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Personal/Team
21.10.2017  

Personalausbau in der Kindertagesbetreuung setzt sich fort

In Kindertageseinrichtungen arbeiten 2017 bundesweit 692.643 Beschäftigte. Das sind über 26.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als im Vorjahr, was einem erneuten Wachstum von 4% entspricht.
Der weitaus größte Anteil der tätigen Personen entfällt mit 593.683 Beschäftigten (86%) auf das pädagogische Personal sowie die Leitungen. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).

© www.fachkraeftebarometer.de
1 Tätige Personen inklusive Verwaltung und Hauswirtschaft, inklusive Horte. Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, verschiedene Jahrgänge; eigene Berechnungen
 

Westliche Flächenländer sind Jobmotoren

Damit setzt sich die Personalexpansion der letzten Jahre fort. Zwischen 2006 und 2017 wurden über 277.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eingestellt (+67%). Allein in den westlichen Flächenländern sind in diesem Zeitraum rund 226.000 Beschäftigte hinzugekommen (+71%). Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichnen Bayern und Baden-Württemberg mit einem Plus von 97 und 87%. Spitzenreiter bei den östlichen Flächenländern sind Brandenburg und Sachsen, wo die Anzahl der Kita-Beschäftigten seit 2006 um 56 bzw. 55% gestiegen ist.

Auslöser dieser Entwicklung ist der wachsende Bedarf an Betreuungsplätzen, der auch für die kommenden Jahre prognostiziert wird. Nach Berechnungen des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund beträgt bis 2025 die Personallücke in der Kindertages- und Grundschulbetreuung bis zu 329.000 Fachkräfte. Die Zahl berücksichtigt neben demografischen Faktoren nicht erfüllte Elternwünsche sowie ein verbessertes Fachkraft-Kind-Verhältnis.

Weitere Informationen zu den Kita-Beschäftigten auf Bund- und Länderebene.

Quelle: Presseinfo WiFF
Foto: fotolia/Robert Kneschke

 



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