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Qualitätsmanagement
09.12.2015  

Qualitätsmanagement in der Grundschule

Auch die Grundschule muss sich der Forderung nach Qualitätsmessung und -verbesserung fügen. Das Qualitätsmanagement beginnt häufig mit einer Evaluation der Leistungen.
In Sachsen wird die Evaluation mit hohem Aufwand durchgeführt. Hier eine Beschreibung aus dem Jahr 2014:

"Mit Abschluss des Schuljahres 2013/2014 wurden 1339 öffentliche sächsische Schulen erstmals evaluiert. In den letzten sieben Jahren erhielten somit 738 Grundschulen, 131 Förderschulen, 274 Oberschulen, 118 Gymnasien und 78 Berufsbildende Schulen Rückmeldung über die Ergebnisse und Prozesse ihrer schulischen Arbeit.

Die Evaluatorinnen und Evaluatoren beobachteten in den Schuljahren 2007/08 bis 2013/14 ca. 25.400 Unterrichtsstunden und werteten 184.000 Fragebogen aus. Alle  Schulbesuche wurden planmäßig durchgeführt. Dr. Dorit Stenke, Direktorin des  Sächsischen Bildungsinstituts (SBI), äußerte sich sehr zufrieden über den Ablauf des ersten Zyklus der externen Evaluation. »Durchschnittlich 200 Schulbesuche haben die Evaluationsteams jedes Jahr geplant und durchgeführt. Dabei erstellten sie für jede einzelne Schule einen individuellen Schulbericht und präsentierten die Ergebnisse der externen Evaluation vor Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern. Das ist eine großartige Leistung, die ohne das Engagement aller an der Evaluation Beteiligten nicht möglich gewesen wäre.« Dem ersten Zyklus vorangegangen waren zwei Jahre, in denen das vom Aufbaustab der Sächsischen Evaluationsagentur entwickelte Verfahren der externen Evaluation erprobt wurde. Das Regelverfahren wurde ab dem Schuljahr 2007/08 dann vom  SBI durchgeführt. Nahezu alle öffentlichen Schulen in Sachsen erhielten mit dem Schulbericht Aussagen zur Qualität ihrer Arbeit."
Weiterlesen können Sie hier.

Die Grundschulen können aber das Heft auch selbst in die Hand nehmen wie die Heinrich-Roller-Grundschule in Berlin:

Eine Steuerungsgruppe
  • plant und analysiert Entwicklungsschwerpunkte der Schule
  • verantwortlich für die Inhalte des Schulprogramms
  • plant und analysiert die Evaluation des schulinternen Curriculums
  • unterbreitet der Gesamtkonferenz Vorschläge zur Beschlussfassung
  • plant Projekte zur Gesundheitsförderung

Es finden Mitarbeiergespräche mit Zielvereinbarungen statt. Themen:

  • Kommunikation über fachliche, personale und soziale Kompetenzen. Gemeinsame Absprache von nächsten Schritten.
  • Konzept zum Umgang mit den Vergleichs -und Orientierungsarbeiten

Die Vergleichs- und Orientierungsarbeiten liefern  Informationen über den jeweiligen Leistungsstand jedes einzelnen Schülers. Um diese Informationen gezielt zur Förderung der Schüler nutzen zu können, werden die Ergebnisse wie folgt ausgewertet:

  • Auswertungsgespräch der Schulleitung (SL) mit den Fachlehrern (FL)
  • Analyse und Auswertung der Ergebnisse durch die FL in der Klassenstufenkonferenz; Hinweise für das Curriculum im jeweiligen Fach durch die FL im Rahmen der Gesamtkonferenz
  • Schlussfolgerungen für die Arbeit in der jeweiligen Klasse durch den FL
  • Analyse der Ergebnisse in Bezug auf die Förderung des Einzelschülers; Dokumentation der Ergebnisse und der Entwicklung durch den FL
  • Nutzung der Ergebnisse der Orientierungsarbeiten für die Empfehlung zum Aufrücken in die dritte Klasse
  • Vorschläge der Steuerungsgruppe zur Berücksichtigung der entsprechenden Arbeitsergebnisse für das Schulprogramm an die Schulkonferenz
Hier können Sie weiterlesen.

In NRW ist der Weg von einer überregulierten zu einer eigenverantwortlichen Schule beschritten worden. Dies bedeutet, dass die Schulen selbst Zielvereinbarungen erarbeiten und umzusetzen versuchen.
Quelle: http://www.juramagazin.de/195171.html

Wir bemühen uns um weitere Beiträge zum Qualitätsmanagement an Grundschulen.

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