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Grundschule
02.01.2018  Sandra Deibl

Sprechen und Zuhören im Sachunterricht

Gesprochen wird im Sachunterricht eigentlich immer. Kinder machen in einem kompetenzorientierten Sachunterricht wertvolle Handlungserfahrungen. Damit sie aus diesen nachhaltig lernen, muss das Erlebte auf vielfältige Weise sprachlich verarbeitet werden – nicht nur schriftlich auf Arbeitsblättern oder in Forscherbüchern. Was das Besondere am Sprechen und Zuhören im Sachunterricht ist, zeigt dieser Beitrag.

Der kommunikative Sachunterricht

Astrid Kaiser schrieb 1997: »Zukünftiger Sachunterricht ist kommunikativer Sachunterricht.« In ihrem Lexikon Sachunterricht heißt es dazu: »KSU hat auf der Ebene des Unterrichtsarrangements keine fest vorpräparierten Ergebnisabläufe oder Informationsentnahmeprozesse zum Gegenstand, sondern geht von offenen Problemen aus, über deren Verständnis Menschen sich zu verständigen haben« (Kaiser, 1997). Wir sprechen im Unterricht von Mensch zu Mensch über Beobachtungen, Erfahrungen und Erkenntnisse. Die Lehrerin, der Lehrer interessiert sich für die Gedanken der Kinder – vor, während und nach der Handlungserfahrung! Das ist mit Schülerorientierung, die ein grundlegendes didaktisches Prinzip zeitgemäßen Unterrichts darstellt, im Groben gemeint. Sprechen und Zuhören im SU ist also mehr als Ergebnissicherung in einem kleinschrittig sich fragend entwickelnden Unterrichtsgespräch. »Es reicht nicht, dass die Lehrerin meint, eine Gesprächssituation sei angemessen und gut für Kinder – sie muss relevant für die Kinder sein« (Potthoff u. a. 2008, S.12). Kommunikation gelingt, wenn wir uns zusammen mit den Kindern auf den Weg machen, etwas zu entdecken, herauszufinden, zu lernen – und wenn wir den Kind.

Sie können diesen Artikel weiterlesen, wenn Sie ihn unten downloaden. Wir haben ihn dem Grundschulmagazin aus dem Oldenbourg Verlag entnommen (Nr. 1/18).

Foto: Picture Factory/Fotolia

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