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Personal/Kollegium
26.07.2017  

Pädagogen mit Fluchthintergrund gewinnen

VBE: „Geflüchteten Pädagoginnen und Pädagogen den Weg in das deutsche Schulsystem zu ebnen, zielt in die richtige Richtung."
"Zum einen, um diesen Menschen eine ihrer beruflichen Qualifikation entsprechende Eingliederung am Arbeitsmarkt zu erleichtern, zum anderen aufgrund der enormen Herausforderung, die sich angesichts der hohen Anzahl von Flüchtlingskindern im Sinne einer gelingenden Bildungsintegration stellt“ kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die heute vorgestellten Ergebnisse einer von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebenen Studie. Diese schlägt die Qualifizierung und Einstellung von geflüchteten Pädagogen als Hilfslehrer vor. Bei einem Verteilungsschlüssel von 1 zu 80 zwischen Assistenzkräften und geflüchteten Schülern kommt die Studie dabei auf einen bundesweiten Bedarf von fast 3.500 Vollzeit-Assistenzkräften.

„Der Assistenzstatus kann aber nicht das Ziel bei der Integration von Pädagoginnen und Pädagogen mit Flüchtlingshintergrund bleiben. Es gilt, das ganze Potenzial zu nutzen“, so Beckmann weiter. „Eine Zweiklassengesellschaft zwischen Lehrkräften mit unterschiedlicher Herkunft darf kein Dauerzustand sein. Die Politik muss hier nachhaltige Anstrengungen unternehmen und diesen Menschen eine klare Perspektive der Integration als vollwertige Kräfte aufzeigen. Vom generellen Problem des Lehrermangels, dem sich die Politik viel zu lange nicht gestellt hat, darf hierdurch nicht abgelenkt werden.  Wir brauchen eine ganzheitliche Lehrerausbildungsoffensive, die die adäquate Weiterqualifizierung von geflüchteten Pädagoginnen und Pädagogen mit einschließt“ fordert Beckmann.


Quelle: www.bildungsklick.de
Foto: shutterstock/rawpixel.com

 



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