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Fachzeitschriften
30.11.2017  Christiane Hartmann

Fachzeitschriften: Neues für die Kita 11/2017

Im November sind zwölf neue Kita-Fachzeitschriften bei uns eingetroffen. Die Themen reichten vom Weihnachtslied über die Kinderoper Hänsel und Gretel bis hin zur Herzensbildung und Sexualpädagogik. Bei unserem Blick in die Fachzeitschriften können Sie in die Themen hineinschnuppern und sich in kurzer Zeit einen aktuellen Überblick verschaffen.

Der Überblick umfasst im November folgende Fachzeitschriften:

Es weihnachtet ...

Musik, Spiel und Tanz präsentiert  die Lieder "Juchhe, der erste Schnee", "Ihr Kinderlein kommet", "Hoch am Himmel", "Das ist der Stern von Bethlehem" und Fröhliche Weihnacht überall. Zu den Liedern gehören kleine Choreographien, Bastelanleitungen und vieles andere mehr. Zum Lied "Fröhliche Weihnacht überall" gehört ein spezieller Elternbrief, damit das Lied auch in den Familien der Kinder gesungen werden kann. Die Lieder sind eine Einladung zum Singen, Musizieren und Basteln. Eine Hilfe für die Umsetzung in die Praxis ist ein CD-Rom-Teil. Nicht vergessen werden soll in der Aufzählung die musikalische Spielaktion "Weihnachten im Winterwald". 
AutorInnen der Ausgabe 4/17 von Musik, Spiel und Tanz sind Heidemarie Dude, Renate Fischer, Sabine Hirler, Barbara Krepcik, Susanne Peter, Julia Schüly, Kristin Thielemann, Katharina E. Volk, Cornelia Welzel und Laura Winbeck.

In Klein & groß 12/17 zeigt Brigitte Richter, wie Sie es Kindern ermöglichen können, sich die Oper Hänsel und Gretel in der Kita zu erspielen, sie sinnlich zu erleben und wie nebenbei klassische Musik und Opernarien kennenzulernen.  Kaum ein Zeitpunkt ist für diese Oper geeigneter als die Adventszeit. Und in der klein & groß Ideenkiste geht es Michaela Lambrecht und Diana Molter um besinnliche Momente. 

Der Vollständigkeit halber sei auch auf Weihnachten im Weltall, einen Beitrag von Rita Greine hingewiesen, der bereits in klein & groß 11/17 erschienen ist. Ebenso auf das Wintermärchen von den Tanzenden Schneemännern und trommelnden Schneefrauen (Susanne Steffe in MUSIK in der KITA 4/2017).

Hier & Jetzt - Achtsamkeit in der Kita

Achtsam sein - das ist eine innere Haltung, mit der wir in allen alltäglichen Situationen gegenwärtig sein können. Schwierige Momente erleben wir damit als weniger stressig und geraten insgesamt nicht so schnell in den alarmierten Modus, der Stressreaktionen auslöst. Sandra Brodtmann zeigt in der Dezember-Ausgabe von klein & groß, wie Sie Achtsamkeit in Ihren Alltag integrieren können. Auch das Thema "Achtsame Kommunikation mit Kindern" spielt eine Rolle (Beiträge von Sibylle Münnich, Patricia Bartl, Christoph Rameshan, Ulrike Funk, Jutta von Ochsenstein-Nick).

Entspannungsräume in der Kita, Räume fürs Träumen, spielen in Meine Kita - das didacta-Magazin für den Elementarbereich 4/2017 eine Rolle. Mit einem "Snoezelenraum" schafft man einen Ort der Ruhe und Entspannung - ideal, um Kinder zu öffnen, Neues zu erforschen und zu lernen (Benigna Daubenmerkl).

Auch das Thema Spiegel im Krippenraum spielt in der aktuellen klein & groß eine Rolle (Peggy Sarnowsky-Bresnik). Und Elke Ostendorf-Servissoglou präsentiert ein Waldprojekt, bei dem z.B. Tierspuren entdeckt werden. 
 


Großeltern und Enkelkinder

Ein dickes spannendes Heft frühe Kindheit 05/17 ist diesem Thema gewidmet. Heute leben die verschiedenen Generationen (Kinder, Eltern, Großeltern) meist getrennt, aber die gegenseitigen Kontakte sind häufig intensiv. Für dieses Lebensmuster hat sich der Begriff "Intimität auf Distanz" eingebürgert. Im Gegensatz zu einer oft geäußerten Ansicht führt getrenntes Wohnen nicht zur Schwächung der Solidarität zwischen den Generationen, wie Francois Höpflinger darlegt. Weitere Beiträge sind Kurt Lüscher und Günter Heisterkamp zu verdanken. Irmela Wiemann erörtert die Verwandtenpflege als Hilfe zu Erziehung und Franziska Hasselbach behandelt das Umgangsrecht der Großeltern und sonstiger Bezugspersonen. Die Herausgeber von frühe Kindheit, Sabine Walper und Jörg Maywald, schätzen das vorhandene Wissen über die Beziehungen zwischen Großeltern und Enkelkindern als relativ gering ein. Um vorhandene Potentiale erkennen und das Zusammenleben der Generationen besser fördern zu können, machen sie in diesem Feld erheblichen Forschungsbedarf geltend. 
 

Bindung und Feinfühligkeit

Bindung und Feinfühligkeit stehen im Fokus von TPS spezial - Sonderheft Herbst 2017. Den Redakteuren Herbert Vogt und Jutta Hauser geht es darum, das emotionale Netzwerk der Geborgenheit gemeinsam zu knüpfen. Mitgewirkt haben an diesem Spezial Fabienne Becker-Stoll, Petra Evanschitzky, Klaus Fröhlich-Gildhoff, Anne Katrin Künster, Herbert Renz-Polster, Karin Grossmann, Klaus Grossmann, Elmar Drieschner, Rahel Dreyer, Martina Teschner, Michael Schieche, Heidi Keller, Colja Bahrenberg, Petra Evanschitzky, Maike Rönnau-Böse, Silke Kaiser, Hans von Lüpke, Beate Andres und Annette Drüner. Den Autorinnen Daniela Mayer, Julia Berkic und Kathrin Beckh ist der Beitrag zu verdanken Ich will die Welt mit deinen Augen sehen. Feinfühligkeit kann man lernen. Über den richtigen Umgang mit Gefühlen
 

Herzensbildung

Herzensbildung ist das Anliegen von TPS 9/2017. Ein wesentlicher Faktor der Herzensbildung ist die Entwicklung von Empathie. Dazu sind alle Kinder in der Lage, sie brauchen aber Erwachsene, die ihnen Interesse, Einfühlung und Resonanz entgegenbringen. Allerdings muss Empathie auch an moralische Qualitäten gebunden werden. Hier sind das Spiel und das erwachsene Vorbild maßgeblich. Letztlich hängt die Entwicklung des Menschen zu einer verantwortungsbewussten und solidarischen Persönlichkeit von seiner Empathiefähigkeit ab. An dem Heft haben Nils Altner, Eva Maria Brunner, Anton A. Bucher, Ute Frevert, Karl Gebauer, Harald Hauser, Kerstin Kreikenbohm, Charmaine Liebertz, Andreas Lorenz, Gino Romero Ramirez, Johann Caspar Rüegg und Daniel Vogel mitgewirkt. Auch die Bedeutung der Sandkastenliebe wird erläutert, siehe Verliebt, verlobt, verheiratet (Sabrina Schäfer und Norbert Neuss). Von Julia Stubenrauch-Koch stammt ein Beitrag zur Herzensbildung nach Trennungen. In Kinder wählen ihre Bezugspersonen legt sie die Chancen der Krippenbetreuung für Trennungskinder dar. 
 

Inklusion in Bewegung

Frank Francesco Birk und Sandra Mirbek leisten in Praxis der Psychomotorik einen Beitrag zum motologisch-psychomotorischen Handlungsfeld Flucht und Migration mit Familien. Ihre Arbeit zielt darauf ab, Familien mit und ohne Flüchtlingshintergrund durch Bewegung in Interaktion zu bringen, um dadurch Kontakt zwischen den und innerhalb der Familien herzustellen. Sie stellen dar, wie in der deutschen Motologie-Psychomotorik mit dem Aufkommen der Menschen mit Flüchtlingshintergrund gearbeitet wird. Dieser Ansatz ist nicht nur für Motologen interessant, sondern für alle pädagogischen Fachkräfte wichtig.

Hingewiesen sei auch auf "Trickmobil - ein Kunstprojekt mit geflüchteten Kindern", das in Welt des Kindes 6/2017 vorgestellt wird. 

In Kita aktuell MO 11.2017 behandelt Stefanie Rösch die Frage, woran man erkennen kann, ob ein Kind traumatisiert ist. Und wie können wir in der Kita damit umgehen?

Die Anerkennung der Unterschiedlichkeit ist bedeutend, vermittelt Daniela Gerards im selben Heft. Der Abbau von Barrieren bringt Veränderungsprozesse mit sich und setzt eine enge Verknüpfung inklusiver wie demokratischer Prozesse aller Beteiligten voraus. 

Sonja Eiden wirft in kinderleicht!? 6/17 einen kritischen Blick auf den Weg zur Inklusion. Ihr Fazit: "Dieser Weg muss mit Bedacht gegangen werden, dann ist er mit Sicherheit lohnenswert."

 

Kinder und Senioren gemeinsam

Immer wieder bietet die Praxis der Psychomotorik Ansätze für eine gemeinsame Gruppenarbeit von Kindern und Seniorinnen, wie das in Japan schon gang und gäbe ist. In der aktuellen Praxis der Psychomotorik steuert Andreas Gorka Ideen für eine Kinder-Senioren-Sportgruppe bei.  
 

Sexualpädagogik

Warum bei einer ganzheitlichen Sexualpädagogik in der Kita sexuelle Bildung und Schutz vor sexualisierter Gewalt untrennbar zusammengehören, erklärt Jörg Maywald in Welt des Kindes 6/2017. Das Heft hat den Schwerpunkt "Sexualpädagogik". Überlegungen zur Sexualpädagogik in katholischen Kitas aus theologisch-sozialethischer Sicht hat Ursula Wollsch angestellt. Detlef Diskowski trägt einen vergleichenden Blick auf die Bildungspläne bei. Welche Bedeutung das Thema in der Fachschule hat, schildern Constanze Ott und Maria-Luise Blase. 


Kreativität hat viele Gesichter

In kinderleicht!? hat Norbert Kober eine Mutmach-Schrift für das freie Erzählen in der Kita veröffentlicht. Er wendet sich an alle, die Angst haben, beim freien Erzählen etwas Wichtiges zu vergessen. 

Wie Fachkräfte die kindliche Kreativität fördern können, erklärt Expertin Annette Dreier im Interview mit Hilde von Balluseck (Frühe Bildung online) und Silvia Schumacher (Meine Kita 4/2017). 

Kinder beginnen früh, Kreativität zu entwickeln. Um diese Prozesse anzuregen, braucht es vor allem Raum, Zeit, Material und intelligente Impulse. Eva Grüber inspiriert in Meine Kita zum Ko-Konstruieren in 100 Sprachen. 

Auch eine inspirierende Münchner Kinderkrippe kiClub ist Thema von Meine Kita. Bei ihrem pädagogischen Konzept setzt sie auf Ko-Konstruktion - und die Erfahrung ihres Gründers Wassilios E. Fthenakis. 


Digitalisierung

Mit der notwendigen Digitalisierung auch in der Erziehungspartnerschaft setzt sich in Meine Kita Helen Knauf in ihrem Betrag Elternkommunikation 2.0 auseinander. 


Faire Rückmeldung unter Kolleginnen geben

Wie man faire Rückmeldung unter Kolleginnen und Kollegen gibt, ist ein Schwerpunktthema von klein & groß MEIN KITA-MAGAZIN 11/2017. Sarah Metz schreibt darüber. Und von Rita Greine stammen gute Ideen zum Feedback-geben

Kita-Management

Nachhaltiges Lernen und Wissensmanagement sind als Schlagworte längst in der Pädagogik angekommen. Der Beitrag von Iris Hofmann Wissen ins Team tragen geht auf die Frage ein, wie alle Kolleginnen und Kollegen eines Teams von der Fortbildung einer einzelnen Fachkraft profitieren können (Kita aktuell MO sowie Baden-Württemberg 11.2017). Schließlich muss man Weiterbildungen nachhaltig und gewinnbringend in der Kita nutzen, wie Miriam Engel in Kita aktuell Baden-Württemberg 11.2017 schreibt. 

Armin Schneider stellt in denselben Kita aktuell-Ausgaben das Wissensmanagement als das Haushalten und Organisieren von Wissensbeständen in der Kita dar. 


Foto: Fotolia millaf

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