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Soziale und ethische Kompetenz
31.12.2015  

Selbstkompetenzen in der Elementarpädagogik

Selbstkompetenzen wie Selbstmotivation, Selbstberuhigung, Selbstwahrnehmung oder auch emotionale Ausdrucksfähigkeit bilden die Basis des Lernens und ebenso die Basis für die Entfaltung von Begabungen – dies haben in den letzten Jahren unter anderem die Ergebnisse der nifbe-Forschungsstelle Begabungsförderung unter Beweis gestellt. Die Grundlagen von Selbstkompetenz werden in der frühen Kindheit gelegt und im Laufe des Lebens weiter ausgebaut. So ist Selbstkompetenz als Teil der Persönlichkeitsentwicklung in der gesamten Bildungsbiographie wirksam.

In diesem Sinn kommt der Selbstkompetenz-Förderung in KiTa und Kindertagespflege eine zentrale Bedeutung zu. Entscheidend ist hierbei die professionelle pädagogische Beziehung. Damit Beziehungsgestaltung gelingen kann, benötigen PädagogInnen ihrerseits wiederum ausgeprägte Selbstkompetenzen – insbesondere zum Beispiel die eng mit Empathiefähigkeit und Feinfühligkeit verbundene Selbstwahrnehmung.

Mit einer quantitativen Studie hat die nifbe-Forschungsstelle Begabung nun untersucht, auf welche Selbstkompetenzen PädagogInnen ihrer eigenen Einschätzung nach zurückgreifen können und wo sie Schwierigkeiten sehen. Es wurde das subjektive Kompetenzempfinden der Fachkräfte erhoben, um daraus Rückschlüsse auf ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugungen zu ziehen. Außerdem wurde erfragt, welche Komponenten von Selbstkompetenz sie bei der Förderung von Kindern in den Fokus nehmen.

Hohe Selbstwirksamkeits-Überzeugung

Die Studienergebnisse zeigen große Selbstwirksamkeits-Überzeugungen sowie eine hohe Berufszufriedenheit der Befragten auf, die sich auf verschiedene Ressourcen und Unterstützungsmomente zurückführen lassen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Zugang zu den eigenen Selbstkompetenzen.

Deutlich zeigte sich, dass die von den befragten Berufsgruppen (Kindertagespflege, Krippe, KiTa, Hort) wahrgenommene fehlende gesellschaftliche Anerkennung der Profession ein belastendes Moment der beruflichen Tätigkeit darstellt - und zugleich in einem gewissen Widerspruch zu der grundsätzlich positiv konnotierten Hochkonjunktur der frühkindlichen Bildung im gesellschaftlichen Diskurs steht.

Kontakt: nifbe - Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung



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