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Ariadnes Blog
04.07.2017  Ariadne Morgenrot

Kein Platz in der Schule

Die Grundschulen in Berlin können nicht immer den Elternwünschen entsprechen, weil es zu wenige Plätze in einigen Schulen gibt. Dadurch verlängert sich der Schulweg für manche Kinder.
Also mal ehrlich: Es dauert mindestens fünf Jahre, bis ein Kind in die Schule kommt. In der Zeit könnten doch die Schulbehörden und die Stadtplaner mal rechnen, ob die Anzahl der  Schulplätze für die neu geborenen Kinder ausreicht. Das ist offenbar in Berlin nicht passiert. Denn zur Zeit stehen Eltern Schlange, um ihr Kind in der ihnen am nächsten gelegenen Schule anzumelden. Das geht aber nicht in allen Schulen, weil sie voll sind: Sie dürfen nicht mehr als 25 Kinder pro Klassenraum aufnehmen - und das ist schon eine Menge. Und wenn es nicht geht, muss das Kind in einer weiter entfernten Schule angemeldet werden.

Morgens sieht man viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen - für diese Familien ist es kein Problem. Aber nicht alle Eltern können das leisten, und für die Kinder kann der lange Schulweg zum Problem werden.

Die Eltern, denen die Zuweisung eines Schulplatzes nicht passt, können klagen. Diese Klagen beschäftigen dann das Verwaltungsgericht.

Es ist aber nicht nur der Platzmangel, der Eltern aktiv werden lässt. Es ist auch die unterschiedliche Qualität, der unterschiedliche Ruf, den die Schulen genießen. Alle Eltern wollen - wie sollte es anders sein - dass ihr Kind die bestmögliche Atmosphäre für seine Entwicklung und Bildung vorfindet. Solche Wechselanträge müssen die Schulträger dann auch bearbeiten.

Hätte man vor fünf Jahren angefangen, ein bisschen zu rechnen, hätte man zumindest ausreichend Schulplätze in Wohnortnähe planen können. Man hätte allerdings auch mehr Geld in die Schulen stecken können, die heute keinen guten Ruf haben - weil die Lehrkräfte überlastet sind oder die Räume eine Zumutung.

Alle Angaben aus dem Artikel der taz von heute: Von wegen erste Klasse.
 

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