical für Krippenkinder

Mit Viele kleine Käferlein präsentiert Alexandra Ziegler in Musik, Spiel und Tanz mit Kindern von 0 bis 6 ein Musical für Krippenkinder. Sie zeigt auch, wie man mit dem Lied von Laurentia die Wochentage gut vermitteln kann und stellt dafür auch einen schön gestalteten Elternbrief zur Verfügung. Von Margarete Issy Wanner stammen Fingerspiele, von Claudia Höly Spielgedichte. Andrea Ostertag zeigt, wie man in Eltern-Kind-Gruppen und mit Drei- und Vierjährigen auf Schatzsuche gehen kann. 

Die Ukulele hat einen schönen Klang. Birte Reuver vermittelt, wie man mit zwei Akkorden ein Geburtstagslied begleiten kann. Diese und andere Anregungen hält Musik, Spiel und Tanz bereit. Wie immer liegen dem Heft 2/17 eine CD, Bildkarten und der schon erwähnte Elternbrief bei.

Kindliche Sexualität behutsam und sensibel begleiten

"Wie viel Körperlichkeit lassen wir zu? Was ist entwicklungsgerecht und was übersteigt eine Grenze? Wie gehen wir mit Doktor-Spielen um? Wie reagieren wir auf alarmierende Beobachtungen?" Diese Fragen greift klein&groß - MEIN KITA-MAGAZIN 05/17 in einem aktuellen Themenschwerpunkt auf. Sibylle Münnich führt mit Jörg Maywald, den Geschäftsführer der "Deutschen Liga für das Kind" eine Interview über Schutzauftrag und Sexualpädagogik in der Kita. 

Gerade mit der Auseinandersetzung und Begleitung der kindlichen Sexualität im Sinne der Sexualpädagogik gehen verschiedene Hemmschwellen und Unsicherheiten einher. Heike Heilmann zeigt, wie man kindliche Sexualität behutsam und respektvoll begleiten kann.

Psychomotorik

Im Heft Praxis der Psychomotorik - Zeitschrift für Bewegungs- und Entwicklungsförderung 2/2017 gibt Hans Jürgen Beins einen guten Einblick in das Metier - eine Kraftquelle für Kinder und Erwachsene. Er will vermeiden, dass die Kinder unter Druck lernen, sondern freudvoll und auf Augenhöhe mit den Erwachsenen. 

Vera Bückers Buch "Wir werden Stiftprofis! Topfit in die Schule" wird von Cornelia M. Kopelsky positiv besprochen. Die Zielgruppe für das grafomotorische Förderprogramm sind Kinder zwischen fünf und sechs Jahren, die im Kindergarten auf den Schuleintritt vorbereitet werden. 

Die Bedeutung und Vielfalt psychomotorischer Angebote für gesunde Kinderfüße erörtert Manuela Rösner. In vielen Abbildungen wird in Praxis der Psychomotorik gezeigt, wie die Fußwahrnehmung und die Fußfeinmotorik gestärkt werden können. 

Von Frank Francesco Birk und Sandra Mirbek stammt ein wichtiger Beitrag zur psychomotorischen Sprachförderung und Begleitung von Kindern mit Flüchtlingshintergrund

Lutherjahr

Andrea Erne hat vor kurzem ein Buch veröffentlicht, mit dem Kindergartenkinder die Bibel entdecken können. Sibylle Münnich hat sie in klein&groß zu den Themen Luther und Religion in der Kita interviewt. TPS 4/2017 behandelt Martin Luthers Vorstellungen von Bildung für alle. 

Ausgrenzung betrifft alle: Vielfalt leben

Welt des Kindes Heft 3/2017, die Fachzeitschrift für Kindertageseinrichtungen, setzt sich in diesem Heft mit der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention schwerpunktmäßig auseinander. Chefredakteurin Irene Weber vertritt die Auffassung: "Kindertageseinrichtungen bieten die Chance, Mechanismen von Ausgrenzung und Diskriminierung zu einem frühen Zeitpunkt entgegenzuwirken und für Kinder Orte gelebter Vielfalt zu schaffen, wo sie Respekt erfahren und ein positives Selbstbild entwickeln können."

Christoph Knoblauch und Nathalie Lichy haben sich aus (religions-)pädagogischer Sicht Gedanken zu Inklusion, Heterogenität und Ausgrenzung gemacht. Ihr Fundament ist die vielfaltbejahende und inklusive christliche Botschaft mit der zentralen Aufgabe der Nächsten- und Feindesliebe. 

Über ihre Arbeit nach dem Konzept der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung und ihre Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung berichtet die schwarze Erzieherin Mildred Tamukedde im Gespräch mit Thomas Thiel. Ihre Einrichtung arbeitet bilingual, interkulturell und vorurteilsbewusst. 

Medientipps von Welt des Kindes im Netz sind: Die Journalistin Kerstin Anabah stellt eine Ausstellung zum Thema Alltagsrassismus und Empowerment vor. Die Ausstellung "Vielfalt mit Kindern erleben" ist als Wanderausstellung konzipiert. Verbunden mit einer Fortbildung kann sie gegen Entgelt von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen im gesamten Bundesgebiet gemietet werden. Kontakt: Vielfalt.Kinder@gmail.com

Volker Pudzich schildert, wie eine katholische Fachschule am Bodensee neue Wege geht. ErzieherschülerInnen arbeiten zusammen mit einer VABO-Klasse (VABO=Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen). Dies ist eine gute Vorbereitung für die Kita; das gemeinsame Lernen funktioniert gut. 
Das SPEZIAL zu Welt des Kindes 3/2017 von Petra Wagner handelt von Schubladen und Zuschreibungen. Die Autorin vermittelt Übungen zur Selbstreflexion. Der Text fordert auf zur Sensibilität, Ausgrenzung wahrzunehmen, bei sich und anderen. 

Anerkennung

Anerkennung ist das Thema von WAMIKI, dem pädagogischen Fachmagazin # 2/2017. Der Begriff Anerkennung wird nach Wikipedia auch als Synonym für AkzeptanzLob oder Respekt verwendet. Gegenseitige Anerkennung gilt als notwendig für jede Art von Zusammenleben. Wird ein Gruppenmitglied nicht anerkannt, gerät es in Gefahr, zum Außenseiter zu werden. WAMIKI startet mit einer Wortklauberei "Erkenne mich an!" von Micha Fink. Bei einer Wanderung auf Fröbels Spuren auf den Pfaden der Anerkennung merkte Andreas Weigel an: "Die im Osten Deutschlands verbreitete Jammer-Kultur gründet meiner Ansicht nach auch darauf, dass Menschen sich selbst nicht für wertvoll genug halten und Anerkennung von außen erwarten. Deshalb ist es wichtig, schon Kindern zu ermöglichen, sich selbst zu lieben und zu sich zu stehen, sonst fällt Anerkennung von außen nicht auf fruchtbaren Boden."

Auch Eltern wollen anerkannt werden. Für die Professionellen geeignet ist nach Herbert Vogt ein Allparteienstandpunkt, ein allparteilicher Blick. Aus seiner Sicht ist es das häufigste Missverständnis, Lob und Anerkennung gleichzusetzen. Beim Lob werden unsere Schwächen ausgeblendet. 

Wassilios Fthenakis schreibt darüber, wie Bildungs- und Erziehungsprozesse gelingen und wie man eine lernende Gemeinschaft bildet.
Eine Fotostrecke von www.stellakalinina.com stellt die Großmütter in den Mittelpunkt.
Reinhard Kahl hat beobachtet, was die fast 2.500 Kinder in Mini-München alles machen. 

Kirsten Ehrhardt und Kirsten Jacob haben Kinder mit Behinderung und sind in Elterninitiativen für Inklusion in Baden-Württemberg aktiv. Ihr Blog https://kirstenmalzwei.blogspot.de beruht auf wahren Erlebnissen. 

W
AMIKI hat eine Umfrage gestartet:
1. Was war für dich die innovativste Neuerung in der frühen Bildung in den vergangenen 30 Jahren? 
2. Was war die größte Enttäuschung der vergangenen 30 Jahre? Was die größte Überraschung?
3. Was möchtest du gern verändern?
Lesen Sie die Antworten hier.

Es gibt in WAMIKI eine Satire über Pegida, ähh, Pekita von Michael Fink. 

Frauke Hildebrandt widmet sich der Frage: Bedeutet Anerkennung Akzeptanz?

Gesundheitsförderung von Fachkräften in Kitas

Die Gesundheit stellt eine wichtige Komponente für die berufliche Leistungsfähigkeit des Kita-Personals dar, die es zu erhalten und zu fördern gilt. Marleen Jacobi und Katrin Lattner geben in klein&groß - MEIN KITA-MAGAZIN 05/17 Antworten auf zehn ausgewählte Fragen zum Gesundheitsschutz in Kitas

Erfolgreiche Kommunikation

In KiTa aktuell Baden-Württemberg und in der Ausgabe für die neuen Bundesländer geben Stefan Groß und Sven Lohrey Tipps für den Erfolgsfaktor Kommunikation. Dabei ist das Zuhören die Grundvoraussetzung für Kommunikation, wie Birgit Hock anmahnt. 
Andreas Schulz ermutigt zur Selbsterfahrung, denn vor der Begegnung mit anderen steht die Begegnung mit sich selbst. 

Ästhetische Bildung in der Praxis

In KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE 05.2017 berichtet die Museuspädagogin Beata Emödi von einem Museumsbesuch mit Kindern. Er sollte bei Kita-Kindern recht kurz sein, kürzer als eine Stunde. Den Rahmen jeder Veranstaltung bildet ein Rollenspiel. Die Kinder erkunden das Museum als Räuber, Orientreisende oder Tierforscher. 

Den Weg zur Schrift begleiten

Sandy Franke-Muschalle und ihre TeamkollegInnen im Modellprojekt alpha elementar richten in  KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE den Blick auf die Vorbereitung schriftsprachlicher Lernprozesse in der Kita und im familiären Umfeld. Ziel ist es, ein Lern- und Lebensumfeld zu schaffen, welches den späteren Erwerb von Schrift positiv beeinflusst. 

Erzähl mal was! Sprachförderung durch Erzählen

Astrif Drick befundet in KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE: "Sowohl in der Forschung als auch in der Praxis gilt das bestehende Angebot an Sprachförderung für Kinder im Vor- und frühen Grundschulalter als unzureichend. Eine Möglichkeit zur umfassenden Unterstützung kindlicher Sprachkompetenzen bietet die Förderung kindlicher Erzählfähigkeiten."


Foto: fotolia # 60789752 Christian Müller

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