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05.12.2017

Kita-Seminare 2018: Jetzt anmelden!

Das Fortbildungsangebot für Frühpädagogen bietet 2018 vier Thementage: "Qualität in Kitas - wer bestimmt, was gut ist?" (20.02.), "Kinder unter drei Jahren - we...
Das Fortbildungsangebot für Frühpädagogen bietet 2018 vier Thementage: "Qualität in Kitas - wer bestimmt, was gut ist?" (20.02.), "Kinder unter drei Jahren - welche Didaktik brauchen sie?" (21.02.), "Kinderrechte im Kita-Alltag - was heißt es, Kindern als Subjekten zu begegnen?" (22.02.) und "Inklusion - wie viel Vielfalt steckt darin?" (23.02.). Melden Sie sich jetzt an! mehr

Foto: Peter Atkins/Fotolia
 
21.11.2017

FBBE-Daten jetzt für alle Bundesländer und Regionen online

Der „neue“ Ländermonitor der Bertelsmann Stiftung bietet eine Fülle an neuen Funktionen sowie Daten und Fakten rund um die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in den 16 Bundesländern, allen Kreisen und kreisfreien Städten sowie den Jugendamtsbezirken in Deutschland. Insgesamt sind nun vielfältige Informationen...
Der „neue“ Ländermonitor der Bertelsmann Stiftung bietet eine Fülle an neuen Funktionen sowie Daten und Fakten rund um die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in den 16 Bundesländern, allen Kreisen und kreisfreien Städten sowie den Jugendamtsbezirken in Deutschland.

Insgesamt sind nun vielfältige Informationen über die Frühkindlichen Bildungssysteme in den folgenden vier Rubriken zu finden.
  • Unter „VERGLEICH | Bundesländer-Daten“ können Sie geordnet nach den drei Handlungsfeldern „Teilhabe sichern", „Bildung fördern - Qualität sichern" und „Investitionen wirkungsvoll einsetzen" Daten und Fakten auf Bundesländerebene abrufen. Dabei steht der Bundesländervergleich im Vordergrund.
    Unter „FOKUS | Regionale Daten“ finden Sie seit 2017 erstmalig ausgewählte Daten für Kreise, kreisfreie Städten sowie für Jugendamtsbezirke in Deutschland.
    Unter „REPORT | Profile der Bundesländer“ können Sie sich über die FBBE-Situation in jedem der sechszehn Bundesländer informieren. Hier steht das einzelne Bundesland im Fokus, für das jeweils Basisdaten sowie die wesentlichen Key Facts in Form eines Plakates verfügbar sind. Zudem werden die landesspezifische Situation und Entwicklungen im FBBE-System in Form des Länderprofils dargestellt und erläutert. Dieser Länderbericht stellt einen Auszug aus der aktuellen Printpublikation "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" dar.
    In unserem BLOG „Frühkindliche Bildung“ berichten und diskutieren wir fortlaufend über aktuelle FBBE-Themen. Der neue Ländermonitor will so steuerungsrelevante Informationen für die Weiterentwicklung der Systeme liefern. Folgen Sie uns und diskutieren Sie mit!
Für einen weiteren Einblick in unseren Ländermonitor laden wir Sie herzlich dazu ein, sich das folgende Video anzuschauen:

https://youtu.be/5W30G5xuQ7g

Wir freuen uns, Sie auf unserem neu konzipierten Online-Portal begrüßen zu dürfen!

Quelle: Presseinfo Bertelsmann Stiftung
21.11.2017

Stiefväter, Co-Mütter, künstliche Befruchtung:

DJI Impulse über neue Formen von Elternschaft Neben den leiblichen Eltern sorgen immer öfter soziale Mütter und Väter für den Nachwuchs. Sie sind zwar nicht verwandt, übernehmen aber Verantwortung für Kinder. Dennoch orientieren sich Recht, Politik und Gesellschaft immer noch stark am Leitbild der bürgerlichen Kleinfamilie...
DJI Impulse über neue Formen von Elternschaft

Neben den leiblichen Eltern sorgen immer öfter soziale Mütter und Väter für den Nachwuchs. Sie sind zwar nicht verwandt, übernehmen aber Verantwortung für Kinder. Dennoch orientieren sich Recht, Politik und Gesellschaft immer noch stark am Leitbild der bürgerlichen Kleinfamilie. Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts „DJI Impulse“ thematisiert in seiner aktuellen Ausgabe veränderte Formen von Elternschaft und benennt die daraus resultierenden Herausforderungen.

Elternschaft hat sich in den vergangenen Jahren extrem gewandelt: Eltern trennen sich häufiger oder lassen sich scheiden, leben phasenweise allein und gehen neue Partnerschaften ein. Überforderte Eltern haben zudem vielfältige Möglichkeiten, die Sorge für das Kind zumindest vorübergehend an andere zu übertragen – an Adoptiv- oder Pflegeeltern, Heime oder andere betreute Wohnformen. Gleichzeitig nutzen ungewollt kinderlose oder gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Die Blutsverwandtschaft, die bislang ausschlaggebend für geltendes Recht war, verliert somit an Bedeutung – eine fundamentale Veränderung der Gesellschaft, folgern Autorinnen und Autoren in DJI Impulse. Die aktuelle Ausgabe mit dem Titel „Mehr als Vater, Mutter, Kind“ und ein begleitendes Online-Dossier erscheinen zur DJI-Jahrestagung am 20./21. November in Berlin, die sich mit dem Wandel der Familie befasst.

Das Forschungsmagazin DJI Impulse berichtet allgemein verständlich über die wissenschaftliche Arbeit am DJI, einem der größten sozialwissenschaftlichen Institute für Forschung und Entwicklung in Deutschland. Vier Mal jährlich informieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über relevante Themen aus den Bereichen Kindheit, Jugend, Familie und Bildung. Die Ausgaben können kostenlos bestellt, heruntergeladen oder abonniert werden.

Online-Dossier „Eltern“: www.dji.de/eltern
Download DJI Impulse: www.dji.de/impulse
Jahrestagung: www.dji.de/jahrestagung2017

Quelle: Presseinfo DJI

 
13.11.2017

Lehrerverband warnt vor „Pädagogen-Produktion im Schnellverfahren“

Der Lehrermangel insbesondere an Grundschulen darf aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes nicht durch eine „Pädagogen-Produktion im Schnellverfahren“ bewältigt werden. „Es kommt auf die Qualität an – das gilt auch hier“, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, am 4. November der „Neuen Osnab...
Der Lehrermangel insbesondere an Grundschulen darf aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes nicht durch eine „Pädagogen-Produktion im Schnellverfahren“ bewältigt werden. „Es kommt auf die Qualität an – das gilt auch hier“, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, am 4. November der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wenn bei den Neueinstellungen der Anteil der Seiten- und Quereinsteiger an manchen Schularten die 40-Prozent-Marke überschreitet – wie etwa in Berlin oder Sachsen -, dann ist das ein echtes Problem.“
Er halte es auch für fatal, wenn Berufspraktiker aus völlig schulfremden Bereichen von heute auf morgen eine Anstellung als Lehrkraft erhielten und sofort unterrichten dürften. Es sei falsch zu glauben, jeder könne mal schnell Pädagoge sein. Wochenendkurse reichten nicht aus. „Wenn die pädagogische Nachqualifizierung hochwertig ist und die Quereinsteiger gut vorgebildet sind, dann herzlich willkommen“, fügte Meidinger allerdings auch hinzu.

Der in aktuellen Tests festgestellte Leistungsabfall von Grundschülern ist aus seiner Sicht ein „Alarmsignal“. Die Grundschulen seien hoffnungslos überfordert. „Es rächt sich, dass ihnen immer neue Herausforderungen aufgeladen werden“, sagte Meidinger. Als Probleme nannte er immer mehr Kinder mit Zuwanderungshintergrund sowie die überhastet eingeführte Inklusion, also die Auflösung von Förderschulen. Damit müssten Lehrkräfte oft ohne jede Unterstützung fertig werden. „Dazu wurde die Grundschule in den letzten Jahrzehnten Experimentierfeld für unausgegorene Reformen."

Quelle: © dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH. Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung von Inhalten, Texten, Grafiken und Bildern ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der dpa unzulässig. Dies gilt insbesondere für die Verbreitung, Vervielfältigung und öffentliche Wiedergabe sowie Speicherung, Bearbeitung oder Veränderung.
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11.11.2017

Für gutes und gesundes Aufwachsen aller Kinder

Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG, ein Zusammenschluss aus 13 Verbänden, darunter das Deutsche Kinderhilfswerk, fordert, eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland umzusetzen. Dies muss aus Sicht des Bündnisses ein Schwerpunkt in den kommende Woche stattfindenden Sondierungsgesprächen zur Bildung der nächsten Bun...
Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG, ein Zusammenschluss aus 13 Verbänden, darunter das Deutsche Kinderhilfswerk, fordert, eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland umzusetzen. Dies muss aus Sicht des Bündnisses ein Schwerpunkt in den kommende Woche stattfindenden Sondierungsgesprächen zur Bildung der nächsten Bundesregierung sein. In einem offenen Brief an die Parteivorsitzenden von CDU, CSU, FDP und Grünen appelliert das Bündnis eindringlich, das gute Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Blick zu behalten und dabei den Mut aufzubringen, auch große Reformen anzugehen, damit Kinder und ihre Familien in Deutschland eine gute Zukunft haben.

Wörtlich heißt es in dem Brief: „Erforderlich ist eine Gesamtstrategie der künftigen Bundesregierung gegen Kinderarmut, die eine ausreichende finanzielle und bedarfsgerechte Förderung sowie eine qualitativ hochwertige Infrastruktur vorsieht, um ein gutes und gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten. Perspektivisch fordert das Bündnis eine belastbare Neuberechnung dessen, was Kinder und Jugendliche tatsächlich benötigen. Dieses kindliche Existenzminimum muss durch eine einfache und unbürokratische Leistung für alle Kinder und Jugendliche garantiert werden."

„Es ist an der Zeit, dass sich die positive wirtschaftliche Lage in Deutschland endlich auf die Situation armer Kinder und Jugendlicher auswirkt. Die Sondierungsgespräche müssen eine Grundlage dafür legen, dass allen Kindern in Deutschland gleiche Teilhabe- und Bildungschancen geboten werden. Neben der Gewährleistung von bedarfsgerechten und hochwertigen infrastrukturellen Rahmenbedingungen gilt es, die Familienförderung so umzugestalten, dass Leistungen direkt bei den Kindern ankommen und zuvorderst diejenigen unterstützen, die es am meisten brauchen. Eine ernsthafte politische Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderarmut erkennt nicht nur die Würde und die Rechte der Kinder und Jugendlichen im Hier und Jetzt an, sondern ist auch eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Der offene Brief steht unter www.dkhw.de/kindergrundsicherung zum Download bereit. Mehr Infos zu Unterstützer/innen und Positionen des Bündnisses KINDERGRUNDSICHERUNG unter www.kinderarmut-hat-folgen.de.


Quelle: Pressemeldung des Kinderhilfswerkes vom 27.10.2017

 
07.11.2017

Gesundheitsprävention für Grundschulen

„Ab sofort können auch Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen am Präventionsprogramm „DIE RAKUNS – Das gesunde Klassenzimmer“ teilnehmen. Das Angebot von IKK classic und Stiftung Kindergesundheit wurde um ein Materialpaket für die älteren Grundschüler erweitert. Bereits seit dem letzten Schuljahr gi...
Ab sofort können auch Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen am Präventionsprogramm „DIE RAKUNS – Das gesunde Klassenzimmer“ teilnehmen. Das Angebot von IKK classic und Stiftung Kindergesundheit wurde um ein Materialpaket für die älteren Grundschüler erweitert. Bereits seit dem letzten Schuljahr gibt es das Programm für die 1. und 2. Klassen. Bisher konnten bundesweit mehr als 90.000 Kinder in rund 3.750 Klassen erreicht werden.

Ziel des Programms ist es, die Gesundheits- und Handlungskompetenz der Kinder zu stärken. In verschiedenen Unterrichtsmodulen werden wichtige Gesundheitsbotschaften kindgerecht präsentiert. Die Comic-Waschbären „DIE RAKUNS“ und ihre Clique vermitteln den Schülern dabei spielerisch, wie wichtig beispielsweise ausreichende Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind.

Die Kleinen können die erarbeiteten Themen durch Comics, pädagogische Spiele und Experimente vertiefen. Anhand von Versuchen lernen sie so zum Beispiel mit einer UV-Uhr, wie unverzichtbar Sonnenschutz für den Hautschutz ist oder mit selbst angelegten Bakterienkulturen, warum Händewaschen vor einer Vielzahl von Keimen schützen kann. Ein Modul zur Medienkompetenz führt die älteren Grundschüler an einen sicheren Umgang mit Internet, Smartphone und Computerspielen heran.

„'Gesund aufwachsen' ist ein wichtiges Gesundheitsziel, das im jüngst verabschiedeten Präventionsgesetz nochmals bekräftigt wurde. Das Programm „DIE RAKUNS“ setzt diese Absicht beispielhaft um und schafft Grundlagen dafür, eine gesunde Lebensweise in der kindlichen Lebenswelt nachhaltig und wirkungsvoll zu verankern“, sagt Georg Hensel, Leiter Geschäftsbereich Gesundheitsförderung und Prävention der IKK classic.

„Die im letzten Schuljahr schon erreichte hohe Teilnehmerzahl und viele begeisterte Rückmeldungen zeigen uns, dass wir mit den „RAKUNS“ den richtigen Zugang gefunden haben“, freut sich Prof. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit und berichtet von der sehr positiven Resonanz der Lehrkräfte: „Bei den durchgeführten Versuchen gab es viele Aha-Effekte, die sehr wirksam Wissen und Verhalten verändern.“

Zur Umsetzung des Programms im Unterricht bekommen Lehrkräfte kostenfrei umfassende und abwechslungsreiche Unterrichtsmaterialien sowie einen Leitfaden an die Hand. Interessierte Schulen können die Materialien für die Klassen 1/2 und 3/4 auf der Programmhomepage www.rakuns.de bestellen.

Quelle: Presseinfo Stiftung Kindergesundheit

 
23.10.2017

Schule gegen sexuelle Gewalt

Auf diesem Portal finden Schulen Informationen und Hilfestellungen, um Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu erarbeiten. Landesspezifische Angebote und Regelungen sind am Ende des jeweiligen Themenbereiches aufgeführt. Schulen sind für den Schutz vor sexueller Gewalt ein bedeutender Ort, weil nur hier nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können. Zudem sind erfolgreiche Bildung und Kinderschutz untrennbar miteinander verknüpft: Mädchen und Jungen, di...
Auf diesem Portal finden Schulen Informationen und Hilfestellungen, um Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu erarbeiten. Landesspezifische Angebote und Regelungen sind am Ende des jeweiligen Themenbereiches aufgeführt.
Schulen sind für den Schutz vor sexueller Gewalt ein bedeutender Ort, weil nur hier nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können. Zudem sind erfolgreiche Bildung und Kinderschutz untrennbar miteinander verknüpft: Mädchen und Jungen, die sexuelle oder andere Gewalt erleben, tragen ein hohes Risiko für schulischen Misserfolg. Auch aus diesem Grund gilt aktiver Kinderschutz als handlungsleitend in Schulen. Schulische Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt tragen dazu bei, dass in der Schule kein Raum für Missbrauch ist. Und sie signalisieren, dass betroffene Schülerinnen und Schüler hier kompetente Hilfe finden können.
Die meisten Schulen haben bereits Programme oder Maßnahmen zur Vermittlung von Kinderrechten und zur Gewalt- oder Suchtprävention. Viele Schulen verfügen auch über medienpädagogische Projekte. An solche Programme und Projekte kann ein Schutzkonzept, das besonders sexuellen Missbrauch in den Blick nimmt, anknüpfen.
Auf diesem Fachportal gibt der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder Schulen konkrete Unterstützung und Anregung, um schulische Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln. Schulen finden hier eine Fülle an Informationen, wie der Entwicklungsprozess eines Schutzkonzepts aussehen kann und welche Bestandteile ein solches Konzept zur Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt beinhalten sollte. Ergänzt wird das Angebot durch konkrete Informationen zur Situation in den jeweiligen Ländern.
Das Fachportal ist Teil der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“. Sie ergänzt die Materialien der gleichnamigen Infomappe des Unabhängigen Beauftragten, die im Zeitraum von Herbst 2016 bis 2018 in Kooperation mit den jeweiligen Kultusministerien bundesweit alle allgemeinbildenden Schulen erhalten werden. Zentrale Inhalte der Infomappe finden Sie hier: Der Einführungsflyer „Wie gehen wir an, was alle angeht?“ gibt erste Impulse, wie Schulen den Schutz vor sexuellem Missbrauch (weiter-)entwickeln können. Einen Überblick über die Bestandteile, die zu einem Konzept zum Schutz vor sexueller Gewalt gehören, vermittelt die Broschüre „Was muss geschehen, damit nichts geschieht?“
Aus dem Angebot „Schule gegen sexuelle Gewalt“ können Schulen auswählen, was für sie passend ist, um bereits Vorhandenes fortzuschreiben und weiterzuentwickeln.


 
23.10.2017

„Jedem Kind die Chance auf Bildung in der KiTa eröffnen“

nifbe begleitet Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ Unter der Leitung von Prof. Dr. Renate Zimmer übernimmt eine Arbeitsgruppe des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) von 2017 – 2020 die wissenschaftlich-konzeptionelle Prozessbegleitung des Bundesprogramms „Kita-Einstieg: Brück...

nifbe begleitet Bundesprogramm „Kita-Einstieg“
Unter der Leitung von Prof. Dr. Renate Zimmer übernimmt eine Arbeitsgruppe des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) von 2017 – 2020 die wissenschaftlich-konzeptionelle Prozessbegleitung des Bundesprogramms „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“.
Mit dem Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) soll Kindern der Einstieg in das deutsche System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung erleichtert werden. Angesprochen werden vor allem Familien mit Fluchterfahrungen und sozialer Benachteiligung, deren Kinder bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht wurden. „Wir müssen jedem Kind die gleiche Zugangschance zur frühkindlichen Bildung in der KiTa eröffnen, um zum Beispiel das Erlernen der deutschen Sprache und die Integration von Anfang an zu fördern“ unterstreicht nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer.

Ca. 200 örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe werden hierfür  eine Bedarfsanalyse vor Ort durchführen, um darauf aufbauend gezielt niedrigschwellige frühpädagogische Angebote zu entwickeln, die benachteiligten Kindern den Zugang zu Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege erleichtern. Zudem werden im Rahmen des Bundesprogramms die sozialräumliche Vernetzung und die Kooperation mit weiteren Akteuren unterstützt und Qualifizierungsmaßnahmen der beteiligten Fachkräfte gefördert.

Dialogorientierung und Praxisnähe
Im Rahmen einer wissenschaftlich basierten und dialogorientierten Konzeptbegleitung berät das nifbe bundesweit die beteiligten Träger und deren Fachkräfte fachlich-inhaltlich bei der Entwicklung und Umsetzung der Konzepte. Für diese Aufgabe erhält das nifbe entsprechende Fördermittel aus dem Bundesprogramm.

Aufbauend auf einer breiten Expertise durch die jahrelange Arbeit in den verschiedenen nifbe-Forschungsstellen und den nifbe-Netzwerken in den Regionen Niedersachsens werden prozessbegleitend im Dialog programmrelevante Themen bearbeitet. Dazu erscheinen entsprechende Publikationen, Handreichungen und Materialien, die vom nifbe entwickelt werden. Praxisnah sollen sie die Arbeit in den verschiedenen Vorhaben erleichtern und den Erfolg des Bundesprogramms unterstützen.

Mit der wissenschaftlichen Begleitung des Bundesprogramms ergeben sich Schnittstellen mit dem ab 2018 startenden nifbe-Bildungsschwerpunkt „Vielfalt leben und erleben – Chancen und Herausforderung durch Heterogenität.“ „Hiervon“, so Prof. Dr. Renate Zimmer, „erwarte ich mir einen spannenden Austausch und wichtige Synergieeffekte, von denen beide Arbeitsbereiche des nifbe profitieren“.
Bei den Auftaktkonferenzen des Bundesprogrammes wird Prof. Dr. Renate Zimmer unter dem Titel „Bildung von Anfang an – Welche Brücken sind hilfreich für den Zugang zur Kita?“ einen Vortrag halten. Des Weiteren werden die Mitglieder der Arbeitsgruppe des nifbe auch einen Workshop zum Thema „Förderung der interkulturellen Öffnung in Kita und Sozialraum“ anbieten.
 
17.10.2017

Kinder mit Behinderung in der Pflegefamilie

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. eine Stellungnahme zu den „Rechten von Kindern mit Behinderung, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können“ erarbeitet, die in dieser Woche an Politiker und Politikerinnen gehen wird, um damit im Ra...
Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. eine Stellungnahme zu den „Rechten von Kindern mit Behinderung, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können“ erarbeitet, die in dieser Woche an Politiker und Politikerinnen gehen wird, um damit im Rahmen der Koalitionsvereinbarungen auf das wichtige Thema aufmerksam zu machen.

Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen.
17.10.2017

Vielfalt leben und erleben - Neuer Bildungsschwerpunkt des nifbe ab 2018

Die gesellschaftliche Realität in Deutschland und damit auch die Realität in der Kindertagesbetreuung ist durch eine immer größer werdende individuelle, soziale und kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Der kompetente Umgang mit Vielfalt und seinen zahlreichen Dimensionen wie z.B. Kinder mit Migrations- und Fluchthintergrund, Kinder mit Handicaps...
Die gesellschaftliche Realität in Deutschland und damit auch die Realität in der Kindertagesbetreuung ist durch eine immer größer werdende individuelle, soziale und kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Der kompetente Umgang mit Vielfalt und seinen zahlreichen Dimensionen wie z.B. Kinder mit Migrations- und Fluchthintergrund, Kinder mit Handicaps, Kinder aus Armutslagen oder die Genderfrage stellt damit für Pädagogische Fachkräfte eine der zentralen Herausforderungen dar.

Vor diesem Hintergrund hat das Kuratorium des nifbe nun auch einen entsprechenden neuen landesweiten Bildungsschwerpunkt ab 2018 beschlossen. Unter dem Titel „Vielfalt leben und erleben. Chancen und Herausforderungen der Heterogenität“ wird das nifbe pädagogische Fachkräfte in ihrem täglichen Umgang mit Vielfalt unterstützen: Ab 2018 bietet es in Kooperation mit regionalen Weiterbildungsträgern den niedersächsischen Krippen, Kindergärten und KiTas kostenlose Qualifizierungsmaßnahmen als prozessorientierte Inhouse-Schulungen sowie LeiterInnen-Coachings an.  

 „Unabdingbare Grundlage für den kompetenten Umgang mit Vielfalt“, so nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer, „ist die bewusste Anerkennung des Faktums der Vielfalt sowie eine Sensibilisierung für Differenzen und daraus resultierende Diskriminierungen und Benachteiligungen in der eigenen Praxis. Grundsätzlich sollte Vielfalt nicht als Bedrohung, sondern als Chance und Ressource für das gemeinsame Spielen und Lernen in der Kita gesehen werden.“  

Ausgehend von den konkreten Bedarfen der Einrichtungen sollen in den Inhouse-Schulungen auch insbesondere die Selbstkompetenzen und (Selbst-) Reflexion der pädagogischen Fachkräfte, die Zusammenarbeit mit Kindern und Eltern sowie die sozialräumliche Vernetzung als zentrale Schlüsselthemen im Fokus stehen. Flankiert werden die Qualifizierungsmaßnahmen durch Angebote der Regionalen Transferstellen des nifbe wie z.B. Fachtagungen, Vorträge oder Workshops.  

Für den neuen Bildungsschwerpunkt hat das nifbe ein  fachliches Grundlagen- und Perspektivpapier erarbeitet, auf dessen Basis ab November auch ProzessbegleiterInnen / ReferentInnen fortgebildet werden.  
Die Qualifizierungsangebote des nifbe werden im ersten Quartal 2018 starten.

Quelle: Pressemeldung nifbe
16.10.2017

Klimaschutz fängt im KIndergarten an

Neues Projekt der Stiftung Kindergesundheit soll schon Kleinkinder für das Thema Klima begeistern Verheerende Stürme, Hitzewellen und Überschwemmungen erreichen traurige Rekorde: Der globale Klimawandel hat schon heute immense Auswirkungen und belastet zunehmend auch die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen. Jeder Einzelne ist gefragt, seinen pe...
Neues Projekt der Stiftung Kindergesundheit soll schon Kleinkinder für das Thema Klima begeistern

Verheerende Stürme, Hitzewellen und Überschwemmungen erreichen traurige Rekorde: Der globale Klimawandel hat schon heute immense Auswirkungen und belastet zunehmend auch die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen. Jeder Einzelne ist gefragt, seinen persönlichen Lebensstil klimaverträglich zu gestalten. Die Grundlagen dafür müssen bereits im frühen Kindesalter gelegt werden, unterstreicht die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme. Mit Hilfe eines neuen Projekts der Stiftung sollen Kinder schon im Kindergarten klimarelevantes Wissen erlernen und als „Klimaspürnasen“ für ihr künftiges Leben verantwortungsbewusstes Verhalten einprägen.


„Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel zu einem wesentlichen Teil menschengemacht ist“, sagt der Münchner Kinder- und Jugendarzt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. „Der Klimawandel wird die Welt verändern. Ihre Folgen dürften die Lebenswelt unserer Kinder stärker bestimmen, als wir uns das heute vorstellen können. Wir müssen uns deshalb um effektive Präventionsmaßnahmen kümmern, je früher umso besser. Dazu dient das Projekt ‚Klimaspürnasen im Kindergarten‘, das die Stiftung Kindergesundheit in Zusammenarbeit mit der Bank BNP Paribas entwickelt hat.“

Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihrer Verletzbarkeit eine spezielle Risikogruppe für Umweltbelastungen. Für den negativen Einfluss von Klimabedingungen auf ihre Gesundheit gibt es bereits wichtige Indizien, unterstreicht Professor Koletzko und nennt Beispiele dafür:

Enorme Risiken durch Hitze
Extreme Hitze ist weltweit eines der wichtigsten wetterbedingten Risiken. Direkte Auswirkungen der Hitze sind beispielsweise Hitzschlag, Dehydrierung, Bewusstlosigkeit, Hitzekrämpfe und hohe Körpertemperatur. Von Todesfällen und akuten Erkrankungen durch Hitzewellen sind besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen betroffen, erläutert die Stiftung Kindergesundheit.

Hitze stellt schon heute eine Gefahr für die Gesundheit dar, wie das Beispiel des Sommers 2003 aufzeigt. Der Hitzesommer 2003 war in zwölf europäischen Ländern einer der heißesten der letzten fünf Jahrhunderte. Die Hitzewellen dieses Sommers führten europaweit zu einer Zusatz-Sterblichkeit (Exzess-Mortalität) von über 50.000 Toten. In Deutschland starben etwa 5.000 Menschen zusätzlich an den Folgen der Hitzebelastung.

Für Kleinkinder (und auch für ältere Personen) stellen längere Hitzeperioden ein besonders hohes Risiko dar: „Im Organismus von kleinen Kindern ist die Thermoregulation noch ungenau eingestellt. Sie schwitzen später als Erwachsene und haben ein vermindertes Durstgefühl. Dadurch werden Herz und Kreislauf stärker belastet. Kinder sind deshalb in einer heißen Umgebung weniger belastungsfähig und brauchen längere Zeit zur Akklimatisierung als Erwachsene“, sagt Professor Koletzko.

Dicke Luft – kranke Kinder
Klimaveränderungen sind auch mit einer Verschlechterung der Luftqualität verbunden. Auch davon sind Kinder besonders betroffen: Sie reagieren empfindlich auf Luftverschmutzungen. Ihre Atemwege und Lungen sind in der Entwicklung und sie atmen infolge einer höheren Atemfrequenz im Vergleich zu Erwachsenen größere Dosen an luftverschmutzenden Partikeln oder Gasen ein. Unter den Kindern sind es wiederum besonders diejenigen mit Asthma, die aufgrund entzündeter und hyperreaktiver Atemwege stärker gefährdet sind.

Asthma durch Starkregen und Gewitter
Allergien nehmen zu. Schon heute liegt die Häufigkeit allergischer Erkrankungen bei Jungen und Mädchen bis zu 17 Jahren bei 26 Prozent. Bei 12,6 Prozent wurde schon einmal Heuschnupfen, bei 6,3 Prozent Asthma festgestellt. Klimamodelle rechnen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mit einer globalen Erwärmung von bis 4,8 Grad Celsius. Durch die Zunahme der Durchschnittstemperatur beginnt die Pollensaison früher im Frühjahr und hält länger an. Auch das Auftreten neuer Allergene wird begünstigt.

So ist zu befürchten, dass der Anstieg der Durchschnittstemperaturen für Millionen Menschen eine neue Heuschnupfenwelle auslösen könnte. Durch die häufigeren Hitzegewitter werden außerdem mehr Pollen und Staub in der Luft verwirbelt und dadurch Asthmaattacken ausgelöst.

Höhere Temperaturen beeinflussen auch das Auftreten von sogenannten vektor-übertragenen Infektionskrankheiten. Als Vektoren bezeichnet man lebende Organismen, die Krankheitserreger von einem infizierten Tier oder Menschen auf andere Menschen (oder Tiere) übertragen. Zu den wichtigsten Vektoren zählen Stechmücken, Zecken, Läuse und auch Nagetiere.

Im Zuge der klimatischen Veränderungen breiten sich exotische Mückenarten auch in Europa immer weiter aus, berichtet die Stiftung Kindergesundheit. Die Zunahme von Hitzeperioden dürfte auch das Vorkommen und die Verbreitung von Zecken verändern und damit zu einer stärkeren Ausbreitung der zeckenübertragenen Krankheiten FSME und Borreliose beitragen.

Der Klimawandel wirkt sich auch auf Schimmelpilze aus. Es wird vermutet, dass die Kombination von erhöhtem CO2, dem früheren Einsetzen des Frühlings, wärmeren Wintern sowie regional höheren Niederschlägen das Wachstum von Schimmelpilzen fördert.

Prima Klima in der Kita
Um schon Kinder im Vorschulalter für das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, hat die Stiftung Kindergesundheit in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Bank BNP Paribas das Projekt „Klimaspürnasen“ ins Leben gerufen. Professor Berthold Koletzko verdeutlicht die Ziele des Vorhabens: „In Deutschland besuchen 97 Prozent aller Kinder eine KiTa. Unsere Präventionsstrategie erreicht deshalb Mädchen und Jungen aller sozioökonomischen Gesellschaftsschichten. Unser Projekt ‚Klimaspürnasen im Kindergarten’ soll die Kinder mit der Thematik ‚Klimaschutz’ vertraut machen. Mit kindgerechten, abwechslungsreichen und anschaulichen Spielen, Aktionen und Experimenten soll es gelingen, die Kinder für das Thema Klima zu faszinieren. So können schon die Kleinsten erkennen, wie sie durch ihr Alltagsverhalten im Kindergarten oder zu Hause das Klima schützen können“.

Wie wirken sich verschiedene Faktoren auf das Klima aus? Die kleinen „Klimaspürnasen“ erkunden diese Frage in den Themenbereichen Ernährung, Energie und Mobilität. Einige Beispiele aus dem Projekt:

Ernährung: Die Kinder lernen mit Bildkarten, wo Obst und Gemüse wachsen, untersuchen die Verpackung und Herkunft von Lebensmitteln und erstellen ein Bild (Mandala) aus echtem Obst und Gemüse. Die verwendeten Produkte werden anschließend gewaschen, zerkleinert und gemeinsam aufgegessen.

Energie: Die Klimaspürnasen inspizieren ihren eigenen Kindergarten und spüren Geräte auf, die Strom benötigen (z.B. Steckdose, Kabel, Licht, Spül- und Waschmaschine, Klingel, Radio). Die Stromverbraucher werden in verschiedene Kategorien sortiert. Am Ende dieses Themenblocks sind die Kinder in der Lage zu unterscheiden, welche Geräte viel und welche Geräte wenig Energie benötigen.

Mobilität: Die Kinder basteln aus Müllmaterialien wie Joghurtbecher, Kartonresten, Plastiktüten und Klopapierrollen verschiedene Fahrzeuge (Auto, Flieger, Fahrrad, Schiff) und veranstalten ein „Müll-Rennen“ damit.

Die Pilotphase zur Erprobung des Projekts erfolgte in vier Kindergärten in Frankfurt am Main: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Kindergesundheit haben dort an jeweils einem Vormittag das neu konzipierte Programm getestet. Das Ergebnis: Die Kinder waren über die ganze Zeit hinweg mit Spaß, Interesse und Konzentration dabei. Das Programm wurde auch von den Erzieherinnen der Kindertagesstätten als interessant und sehr abwechslungsreich empfunden.

Nach diesen ersten Erfahrungen zieht Professor Berthold Koletzko ein optimistisches Fazit: „Wir hoffen, mit den ‚Klimaspürnasen’ unser so erfolgreiches Kindergartenprogramm in Zukunft mit weiteren Kooperationspartnern wieder in vielen Einrichtungen einsetzen zu können“.

Quelle: Presseinfo Stiftung Kindergesundheit
12.10.2017

Kinder schützen, fördern, beteiligen

Deutsche Liga für das Kind feiert 40-jähriges Bestehen Mit einer Jubiläumstagung unter dem Titel „Kinder schützen, fördern, beteiligen. Was ist erreicht, was bleibt zu tun?“ begeht die Deutsche Liga für das Kind am 13./14. Oktober im Berliner Abgeordnetenhaus ihr 40-jähriges Bestehen. Seit vier Jahrzehnten setzt sic...
Deutsche Liga für das Kind feiert 40-jähriges Bestehen

Mit einer Jubiläumstagung unter dem Titel „Kinder schützen, fördern, beteiligen. Was ist erreicht, was bleibt zu tun?“ begeht die Deutsche Liga für das Kind am 13./14. Oktober im Berliner Abgeordnetenhaus ihr 40-jähriges Bestehen. Seit vier Jahrzehnten setzt sich die Liga für das Wohl und die Rechte von Kindern ein, vor allem in den ersten sechs Lebensjahren. Aktuelle politische Anliegen des Verbandes sind die Verbesserung der Chancengerechtigkeit in der frühen Bildung, die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz und eine Herabsetzung der Wahlaltersgrenze, um auf diese Weise der nachwachsenden Generation mehr politisches Gewicht zu verleihen. Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Katarina Barley, Bundes-ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die zur Eröffnung ein Grußwort spricht.


Die Deutsche Liga für das Kind wurde 1977 unter dem Eindruck einer Gewalttat von Jugendlichen auf Initiative engagierter Lions Clubs gegründet. Heute gehören dem bundesweiten Netzwerk rund 250 Mitgliedsorganisationen an, darunter wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und psychologische Vereinigungen, Familien- und Jugendverbände sowie zahlreiche Lions Clubs. Zu den Erfolgen, an denen die Liga seit ihrer Gründung beteiligt war, gehören die Einführung des Rooming-in auf Entbindungsstationen, die Förderung des Stillens, die Abschaffung von Säuglingsheimen, die rentenrechtliche Anerkennung von Erziehungszeiten, die Einführung von Elterngeld und Elternzeit, die gesetzliche Verankerung des Rechts jedes Kindes auf gewaltfreie Erziehung, der Ausbau der frühen Tagesbetreuung und die schrittweise Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

„Wie ein roter Faden zieht sich durch die Arbeit der Liga der Einsatz für die Rechte jedes Kindes auf Schutz, Förderung und Beteiligung“, sagt Prof’in Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München und Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind. „Diese drei kinderrechtlichen Säulen hängen eng miteinander zusammen. Kinder, die ihre Rechte kennen und erfahren haben, dass ihre Meinung gehört wird, sind dadurch besser vor Gefahren geschützt. Und umgekehrt gilt: Ein wirksamer Kinderschutz ist auf frühe Bildung und Beteiligung der Kinder dringend angewiesen.“ „Wir alle stehen in der Verantwortung, gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen aller Kinder zu schaffen“, betont Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley. „Mit Kinderrechten im Grundgesetz wäre endlich klar, dass die Interessen von Kindern bei allem staatlichen Handeln besonders zu beachten sind. Ich danke der Liga, dass sie für die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz eintritt und sich seit 40 Jahren konsequent für die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft einsetzt.“

In der Deutschen Liga für das Kind arbeiten Fachleute aus den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Sozialwissenschaften und Recht zusammen. Sie ermöglichen einen intensiven Kontakt zu Wissenschaft, Praxis und Politik. Mit zahlreichen Filmen und Broschüren informiert die Liga Eltern und die Öffentlichkeit über die Bedeutung der frühen Kindheit. Sie ist Herausgeberin der Fachzeitschrift frühe Kindheit und Träger von Kindergarten plus, dem bundesweiten Programm zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit in Kitas. Als Sachverständige wird die Liga von politischen Entscheidungsträgern angehört. Sie ist unter anderem Mitglied in der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und in der World Association for Infant Mental Health (WAIMH).

Zu den Vortragenden der Jubiläumstagung gehören unter anderem die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof’in Jutta Allmendinger Ph.D., und das ehemalige Mitglied im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes, Prof. Dr. Lothar Krappmann. Am Abend des 13. Oktober findet im Medizinhistorischen Museum der Charité eine Festveranstaltung „40 Jahre Deutsche Liga für das Kind“ statt. Den Festvortrag hält die Politikwissenschaftlerin Prof’in Dr. Gesine Schwan.

Quelle: Presseinfo Deutsche Liga für das Kind
29.09.2017

Wer bekommt den Deutschen Kita-Preis? Diese 30 Kitas sind eine Runde weiter!

Über 1.400 Kitas haben sich von Mai bis Juli als „Kita des Jahres“ beim Deutschen Kita-Preis beworben. Dabei war die Qualität der eingereichten Bewerbungen beeindruckend und die Auswahl fiel sehr schwer. 30 von ihnen kommen jetzt in die nächste Runde und haben die Chance auf ein hohes Preisgeld. Wenn die Auszeichnung für besondere Q...
Über 1.400 Kitas haben sich von Mai bis Juli als „Kita des Jahres“ beim Deutschen Kita-Preis beworben. Dabei war die Qualität der eingereichten Bewerbungen beeindruckend und die Auswahl fiel sehr schwer. 30 von ihnen kommen jetzt in die nächste Runde und haben die Chance auf ein hohes Preisgeld.
Wenn die Auszeichnung für besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung am 3. Mai 2018 in Berlin vergeben wird, erhält die erstplatzierte Einrichtung 25.000 Euro. Zusätzlich werden vier weitere Kitas mit jeweils 10.000 Euro prämiert.
Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung hat gemeinsam mit dem Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi) die eingegangenen Bewerbungen gesichtet und 30 Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewählt, die es in die zweite Runde geschafft haben. Vier der nominierten Kitas kommen aus Schleswig-Holstein, eine aus Hamburg. Niedersachsen ist mit einer Einrichtung vertreten, Mecklenburg-Vorpommern mit einer und Sachsen-Anhalt mit einer. Berlin schickt vier Kitas ins Rennen, Brandenburg drei, Sachsen eine und Thüringen eine. Bayern ist mit zwei Kindertageseinrichtungen dabei, Hessen mit einer und Rheinland-Pfalz mit einer. Komplettiert wird die Riege der Nominierten von einer Einrichtung aus dem Saarland, sechs Kitas aus Nordrhein-Westfalen und zwei Kitas aus Baden-Württemberg. Eine vollständige Liste der ausgewählten Einrichtung folgt am Ende des Textes.
Die ausgewählten Kindertageseinrichtungen sind nun eingeladen, anhand weiterer Unterlagen ihre Stärken herauszuarbeiten und detaillierter darzustellen. Die nominierten Einrichtungen zeigen dabei, wie sie das Kind in den Mittelpunkt ihrer pädagogischen Arbeit stellen. Weitere Fragen im Auswahlprozess werden sein: Wie können Kinder und Eltern an der Arbeit der Kita mitwirken? Wie entwickelt sich die Einrichtung weiter und lernt aus Fehlern und Erfahrungen? Und wie wird der Sozialraum für eine erfolgreiche Arbeit einbezogen werden?
Aus der Gruppe der nominierten Kitas werden im November zehn Finalisten ausgewählt, die ab Ende dieses Jahres von Expertinnen und Experten besucht und begutachtet werden. Wer von den Finalisten eine der fünf Auszeichnungen erhält, entscheidet sich danach in einer Kombination aus Jury-Urteil und öffentlichem Online-Voting.
Alle Informationen zum Deutschen Kita-Preis und zur Auswahl der Preisträger finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.
Diese 30 Kitas sind für den Deutschen Kita-Preis nominiert:
Baden-Württemberg
  • Kindertagesstätte am See, Großbettlingen
    Katholische Kindertagesstätte Stegermatt, Offenburg
Bayern
  • Kneipp®-Kindertagesstätte Vogelnest, Oy-Mittelberg
    Hans-Georg Karg Kindertagesstätte, Nürnberg
Berlin
  • INA.KINDER.GARTEN Dresdener Straße, Berlin
    Humanistische Kindertagesstätte Adlershofer Marktspatzen, Berlin
    Kita Kleine Weltentdecker, Berlin
    Kita Menschenskinder, Berlin
Brandenburg
  • Kindertagesstätte der Freien Montessorischule Barnim, Eberswalde
    Kita „EinSteinchen“, Frankfurt (Oder)
    Kita L.i.n.O!, Rangsdorf
Hamburg
  • Kita Zeiseweg, Hamburg
Hessen
  • Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße, Maintal
Mecklenburg-Vorpommern
  • Evangelisches Integratives Montessori-Kinderhaus, Schwerin
Niedersachsen
  • Kath. Kindertagesstätte St. Franziskus, Twist
Nordrhein-Westfalen
  • Kindertagesstätte Kolpingstraße, Hilden
    Johanniter-Kita Ackerstraße, Bergneustadt
    Städt. Tageseinrichtung für Kinder "Albert-Maas-Straße", Aachen
    Evangelische Kindertageseinrichtung Uphof, Hamm
    Kath. Kindertageseinrichtung St. Kilian, Paderborn
    Städtische Tageseinrichtung für Kinder Am Deckershäuschen, Wuppertal
Rheinland-Pfalz
  • Kindertagesstätte Regenbogen, Osthofen
Saarland
  • Kindertagesstätte BIBER, Saarbrücken
Sachsen
  • Kita Limbacher Weg, Dresden
Sachsen-Anhalt
  • Kindertagesstätte Reidekäfer, Halle (Saale)
Schleswig-Holstein
  • Kindertagesstätte Gartenstadt, Neumünster
    AWO Kindertagesstätte "Hanna Lucas", Wedel
    Kita Lummerland, Kiel
    Kindertagesstätte Forstweg, Norderstedt
Thüringen
  • Waldkindergarten Winzerla, Jena
Über den Deutschen Kita-Preis
Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Karg-Stiftung und dem Didacta-Verband. Ziel ist es, gemeinsames Engagement für gute Qualität in Kitas und für Kitas sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen.
Ansprechpartner
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Quelle:
https://bildungsklick.de/fruehe-bildung/detail/wer-bekommt-den-deutschen-kita-preis-diese-30-kitas-sind-eine-runde-weiter/
 
26.09.2017

Umweltgerechtes Verhalten von klein auf

Umweltgerechtes Verhalten soll schon Kita-Kindern beigebracht werden und auch danach in der deutschen Bildungslandschaft ein Dauerthema bleiben. Dieses Ziel strebt die Bundesregierung mit dem „Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) an, den das Kabinett am 20. September in Berlin verabschiedet hat. Es gehe darum, das allg...
Umweltgerechtes Verhalten soll schon Kita-Kindern beigebracht werden und auch danach in der deutschen Bildungslandschaft ein Dauerthema bleiben. Dieses Ziel strebt die Bundesregierung mit dem „Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) an, den das Kabinett am 20. September in Berlin verabschiedet hat.
Es gehe darum, das allgemeine Bewusstsein zu fördern, dass eigenes Verhalten Auswirkungen auf Umwelt und Natur habe, sagte ein Sprecher des federführenden Bundesbildungsministeriums. Die Kabinettsentscheidung war am 20. September die letzte von Schwarz-Rot vor der Bundes-tagswahl am 24. September.
Das Projekt BNE ist in ein weltweites Aktionsprogramm der Unesco einge-bunden. Der Plan der Bundesregierung nennt nach Angaben des Ministeriums 131 Ziele und 349 konkrete Handlungsempfehlungen. Mehr als 350 Organisationen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Bildung und Wirtschaft haben die Texte seit September 2015 entworfen.
Eines der Ziele werde sein, Nachhaltigkeit stärker in Curricula, Lehrplänen und Ausbildungsordnungen zu verankern, hieß es. Lehrer und Erzieher benötigten dazu Aus-, Fort- und Weiterbildungen.

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22.09.2017

Gesundheit ist das höchste Gut – und fehlt doch vielen Kindern in Deutschland

Das Recht auf Gesundheit ist ein elementares Kinderrecht und steht laut der UN-Kinderrechtskonvention allen Kindern gleichermaßen zu, egal woher deren Eltern kommen oder über welches Einkommen die Eltern verfügen. Doch zwischen Anspruch und gesellschaftlicher Wirklichkeit gibt es trotz einer stabilen wirtschaftlichen Lage Deutschlands auch im Jahr ...
Das Recht auf Gesundheit ist ein elementares Kinderrecht und steht laut der UN-Kinderrechtskonvention allen Kindern gleichermaßen zu, egal woher deren Eltern kommen oder über welches Einkommen die Eltern verfügen.
Doch zwischen Anspruch und gesellschaftlicher Wirklichkeit gibt es trotz einer stabilen wirtschaftlichen Lage Deutschlands auch im Jahr 2017 eine große Diskrepanz. So kommt der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) Herr Prof. Dr. med. Hans-Iko Huppertz, zu dem Schluss: „Die Gesundheitsversorgung vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland muss deutlich verbessert werden.“ Denn die Gesundheit der Kinder hänge auffallend vom sozioökonomischen Status der Eltern ab. „Dies ist ein Skandal und muss sich ändern!“, fordert Professor Huppertz.
Wie durch die KiGGS-Langzeit-Studie des renommierten Robert Koch-Instituts bekannt, leben in Deutschland derzeit rund 3 Mio. Kinder und Jugendliche in Armut. Auffällig häufen sich bei ärmeren Kindern und Jugendlichen Risikofaktoren wie Rauchen, Passivrauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht. Chronische Erkrankungen und psychische Störungen kommen bei diesen Kindern deutlich häufiger vor als bei Kindern aus einkommensstärkeren Elternhäusern.
Die DAKJ fordert deshalb schon lange gemeinsam mit ihren kinder- und jugendmedizinischen Mitgliedsgesellschaften und -verbänden, dass die Benachteiligung von Kindern aus einkommensschwachen Familien, die sich in schlechterer Bildung, Versorgung und Gesundheit niederschlage, ein Ende haben muss. „Es muss endlich aufhören, dass Armut für Kinder in Deutschland ein Gesundheitsrisiko darstellt“, so der Generalsekretär, der auch Direktor der Prof.-Hess-Kinderklinik in Bremen ist. Nötig seien finanzielle Leistungen für Familien, die wirklich bei diesen ankämen und weniger bürokratisch zu beziehen sind.
Professor Huppertz weiter: „Wichtig ist darüber hinaus ein Bundes-Qualitätsgesetz für Kindertageseinrichtungen, das bundesweit verbindliche Personalschlüssel und Qualitätsvorgaben macht. Nur so ist eine deutschlandweite Förderung benachteiligter Kinder und perspektivisch eine Verbesserung ihrer Aufstiegschancen möglich.“ Eine weitere grundlegende Forderung der DAKJ ist, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. „Nachdem mittlerweile alle im Bundestag vertretenen Parteien dieser Forderung wohlwollend gegenüber stehen, sehen wir gute Chancen für eine Umsetzung in der kommenden 19.
Legislaturperiode des Bundestages“, so Professor Huppertz.
Schließlich setzt die DAKJ sich seit Jahren dafür ein, dass ein Kinderbeauftragter beim Deutschen Bundestag eingesetzt und mit eigenen Rechten ausgestattet wird. „Unsere bereits 2015 eingereichte Petition
(https://www.facebook.com/kinderbeauftragter/) ist aber bis heute nicht abschließend im Bundestag behandelt worden“, kritisiert der Generalsekretär. Dass ein eigener Beauftragter für die Kinder nötig sei, sehe man immer wieder. „Die Interessen von Kindern und Jugendlichen werden im Gesetzgebungsverfahren häufig nicht beachtet: Welche Auswirkungen hat die vorgeschlagene Regelung für zukünftige Generationen? Dafür braucht man einen Interessenvertreter bzw. eine -vertreterin auf Bundesebene“, so Professor Huppertz.
 
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) vom 18.9.2017/
 
21.09.2017

Wahlrecht ab Geburt: Deutsche Liga für das Kind unterstützt Wahlrechts-Kampagne.

Am 24. September wird der Deutsche Bundestag gewählt. Doch 13 Millionen Bundesbürgern wird das Grundrecht wählen zu dürfen verwehrt. Sie sind jünger als 18 Jahre. Zum Weltkindertag schließt sich die Deutsche Liga für das Kind der Wahlrechts-Kampagne des Deutschen Familienverbandes an, die ein Wahlrecht ab Geburt fordert (www.wahl...
Am 24. September wird der Deutsche Bundestag gewählt. Doch 13 Millionen Bundesbürgern wird das Grundrecht wählen zu dürfen verwehrt. Sie sind jünger als 18 Jahre. Zum Weltkindertag schließt sich die Deutsche Liga für das Kind der Wahlrechts-Kampagne des Deutschen Familienverbandes an, die ein Wahlrecht ab Geburt fordert (www.wahlrecht.jetzt).
„Kinder sind Träger von Grundrechten und bei ihnen liegt die Zukunft unseres Gemeinwesens,“ sagt Prof. Dr. Sabine Walper, Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind und Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut. „Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre Interessen verbindlich Gehör finden – vor allem im Parlament.”
Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes (DFV), begrüßt die Entscheidung der Liga, sich gemeinsam für ein allgemeines Wahlrecht einzusetzen. „Eine Demokratie braucht Demokraten. Vor allem junge Demokraten. Das Engagement der Deutschen Liga für das Kind ist ein klares Signal an die Politik. Wir brauchen eine Reform des Wahlrechts hin zum Familienwahlrecht. Eine repräsentative Demokratie darf nicht auf einen Großteil seines Wahlvolkes verzichten.“
Bislang sind nach Artikel 38 des Grundgesetzes nur deutsche Staatsbürger über 18 Jahren wahlberechtigt. Für diese Grenze gibt es keine hinreichende juristische Begründung. Bei der kommenden Bundestagswahl wird bereits die Hälfte der Wahlberechtigten älter als 52 Jahre alt sein. Das hat zur Folge, dass die Interessen von Kindern und ihren Eltern, von Familien, zunehmend in den Hintergrund gerückt werden.
Mit der Kampagne „Wahlrecht ab Geburt: Nur wer wählt, zählt“, die unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin a.D. Renate Schmidt steht, fordern die Deutsche Liga für das Kind und der Deutsche Familienverband ein allgemeines und diskriminierungsfreies Wahlrecht für jeden Staatsbürger. Das Wahlrecht ab Geburt wird treuhänderisch solange von den Eltern ausgeübt, bis das Kind die Wahlmündigkeit erreicht.
„Was vor 100 Jahren für das Frauenwahlrecht galt, gilt in Zukunft für das Wahlrecht ab Geburt: Wir dürfen niemanden aus der Demokratie ausschließen“, erklärt Sabine Walper.
Die Deutsche Liga für das Kind wurde 1977 gegründet. Sie zählt zu den führenden Verbänden in Deutschland, wenn es um den Einsatz für das Wohlergehen und die Rechte von Kindern geht. Zu den heute rund 250 Mitglieds-organisationen gehören wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und psychologische Vereinigungen, Familien- und Jugendverbände und zahlreiche Lions Clubs.
 
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Liga für das Kind vom 20.9.2017
 
20.09.2017

Weltkindertag: Kinderrechte im Grundgesetz verankern.

Anlässlich des Weltkindertages am 20. September 2017 fordert Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern: „Leider werden die Interessen und Rechte von Kindern noch nicht überall in Deutschland ausreichend beachtet. Deshalb will ich mich weiter dafür einsetzen, die Kinderrechte im Grundgesetz zu vera...
Anlässlich des Weltkindertages am 20. September 2017 fordert Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern: „Leider werden die Interessen und Rechte von Kindern noch nicht überall in Deutschland ausreichend beachtet. Deshalb will ich mich weiter dafür einsetzen, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Der Schutz und die Förderung ihrer Rechte, die besondere Berücksichtigung ihres Wohls bei jedem staatlichen Handeln und die Pflicht, Kinder und Jugendliche zu beteiligen, wenn es um sie geht, gehören dorthin, wo die grundlegenden Werte unseres Zusammenlebens geregelt sind.“
Anlässlich des Weltkindertages machen zahlreiche Initiativen in ganz Deutschland auf die Kinderrechte aufmerksam. In diesem Jahr werden mit dem Motto „Kindern eine Stimme geben“ die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in den Mittelpunkt gestellt: Gemäß der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen haben alle Kinder das Recht auf Mitbestimmung, wenn es um ihre Belange geht.
„Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ist eine große gesellschaftliche Errungenschaft. Sie gibt die Richtung vor: Parlamente, Verwaltungen und Gerichte müssen die Interessen von Kindern und Jugendlichen als einen vorrangigen Gesichtspunkt berücksichtigen“, erklärt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley.
Der Weltkindertag wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen 1954 ins Leben gerufen, um die Rechte der Kinder zu stärken. Über 140 Staaten begehen den Weltkindertag, um auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. Bereits vor 25 Jahren unterzeichnete Deutschland die VN-Kinderrechts-konvention. Die UN-Kinderrechtskonvention enthält mit ihren 54 Artikeln spezifische Rechte zum Schutz, zur Förderung und zur Beteiligung von Kindern.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 120 Veröffentlicht am 19.09.2017
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/weltkindertag--kinderrechte-im-grundgesetz-verankern-/119626
 
18.09.2017

Familie ist kein Humankapital: Kritik an IW-Studie zu Mehrkindfamilien

Mit Sorge beobachtet der Deutsche Familienverband die rasant wachsende Tendenz, Kinder und ihre Eltern ausschließlich nach ihrem volkswirtschaftlichen Nutzen zu beurteilen. „Mit der Einführung des Elterngeldes hatten die beiden größten Fraktionen im Bundestag einen grundlegenden Systemwechsel in der Familienpolitik eingeleitet. Anders al...
Mit Sorge beobachtet der Deutsche Familienverband die rasant wachsende Tendenz, Kinder und ihre Eltern ausschließlich nach ihrem volkswirtschaftlichen Nutzen zu beurteilen. „Mit der Einführung des Elterngeldes hatten die beiden größten Fraktionen im Bundestag einen grundlegenden Systemwechsel in der Familienpolitik eingeleitet. Anders als beim Erziehungsgeld ist das Elterngeld als konkrete Entgeltersatzleistung konzipiert. Begründet mit einer finanzierbaren Wahlentscheidung zwischen Erwerbstätigkeit und Kindererziehung wurden, auch für Akademikerinnen, Weichen gestellt, die mit raschen Schritten noch konsequenter den Weg für die `richtigen´ Lebensentwürfe vorgeben“, kritisiert Siegfried Stresing, Vizepräsident des Deutschen Familienverbandes. Kinder werden nicht mehr als Wert an sich betrachtet, sondern lediglich hinsichtlich ihres volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Verhältnisses. Verstärkt wird diese Auffassung mit der Feststellung: „Kinderreichtum findet sich relativ häufig bei Familien mit einem Migrationshintergrund“. Damit werden Vorurteile geschürt und platte Wahlkampfparolen bedient, aber nicht die Bedürfnisse von Familien in all ihren Erscheinungsformen. Zur Bundestagswahl 2017 wurde erstmals die volkswirtschaftliche Bedeutung der Mehrkindfamilien in Deutschland untersucht. Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergeben sich bei dritten und weiteren Kindern ohne berufsqualifizierenden Abschluss Mehrkosten für die öffentliche Hand. Nur bei einer Familie mit mittlerem Einkommen, mittlerem Lebenslauf der Mutter und mittlerem Bildungsstand des Kindes ergäbe „sich ein positiver gesamtfiskalischer Wert“ von fast 59.000 Euro, der bei hohen Bildungsabschlüssen sogar mit mehr als dem siebenfachen veranschlagt wird. Anlässlich seiner Präsidiumssitzung stellt der Deutsche Familienverband hie rzu fest: „Jedes Kind muss unserer Gesellschaft gleich viel Wert sein! Für eine zivilisierte, offene und liberale Gesellschaft ist es ein Armutszeugnis, nur noch die `richtigen´ Lebensentwürfe, die Entscheidung für mehrere Kinder in der Mittel- und Oberschicht, positiv beeinflussen zu wollen. Einerseits Kinderrechte ins Grundgesetz zu fordern, aber gleichzeitig nach Herkunft, Kostenfaktoren und volkswirtschaftlichem Nutzen zu unterscheiden, degradiert die Familie zum bilanzierten Humankapital.“ Das Präsidium fordert von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Wertschätzung aller Familienentwürfe.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes Deutschland vom 14.9.2017
 
15.09.2017

Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" gestärkt

Im Rahmen eines großen Netzwerktreffens aller Partner der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ haben Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und die für Deutschland zuständige UNICEF-Koordinatorin Kirsten Di Martino die neuen Partner der Initiative begrüßt. Die Bund...
Im Rahmen eines großen Netzwerktreffens aller Partner der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ haben Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und die für Deutschland zuständige UNICEF-Koordinatorin Kirsten Di Martino die neuen Partner der Initiative begrüßt. Die Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wurde gemeinsam vom BMFSFJ und UNICEF im Frühjahr 2016 ins Leben gerufen. Mit 16 Partnern entwickelte die Bundesinitiative Mindeststandards zum Schutz von besonders schutzbedürftigen Personengruppen, zu denen insbesondere Kinder, Jugendliche, Frauen, LSBTIQ-Geflohene sowie Menschen mit Behinderungen zählen. Die Mindeststandards erstrecken sich vor allem auf die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, Prävention von und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen sowie dem Monitoring der erzielten Fortschritte. Mittlerweile ist die Bundesinitiative auf 37 national wie international tätige Verbände und Organisationen angewachsen. Alle eint das Ziel, den Gewaltschutz in den Unterkünften kontinuierlich zu verbessern und in einem nächsten Schritt die Teilhabe und Integration von geflüchteten Menschen in der Gesellschaft zu unterstützen. Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley: „In weniger als einem Jahr ist es uns gelungen, den Schutz von tausenden Geflüchteten, darunter insbesondere Kindern und Frauen, deutlich zu verbessern. Dies war nur durch die Entwicklung von Schutzstandards und dem Einsatz von Gewaltschutzkoordinatorinnen und -koordinatoren in Flüchtlingsunterkünften möglich.“ Bis Ende dieses Jahres werden in rund 100 Unterkünften entsprechende Schutzkonzepte eingeführt sein. Die Stellen der Gewaltschutzkoordinatoren werden vom Bundesfamilienministerium finanziert. UNICEF schult die Koordinatoren sowie Einrichtungsleitungen und unterstützt sie beim Erstellen und Weiterentwickeln eigener, auf die jeweilige Unterkunft zugeschnittener Schutzkonzepte. „Kinder und andere besonders gefährdete Personengruppen brauchen in Flüchtlingsunterkünften weiterhin dringend Schutz und starke Fürsprecher“, sagt Kirsten Di Martino, Country Coordinator, Refugee and Migrant Response – Germany, UNICEF. „Deshalb freue ich mich sehr, dass unsere gemeinsame Initiative weitere Partner dazugewinnen konnte, die sich mit uns für den Schutz und die Rechte von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzen.“ Am 20. Juni 2017 wurde bereits die zweite Auflage der Mindeststandards veröffentlicht. In diese flossen die Rückmeldungen von Bewohnerinnen und Bewohnern von Flüchtlingsunterkünften sowie Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Behörden sowie Verantwortlichen in der Flüchtlingshilfe ei n. Als Konsequenz aus diesen Konsultationen enthält die Neufassung zusätzliche Kapiteln zur Umsetzung der Mindeststandards für LSBTIQ* Geflüchtete sowie für geflüchtete Menschen mit Behinderungen. Hinzu kommen beispielsweise auch überarbeitete Leitlinien zum Monitoring und der Datenerfassung in Flüchtlingsunterkünften. Insgesamt waren mehr als 30 Organisationen und 138 geflüchtete Menschen an der Überarbeitung beteiligt. Die zweite Auflage der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ steht unter folgendem Link zum Download bereit: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/mindeststandards-zum-schutz-von-gefluechteten-menschen-in-fluechtlingsunterkuenften/117474 Für die Umsetzung baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften können Kommunen vergünstigte Investitionskredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehmen: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Öffentliche-Einrichtungen/Kommunale-soziale-Basisversorgung/Sonderförderung-Flüchtlinge/
Weitere Informationen unter: www.gewaltschutz-gu.de

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 12.9.2017
15.09.2017

Modellprojekt belegt: Ergänzende Kinderbetreuung holt Alleinerziehende aus Armut!

Die Kita schließt um fünf, die Schicht geht bis um acht – solche Betreuungslücken erschweren Eltern ihre Erwerbstätigkeit, für Alleinerziehende bedeuten sie oft das Aus. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) hat in Berlin, Essen und Mainz durch Modellprojekte Alleinerziehenden eine Betreuung ihrer Kinde...
Die Kita schließt um fünf, die Schicht geht bis um acht – solche Betreuungslücken erschweren Eltern ihre Erwerbstätigkeit, für Alleinerziehende bedeuten sie oft das Aus. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) hat in Berlin, Essen und Mainz durch Modellprojekte Alleinerziehenden eine Betreuung ihrer Kinder zu Hause außerhalb der regulären Kita- und Hortzeiten angeboten sowie ganzheitliche Beratung. Die nun vorliegende Evaluation bestätigt: Flexible und ergänzende Kinderbetreuung erhöht die Erwerbschancen und kann zur Steigerung des Erwerbseinkommens bis hin zur Unabhängigkeit von sozialen Transferleistungen führen. Finanziert wurden Modellprojekte und Evaluation von der Gütersloher Walter Blüchert Stiftung. Das Programm lief von September 2014 bis August 2017. Knapp 80 Prozent der befragten Alleinerziehenden gaben nach drei Jahren an, dass sich ihre Ausbildungssituation und/o der Erwerbstätigkeit positiv verändert haben. In Folge stieg bei knapp 19 Prozent der Alleinerziehenden auch das Erwerbseinkommen an. 13 Prozent konnten sich von der Angewiesenheit auf staatliche Grundsicherungsleistungen befreien. Die Zufriedenheit mit der ökonomischen Situation insgesamt stieg innerhalb der Laufzeit von 26 Prozent auf 53 Prozent. Positive Effekte zeigten sich auch bei der Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die von 30 auf 63 Prozent anstieg. Das wirkt auch positiv auf die Kinder: Die Entlastung im Alltag führte zu einer Entspannung im Familienleben. Die Zahl der Alleinerziehenden, die ihren Kindern ohne Probleme alles bezahlen können, was sie brauchen, stieg von 3 auf 21 Prozent. Eine weitestgehende Gebührenfreiheit hat diese Effekte begünstigt. „Die Ergebnisse der Evaluation sind außerordentlich: Nur wenige Stunden ergänzende Kinderbetreuung führen zu zufriedeneren Müttern, erh&o uml;hter Erwerbsbeteiligung und entspannteren Kindern! Die Politik ist nun gefragt dafür zu sorgen, dass es dieses Angebot überall in Deutschland gibt", so das Resümee der Bundesvorsitzenden des VAMV, Erika Biehn. „Gleichzeitig sollten die Verantwortlichen auch an Stellenschrauben in der Arbeitswelt drehen: Es braucht eine Stärkung der Mitspracherechte von Arbeitnehmer/innen bei der Lage der Arbeitszeit, um Betreuungslücken von vorherein möglichst klein zu halten." „Wir freuen uns, dass diese Modellprojekte so viel Gutes bewirkt haben", unterstreicht Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung. „Die Angebote sollten Alleinerziehende in die Lage versetzen, System-Barrieren zu überwinden, und den Müttern und Vätern mehr Chancen eröffnen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Die Evaluationsergebnisse belegen: Ergänzende flexible Kinderbetreuung ist eine wirk same Unterstützung für Alleinerziehende. Es zahlt sich für Länder und Kommunen aus, diese Modelle in der Fläche anzubieten." Um die Wirksamkeit der Angebote sowie deren allgemeine Übertragbarkeit bewerten zu können, hat der VAMV-Bundesverband eine Evaluation durchgeführt, begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat. Der Endbericht für die Evaluation des Modellprojektes zur Wirksamkeit von ergänzender Kinderbetreuung, Notfallbetreuung und Beratung von Einelternfamilien in Deutschland steht auf der Homepage des VAMV unter www.vamv.de als Download bereit.

Quelle: Pressemitteilung des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter vom 12.9.2017
14.09.2017

Unterstützung für pflegende Kinder und Jugendliche

Nicht nur Erwachsene kümmern sich um kranke oder pflegebedürftige Angehörige – nach einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig Angehörige. Um diese jungen Menschen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für...
Nicht nur Erwachsene kümmern sich um kranke oder pflegebedürftige Angehörige – nach einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) versorgen und pflegen rund 230.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig Angehörige. Um diese jungen Menschen zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Projekt „Pausentaste – Wer anderen hilft, braucht manchmal selber Hilfe. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, die sich um ihre Familie kümmern“ ins Leben gerufen. Jetzt laufen die Vorbereitungen zum Start am 01.Januar 2018.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley betont: „Oft sind pflegende Kinder und Jugendliche körperlich überanstrengt, haben weniger Freizeit als ihre Freunde, und viele stehen mit ihren Sorgen und Ängsten allein da. Für diese Kinder und Jugendlichen wird es mit dem Projekt „Pausentaste“ erstmals auf Bundesebene ein Unterstützungsangebot geben. Denn: Wer anderen hilft, braucht eben manchmal auch selber Hilfe“, so die Bundesfamilienministerin.

Ab dem 1. Januar 2018 bekommen betroffene Kinder und Jugendliche Hilfe und Rat beim Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ - unter der kostenlosen Nummer 116 111. Die Beratung ist anonym und wird von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr angeboten. An Samstagen findet auch eine „Peer-to-Peer“–Beratung durch speziell ausgebildete Beraterinnen und Berater im Alter von 16 bis 21 Jahren statt.
Auch online können sich Betroffene unter www.nummergegenkummer.de Rat und Hilfe holen. Eine Website wird zudem Informationen und Kontaktadressen zu weiteren Hilfsangeboten zur Verfügung stellen.

Quelle: BMJFSFJ
13.09.2017

3,5 Millionen Flüchtlingskinder gehen nicht in die Schule

Nach einem heute veröffentlichten Bericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) hatten im letzten Schuljahr mehr als 3,5 Millionen Flüchtlingskinder zwischen fünf und 17 Jahren nicht die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. Darunter sind 1,5 Millionen Flüchtlingskinder, die nicht die Grundschule und zwei Millionen...
Nach einem heute veröffentlichten Bericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) hatten im letzten Schuljahr mehr als 3,5 Millionen Flüchtlingskinder zwischen fünf und 17 Jahren nicht die Möglichkeit, in die Schule zu gehen.

Darunter sind 1,5 Millionen Flüchtlingskinder, die nicht die Grundschule und zwei Millionen Jugendliche, die keine weiterführende Schule besuchen konnten.
"Die Hälfte der mehr als 65 Millionen Flüchtlinge sind Kinder", so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. "Sie müssen die Chance bekommen, etwas zu lernen. Nur so können sie sich in ihren Gastländern integrieren und später beim friedlichen Wiederaufbau in ihren Heimatländern mithelfen."
Der UNHCR-Report "Left Behind: Refugee Education Crisis" stellt fest, dass nur knapp 61 Prozent der Flüchtlingskinder zur Grundschule gehen. In ärmeren Aufnahmeländern sogar weniger als die Hälfte. Im Vergleich dazu besuchen weltweit 91 Prozent der Kinder im Grundschulalter die Schule. Je älter die Flüchtlingskinder, desto schwieriger die Bildungssituation: Während 84 Prozent der Jugendlichen weltweit eine weiterführende Schule besuchen, sind es bei Flüchtlingen gerade 23 Prozent. In ärmeren Gastländern lediglich neun Prozent. Trotz Stipendien- und Förderprogrammen kann nur ein Prozent der Flüchtlinge studieren. Global liegt die Zahl der Studierenden bei 36 Prozent.
84 Prozent der Flüchtlinge lebten Ende 2016 in Staaten mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Bereits die Basisversorgung von Flüchtlingen ist für diese Länder eine große Herausforderung. Wo die Ressourcen für das Schulsystem der eigenen Bevölkerung fehlen, ist es kaum möglich, auch Neuankömmlinge mit adäquaten Bildungsangeboten zu versorgen. Es mangelt an ausgebildeten Lehrern, Klassenräumen und Schulmaterialien.
"Bildung ist ein Schlüssel für gelingende Integration. Deshalb sind das Erlernen von Sprache und schulische Bildung grundlegender Bestandteil der Flüchtlingsarbeit", so Ruhenstroth-Bauer. "Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt seit vielen Jahren Bildungs-programme. Im vergangenen Jahr mit insgesamt 689.000 Euro, um zum Beispiel im Tschad Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen."

Quelle:https://bildungsklick.de/internationales/meldung/35-millionen-fluechtlingskinder-gehen-nicht-in-die-schule/

 
12.09.2017

GEW klagt gegen Arbeitsbelastung an Grundschulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen wird den Rechtsweg gegen die Arbeitsbelastung von Grundschullehrkräften beschreiten. „Die GEW will auch den juristischen Weg beschreiten, um eine neue Arbeitszeitverordnung zu erreichen, welche die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte sowie der Schulleiterinnen und Schulleiter senkt...
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen wird den Rechtsweg gegen die Arbeitsbelastung von Grundschullehrkräften beschreiten.
„Die GEW will auch den juristischen Weg beschreiten, um eine neue Arbeitszeitverordnung zu erreichen, welche die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte sowie der Schulleiterinnen und Schulleiter senkt“, erklärte die stellvertretende Landesvorsitzende Laura Pooth. Die Klagen seien ein deutliches Signal an alle politisch Verantwortlichen, dass die Beschäftigten in den Schulen diese Verordnung in naher Zukunft dringend erwarten und keine Verzögerung hinnehmen. „Dies richtet sich besonders an den Spitzenkandidaten der CDU, Bernd Althusmann, der behauptet, es bedürfe einer neuen von ihm beauftragten Arbeitszeitstudie, um zu wissen, wie viel die Lehrkräfte wirklich arbeiten“, betonte Pooth. Dieses Vorgehen würde eine Verschiebung der Entscheidung an das Ende der nächsten Legislaturperiode bedeuten.
„Die Fakten liegen auf dem Tisch. Durch die Göttinger Arbeitszeitstudie konnte nachgewiesen werden, dass Lehrkräfte aller Schulformen überlastet sind. Wir erwarten, dass die von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt eingesetzte Arbeitszeitkommission bald einen Vorschlag unterbreitet, der die Unterrichtsverpflichtung reduziert und die gestiegenen Anforderungen berücksichtigt“, forderte die stellvertretende Landesvorsitzende.
Die GEW wolle alle Möglichkeiten ausschöpfen, um ihr Ziel einer Entlastung aller Schulformen zu erreichen. Dazu diene nun auch der Rechtsweg, den die GEW zunächst für zehn Grundschul-Lehrkräfte sowie -leiterinnen und -leiter beschreite. Danach folge der ebenfalls besonders belastete Bereich der Gymnasien, für den die Bildungsgewerkschaft auch Klagen vorbereite.
Der von der GEW beauftragte Anwalt Dr. Ralph Heiermann erläuterte die rechtlichen Hintergründe. Danach verzeichneten die Grundschulen seit über zwanzig Jahren stetig steigende Aufgabenzuweisungen, die zu einer außerordentlich verlängerten Arbeitszeit geführt habe. Diese sei im Rahmen der Arbeitszeitstudie individuell nachgewiesen. Diese Zusatzbelastung sei jedoch bisher nicht in angemessener Weise ausgeglichen worden. Darin liege eine Verletzung des Grundsatzes der Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegen über seinen Beamtinnen und Beamten, weil damit arbeitszeitrechtliche Schutzregelungen verletzt würden.
„Für die Grundschulleitungen hat Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zwei Entlastungs-maßnahmen eingeführt, die die GEW als erste Schritte begrüßt hatte. So werden bei der Bemessung der Leitungstätigkeit die Lehrerstunden für Inklusion, Ganztag und Sprachförderung berücksichtigt. Außerdem werden die Einstellungen von Tarifbeschäftigten künftig wieder von der Behörde wahrgenommen. Es sind allerdings weitere wirksame Entlastungen notwendig“, forderte Pooth.
Ansprechpartner
GEW Niedersachsen
Quelle:
https://bildungsklick.de/schule/meldung/gew-klagt-gegen-arbeitsbelastung-an-grundschulen/

 
11.09.2017

Mobbing in der Schule

Lesen Sie dazu den Artikel in der Süddeutschen mit dem Titel "Der/die Betroffene ist nie selbst schuld".
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06.09.2017

Migranten an Schulen als "Mängelwesen mit Förderbedarf"

Schulen laufen Gefahr, migrationsgesellschaftliche Ungleichheit fortzuschreiben oder gar zu fördern. Eine Studie der Universität Bremen und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sich der Frage gewidmet, ob auch die Schule in der Migrationsgesellschaft angekommen ist und die Grundlagen der Lehrerbildung geprüft. Das Ergebnis: Die he...
Schulen laufen Gefahr, migrationsgesellschaftliche Ungleichheit fortzuschreiben oder gar zu fördern. Eine Studie der Universität Bremen und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sich der Frage gewidmet, ob auch die Schule in der Migrationsgesellschaft angekommen ist und die Grundlagen der Lehrerbildung geprüft.

Das Ergebnis: Die heute ausgebildete Generation von Lehrern wird nur unzureichend für Differenzsensibilität und Kritik an Diskriminierung qualifiziert.
Die Studienpläne und Curricula in den meisten Bundesländern berücksichtigen Themen wie Heterogenität, interkulturelle Bildung und Migration. Und dennoch: eine der migrationsgesellschaftlichen Realität Deutschlands angemessene Bildung ist noch nicht systematisch in der Lehrerbildung verankert - damit ist die bundesdeutsche Lehrerbildung inhaltlich nicht in der Migrationsgesellschaft angekommen. Je höher die Schulform wie beispielsweise Gymnasien desto mehr nimmt die Relevanz des Themas in der Lehrerbildung ab.
Lehrer werden in ihrer Aus- und Fortbildung durchgängig als Personen ohne Migrationshintergrund adressiert, die den Umgang mit den migrationsgesellschaftlich "Anderen" zu lernen haben. Das "Andere" - die Schüler mit Migrationshintergrund - selbst werden wiederrum zum Problem gemacht und implizit, zuweilen auch explizit als Mängelwesen adressiert. Das Thema wird reduziert auf die Notwendigkeit der Förderung dieser Gruppe.
"Die Studie macht deutlich, dass eine neue Haltung gefragt ist. Im Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt stehen nicht nur Unterrichtskonzepte und Materialien auf dem Prüfstand. Hinterfragen muss man auch die Einstellungen und Haltungen von Lehrkräften zur Migration in Geschichte und Gegenwart", erklärt Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, die die Studie fördert. Er führt weiter aus: "Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass Lehrkräfte in ihrer Ausbildung und in der Fortbildung lernen: Wie können wir Benachteiligung und Diskriminierung in der Schule nicht nur vermeiden, sondern alle Kinder und Jugendliche bestmöglich fördern?".
"Migration betrifft alle. Pädagogisches Können in der Migrationsgesellschaft stellt daher kein Spezialkönnen für den Umgang mit einer speziellen Gruppe dar. Eine solche Perspektive, in der ´Spezialwissen` über und die spezielle ´Behandlung` von Schüler/innen ´mit Migrationshintergrund` vermittelt wird, gilt es zu überwinden," fordern die Autoren der Studie, Yasemin Karakasoglu und Paul Mecheril als Konsequenz aus den Ergebnissen der Studie. "Stattdessen", so die beiden Wissenschaftler weiter, "muss in der Lehrkräftebildung Wissen darüber, wie Migrationsphänomene und globale Migrationsverhältnisse entstehen, inwiefern und wie sie alle betreffen, vermittelt werden. Genau dies ist als Querschnittaufgabe in der Aus- und Fortbildung institutionell zu verankern."

Quelle:https://bildungsklick.de/schule/meldung/migranten-an-schulen-als-maengelwesen-mit-foerderbedarf/
Weitere Ergebnisse der Studie lesen Sie hier: https://www.stiftung-mercator.de/de/publikation/angekommen-in-der-migrationsgesellschaft/
 
29.08.2017

51 Millionen Euro für Frühe Hilfen

Schwangere und Familien mit kleinen Kindern können auch künftig auf Frühe Hilfen bauen: Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley unterzeichnete heute beim Besuch einer Kinderklinik in Halle gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne die Verwaltungsvereinbarung zur Bundesstiftung Frühe Hilfen. Damit stellt der Bund k&uum...
Schwangere und Familien mit kleinen Kindern können auch künftig auf Frühe Hilfen bauen: Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley unterzeichnete heute beim Besuch einer Kinderklinik in Halle gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne die Verwaltungsvereinbarung zur Bundesstiftung Frühe Hilfen. Damit stellt der Bund künftig Ländern und Kommunen Geld für den Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen und die psychosoziale Unterstützung von Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr zur Verfügung.


Dr. Katarina Barley: „Ich freue mich, dass mein Ministerium von nun an dauerhaft 51 Millionen Euro für eine so wichtige Aufgabe bereitstellen kann. Jeder Euro für einen präventiven Kinderschutz ist gut investiertes Geld. Ich wünsche mir, dass überall in Deutschland Eltern mit Kleinstkindern, deren Lebenslagen besonders belastet sind, von Anfang an einen guten Zugang zu Frühen Hilfen erhalten.“

Petra Grimm-Benne, die aktuell den Vorsitz der Jugend- und Familienministerkonferenz hat, betont: „Uns ist es wichtig, Familien frühzeitig über die Unterstützungsangebote der Frühen Hilfen zu informieren. Hier in Halle ist dies besonders gut gelungen. Rund um die Geburt in der Klinik erhalten Eltern bei Bedarf das Angebot, im ersten Lebensjahr des Kindes von einer Familienhebamme begleitet zu werden.“

Mit der im Bundeskinderschutz geregelten Bundesinitiative Frühe Hilfen sind seit 2012 in nahezu allen Kommunen Netzwerke Frühe Hilfen entstanden. Dies zeigt die vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen durchgeführte Evaluation. In 86 % der geförderten Kommunen gibt es Angebote von Familienhebammen oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen. In gut dreiviertel aller geförderten Kommunen sind Geburtskliniken in die Netzwerke Frühe Hilfen eingebunden. Die nun gemeinsam von Bund und Ländern unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung ermöglicht, die in den vergangenen Jahren aufgebauten Angebote der Frühe Hilfen zur Unterstützung für Familien dauerhaft zur Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen zur Bundesinitiative Frühe Hilfen finden Sie hier: https://www.fruehehilfen.de.

Quelle: Presseinfo BMFSJF
17.08.2017

Wahr oder falsch im Internet?

Die Unterrichtsmaterialien von Saferinternet.at vermitteln elementare Aspekte der Informationskompetenz, der Nutzung von Suchmaschinen und der kritischen Bewertung von Inhalten im Netz. Wahr_oder_falsch_im_Internet.pdf Mitglieder von Lehrer Online können die Broschüre "Wahr oder falsch im Internet?" kostenlos als PDF-Datei herunterladen.  ...
Die Unterrichtsmaterialien von Saferinternet.at vermitteln elementare Aspekte der Informationskompetenz, der Nutzung von Suchmaschinen und der kritischen Bewertung von Inhalten im Netz.

Wahr_oder_falsch_im_Internet.pdf
Mitglieder von Lehrer Online können die Broschüre "Wahr oder falsch im Internet?" kostenlos als PDF-Datei herunterladen.
 
27.07.2017

Bund soll noch mehr Verantwortung für KiTa-Qualität übernehmen

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley fordert mehr Engagement des Bundes in der Kindertagesbetreuung 763.000 Kinder unter drei Jahren werden in der Kita oder einer Kindertagespflege betreut. Damit ist ein neuer Streckenrekord erreicht. Und die Zahlen werden in den nächsten Jahren weiter steigen, denn immer mehr Eltern wünschen sich für ihre...
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley fordert mehr Engagement des Bundes in der Kindertagesbetreuung

763.000 Kinder unter drei Jahren werden in der Kita oder einer Kindertagespflege betreut. Damit ist ein neuer Streckenrekord erreicht. Und die Zahlen werden in den nächsten Jahren weiter steigen, denn immer mehr Eltern wünschen sich für ihre Kinder frühkindliche Bildung und Betreuung.

Dr. Katarina Barley, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Der frühe Besuch von Kita oder Kindertagespflege prägt das Aufwachsen von immer mehr Kindern. Deswegen setze ich mich dafür ein, die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern. Damit das gelingt, muss der Bund noch mehr Verantwortung übernehmen. Gute Betreuung sicherzustellen, ist die gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern, Kommunen und den Trägern. Wir brauchen mehr Personal in den Einrichtungen, gestärkte Kitaleitungen und passgenaue Öffnungszeiten. Das hilft Kindern und Eltern gleichermaßen und ist Voraussetzung dafür, dass 700.000 Beschäftigte gute Bedingungen für ihre wichtige Arbeit vorfinden.“

Bund und Länder haben sich zur Verbesserung der Qualität auf einen gemeinsamen Weg geeinigt: Mit den Eckpunkten für ein Qualitätsentwicklungsgesetz liegt ein breit akzeptiertes Konzept auf dem Tisch, das es jetzt umzusetzen gilt.

Dr. Katarina Barley: „Bessere Qualität erfordert mehr Investitionen. Hier ist der Bund stärker gefordert und muss sich dauerhaft an besseren Bedingungen in Kitas und der Kindertagespflege beteiligen. Das ist sozialpolitisch erforderlich und finanzpolitisch sinnvoll. Und die Investition lohnt sich: Jeder Euro, der in die Hand genommen wird, fließt mehrfach in die Kasse zurück - durch mehr Steuereinnahmen, mehr Sozialversicherungsbeiträge und weniger soziale Folgekosten.“

Bund, Länder, Kommunen und Träger haben in den letzten 10 Jahren mehr als 400.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen. Trotz dieser Erfolgsgeschichte reicht auch das Platzangebot immer noch nicht aus. Der Bedarf von Eltern und Kindern ist größer als die Anzahl der Plätze, die zur Verfügung stehen.

Der quantitative Ausbau muss also ebenfalls weitergehen. Der Bund hat reagiert. Vor wenigen Wochen ist das 4. Investitionsprogramm in Kraft getreten, mit dem der Bund mehr als 1 Mrd. Euro für die Schaffung von zusätzlichen 100.000 Plätzen bereitstellt.

Quelle: Presseinfo BMFSJF
 
25.07.2017

Expertenworkshops zur kommunalen Gesundheitsmoderation

Ab Herbst startet im Rahmen des Projekts „Kommunale Gesundheitsmoderation IN FORM" wieder eine bundesweite Workshop-Reihe für Fachkräfte aus dem Kommunalbereich. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltungen werden in Köln (11./12. September 2017), Augsburg (26./27.Oktober 2017) und Berlin (9./10. November 2017) in kleinen interdisziplin&...
Ab Herbst startet im Rahmen des Projekts „Kommunale Gesundheitsmoderation IN FORM" wieder eine bundesweite Workshop-Reihe für Fachkräfte aus dem Kommunalbereich. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltungen werden in Köln (11./12. September 2017), Augsburg (26./27.Oktober 2017) und Berlin (9./10. November 2017) in kleinen interdisziplinären Gruppen praxisrelevante Lösungen für die Verbesserung der kommunalen Gesundheitsförderung erarbeitet. Entsprechend dem Prinzip „voneinander lernen“ steht insbesondere der intensive Erfahrungsaustausch unter den kommunalen Experten im Vordergrund.
„Wir möchten den Teilnehmenden aufzeigen, dass Gesundheitsförderung als Querschnittsthema von unterschiedlichen Akteuren in der Kommune wahrgenommen werden muss, um langfristig etabliert zu werden.“ so die Projektkoordinatorinnen Lisa Tonk und Wiebke Kottenkamp. Die Vernetzung der regionalen Akteure und der fachliche Austausch untereinander seien entscheidende Erfolgskriterien der kommunalen Gesundheitsförderung und bilden daher die Basis für die Workshops.

Die Verzahnung von fachlichen Impulsen mit Good-practice-Beispielen schafft eine solide Basis, auf der die eigenen kommunalen Projekte und Netzwerkvorhaben mit den anderen Teilnehmenden diskutiert werden können. Auf diese Weise sind in der ersten Workshop-Reihe im Frühjahr 2017 viele Impulse und Anregungen entstanden, die von den Teilnehmenden bereits in die regionale Netzwerkarbeit eingebunden werden konnten.
Für die Workshops im Herbst 2017 steht nun als Ergänzung ein maßgeschneidertes Methodenmodul auf dem Programm, das die Teilnehmenden in Kommunikations- und Moderationsaufgaben in ihrer Position als NetzwerkkoordinatorInnen stärkt. Insbesondere wird hier der konstruktive Umgang mit Konflikten in der Netzwerkarbeit im Fokus stehen.

„Die Bündelung unterschiedlicher Akteure und Initiativen auf kommunaler Ebene ist eine große Herausforderung und erfordert ein breites Spektrum an fachlichen und methodischen Kompetenzen, die wir im Rahmen der Workshops vorstellen möchten“, so die Projektkoordinatorinnen. Wer sich tiefergehend mit dem Thema kommunale Netzwerkarbeit beschäftigen möchte, kann sich über die Weiterbildung Kommunale Gesundheitsmoderation in fünf Modulen zum/r Kommunalen Gesundheitsmoderator/in qualifizieren.  Weitere Informationen zu Bildungsträgern und Kursen sind online unter http://kgm.pebonline.de/weiterbildung/ zu finden.
 
Eckdaten zu den Experten-Workshops:
Teilnahmegebühr: Die Experten-Workshops sind kostenfrei, Reise- sowie Übernachtungskosten können anteilig übernommen werden.
Workshop-Programm: steht zum Download bereit auf www.kgm.pebonline.de/workshops/
Anmeldung: Voranmeldungen für die Workshops sind per Mail an kgm@pebonline.de Lisa Tonk und Wiebke Kottenkamp zu richten.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Quelle: Pressemeldung der Plattform Ernährung und Bewegung e.V.
 
 
22.07.2017

Neugier gewinnt! Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2018“ startet

Forschergeister aufgepasst: Die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ rufen zum vierten Mal den bundesweiten Kita-Wettbewerb aus. Kugelbahnen bauen, Fledermäuse beobachten oder Fahrräder reparieren? Gute Kita-Projekte rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (kurz MINT) machen aus Kind...

Forschergeister aufgepasst: Die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ rufen zum vierten Mal den bundesweiten Kita-Wettbewerb aus. Kugelbahnen bauen, Fledermäuse beobachten oder Fahrräder reparieren? Gute Kita-Projekte rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (kurz MINT) machen aus Kindern Entdecker und Forscher. Sie fördern auf vielfältige Weise die Kompetenzen von Mädchen und Jungen. Zum vierten Mal rufen die Deutsche Telekom Stiftung und das „Haus der kleinen Forscher“ Kitas auf, ihre spannenden Projekte aus dem MINT-Bereich beim Wettbewerb „Forschergeist“ einzureichen.

Der Wettbewerb soll zeigen, wie vielfältig, professionell und altersgerecht Erzieherinnen und Erzieher die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in den Kitas deutschlandweit umsetzen. Den Stiftungen geht es darum, die Qualität der pädagogischen Arbeit im MINT-Bereich zu würdigen.
Neugier gewinnt: Gesucht wird das beste Projekt aus jedem Bundesland. Die 16 Landessieger werden vor Ort in der Kita im Rahmen einer großen „Forschergeist-Deutschlandtour“ ausgezeichnet.
Aus den Landessiegern wählt die Jury, bestehend aus Experten aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft, fünf Bundessieger, die auf einer feierlichen Gala in Berlin gekürt werden. Die Landessieger erhalten ein Preisgeld zur Förderung der mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bildungsarbeit in der Kita in Höhe von jeweils 2.000 Euro, die Bundessieger zusätzlich je 3.000 Euro.

Quelle: Presseinformation der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und der Deutschen Telekom Stiftung vom 12.7.2017
 
17.07.2017

DKHW: Familien mit minderjährigen Kindern von Hartz-IV-Sanktionen ausnehmen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, zukünftig Familien mit minderjährigen Kindern von Hartz-IV-Sanktionen auszunehmen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit leben in jedem dritten der mit Sanktionen belegten Haushalte minderjährige Kinder, dies waren im Monatsdurchschnitt des letzten Jahres rund 44.000 Haushalte. Nach Berechnungen des Deut...
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, zukünftig Familien mit minderjährigen Kindern von Hartz-IV-Sanktionen auszunehmen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit leben in jedem dritten der mit Sanktionen belegten Haushalte minderjährige Kinder, dies waren im Monatsdurchschnitt des letzten Jahres rund 44.000 Haushalte. Nach Berechnungen des Deutschen Kinderhilfswerkes sind in diesen Haushalten jeden Monat rund 76.000 Kinder und Jugendliche von den Kürzungen betroffen.

„Die geltenden Hartz-IV-Regelbedarfe haben bereits in der Ermittlung methodische Schwächen und halten durch politisch gesetzte Streichungen den sozialrechtlichen Mindestbedarf von Kindern künstlich klein. Sie entsprechen insgesamt nicht dem notwendigen soziokulturellen Existenzminimum, eine Kürzung aufgrund von Jobcenter-Sanktionen ist für die betroffenen Kinder und Jugendlichen deshalb besonders gravierend. Den Daten der Bundesagentur für Arbeit zufolge gibt es sogar Hartz-IV-Empfängerinnen und Empfänger mit Kindern, die gar keine Zahlungen erhalten. Dies kann beispielsweise mit Energiesperren oder drohender Wohnungslosigkeit weitreichende Folgen für die Familien haben. Es ist im höchsten Maße ungerecht und in keinster Weise vereinbar mit dem in der UN-Kinderrechtskonvention normierten Vorrang des Kindeswohls, dass Kinder bei Fehlern ihrer Eltern in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb sollte nach der Bundestagswahl baldmöglichst eine Reform der Hartz-IV-Gesetze sicherstellen, dass Kinder nicht von diesen Sanktionen betroffen sind", betont Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen für Familien mit minderjährigen Kindern sollte nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes einhergehen mit einem umfassenden, ressortübergreifenden Aktionsplan zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Je länger Kinder in Armut aufwachsen und unter Teilhabe- und Bildungsverlusten leiden, desto weitreichender sind die Langzeitfolgen für ihre Entwicklung und beruflichen Perspektiven. Demgegenüber brauchen wir nicht nur die Ausstattung von Kindern mit dem Allernötigsten, sondern für alle Kinder muss gesellschaftliche Teilhabe ausreichend möglich sein. Nur so werden wir den Vorgaben, die uns das Bundesverfassungsgericht in seinem wegweisenden Urteil im Jahre 2010 gemacht hat, und den Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention zur sozialen Sicherheit und den sozialen Rechten wie zum Beispiel dem Recht auf Bildung und Gesundheit gerecht. Kinderarmut darf nicht kleingeredet, sondern sie muss durch konkrete politische Maßnahmen beseitigt werden.

Quelle: Pressemeldung des Deutschen Kinderhilfswerkes vom 4.7.2017
13.07.2017

Schwimmunterricht ernst genommen: Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es heute mehr Schwimmlehrkräfte an den Schulen als vor einem Jahr. Das Land hat mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 Fortbildungen für eine Schwimmlehrerausbildung aufgelegt. In drei Lehrgängen haben sich jeweils 20 Lehrkräfte qualifiziert. Im Schuljahr 2017/2018 sind weitere Kurse geplant. In den Fortbildungen wir...
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es heute mehr Schwimmlehrkräfte an den Schulen als vor einem Jahr. Das Land hat mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 Fortbildungen für eine Schwimmlehrerausbildung aufgelegt. In drei Lehrgängen haben sich jeweils 20 Lehrkräfte qualifiziert. Im Schuljahr 2017/2018 sind weitere Kurse geplant. In den Fortbildungen wird Lehrerinnen und Lehrern die Methodik des Schwimmens vermittelt. Außerdem können sie eine Rettungsschwimmerqualifikation erlangen. Die Kurse werden gemeinsam mit der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft veranstaltet.
„Schwimmunterricht kann an Schulen nur stattfinden, wenn es gut ausgebildete Schwimmlehrkräfte gibt“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Alle zwei Jahre müssen diese Lehrerinnen und Lehrer den Nachweis der Rettungsfähigkeit erbringen. Mit der neuen Schwimmlehrerausbildung wollen wir sicherstellen, dass an allen Grundschulen des Landes eine ausreichende Anzahl an Schwimmlehrkräften zur Verfügung steht. Ich freue mich darüber, dass die Fortbildungen so gut angenommen wurden“, sagte Hesse.
Schwimmen ist Teil des Sportunterrichts und ab der dritten Klasse verbindlich geregelt. Im Rahmenplan „Sport“ der Grundschulen ist festgeschrieben, dass am Ende der Jahrgangstufe 4 die Kinder schwimmen können sollen sowie hygienische Verhaltensweisen und Baderegeln benennen und beachten können.
„In den letzten Jahren haben die Schulträger und Schulen große Anstrengungen unternommen, damit Schwimmunterricht angeboten werden kann“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Gerade bei uns in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich ein Gewässer an das nächste reiht bis hin zur Ostseeküste, ist schwimmen zu können keine Kür, sondern Pflicht. Es ist ein großes Anliegen der Landesregierung, dass Kinder so früh wie möglich sicher schwimmen lernen“, betonte Hesse.
Im Schuljahr 2015/2016 haben 94 Prozent der öffentlichen Grund- und Förderschulen Schwimmunterricht durchgeführt. Lediglich an 13 Schulen hat es keinen Schwimmunterricht gegeben, wie aus einer Umfrage des Bildungsministeriums hervorgeht. Alle 279 Grund- und Förderschulen haben sich an der Umfrage beteiligt. Im laufenden Schuljahr haben lediglich sieben Schulen keinen Schwimmunterricht geplant.

Ansprechpartner
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

 
10.07.2017

Offensive für mehr Erzieherinnen und Erzieher

Bund und Länder setzen gemeinsame Arbeitsgruppe zur Fachkräftegewinnung für die Kindertagesbetreuung ein Bund, Länder, Kommunen und Träger haben in den vergangenen Jahren das Angebot an Kindertagesbetreuung massiv ausgebaut. Trotz oder gerade wegen dieser gemeinsamen Erfolgsgeschichte muss der Ausbau – quantitativ wie qualitativ &nda...
Bund und Länder setzen gemeinsame Arbeitsgruppe zur Fachkräftegewinnung für die Kindertagesbetreuung ein
Bund, Länder, Kommunen und Träger haben in den vergangenen Jahren das Angebot an Kindertagesbetreuung massiv ausgebaut. Trotz oder gerade wegen dieser gemeinsamen Erfolgsgeschichte muss der Ausbau – quantitativ wie qualitativ – weitergehen. Denn Kindertagesbetreuung kommt an: Immer mehr Eltern fragen für immer mehr Kinder, immer früher und länger einen Platz in Kita oder Kindertagespflege nach.


Entscheidend für ein gutes Angebot und die Bewältigung des weiteren Ausbaus sind die Fachkräfte. Bund und Länder wollen deshalb mehr Erzieherinnen und Erzieher für Kindertageseinrichtungen gewinnen, ihre Arbeitsbedingungen dauerhaft verbessern und für mehr Anerkennung dieses Berufsfeldes sorgen.

Mit diesem Ziel tagt heute erstmals eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Fachkräftegewinnung Erzieherinnen und Erzieher“ aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK), der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) und der Kultusministerkonferenz (KMK).

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Katarina Barley: „Erzieherinnen und Erzieher leisten wichtige Arbeit von unschätzbarem Wert für unsere Kinder, ihre Familien und unsere Gesellschaft als Ganzes. Diese große Bedeutung spiegelt sich noch nicht entsprechend in Einkommen, Anerkennung und Aufstiegsmöglichkeiten der Erzieherinnen und Erzieher wider. Diese strukturellen Benachteiligungen müssen wir aufbrechen. Ich freue mich, dass Bund und Länder ab heute gemeinsam an einem Tisch sitzen, um weitere Wege und Maßnahmen zu erarbeiten, wie wir den Beruf attraktiver machen können.“

Die Arbeitsgruppe will Maßnahmen zur Aufwertung des Berufsfeldes erarbeiten. Ein wichtiger Baustein dazu ist, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Jugend- und Familienministerkonferenz hat am 18./19. Mai 2017 den Beschluss „Frühe Bildung weiter entwickeln und finanziell sichern. Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz“ gefasst. Das bietet die Grundlage, damit Bund und Länder in der kommenden Legislaturperiode die Qualität der Kindertagesbetreuung spürbar verbessern können. Ein Plus an Qualität heißt, dass mehr Fachkräfte in den Kitas arbeiten, die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden kann und so für alle die Arbeitsbedingungen attraktiver werden.

Bundesministerin Dr. Katarina Barley: „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren schon viele Menschen für den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers zusätzlich gewinnen können. Der Kitaausbau ist auch ein gigantischer Jobmotor, der für vergleichsweise sichere Arbeitsplätze sorgt. Wir haben jetzt die Chance, den Beruf so attraktiv zu machen, wie er es verdient. Nur so werden wir in Zukunft die Fachkräfte zur Verfügung haben, die wir für die Kitas dringend brauchen.“

Quelle: Presseinfo BMFSJF
30.06.2017

Besserer Schutz für Kinder und Jugendliche

Der Deutsche Bundestag hat heute in 2./3. Lesung den Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen mit wichtigen Verbesserungen im Kinderschutz beschlossen. Er setzt damit wichtige Ziele des Koalitionsvertrages, der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes und des Gesamtkonzepts des Bundesfamilienministeriums für den Schutz von Kindern und Juge...
Der Deutsche Bundestag hat heute in 2./3. Lesung den Gesetzentwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen mit wichtigen Verbesserungen im Kinderschutz beschlossen. Er setzt damit wichtige Ziele des Koalitionsvertrages, der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes und des Gesamtkonzepts des Bundesfamilienministeriums für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt um.

„Für mich hat der Schutz von Kindern oberste Priorität. Das Gesetz stärkt Kinder und Jugendliche durch einen wirksameren Kinderschutz, vor allem durch eine bessere Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Ärztinnen und Ärzten. Starke Kinder mit starken Rechten können wirkungsvoller die Verantwortung von Staat und Gesellschaft für ihren Schutz einfordern. Ärztinnen und Ärzte dürfen nicht mit Blick auf ihre Schweigepflicht von Zweifeln daran gehindert werden, einen Missbrauchsverdacht dem Jugendamt zu melden. Hier schafft das Gesetz Klarheit“, sagt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley.

Ärztinnen und Ärzte, die dem Jugendamt einen Verdachtsfall gemeldet haben, erhalten künftig eine Rückmeldung, wie es mit dem Kind und der Familie weitergeht, und werden verstärkt in die Einschätzung der Gefährdungssituation einbezogen. Ärztinnen und Ärzte erhalten auch mehr Klarheit, wann sie ihre Schweigepflicht brechen und an das Jugendamt einen Verdachtsfall melden dürfen.

Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: „Ich freue mich, dass sich viele meiner Vorschläge zur Verbesserung des Schutzes vor sexueller Gewalt in dem Gesetz wiederfinden. Mit dem heutigen Wissen über Prävention und sexuelle Gewalt war es dringend an der Zeit, dass die Betriebserlaubnis an die Vorlage eines Gewaltschutzkonzeptes gekoppelt wird.“

Das Gesetz verbessert darüber hinaus die Heimaufsicht und damit den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen. Hierzu werden insbesondere die Kontrollmöglichkeiten der Aufsichtsbehörden und die Voraussetzungen für die Betriebserlaubnis erweitert. Das Gesetz stärkt Kinder und Jugendliche, indem es dafür sorgt, dass sie sich bei Beschwerden an Ansprechpersonen außerhalb der Einrichtung wenden können.

Erweiterte Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten
Das Gesetz erweitert darüber hinaus Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten für alle Kinder und Jugendlichen. So wird die Errichtung von Ombudsstellen als externe und unabhängige Anlaufstellen gesetzlich verankert. Kinder und Jugendliche erhalten mit dem Gesetz auch einen uneingeschränkten Anspruch auf Beratung der Kinder- und Jugendhilfe auch ohne Kenntnis ihrer Eltern.

„Die Beratungsstelle oder das Jugendamt muss nicht wie bisher zuerst prüfen, ob eine Notlage vorliegt, bevor es dem Kind oder dem Jugendlichen unabhängig von den Eltern hilft. Das erweitert den Beratungszugang für Kinder und Jugendliche, stärkt ihre Rechte und baut Hürden ab“, so Dr. Katarina Barley.

Neu geschaffen wird eine Regelung zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften. Schutz ist danach gegen alle Formen der Gewalt durch geeignete Maßnahmen der Länder sicherzustellen, aber auch unmittelbar durch die Träger vor allem mittels der Anwendung von Schutzkonzepten.

Johannes-Wilhelm Rörig: „Bereits seit Sommer 2015 habe ich wiederholt gesetzliche Mindeststandards gefordert. Tausende geflüchtete Mädchen und Jungen sind täglich der Gefahr von sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Ich bin sehr froh, dass sie jetzt den Schutz erhalten, der ihnen zusteht, und es nicht länger vom Zufall oder Engagement Einzelner abhängt, ob sie bei uns geschützt aufwachsen.“

Im Gesetz wird auch die Kooperation der Kinder- und Jugendhilfe mit dem Gesundheitswesen, den Strafverfolgungsbehörden, den Familiengerichten und der Jugendstrafjustiz im Kinderschutz verbessert. Der Umgang mit Führungszeugnissen im Ehrenamt wird praxistauglicher. Das Gesetz trägt einer zunehmend mediatisierten, pluralisierten und zugleich individualisierten Gesellschaft Rechnung und stellt klar, dass die Vermittlung von Medienkompetenz eine Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe ist.

Zudem sieht das Gesetz eine Stärkung der gemeinsamen Förderung von Kindern mit und ohne Behinderungen in Kitas vor, führt eine neue Regelung zur Zusammenarbeit der Sozialleistungsträger beim Zuständigkeitswechsel ein und schafft Rechtssicherheit für Pflegekinder mit Behinderungen.

Quelle: Presseinfo BMFSJF

 
26.06.2017

Start des neuen Bundesprogramms "Kita-Einstieg"

Beim Besuch der Kita „Mosaik“ im Berliner Stadtteil Neukölln hat Bundesministerin Dr. Katarina Barley auf die Bedeutung des Besuchs einer Kita für den weiteren Bildungsweg der Kinder hingewiesen: „Der Kita-Besuch wirkt sich positiv auf die Start- und Bildungschancen von Kindern aus. Bisher profitieren allerdings längst nicht alle Fa...
Beim Besuch der Kita „Mosaik“ im Berliner Stadtteil Neukölln hat Bundesministerin Dr. Katarina Barley auf die Bedeutung des Besuchs einer Kita für den weiteren Bildungsweg der Kinder hingewiesen: „Der Kita-Besuch wirkt sich positiv auf die Start- und Bildungschancen von Kindern aus. Bisher profitieren allerdings längst nicht alle Familien gleichermaßen davon. Das wollen wir ändern.“


Gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey informierte sich die Bundesministerin über Möglichkeiten, Zugangshürden zur Frühen Bildung für alle Familien abzubauen. In der Kita und dem Familienzentrum des Trägers Lebenswelt finden bereits regelmäßige Gruppentreffen für geflüchtete Familien statt, bei denen diese Gelegenheit haben, die Kita und die Erzieherinnen und Erzieher der Einrichtung kennenzulernen

Das neue Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) greift diesen Ansatz auf. An bis zu 300 Standorten in ganz Deutschland entstehen Angebote, die Kindern und Familien den Zugang zum Bildungssystem erleichtern. Auch die Kita Mosaik hat gemeinsam mit dem Bezirksamt Neukölln eine Interessenbekundung für das Programm eingereicht.

Die teilnehmenden Projekte erhalten bis 2020 zusätzliche Mittel für eine Koordinierungsstelle sowie Fachkräfte und Projektmittel für die Umsetzung ihrer Angebote. Das können beispielsweise Beratungsangebote, Eltern-Kind-Gruppen oder der Einsatz von Elternbegleitern sein. Insgesamt stellt der Bund für das Programm bis zu 50 Mio. Euro jährlich bereit.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ finden Sie auf der Webseite www.fruehe-chancen.de/kita-einstieg.


Quelle: Presseinfo BMFSFJ
12.06.2017

Beratungstelefon zum Quereinstieg

Seit Juli 2014 berät die Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/Männer in Kitas“ durch ihren Mitarbeiter Tim Frauendorf Interessierte am Quereinstieg in den Erzieher/innen-Beruf aus ganz Deutschland. Zentraler Bestandteil aller Beratungsgespräche ist die Frage, ob sie sich den Quereinstieg finanziell leisten können und welche Möglichkeiten der Finanzierung für Interessierte infrage kommen. Ob sie den Quereinstieg wagen, so stellt es sich in den Beratun...
Seit Juli 2014 berät die Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/Männer in Kitas“ durch ihren Mitarbeiter Tim Frauendorf Interessierte am Quereinstieg in den Erzieher/innen-Beruf aus ganz Deutschland. Zentraler Bestandteil aller Beratungsgespräche ist die Frage, ob sie sich den Quereinstieg finanziell leisten können und welche Möglichkeiten der Finanzierung für Interessierte infrage kommen. Ob sie den Quereinstieg wagen, so stellt es sich in den Beratungsgesprächen dar, wird stärker von der Finanzierbarkeit des Lebensunterhaltes beeinflusst als beispielsweise von der Dauer der Ausbildung.

„Entgegen der häufig geäußerten Vermutung, ein Großteil der Quereinstiegsinteressierten sei arbeitsuchend gemeldet, rufen bei uns überwiegend Frauen und Männer an, die sich in einem Anstellungsverhältnis befinden und sich beruflich umorientieren möchten“, so Tim Frauendorf.

Das Beratungstelefon ist regelmäßig an drei Tagen in der Woche besetzt. Um für Berufstätige erreichbar zu sein, sind die Sprechzeiten montags und mittwochs jeweils von 15.30 bis 19 Uhr. Freitags finden die Beratungen zwischen 10 und 13 Uhr statt, damit weitere Zielgruppen Kontakt aufnehmen können. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiter/innen von Behörden wie der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter, andere berufsvermittelnde Anbieter, (ehrenamtliche) Helfer/innen Geflüchteter oder Kitaträger, die berufsbegleitende Auszubildende bei sich aufnehmen möchten.

Im Rahmen der Beratungen erhalten Ratsuchende aktuelle und weiterführende Informationen zu allen Fragen, die individuell auftreten können, wenn ein Quereinstieg in den Erzieher/innenberuf erwogen wird oder bereits begonnen hat.

Die größte Gruppe der Ratsuchenden befindet sich zum Zeitpunkt des Gesprächs in der Orientierungsphase. Sie interessiert sich dafür, ob und wie ein Quereinstieg in ihrem Bundesland realisierbar ist. Die meisten wissen nicht, ob sie die Zulassungsvoraussetzungen zum Ausbildungsgang erfüllen. „Als Fachfremde verstehen sie die Informationen, die sie meist der Website einer Fachschule entnommen haben, nicht genau. Ausnahmen für den Einzelfall sind in aller Regel völlig unbekannt“, so Tim Frauendorf. Nur wenige Anrufer/innen standen im Vorfeld bereits mit einer Berufsfachschule oder Fachschule/-akademie in direktem Kontakt


Das Beratungstelefon für am Quereinstieg Interessierte ist zu folgenden Zeiten besetzt:

Montag von 15:30 bis 19:00 Uhr
Mittwoch von 15:30 bis 19:00 Uhr
Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr
und ist unter der Berliner Rufnummer 030 – 501010-939 zu erreichen.

Falls Sie aufgrund der großen Nachfrage telefonisch nicht durchkommen, senden Sie gerne eine E-Mail an:

quereinstieg(at)koordination-maennerinkitas.de

Zudem stellt die Koordinationsstelle auf ihrem Onlineportal für jedes Bundesland umfassende Informationen zum fachfremden und fachnahen Quereinstieg bereit:

http://www.chance-quereinstieg.de/quereinstiegsmoeglichkeiten/niedersachsen/


Quelle: Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/Männer in Kitas“
 
06.06.2017

Kulturelle Vielfalt mit Musik: Projektideen gesucht

Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung sucht vorbildliche Projekte für kulturelles Miteinander. Bereits zum zehnten Mal fördert die bundesweite Initiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik" vorbildliche neue Projektideen, die über die Musik das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft stärken. Bewer...
Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung sucht vorbildliche Projekte für kulturelles Miteinander. Bereits zum zehnten Mal fördert die bundesweite Initiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik" vorbildliche neue Projektideen, die über die Musik das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft stärken.


Bewerbungen sind bis zum 10. September 2017 möglich. Eingeladen sind Kindergärten, Schulen, Vereine, Verbände, Stiftungen, aber auch einzelne Initiativen und Akteure und Initiativen, die sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzen. Die Stiftung fördert maximal 15 Anträge mit jeweils bis zu 5.000 Euro und einer Gesamtfördersumme von 50.000 Euro.

Alle Informationen auf www.kultur-und-musikstiftung.de
 
23.05.2017

Online-Lernplattform Campus+ der Stiftung “Haus der kleinen Forscher“

Die Stiftung “Haus der kleinen Forscher“ bietet Online-Fortbildungen in verschiedenen Formaten an. Diese finden auf der kostenlosen Online-Lernplattform Campus+ statt. Eine Registrierung ist notwendig. Angeboten werden verschiedene Lernformate wie offene Online-Kurse, moderierte Online-Kurse und Webinare. Auf der geschlossenen Online-Lernplattform Campu...
Die Stiftung “Haus der kleinen Forscher“ bietet Online-Fortbildungen in verschiedenen Formaten an. Diese finden auf der kostenlosen Online-Lernplattform Campus+ statt. Eine Registrierung ist notwendig. Angeboten werden verschiedene Lernformate wie offene Online-Kurse, moderierte Online-Kurse und Webinare. Auf der geschlossenen Online-Lernplattform Campus+ können Sie sich rund um die Themen des “Hauses der kleinen Forscher“ fortbilden und austauschen. Sie lernen zu verschiedenen Schwerpunkten aus Naturwissenschaften, Mathematik und Technik, wie sie diese gemeinsam mit Kindern erforschen und in den pädagogischen Alltag integrieren können.

Link: https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/fortbildungen/fortbildungsprogramm/online-lernen/

Quelle: Bildungsserver.de
 
16.05.2017

Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens

Beim Kongress „Gesund aufwachsen“ am 15. Mai stellte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens vor. Sieben Berliner Thesen zur Förderung gesunden Aufwachsens These 1 – Multifaktorielle Voraussetzungen Um Übergewicht und Adipositas erfolgreich präventiv e...
Beim Kongress „Gesund aufwachsen“ am 15. Mai stellte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens vor.

Sieben Berliner Thesen zur Förderung gesunden Aufwachsens

These 1 – Multifaktorielle Voraussetzungen
Um Übergewicht und Adipositas erfolgreich präventiv entgegenzuwirken, sind ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung als zentrale Faktoren zu berücksichtigen. Daneben müssen weitere Faktoren wie z. B. Stressbewältigung, geregelter Tagesrhythmus, Schlaf und psychische Gesundheit beachtet werden. Somit sind multifaktorielle Voraussetzungen zu erfüllen, um gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

These 2 - 1.000 Tage
Die ersten Lebensjahre und insbesondere die ersten 1.000 Tage prägen die Gewichtsentwicklung ein Leben lang. Daher sollten alle relevanten Akteure zusammenarbeiten, Frauen- und Kinderärztinnen und -ärzte, Hebammen, Erzieherinnen und Erzieher, um Eltern zu stärken, damit ihre Kinder gesund aufwachsen können.

These 3  – Verhalten & Verhältnisse
Erfolgreiche Gesundheitsförderung muss beim Verhalten und den Verhältnissen in den Lebenswelten von Kindern ansetzen: in Elternhäusern, Kitas, Schulen und Kommunen – also „dort, wo Kinder spielen, toben, lernen, essen & trinken“:

o Hinsichtlich des gesunden Aufwachsens mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung kommt den Eltern eine Schlüsselrolle zu. In gelingenden Erziehungspartnerschaften z. B. mit Kita und Schule erfahren sie Unterstützung. 

o Entwicklungspotenziale und (Gesundheits-)Kompetenzen von Kindern sollten insbesondere in Kitas und Schulen gestärkt werden. Dazu werden qualifizierte Begleiterinnen und Begleiter sowie entsprechende zeitliche und räumliche Ressourcen benötigt.

o Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung in Kita und Schule sind entscheidend für die Verbesserung der Ernährungskompetenz und der Ernährungssituation von Kindern. Idealerweise wird beides miteinander verknüpft. 

o Entscheidend für den Erfolg der kommunalen Gesundheitsförderung sind neben der Fach- und Methodenkompetenz, die Koordination, Moderation und insbesondere die Beteiligung der kommunalen Akteure.

These 4  – Alltagsbewegung & Sitzender Lebensstil
Neben der Förderung von sportlichen Aktivitäten sollte auch die Alltagsbewegung sowie das gesundheitliche Risiko des „Sitzenden Lebensstils“ zur Gestaltung eines gesunden Aufwachsens von Kindern Berücksichtigung finden.

These 5 – Sozial Benachteiligte Sozial Benachteiligte werden von den meisten Maßnahmen der Gesundheitsförderung bisher kaum erreicht.
Daher sollten Konzepte entwickelt werden, die diese Gruppen beteiligen und erreichen.

These 6 – Projekte
Projekte sind von großem Wert für die Entwicklung von neuen Ansätzen zur Förderung eines gesunden Lebensstils. Diese sollten auf der Grundlage anerkannter Qualitätsstandards bearbeitet und (wenn immer möglich) mit bestehenden Strukturen verzahnt werden.

These 7 – Gemeinsam agieren
Den genannten multifaktoriellen Bedingungen lässt sich nur gerecht werden, wenn Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam agieren und ihre jeweiligen Handlungsspielräume zur Förderung und Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten ausschöpfen.

Quelle: Plattform Ernährung und Bewegung e.V.
12.05.2017

Der Fachberatung auf der Spur

Einladung zu einer bundesweiten Tagung für Fachberaterinnen und Fachberater Sie stehen Kita-Teams und Tageseltern zur Seite, beraten freie Träger und Jugendämter, sind auch fachpolitisch aktiv und so wichtiger Motor für die Entwicklung guter Qualität in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung – die Rede ist von Ihnen, den Fachberaterinnen und Fachberatern in Deutschland. So verschieden die Anforderungen an Sie in jedem Bundesland, jeder Kommu...
Einladung zu einer bundesweiten Tagung für Fachberaterinnen und Fachberater

Sie stehen Kita-Teams und Tageseltern zur Seite, beraten freie Träger und Jugendämter, sind auch fachpolitisch aktiv und so wichtiger Motor für die Entwicklung guter Qualität in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung – die Rede ist von Ihnen, den Fachberaterinnen und Fachberatern in Deutschland.

So verschieden die Anforderungen an Sie in jedem Bundesland, jeder Kommune und jeder Einrichtung sind, so vielschichtig sind auch Ihre Aufgabenprofile. Und doch gibt es übergreifende Kernaufgaben und Kernkompetenzen, die Ihr Berufsprofil ausmachen. Anknüpfend an die zahlreichen Diskussionen, die zum Thema Profilentwicklung in den letzten Jahren geführt wurden, möchten wir mit Ihnen einen weiteren Schritt in Richtung eines gemeinsamen Professionsverständnisses gehen. Insbesondere Sie als Fachberaterin und Fachberater selbst sollen die Möglichkeit haben, zu formulieren, was sie eint, und was Ihre Arbeit inhaltlich auszeichnet. Die Ergebnisse werden durch die Veranstalter aufbereitet und für weiterführende Diskussionen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus möchten wir Ihnen konkrete Anregungen für Ihre Arbeit mit Einrichtungen, aber vor allem auch mit Trägern und Akteuren der Lokalpolitik bieten. Dabei soll vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, wie Beratungsprozesse wirksam und nachhaltig ausgestaltet werden können.


Im Rahmen des Programms Qualität vor Ort laden wir Sie herzlich ein! Bringen Sie Ihre Perspektive zum Professionsverständnis von Fachberaterinnen und Fachberatern ein, nehmen Sie konkrete Anregungen zur Gestaltung von wirksamen und nachhaltigen Beratungsprozessen mit und vernetzen Sie sich mit anderen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bundesländern. Lassen Sie sich darüber hinaus von der besonderen Atmosphäre im Leipziger Zoo inspirieren.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter www.qualitaet-vor-ort.org/der-fachberatung-auf-der-spur. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Kooperation mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. organisiert. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Was?
Veranstaltung „Der Fachberatung auf der Spur: Eine Safari durch den Aufgaben-Dschungel“

Wann?
Freitag, 22. September 2017 von 09.30 bis 17.00 Uhr

Wo?
Leipziger Zoo, Eventbereich „Gondwanaland“, Pfaffendorfer Str. 29,

04105 Leipzig (Eingang 100 m rechts vom Zooeingang)


Bei Fragen und Anregungen melden Sie sich gerne direkt bei Mareike Reising (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Tel.: 030 25 76 76 830, E-Mail: mareike.reising@dkjs.de).
11.05.2017

Tagung: Innovative pädagogische Angebote für die Krippe

Das Programm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg „Innovative pädagogische Angebote für Kinder unter 3 Jahren (Innopäd U3)“ knüpft an den starken quantitativen Ausbau der Betreuung im U3-Bereich an. Ziel des Programms war es, ein verstärktes Augenmerk auf die (Weiter)-Entwicklung der Qualität in diesem gesellschaf...
Das Programm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg „Innovative pädagogische Angebote für Kinder unter 3 Jahren (Innopäd U3)“ knüpft an den starken quantitativen Ausbau der Betreuung im U3-Bereich an. Ziel des Programms war es, ein verstärktes Augenmerk auf die (Weiter)-Entwicklung der Qualität in diesem gesellschaftlichen, entwicklungspsychologischen und pädagogisch relevanten Bereich zu richten.

14 Modellprojekte
Dazu wurden innovative Ansätze für die pädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren gefördert und Anreize zur nachhaltigen Weiterentwicklung gegeben. Im Rahmen des Programms wurden 14 Modellprojekte, die sich mit der Betreuung von unter dreijährigen Kindern – z. B. unter dem Fokus Interaktion, Zusammenarbeit mit Eltern und/oder Inklusion – beschäftigen, ausgewählt und von der Stiftung Kinderland gefördert.

Das Programm „Innopäd U3“ der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg wurde vom Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) an der Evangelischen Hochschule Freiburg wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Präsentation auf Abschlusstagung
Nach der inzwischen bis zu dreijährigen Laufzeit der Modellprojekte werden die Erfahrungen aus der Praxis und Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung auf einer Tagung am 12. Juli 2017 in Freiburg präsentiert.

Download Flyer

Zur Online-Anmeldung und weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link: http://www.eh-freiburg.de/innopaed

Die Anmeldung ist bis zum 30.06.2017 möglich.
 
03.05.2017

Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen

Das von Prof. Dr. Raimund Geene verfasste Impulspapier ist auf der Grundlage ausführlicher Gespräche im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und im Beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ entstanden. Es regt zur Diskussion an, unterschiedliche Standpunkte auszutauschen und voneinander zu ler...
Das von Prof. Dr. Raimund Geene verfasste Impulspapier ist auf der Grundlage ausführlicher Gespräche im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und im Beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ entstanden. Es regt zur Diskussion an, unterschiedliche Standpunkte auszutauschen und voneinander zu lernen, damit sich Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen gegenseitig stärken. 
Die Publikation kann über die Internetseite www.fruehehilfen.de und per E-Mail an order@bzga.de mit Angabe der Bestellnummer: 16000175 kostenfrei angefordert werden.
Weitere Informationen erhalten Sie hier
   


 
03.05.2017

Kinderarbeit muss erlaubt sein - Das bolivianische Kinder- und Jugendgesetz

ProNATs hat mehrmals über das bolivianische Kinder- und Jugendgesetz berichtet, dass arbeitenden Kindern einen besseren Schutz und mehr Mitsprache verspricht. Es ist das erste Gesetz, das unter maßgeblicher Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen zustande kam. Seit seiner Verabschiedung im Juli 2014 hat es heftige internationale Kontroversen ausgelö...
ProNATs hat mehrmals über das bolivianische Kinder- und Jugendgesetz berichtet, dass arbeitenden Kindern einen besseren Schutz und mehr Mitsprache verspricht. Es ist das erste Gesetz, das unter maßgeblicher Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen zustande kam. Seit seiner Verabschiedung im Juli 2014 hat es heftige internationale Kontroversen ausgelöst. Auch das Europaparlament hat sich mehrmals damit befasst und im April 2017 eine Delegation nach Bolivien geschickt. Am heftigsten hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gegen das Gesetz Stellung bezogen und von der Regierung Boliviens seine Rücknahme verlangt. Wir berichten pünktlich zum internationalen Tag der Arbeit, wie weit das Gesetz bisher umgesetzt worden ist. Den vollständigen Artikel finden Sie hier: http://pronats.de/news/kinder-und-jugendgesetz-bolivien/
28.04.2017

100.000 zusätzliche Plätze und qualitative Verbesserungen für KiTas

Am 27. April 2017 hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung das „Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ beschlossen. Damit können 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen und qualitative Verbesserungen gefördert werden. Bundesf...
Am 27. April 2017 hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung das „Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ beschlossen. Damit können 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen und qualitative Verbesserungen gefördert werden.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Gute Angebote der Kindertagesbetreuung ermöglichen Kindern gleiche Startchancen und verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern. Immer mehr Mütter und Väter wünschen sich deshalb einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Da noch nicht ausreichend viele Plätze zur Verfügung stehen, treiben wir mit dem vierten Investitionsprogramm den Kita-Ausbau weiter voran.“

2017 wird der Bund die Rekordsumme von fast 2,5 Milliarden Euro in Kindertagebetreuung investieren. Allein mit dem vierten Investitionsprogramm stellt der Bund den Ländern von 2017 bis 2020 Finanzhilfen von über einer Milliarde Euro zur Verfügung. Damit kann der Kita-Ausbau und auch die Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung weiter beschleunigt werden. Der Bund ermöglicht auch weiterhin die Förderung von Ausstattungsinvestitionen, die beispielhaft der gesundheitlichen Versorgung, Inklusionsmaßnahmen oder der Einrichtung von Ganztagsplätzen dienen.

„Neben einem bedarfsgerechten Angebot ist jedoch auch die Qualität der Betreuungsangebote entscheidend. Nur qualitativ hochwertige Angebote eröffnen allen Kindern die gleichen Bildungschancen. Mit dem vierten Investitionsprogramm fördern wir deshalb auch die Qualität der Kindertagesbetreuung. Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Meilenstein“, so Manuela Schwesig

Gemeinsam mit Ländern und Kommunen hat der Bund im November 2016 eine Qualitätsoffensive in der Kindertagesbetreuung gestartet. Ihr Ziel: Die Qualität der Kindertagesbetreuung durch gemeinsame Qualitätsziele zu verbessern und eine solide Finanzierung dauerhaft zu sichern. Der Bund will dafür wesentlich mehr Mittel investieren. Das vierte Investitionsprogramm leistet dafür schon jetzt einen wichtigen Beitrag.

Durch das Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau wird das Sondervermögen „Kinderbetreuungsausbau“ um insgesamt 1,126 Milliarden Euro aufgestockt. Erstmals werden auch Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt gefördert.

Quelle: Presseinfo BMFSJF
 
11.04.2017

„Lesen eröffnet Kindern eine neue Welt“

Die Kinderkommission des Bundestages teilt anlässlich des "Internationalen Kinderbuchtages"  mit: „Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“ – mit diesem Zitat des Dichters Jean Paul verweist die Vorsitzende der Kinderkommission, Beate Walter-Rosenheimer darauf, dass Lese...
Die Kinderkommission des Bundestages teilt anlässlich des "Internationalen Kinderbuchtages"  mit: „Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“ – mit diesem Zitat des Dichters Jean Paul verweist die Vorsitzende der Kinderkommission, Beate Walter-Rosenheimer darauf, dass Lesen Menschen eine neue Welt eröffnen kann. „Lesen bildet auf eine ganz eigene Weise, richtet den Blick und den Verstand auf Dinge, die ansonsten nicht im Blickfeld des Lesers liegen. Es regt Phantasie und Neugier an, hilft sich für Stunden in andere Welten zu versetzen. Je früher Kindern diese wunderbaren Möglichkeiten nahe gebracht werden, je eher ihre Liebe zu Büchern geweckt wird, desto sicherer wird Literatur ihr Leben bereichern“ – sagt sie aus Anlass des internationalen Kinderbuchtages.

Seit 50 Jahren wird jedes Jahr am 2. April der „Internationale Kinderbuchtag“ begangen – und er fällt nicht zufällig auf den Geburtstag des dänischen Schriftstellers und Dichters Hans Christian Andersen. Andersen zählt zu den großen europäischen Märchendichtern.

Mit den Initiativen zum „Internationalen Kinderbuchtag“ soll die Freude am Lesen unterstützt, das Interesse für das Kinder- und Jugendbuch geweckt und ein Zugang zu Kinderbüchern mit literarischem und künstlerischem Anspruch geschaffen werden.

Lesen ist eine Schlüsselkompetenz. Ohne sie bleibt der Zugang zur Wissens- und Informationsgesellschaft verschlossen. Leider kommen nicht alle Kinder zu dem Spaß, den Lesen machen kann. Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen und vor allem die Eltern sind aufgerufen, die Freude und Begeisterung am Lesen zu wecken. Kommunen sind aufgerufen, Lese- und Bücherräume für Kinder vorzuhalten. Vorlesen und Lesen mit Kindern sollte in den Familien und Kitas zum Alltag gehören – meint die Kinderkommission.

Quelle: Pressemitteilung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages vom 31.3.2017
 
05.04.2017

Inclusive Early Childhood Education: An Analysis of 32 European Examples

Zur Erstellung eines Modells für inklusive Arbeit in der vorschulischen Bildung wurden 32 Beispiele aus Europa einer qualitativen Analyse unterzogen. Der Beitrag entstand im Rahmen des Projektes mit dreijähriger Laufzeit . Die Daten sind auf dem Stand von August 2015. Sie können ihn hier herunterladen. Quelle: Deutscher Bildungsserver...
Zur Erstellung eines Modells für inklusive Arbeit in der vorschulischen Bildung wurden 32 Beispiele aus Europa einer qualitativen Analyse unterzogen. Der Beitrag entstand im Rahmen des Projektes mit dreijähriger Laufzeit . Die Daten sind auf dem Stand von August 2015.
Sie können ihn hier herunterladen.

Quelle: Deutscher Bildungsserver
30.03.2017

Bund finanziert weitere 100.000 KiTa-Plätze

Der Bund wird sich von 2017 bis 2020 mit weiteren 1,126 Milliarden Euro am Sondervermögen "Kinderbetreuungsausbau" beteiligen, um gemeinsam mit den Bundesländern zusätzliche 100.000 Plätze in der Kindertagesbetreuung zu schaffen. Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der ...
Der Bund wird sich von 2017 bis 2020 mit weiteren 1,126 Milliarden Euro am Sondervermögen "Kinderbetreuungsausbau" beteiligen, um gemeinsam mit den Bundesländern zusätzliche 100.000 Plätze in der Kindertagesbetreuung zu schaffen.

Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung vor (18/11408). Die Gelder des Bundes sind für Neu-, Aus- und Umbauten sowie für Sanierungen, Renovierungen und Ausstattungsinvestitionen einsetzbar. Die konkrete Verwendung liegt in der Hand der Länder.

Steigende Betreuungsquoten
Der Bund begründet die erneute Finanzhilfe an die Länder mit dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen. Bei Kindern unter drei Jahren sei die Betreuungsquote von 17,6 Prozent im Jahr 2008 auf 32,7 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Laut einer Befragung des Deutschen Jugendinstituts wünschten sich aber 43,2 Prozent der Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder unter drei Jahren. Für Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung sei bundesweit bereits eine Betreuungsquote von 95,3 Prozent erreicht worden. Aufgrund der steigenden Geburtenrate und des Zuzugs von Flüchtlingskindern werde sich die Zahl der Kinder mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr weiterhin erhöhen.

Mit dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" hat sich der Bund zwischen 2008 und 2018 bereits mit insgesamt 3,28 Milliarden Euro am Ausbau der Kindertagesbetreuung beteiligt. Weitere 6,26 Milliarden Euro stellte der Bund an Betriebskostenzuschüssen zur Verfügung.

Quelle: Presseinfo Deutscher Bundestag
28.03.2017

"Kinderrechte gehören ins Grundgesetz"

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig eröffnet den 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf „Die Zeit ist reif für Kinderrechte ins Grundgesetz. Das wäre eine Verbesserung, die ganz konkret die Rechte von Kindern stärkt und ihren Schutz verbessert,“ machte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt ...
Bundesjugendministerin Manuela Schwesig eröffnet den 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf

„Die Zeit ist reif für Kinderrechte ins Grundgesetz. Das wäre eine Verbesserung, die ganz konkret die Rechte von Kindern stärkt und ihren Schutz verbessert,“ machte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt des 16. Kinder- und Jugendhilfetages deutlich. „Bisher spielen Kinder im Grundgesetz nur eine Nebenrolle. Als Hauptpersonen treten sie in unserer Verfassung nicht auf. Das müssen wir ändern. Kinder haben eigene Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse. Wir müssen ihre Rechte da festschreiben, wo die Pfeiler unseres Zusammenlebens geregelt sind: Bei den Grundrechten im Grundgesetz.“


"22 Mio. Junge Chancen – gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten" ist das Motto des 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags, der vom 28. - 30. März in Düsseldorf stattfindet.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig verwies bei der Eröffnung der Fachkonferenz auch auf die enormen Fortschritte im Bereich der frühkindlichen Bildung: „Beim Ausbau der Kindertagesbetreuung haben Bund, Länder und Kommunen bereits eine Menge erreicht. Für viele Kinder unter drei Jahren gehört die Kita heute zum Alltag dazu. Der Ausbau muss aber noch weiter gehen. Deshalb stellt der Bund Geld für 100.000 zusätzliche Plätze zur Verfügung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern.“

Der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ist der größte Fachkongress mit Fachmessen in Europa im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Die Bundesfamilienministerin bedankte sich für den großen Einsatz und das Engagement der Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, die sich jeden Tag aufs Neue für das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen einsetzen.

Der DJHT wird von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) durchgeführt. In mehr als 250 Veranstaltungen und mit über 380 Aussteller/innen bietet er in den kommenden drei Tagen eine breite Plattform für Erfahrungsaustausch und Diskussionen.

Mehr Infos zum DJHT unter: www.djht.de  und www.jugendhilfetag.de

Quelle: Presseinfo BMFSJF
 
24.03.2017

Schule soll Rassismus und Sklaverei thematisieren

Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels am 25. März veröffentlicht das Deutsche Institut für Menschenrechte folgende Erklärung: "In Deutschland sind Menschen afrikanischer Abstammung täglich rassistischer Diskriminierung, Afrophobie und Racial Profili...
Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels am 25. März veröffentlicht das Deutsche Institut für Menschenrechte folgende Erklärung:

"In Deutschland sind Menschen afrikanischer Abstammung täglich rassistischer Diskriminierung, Afrophobie und Racial Profiling ausgesetzt. So lautete jüngst das Fazit der UN-Expertinnengruppe für Menschen Afrikanischer Abstammung, die Ende Februar die Situation von Schwarzen Menschen in Deutschland untersucht hat.
Wie das Bewusstsein für das Problem der strukturellen rassistischen Diskriminierung von Menschen afrikanischer Abstammung in der Gesellschaft gefördert sowie stereotype und pauschalisierende Darstellungen Schwarzer Menschen und des afrikanischen Kontinents vermieden werden können, ist vor allem eine Frage von Aufklärung und Menschenrechtsbildung.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt den Bundesländern dringend, das Thema Rassismus in die Bildungspläne aufzunehmen.

Unsere Untersuchung der Schulgesetze aller Bundesländer sowie der Bildungspläne von fünf Ländern aus dem Jahr 2016 hat gezeigt, dass nur sehr wenige Bildungspläne Rassismus überhaupt thematisieren.
Zudem sollten Lehr- und Lernmaterialien mit Blick auf die Darstellung von Schwarzen Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft überarbeitet und gegebenenfalls neu erstellt werden. Denn in Schulbüchern überwiegen stereotype und pauschalisierende Darstellungen von Afrika. Und das Fehlen wichtiger historischer Zusammenhänge, die auf den Beitrag der Menschen afrikanischer Herkunft hinweisen, bekräftigt Vorurteile über 'rückständige und unselbständige Afrikaner'.

Wir plädieren darüber hinaus für eine größere Vielfalt in der Zusammensetzung der Bildungsplankommissionen der Länder. So sollten Schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft, die unterrichten, bei der Erstellung von Curricula und Bildungsmaterialien beraten und mitwirken."


Weitere Informationen
Publikation: Das Menschenrecht auf Bildung im deutschen Schulsystem. Was zum Abbau von Diskriminierung notwendig ist. 

Quelle: www.bildungsklick.de

 
21.03.2017

"Plastic School" - Gegen Plastikmüll im Meer

Schwerin (dpa) - Die Gefahren von Plastikmüll für die Tierwelt in Flüssen, Seen und Meeren werden an den Schulen Mecklenburg- Vorpommerns künftig stärker in den Fokus gerückt. Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) startete dazu am 14. März in Schwerin das Projekt «PlasticSchool». Die Themenbreite reicht von Plastikt&uu...
Schwerin (dpa) - Die Gefahren von Plastikmüll für die Tierwelt in Flüssen, Seen und Meeren werden an den Schulen Mecklenburg- Vorpommerns künftig stärker in den Fokus gerückt. Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) startete dazu am 14. März in Schwerin das Projekt «PlasticSchool». Die Themenbreite reicht von Plastiktüten am Strand bis hin zu Mikroplastik im Meer. Mit Experten des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW) und des Ozeaneums in Stralsund sind Unterrichtsmaterialien zusammengestellt worden, mit deren Hilfe Schüler altersgerecht und auf anschauliche Weise mit dem Thema vertraut gemacht werden können. «Wir wollen damit bei den Schülern das Umweltbewusstsein schärfen und setzen darauf, dass sie das dann auch in die Familien tragen», sagte Hesse.
    
Ihr Ministerium habe die Entwicklung der Materialsammlungen für vier Altersstufen von der Grundschule bis zum Gymnasium mit 82 000 Euro unterstützt. Arbeitsblätter und Anleitungen seien im Internet abrufbar, sagte Hesse.. Das Projekt biete auch die Möglichkeit, Schülern und Lehrern zu zeigen, wie Wissenschaft funktioniert, sagte IOW-Direktor Professor Ulrich  Bathmann. Am IOW seien gerade drei Projekte begonnen worden, Schüler könnten so am aktuellen Erkenntnisgewinn teilhaben. «Der unmittelbare Kontakt zur Wissenschaft und eigene kleine Forschungsprojekte steigern das Interesse der Schüler ungemein.», berichtete Bathmann. «Wir wollen, dass über so etwas diskutiert wird und in der Konsequenz keiner mehr Plastikflaschen oder -tüten herumliegen lässt oder ins Wasser wirft», sagte Ministerin Hesse.  
Internet:
- Schulprojekt PlasticSchool http://dpaq.de/7DzpY     

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21.03.2017

Forscher entwickeln Glückstraining für Lehrer

Braunschweig (dpa) - Ein spezielles Glückstraining für Lehrer soll in dem herausfordernden Beruf Burn-out vorbeugen und die Pädagogen kreativer machen. «Glückliche Menschen sind auch gesündere Menschen, und sie sind bessere Problemlöser», sagte der Psychologe Tobias Rahm, der an der Technischen Universität Braunschweig...
Braunschweig (dpa) - Ein spezielles Glückstraining für Lehrer soll in dem herausfordernden Beruf Burn-out vorbeugen und die Pädagogen kreativer machen. «Glückliche Menschen sind auch gesündere Menschen, und sie sind bessere Problemlöser», sagte der Psychologe Tobias Rahm, der an der Technischen Universität Braunschweig das Training zur Steigerung des subjektiven Wohlbefindens entwickelt hat. In Kursen lernen die Teilnehmer, ihre «Glücksanfälligkeit» zu erhöhen, indem sie mehr darauf achten, Schönes wahrzunehmen, dankbar für Positives sind sowie sich häufiger gute Taten vornehmen. Das Forschungsprojekt ist noch nicht abgeschlossen.  Wissenschaftliche Studien belegten, dass jeder auf sein Wohlbefinden persönlich Einfluss nehmen kann, zumindest zu einem Anteil von etwa 40 Prozent. Ein Anlass dafür kann der von den Vereinten Nationen 2013 eingeführte Weltglückstag am 20. März sein. Vielerorts gibt es an diesem Tag Aktionen. Besonders großen Anklang fand in diesem Jahr die Kampagne #schreibdichglücklich der Kommunikationsdesignerin Gina Schöler, die sich in einem Kunstprojekt selbst zur Glücksministerin ernannt hat.

Internet:
- UN: «International Day of Happiness» http://dpaq.de/bQ2yC 
- Beitrag über das Braunschweiger Glückstraining in Fachzeitschrift  «PLOS one» http://dpaq.de/Wnx0W     
    
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15.03.2017

Unterrichtseinheit zu Frühblühern

In dieser fächerverbindend angelegten Unterrichtseinheit für den Sprach- und Sachunterricht analysieren die Schülerinnen und Schüler das Gedicht "Die Tulpe" von Josef Guggenmos und versprachlichen die implizit zum Ausdruck gebrachte "Frühlingsstimmung" mit eigenen Worten. Darüber hinaus lernen sie weitere Frühb...
In dieser fächerverbindend angelegten Unterrichtseinheit für den Sprach- und Sachunterricht analysieren die Schülerinnen und Schüler das Gedicht "Die Tulpe" von Josef Guggenmos und versprachlichen die implizit zum Ausdruck gebrachte "Frühlingsstimmung" mit eigenen Worten. Darüber hinaus lernen sie weitere Frühblüher sowie die Funktion der Zwiebel als Speicherorgan kennen.

Mehr dazu bei Lehrer Online
14.03.2017

Löschung von strafbaren Hasskommentaren durch soziale Netzwerke nicht ausreichend

Diese Pressemeldung des BMFSFJ betrifft auch unsere Kinder, die im Netz nach Herzenslust surfen und unerträglichen Inhalten ausgesetzt sind: Soziale Netzwerke löschen nach wie vor zu wenig strafbare Inhalte, die ihnen von Nutzerinnen und Nutzern gemeldet werden. Das geht aus einem Monitoring hervor, das Jugendschutz.net – das länderüber...
Diese Pressemeldung des BMFSFJ betrifft auch unsere Kinder, die im Netz nach Herzenslust surfen und unerträglichen Inhalten ausgesetzt sind:

Soziale Netzwerke löschen nach wie vor zu wenig strafbare Inhalte, die ihnen von Nutzerinnen und Nutzern gemeldet werden. Das geht aus einem Monitoring hervor, das Jugendschutz.net – das länderübergreifende Kompetenzzentrum für Jugendschutz im Internet – im Januar und Februar durchgeführt hat. Dieses Monitoring wird vom Bundesfamilienministerium und dem Bundesjustizministerium gefördert. Es ist der zweite Test dieser Art, der untersucht, wie schnell die Plattformen auf Beschwerden reagieren und ob sie die gemeldeten Beiträge löschen. Ein erster Test hatte im Juli und August 2016 stattgefunden. Die aktuelle Erhebung hat ergeben, dass Facebook 39 % der von Nutzerinnen und Nutzern gemeldeten strafbaren Inhalte löscht oder sperrt. Das sind 7 Prozentpunkte weniger als beim ersten Test. Nur 33 % wurden binnen 24 Stunden nach der Beschwerde gelöscht. Bei Twitter führte auch weiterhin lediglich eine von hundert Nutzermeldungen zur Löschung. In keinem Fall erfolgte die Löschung binnen 24 Stunden. Im Vergleich zum ersten Test deutlich verbessert hat sich YouTube. Hier liegt die Löschquote der von Nutzern gemeldeten strafbaren Beiträge bei 90 %. Bei 82 % erfolgte die Löschung binnen 24 Stunden nach der Meldung.

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig: „Hass und Hetze gefährden den Zusammenhalt in unserem Land, sind Gift für unsere Gesellschaft. Auch im Netz müssen wir mit aller Konsequenz dagegen vorgehen. Dazu gehört auch, dass die Betreiber von Internetdiensten und Plattformen strafbare Hassbotschaften schneller löschen – ohne Wenn und Aber. Es zeigt sich aber, dass hier insgesamt immer noch zu wenig passiert. Und dass mehr geht, beweist Youtube. Es kann nicht sein, dass Unternehmen mit ihren sozialen Netzwerken riesige Gewinne einfahren und sich zugleich bei der Bekämpfung von Hassbotschaften aus der Verantwortung stehlen.“

Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas: „Für strafbare Hetze und Verleumdung darf in den sozialen Netzwerken genauso wenig Platz sein, wie auf der Straße. Facebook und Twitter haben die Chance nicht genutzt, ihre Löschpraxis zu verbessern. Es werden weiter zu wenige strafbare Kommentare gelöscht. Und sie werden nicht schnell genug gelöscht. Das größte Problem ist und bleibt, dass die Netzwerke die Beschwerden ihrer eigenen Nutzer nicht ernst genug nehmen. Dass es besser geht, zeigt Google mit der Plattform Youtube. Daher ist jetzt klar: Wir müssen den Druck auf die sozialen Netzwerke weiter erhöhen. Um die Unternehmen bei der Löschung strafbarer Inhalte noch stärker in die Pflicht zu nehmen, brauchen wir gesetzliche Regelungen.“

Gut funktionierende Beschwerdemechanismen auf reichweitenstarken Social-Web-Plattformen sind wichtige Instrumente eines zeitgemäßen Jugendmedienschutzes. Sie werden benötigt, damit User Plattformbetreiber beispielsweise über strafbare Hassbotschaften, sexuelle Belästigungen oder Cybermobbing in Kenntnis setzen und damit zum Handeln verpflichten können. jugendschutz.net dokumentiert seit 2008 die Reaktionen und Maßnahmen globaler Video- und Kommunikationsplattformen bei Hinweisen auf Verstöße. Das von BMFSFJ und BMJV geförderte Plattformmonitoring, hat erstmals eine systematische themenspezifische Auswertung der Meldemechanismen der reichweitenstärksten Plattformen ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.fair-im-netz.de 
09.03.2017

Förderpreis "Verein(t) für gute Schule"

Was ist der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“? Schulfördervereine bündeln das zivilgesellschaftliche Engagement von Eltern, Lehrkräften, Schüler*innen und interessierten Dritten. Durch ihre engagierte Arbeit gestalten sie Bildung mit, schaffen sozialen Ausgleich, schließen Lücken und werden so zu verlä...
Was ist der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“?
Schulfördervereine bündeln das zivilgesellschaftliche Engagement von Eltern, Lehrkräften, Schüler*innen und interessierten Dritten. Durch ihre engagierte Arbeit gestalten sie Bildung mit, schaffen sozialen Ausgleich, schließen Lücken und werden so zu verlässlichen Partner*innen bei der Entwicklung des Lern- und Lebensraums Schule.

Der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“ prämiert seit 2014 deutschlandweit erfolgreiche Projekte von Schulfördervereinen. Ziel ist es, an den Schulen wirksame Projekte zu entdecken, zu fördern und zu verbreiten. „Spicken und Nachahmen sind ausdrücklich erwünscht!“, so der Wunsch der Stiftung Bildung. Sie arbeitet dabei eng mit den Verbänden der Kita- und Schulfördervereine zusammen.

Worum geht es in der Ausschreibung 2017?
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) befähigt Menschen zu zukunftsgerichtetem Denken und Handeln: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, was ich esse und einkaufe, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten oder Flucht? BNE ermöglicht es jeder und jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu reflektieren und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. BNE fußt auf den Sustainable Development Goals (SDGs), die von der Weltgemeinschaft verabschiedet wurden und am 01. Januar 2016 in Kraft traten. BNE umfasst ökologische, ökonomische sowie soziale Dimensionen. Dabei werden partizipative Methoden verwendet, um kritisches Denken, Teamfähigkeit und Verantwortungsübernahme zu vermitteln.

Kinder erleben während ihrer Schulzeit eine äußerst prägende Lebensphase. Gleichzeitig haben sie in diesem Zeitraum bereits ausreichende Gestaltungs- und Handlungskompetenzen erlernt, um BNE nicht bloß in theoretischer Hinsicht zu behandeln, sondern auch in praktischer und selbstständiger Weise umsetzen zu können. Partizipation ist also Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung und Bestandteil von BNE. Kinder und Jugendliche müssen beteiligt werden, damit die jüngere Generation die Gegenwart und die Zukunft aktiv mitgestaltet.

Aufgeschlossenheit, Wertfreiheit und Neugier gegenüber „Anderen“ und „Fremden“ entwickeln sich nicht über Nacht, sondern in langfristigen Prozessen, die sowohl Erfolge als auch Rückschläge beinhalten. Daher rufen wir besonders länger bestehende Initiativen zur Beteiligung am „Förderpreis Verein(t) für gute Schule“ auf. Wichtig sind uns alle Projekte, die neue Wege zum Umgang mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen entwickelt haben.

Wir möchten zeigen, wie Fördervereine den Schulen gemeinsam mit Kooperationspartner*innen engagiert dabei helfen, Herausforderungen anzugehen und eine zukunftsorientierte Bildung voranzutreiben.
Bewerben Sie sich mit Ihren Projekten! Zeigen Sie uns Beispiele Ihres Engagements, von denen andere lernen können!

Welche Projekte suchen wir für den Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“ 2017?
Wir suchen Projekte zu den Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Kooperationen, Sustainable Development Goals (SDGs), ökologisches, ökonomisches und soziales Handeln unter Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen. Bewerben können sich Schulfördervereine, die mit ihren Schulen ein herausragendes Projekt initiiert haben und folgende Kriterien erfüllen:
  • Das Projekt behandelt eine relevante konkrete Herausforderung an der jeweiligen Schule oder ist die Antwort auf ein konkretes Problem beim Umgang mit ökologischen, ökonomischen und/oder sozialen Herausforderungen am Bildungsstandort bzw. in Bezug auf die Weltgemeinschaft.
    Das Projekt ist bereits über das Ideenstadium hinaus entwickelt und es können erste Ergebnisse präsentiert werden.
    Das Projekt ist langfristig angelegt und kontinuierlich in den Schulalltag eingebunden bzw. soll zukünftig eingebunden werden.
    Schüler*innen sind in das Projekt aktiv eingebunden, im besten Fall haben sie das Projekt selbst angestoßen oder führen es durch.
    Bei der Umsetzung des Projektes wird mit der Schule und möglichst auch mit außerschulischen Partner*innen kooperiert.
Die Nominierung erfolgt durch die Verbände der Kita- und Schulfördervereine. Die Verbände legen dabei folgende Kriterien zugrunde:
  • Wirksamkeit: Das Projekt bewirkt deutliche und kontinuierliche Veränderungen vor Ort und ist geeignet innerhalb der Schulgemeinschaft die Haltungen und Werte unter ökologischen, ökonomischen und/oder sozialen Gesichtspunkten zu verändern.
    Beteiligung: Schüler*innen sind maßgeblich an der Ideenfindung und Umsetzung beteiligt und wirken aktiv mit.
    Vernetzung: Im Rahmen des Projektes kooperier(t)en Schulförderverein und Schule eng. Eine Kooperation mit außerschulischen Partner*innen ist wünschenswert.
Welche Preise werden verliehen?
Der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“, mit dem drei Projekte öffentlich ausgezeichnet werden, ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld kann von den Preisträger*innenprojekten frei eingesetzt werden.
Die Reisekosten zur Verleihung werden für die drei Preisträger bis zu einem festgesetzten Höchstpreis erstattet. Alle nominierten Projekte erhalten die Möglichkeit, sich auf einer Internet-Plattform zu präsentieren und profitieren von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Bildung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

     
08.03.2017

Das Video des Inititativbüros "Gutes Aufwachsen mit Medien"

Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ bietet auf seiner Webpräsenz praktische Informationen und Anleitungen zum Einstieg in die Medienbildung und -erziehung. Ebenso werden Formate wie Online-Konferenzen angeboten und die Medienarbeit lokaler Netzwerke thematisiert. Wie das Initiativbüro damit pädagogische Fachkräfte be...
Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ bietet auf seiner Webpräsenz praktische Informationen und Anleitungen zum Einstieg in die Medienbildung und -erziehung. Ebenso werden Formate wie Online-Konferenzen angeboten und die Medienarbeit lokaler Netzwerke thematisiert. Wie das Initiativbüro damit pädagogische Fachkräfte bei der praktischen Medienarbeit unterstützt, zeigt das heute veröffentlichte Erklärvideo.

Das Erklärvideo beschreibt die Situation von pädagogischen Fachkräften, die oft vor der Herausforderung stehen, Fragen von Eltern, Kindern und Jugendlichen zum Thema Medien beantworten zu müssen. Obwohl sie selbst digitale Medien nutzen, sind sie in vielen Situationen überfragt, so wie der Hauptprotagonist Stefan. Er steht als pädagogischer Mitarbeiter eines Familienzentrums im Mittelpunkt des Films. Auf der Suche nach Informationen findet er auf der Webseite des Initiativbüros einen Einstieg zum Thema Medienbildung. Der Film veranschaulicht darüber hinaus die Idee der lokalen Netzwerke für ein „Gutes Aufwachsen mit Medien“ und zeigt auf, wie mit medienpädagogischer Unterstützung ein eigenes Medienprojekt umgesetzt werden kann. Außerschulische Einrichtungen wie Kinder- und Jugendclubs, Familienberatungen, Kindergärten, Bibliotheken u.v.m. werden so animiert, medienpraktische Angebote zu etablieren.
03.03.2017

Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes nehmen bis 31. März 2017 Anträge entgegen

Initiativen, Vereine und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit haben noch bis zum 31. März 2017 die Möglichkeit, einen Antrag bei den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes zu stellen und bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Ziel der Förderfonds ist die Verbesserung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unter dem Beteiligungsaspekt. Antr&au...
Initiativen, Vereine und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit haben noch bis zum 31. März 2017 die Möglichkeit, einen Antrag bei den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes zu stellen und bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Ziel der Förderfonds ist die Verbesserung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unter dem Beteiligungsaspekt. Anträge können Vereine, freie Träger, Initiativen, Elterngruppen, Kinder- und Jugendgruppen sowie Schülerinitiativen für noch nicht begonnene Projekte stellen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.862 Projekte mit insgesamt rund 5.859.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.

So werden zum Beispiel Projekte gefördert, die das demokratische und politische Engagement von Kindern und Jugendlichen unterstützen, deren Mitbestimmung an Prozessen in Jugendeinrichtungen, Schule und Stadtteil ermöglichen, den Zugang zu Medien verbessern bzw. den kompetenten Umgang mit diesen befördern, oder Kinder und Jugendliche bei der kreativen Auseinandersetzung mit für sie relevanten Themen fördern. Ferner sollen Projekte Unterstützung erhalten, die bewegungsfördernde und interessante Spielorte im Wohnumfeld oder auf dem Schulgelände schaffen oder der Vernetzung, Sicherung bzw. Rückgewinnung von Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten dienen. Voraussetzung für eine Bewilligung ist auch hier, dass die Kinder und Jugendlichen an der Planung und Durchführung des Projektes beteiligt werden.

Weitere Informationen zu den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes unter www.dkhw.de/foerderfonds


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 23.2.2017
 
03.03.2017

Runder Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände formuliert Positionspapier für 2017

Mit seinem aktualisierten Positionspapier 2017 formuliert der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände gemeinsame Forderungen zur Verbesserung gesetzlicher Grundlagen und Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe. In Deutschland leben fast 84.000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Nachweislich ist die Unterbringung von Kindern und Jugendl...
Mit seinem aktualisierten Positionspapier 2017 formuliert der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände gemeinsame Forderungen zur Verbesserung gesetzlicher Grundlagen und Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe.

In Deutschland leben fast 84.000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Nachweislich ist die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien eine der langfristig wirtschaftlichen und erfolgreichsten Hilfen zur Erziehung. Dennoch zeichnet sich das Pflegekinderwesen in Deutschland durch unterschiedliche landesrechtliche Regelungen und regional große Unterschiede in seiner Fachlichkeit und praktischen Umsetzung aus. Wenn das Pflegekinderwesen als nicht verzichtbare Hilfe zur Erziehung langfristig Bestand haben soll, sind Verbesserungen der gesetzlichen Grundlagen und der Rahmenbedingungen der Pflegekinderhilfe dringend erforderlich.

Wir Pflegefamilienverbände erwarten im Interesse der Pflegekinder, dass folgende Missstände behoben werden:
- Landesjugendämter haben hervorragende Qualitätsstandards für die Pflegekinderarbeit entwickelt. Da diese Standards nur Empfehlungen sind, haben sie keinen verpflichtenden Charakter gegenüber den kommunalen Jugendhilfeträgern.
- Die Unterbringung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ist derzeit gesetzlich nicht klar geregelt. Bisher schieben sich die Eingliederungshilfe und die Jugendhilfe gegenseitig die Verantwortung zu und sie kommunizieren nicht miteinander.
- Durch die derzeitigen gesetzlichen Regelungen ist keine Kontinuität der Ausstattung, Beratung und Betreuung gesichert. Pflegeverhältnisse und die Hilfepläne werden durch Wechsel der Zuständigkeiten wiederholt in Frage gestellt.
- Die Hilfe zur Erziehung endet oft rigoros mit dem 18. Lebensjahr. Im SGB VIII ist geregelt, dass für junge Volljährige der Verbleib in der Pflegefamilie auch bis zum 21. Lebensjahr gewährt werden kann. Anträge werden häufig abgelehnt.
- Durch fehlende gesetzliche Grundlagen im Familienrecht besteht eine fortdauernde rechtliche Unsicherheit hinsichtlich eines Verbleibs des Kindes in der Pflegefamilie. Das Kind muss jederzeit und wiederholt eine Herausnahme befürchten.
- Bei gerichtlichen Verfahren zu Umgangskontakten und Rückkehrwünschen der Herkunftseltern des Pflegekindes, können Pflegeeltern nur dann daran teilnehmen, wenn das Gericht sie als Beteiligte hinzuzieht.
- Bei familiengerichtlichen Verfahren zu Umgang oder Herausgabe, die Kinder mit Behinderungen betreffen, fehlt häufig die fachliche Expertise zur Entscheidungsfindung.
- Das gesetzlich mögliche Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII für Beratung und Betreuung wird Pflegeeltern verweigert.

Wir Pflegefamilienverbände fordern:
(1) die Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder
(2) bundeseinheitliche Mindeststandards in der Pflegekinderhilfe
- verpflichtende Einrichtung eines Spezialdienstes für Pflegekinder mit maximaler Fallzahl von 25 Pflegekindern pro Vollbeschäftigtem
- verpflichtende Fort- und Weiterbildung der FachberaterInnen
- schriftlich festgelegte Qualitätsstandards für die Vorbereitungs-, Vermittlungs- und Beratungstätigkeit
- alle öffentlichen Träger müssen auch Pflegestellen nach § 33 Satz 2 vorhalten.
- Fallführung im SGB VIII für Kinder mit Behinderung in Eingliederungshilfe
(3) Umsetzung bundeseinheitlicher Mindestausstattung der Pflegefamilien
- umfassende Beratung über die rechtlichen und finanziellen Ansprüche der Pflegefamilie
- umfassende Beratung zu pädagogischen und therapeutischen Themen
- Supervisions- und Fortbildungsanspruch
- Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2017 (bzw. des jeweiligen aktuellen Jahres) als Mindestleistung
- für Kinder mit besonderen Beeinträchtigungen erhöhte Aufwandsentschädigung
- differenzierte Angebote zur Entlastung der Pflegeeltern unter Beachtung von vorrangigen Leistungsträgern
- Übernahme von Krankenversicherungsbeiträgen für Selbstzahler (Pflegeeltern)
- Übernahme der anteiligen Kosten einer angemessenen Alterssicherung pro Pflegekind
(4) Stärkung der Kompetenz des Fachdienstes, der das Pflegekind und die Pflegefamilie betreut.
- Verwaltungsmäßiger Wechsel der Zuständigkeit darf nicht zu Lasten des Pflegekindes und der Pflegefamilie führen.
(5) Die Verlängerung der Hilfemaßnahme in der Pflegefamilie mindestens bis zum 21. Lebensjahr.
(6) Änderung des BGB
- Sicherung von Beziehungskontinuität durch Einführung einer zivilrechtlichen Absicherung (analog zum § 37 SGB VIII) der auf Dauer angelegten Lebensperspektive.
- Der Verbleib eines Kindes in einer Pflegefamilie ist gegen wiederkehrendes Herausnahmeverlangen abzusichern.
- Pflegekinder dürfen bei Gerichtsentscheidungen zu Umgangskontakten nicht länger mit Scheidungskindern verglichen werden (ergebnisoffene Prüfung im Einzelfall).
- Fortbildung für Richter zu den Themen, die Pflegekinder betreffen, wie Bindung und Trauma.
- Beteiligtenstatus für Pflegeeltern in allen familienrechtlichen Verfahren, die ihre Pflegekinder betreffen.
(7) Abstimmung der unterschiedlichen Sozialleistungsressorts. Gesetzliche Regelungen in den Sozialgesetzbüchern dürfen einander nicht widersprechen.
(8) Wunsch- und Wahlrecht von Pflegeeltern nach § 5 SGB VIII
- Pflegeeltern müssen die Möglichkeit haben zu wählen. Das setzt voraus, dass mehrere Angebote vorhanden sind.

Pflegefamilien sind eine sehr kindorientierte Hilfe. Damit sich auch in Zukunft Familien finden, die diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, brauchen wir auf allen Ebenen ein Engagement, das den Kindern ein glückliches und erfolgreiches Erwachsenwerden ermöglicht.

Quelle: Pressemitteilung des Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände (PFAD-BV e.V./AGENDAPflegefamilien/BAG KiAP e.V./Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.) im Februar 2017

 
24.02.2017

Broschüre „Profis für die Kita“ erschienen

Die sich stetig verändernden Ansprüche an das Pädagogische Fachpersonal in der Frühen Bildung führen auch zu einem Bedeutungszuwachs der Aus-, Fort- und Weiterbildung dieser Fachkräfte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat daher im Jahr 2011 die Forschungsförderung „Ausweitung der Weiterbildungsini...
Die sich stetig verändernden Ansprüche an das Pädagogische Fachpersonal in der Frühen Bildung führen auch zu einem Bedeutungszuwachs der Aus-, Fort- und Weiterbildung dieser Fachkräfte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat daher im Jahr 2011 die Forschungsförderung „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (AWiFF) initiiert. Im Mittelpunkt standen u. a. Fragen rund um die Berufseinmündung der frühpädagogischen Fachkräfte in den Arbeitsmarkt sowie die Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. Auch Fragen zur Berufswahl, zum Studium der Kindheitspädagogik und zu Qualifikationsprofilen des Personals wurden betrachtet. In diesen Themenfeldern haben die Projekte vielfältige neue Erkenntnisse geliefert.

Diese wurden als Bilanzbroschüre veröffentlicht, die Sie unter folgendem Link – als barrierefreies Download - abrufen können: https://www.bmbf.de/pub/Profis_fuer_die_Kita.pdf. Druckexemplare sind über den Publikationsversand der Bundesregierung (Tel.: 030/18 272 272 1 oder per E-Mail: publikationen@bundesregierung.de) verfügbar.

Quelle: Presseinformation des Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 17.2.2017
 
18.02.2017

Nummer gegen Kummer startet Force-Touch-sensitiven Film gegen Gewalt an Kindern

Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach in Kraft treten ist in Deutschland immer noch beinahe jedes zehnte Kind häuslicher Gewalt ausgesetzt. Sowohl diese erschütternde Zahl, als auch der Druck, der auf die betroffenen Kinder ausgeübt wird, sind nur schwer vorstellbar. Genau das wi...
Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach in Kraft treten ist in Deutschland immer noch beinahe jedes zehnte Kind häuslicher Gewalt ausgesetzt.
Sowohl diese erschütternde Zahl, als auch der Druck, der auf die betroffenen Kinder ausgeübt wird, sind nur schwer vorstellbar. Genau das will Nummer gegen Kummer e.V. mit einer hochinnovativen Kampagne anfassbar machen. Und zwar dort, wo die Hilfe der Organisation am meisten nachgefragt wird – auf dem Smartphone.
Dafür entwickelte LA RED „Force for Good“, den weltweit ersten Film der die Force-Touch-Technologie nutzt, die auf allen iPhones (ab 6s) zur Verfügung steht: https://youtu.be/08uMf9o0GyY

Wer den interaktiven Film selbst erleben will, besucht die mobile Website www.force-for-good.de
Hier erlebt der Nutzer eine Force-Touch-sensitive Geschichte über den Alltag eines kleinen Kindes – aus friedlicher und aus gewaltsamer Perspektive. Dabei wechselt die Perspektive mit zunehmendem Druck auf dem Screen des Smartphones. Und das bei genau 90 Prozent, symbolisch für die 10 Prozent der betroffenen Kinder. Mit abnehmendem Druck kehrt der Nutzer in die „friedliche“ Welt zurück.

Mit der Geschichte, die auf Druck des Fingers Handlung, Stimmung und Atmosphäre ändert, wird fühlbar, was Druck – in Form von Gewalt – für Kinder bedeutet. Visuelle, taktile und hörbare Reize verstärken das „Miterleben“. Der Nutzer spürt, wie dramatisch sich alles verändert.

Am Ende der Geschichte bietet Nummer gegen Kummer Hilfe für die betroffenen Eltern und Kinder an. Zusätzlich wird der Nutzer hier zum Teilen aufgefordert und auf die Spendenmöglichkeiten hingewiesen – damit kein Hilferuf eines Kindes ungehört bleibt!

Nummer gegen Kummer schließt sich mit dieser Kampagne auch dem Ziel von Child Helpline International (CHI) an, Gewalt gegen Kinder stärker zu thematisieren, Veränderungen anzustoßen und Hilfe anzubieten. „End Violence against children / Gewalt gegen Kinder beenden“ – so lautet die Zielsetzung von CHI. Für die Erreichung dieses Ziels werden bis 2020 von allen Child Helplines/ Kinder- und Jugendtelefonen weltweit Aktionen durchgeführt.

Produziert wurde der Film von Sterntag. Regie führte Bernhard Landen. Musik und Sounddesign kommen von German Wahnsinn.

Nummer gegen Kummer e.V. ist der Dachverband für örtliche Vereine, die in Deutschland ein Kinder- und Jugendtelefon und Elterntelefon betreiben. Die derzeit 102 lokalen Träger der Beratungstelefone sind überwiegend örtliche Verbände des Deutschen Kinderschutzbundes sowie anderer Wohlfahrtsverbände. Dieses Netzwerk stellt das deutschlandweit größte, kostenfreie, telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern dar. Speziell ausgebildete, ehrenamtlich engagierte Beraterinnen und Berater unterstützen die Anrufenden im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe bei Alltagsproblemen und in schwierigen Lebenssituationen. Zur Finanzierung des Netzwerkes bemühen sich Nummer gegen Kummer e.V. bundesweit und seine Trägervereine lokal um Spenden von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen.

Nummer gegen Kummer e.V. ist aus dem Deutschen Kinderschutzbund hervorgegangen und diesem als Mitglied in seiner Zielsetzung verbunden. Der Dachverband ist Mitglied bei Child Helpline International.
Nummer gegen Kummer e.V. wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und unterstützt durch die Deutsche Telekom. Weitere Informationen unter www.nummergegenkummer.de

Quelle: Pressemitteilung von Nummer gegen Kummer e.V. vom 9.2.2017
 
18.02.2017

Tag der MutterspracheN – Deutschlernen durch Förderung der Mehrsprachigkeit

Der „Tag der Muttersprache“ sollte besser „Tag der MutterspracheN“ heißen. Die wenigsten Menschen wachsen nämlich heute mit nur EINER Muttersprache auf. Dies gilt insbesondere für die junge Generation. Weltweit betrachtet sind etwa zwei Drittel der Menschen mehrsprachig, und nur eine Minderheit von einem Drittel ist einsprach...
Der „Tag der Muttersprache“ sollte besser „Tag der MutterspracheN“ heißen. Die wenigsten Menschen wachsen nämlich heute mit nur EINER Muttersprache auf. Dies gilt insbesondere für die junge Generation. Weltweit betrachtet sind etwa zwei Drittel der Menschen mehrsprachig, und nur eine Minderheit von einem Drittel ist einsprachig. Mehrsprachigkeit ist also „normal“. In Deutschland haben etwa 35 Prozent der Kinder zwischen 0 und 15 Jahren einen „Migrationshintergrund“ (Statistisches Bundesamt 2015) und werden zumeist mit mehr als einer Sprache groß. Dies sind ihre Familiensprache/n und Deutsch.

Um eine Sprache zu erwerben, ist ein altersgemäßer, intensiver und langfristiger Sprachkontakt unerlässlich. Er muss in vielen unterschiedlichen Situationen stattfinden. Da das Gehirn keine Schranke für eine Anzahl von Sprachen kennt, ist auch die Mehrsprachigkeit keine Überforderung. Besonders für Kinder ist es aber wichtig, dass ihnen viele Möglichkeiten gegeben werden, ihre Sprachen vielfältig anzuwenden. Dann können sich ihre MutterspracheN altersangemessen entwickeln.

Professor Henning Wode von der Universität Kiel und Vorstandsmitglied des FMKS/Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen meint: „Keinesfalls geht es darum, nur Deutsch zu lernen. Natürlich müssen die Kinder AUCH Deutsch lernen. Es sollen aber alle Mutter- oder Familiensprachen der Kinder gefördert werden. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass andere Muttersprache(n) den Erwerb des Deutschen behindern. Das Gegenteil ist der Fall: Deutsch lernen funktioniert am besten, wenn die Erstsprachen gestärkt werden. Deswegen darf das Deutschlernen nicht auf Kosten der Familiensprache geschehen.“

Der FMKS fordert, den Wert der Mehrsprachigkeit stärker zu betonen. Kindertagesstätten und Schulen sollten dies in ihren Konzepten umsetzen.

Quelle: Pressemitteilung von Frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen/FMKS e.V. vom 13.2.2017
 
18.02.2017

Statistisches Bundesamt: Väterbeteiligung beim Elterngeld steigt weiter an

Für mehr als jedes dritte Kind (35,7 Prozent), das im zweiten Quartal 2015 in Deutschland geboren wurde, bezog der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozentpunkte erhöht. Dies zeigen die aktuellen Berechnungen zu...
Für mehr als jedes dritte Kind (35,7 Prozent), das im zweiten Quartal 2015 in Deutschland geboren wurde, bezog der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozentpunkte erhöht. Dies zeigen die aktuellen Berechnungen zu den abgeschlossenen Leistungsbezügen für im zweiten Quartal 2015 geborene Kinder aus der amtlichen Statistik zum Elterngeld.

Sachsen war im zweiten Quartal 2015 mit inzwischen 46,7 Prozent weiterhin Spitzenreiter bei der Väterbeteiligung, gefolgt von Bayern mit 43,4 Prozent und Thüringen (42,7 Prozent). Die geringsten Werte wiesen Bremen mit 27,3 Prozent und das Saarland mit 24,5 Prozent auf.

Die Väterbeteiligung steigt seit Beginn der Berechnungen (Geburtsjahr 2008) kontinuierlich an. Bei den im zweiten Quartal 2008 geborenen Kindern war es bundesweit noch jedes fünfte Kind (20,5 Prozent) gewesen, für das der Vater Elterngeld in Anspruch nahm. Zwei Jahre später war es bereits jedes vierte Kind (25,4 Prozent). Die Mütterbeteiligung am Elterngeld lag während des gesamten Zeitraums bei 95 bis 96 Prozent.

Deutschlandweit ist die Väterbeteiligung zwischen dem zweiten Quartal 2008 und dem zweiten Quartal 2015 um 15,2 Prozentpunkte gestiegen. Ausgehend von unterschiedlichen Niveaus in den einzelnen Bundesländern gab es in den letzten 7 Jahren die höchsten Anstiege in Baden-Württemberg (+ 20,0 Prozentpunkte), Sachsen (+ 19,6 Prozentpunkte) und Thüringen (+ 17,5 Prozentpunkte), die geringste Zunahme wies Bremen auf (+ 9,8 Prozentpunkte).

Mit Einführung des Elterngeld Plus für ab dem dritten Quartal 2015 geborene Kinder wurde die maximale Elterngeld-Bezugsdauer von 14 bis auf nun 32 Monate erweitert. Für die Berechnungen zur Väterbeteiligung müssen alle Leistungsbezüge für den betrachteten Geburtenzeitraum abgeschlossen sein. Vergleichbare Aussagen für ab dem dritten Quartal 2015 geborene Kinder können daher erst nach einem entsprechend längerem Zeitraum getroffen werden.

Weitere detaillierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik für im zweiten Quartal 2015 geborene Kinder sowie Ergebnisse zum Elterngeld Plus (detaillierte Ergebnisse zu Bestandsdaten bis zum dritten Quartal 2016) sind im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter Publikationen: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Soziales/Elterngeld/ElterngeldGeburtenVj.html abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15.2.2017
 
10.02.2017

Potenziale des Internets zur Teilhabe von Kindern nutzen

Das Deutsche Kinderhilfswerk betont anlässlich des „Safer Internet Day“ am 7. Februar die enormen Partizipationsmöglichkeiten, mit denen im Internet eine Brücke von direkter zu repräsentativer Demokratie geschlagen werden kann. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes mindern Soziale Medien vor allem für Kinder und Jugendliche ...
Das Deutsche Kinderhilfswerk betont anlässlich des „Safer Internet Day“ am 7. Februar die enormen Partizipationsmöglichkeiten, mit denen im Internet eine Brücke von direkter zu repräsentativer Demokratie geschlagen werden kann. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes mindern Soziale Medien vor allem für Kinder und Jugendliche die Hemmschwelle zur gesellschaftlichen Partizipation, und damit zur Teilhabe am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben und zu dessen demokratischer Mitgestaltung. Das gilt es für den langfristigen Erhalt der Demokratie in Deutschland zu nutzen. Gleichzeitig birgt das Internet auch Gefahren, beispielsweise durch die ungeprüfte Verbreitung von Informationen. Fake News und Hetze drohen dadurch Meinungsbildung und politischen Austausch im demokratischen System zu vergiften.

„Das Internet und insbesondere Soziale Medien sind ein integraler Bestandteil des Alltagslebens von Kindern und Jugendlichen, und somit auch ein Ort möglicher politischer Partizipation und Demokratieförderung. Gerade aber Soziale Netzwerke sind inzwischen auch eine Plattform für Diskriminierung, für Mobbing, für antidemokratische Ideologien, für Fake News und ,postfaktische' Auseinandersetzungen. Hier brauchen Kinder und Jugendliche Wegweiser. Deshalb sind das Löschen von entsprechenden Inhalten und die Verfolgung strafrechtlich relevanten Fehlverhaltens auch im Netz unerlässlich. Wir brauchen gleichzeitig bedarfs- und altersgerechte Medien für Kinder und Jugendliche und einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zudem ein verstärktes und verbindliches schulisches Engagement im Bereich der Medienkompetenzförderung. Die Schule ist neben den Familien und dem sozialen Umfeld einer der wichtigsten Orte der Mediensozialisation. Schule kann Kindern Wissen über die Funktionen und Fähigkeiten zum verantwortlichen Verhalten im Internet vermitteln. Um hier unterstützend wirken zu können, sollten Bund und Länder eine bundesweit flächendeckende Förderstruktur von Medienkompetenzprogrammen aufbauen. Das könnte durch eine von Bund und Ländern gemeinsam getragene „Stiftung Medienkompetenz“ erreicht werden.
Neben der Medienkompetenzförderung braucht es aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes auch ein breites Angebot guter Kinder-Internetseiten. „Hier steht die Bundesregierung in der Verantwortung, die Existenz guter Kinder-Internetseiten dauerhaft sicherzustellen. Diese sind, sofern sie als nichtkommerzielle Angebote den Ansprüchen von Werbefreiheit und ausreichendem Kinderschutz genügen sollen, wirtschaftlich kaum tragfähig und brauchen entsprechende Förderungen“, so Hofmann weiter. Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert seit mehr als 20 Jahren zahlreiche Medienkompetenz-Projekte in ganz Deutschland, die Kindern Spaß, Wissen und kritisches Bewusstsein zum Thema Medien vermitteln. Zudem bietet die Kinderrechtsorganisation Kindern und Eltern verschiedene Möglichkeiten, Sicherheit im Umgang mit Medien zu gewinnen, die Medienwelt aktiv mitzugestalten, Inhalte kritisch zu hinterfragen und sich Meinungen zu bilden. Mit seinen beiden Seiten www.kindersache.de und www.juki.de bietet das Deutsche Kinderhilfswerk Kindern einen geschützten Internetraum, in dem sie sich ausprobieren und austauschen können und außerdem ihre Kreativität sowie aktive Beteiligung angeregt wird.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 6.2.2017
 
10.02.2017

Deutscher Familienverband fordert Wahlrecht ab Geburt: Der Zukunft eine Stimme geben!

Anlässlich der Vorstellung des Kinderreports 2017 fordert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes Sebastian Heimann das Wahlrecht für Kinder und Jugendliche: „Kinder sind unsere Zukunft, aber an der Wahlurne kommen sie nicht vor. 13 Millionen Bundesbürger unter 18 Jahren sind vom Wahlrecht und damit vom wichtigsten G...
Anlässlich der Vorstellung des Kinderreports 2017 fordert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes Sebastian Heimann das Wahlrecht für Kinder und Jugendliche: „Kinder sind unsere Zukunft, aber an der Wahlurne kommen sie nicht vor. 13 Millionen Bundesbürger unter 18 Jahren sind vom Wahlrecht und damit vom wichtigsten Grundrecht ausgeschlossen. Hier klafft ein riesiges Demokratiedefizit! Grundrechte gelten von Geburt an und nicht erst ab der Volljährigkeit. Wir brauchen deshalb ein Wahlrecht von Geburt an, das treuhänderisch von den Eltern ausgeübt wird, bis die Kinder alt genug sind, selbst zu wählen. Gebt den Kindern eine Stimme – sie haben unser Vertrauen verdient“, fordert Heimann.

Dass das Vertrauen in die Kinder und Jugendlichen gerechtfertigt ist, bestätigt auch eine repräsentative Befragung zum Kinderreport: „Junge Menschen haben eine hohe Wertschätzung für die Demokratie und wollen darüber mitbestimmen, wer künftig ihre Zukunft gestaltet. Aber sie dürfen nicht wählen, obwohl sie dazu fähig und in der Lage sind. 64 Prozent der Erwachsenen in Deutschland vertrauen laut Kinderreport in die Demokratiefähigkeit der nachfolgenden Generation, bei den liberalen Parteien ist das Vertrauen in die Jugend noch stärker. Angst vor der Zukunft gibt es vor allem an den Rändern des politischen Spektrums. Angesichts der demografischen und politischen Entwicklung gilt mehr denn je: Demokratie lebt von einer Beteiligung aller, kein Bundesbürger darf von seinem Grundrecht ausgeschlossen werden. Erst das Wahlrecht von Geburt an macht die Demokratie zukunftsfest“, so Heimann.

Für das Wahlrecht von Geburt an sprechen sich bereits zahlreiche prominente und fachkundige Persönlichkeiten, wie die ehemalige Bundesfamilienministern Renate Schmidt und der bekannte Verfassungsrechtler Paul Kirchhof, aus. Auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat sich mehrfach positiv zum Familienwahlrecht geäußert.

„Der DFV wird sich im Bundestagswahlkampf überparteilich und auf breiter Basis für das Wahlrecht ab Geburt einsetzen. Interessierte können sich an den DFV wenden. Engagieren Sie sich mit uns, dass es nicht noch einmal eine Bundestagswahl ohne die Stimmen der jüngsten Generation gibt“, so Verbandsgeschäftsführer Heimann.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes vom 6.2.2017
 
10.02.2017

Motto zum Weltkindertag „Kindern eine Stimme geben!“

„Kindern eine Stimme geben!“ – unter dieses Motto stellen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk den diesjährigen Weltkindertag am 20. September. Im Vorfeld der Bundestagswahl rufen die Kinderrechtsorganisationen gemeinsam dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen. ...
„Kindern eine Stimme geben!“ – unter dieses Motto stellen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk den diesjährigen Weltkindertag am 20. September. Im Vorfeld der Bundestagswahl rufen die Kinderrechtsorganisationen gemeinsam dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen.

Im unmittelbaren Lebensumfeld der Kinder, in Schulen und Kitas, in Städten und Gemeinden, aber auch auf Landes- und Bundesebene müssen Kinder und Jugendliche Gelegenheiten bekommen, ihre Ideen und Meinungen einzubringen. Bei der Bundestagswahl dürfen Kinder nicht mit abstimmen. Deshalb appellieren UNICEF und Deutsches Kinderhilfswerk an die Parteien, Kinderinteressen in ihren Wahlprogrammen zu berücksichtigen und in konkrete Politik für Kinder umzusetzen.

„Um uns für die Belange und Bedürfnisse von Kindern einzusetzen, müssen wir Kindern die Möglichkeit geben, sich Gehör zu verschaffen. Nur so schaffen wir die Basis für eine gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt und die Rechte von Kindern stetig zur Geltung bringt. Auch fast 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland, müssen wir in unserem Land eine anhaltende Ausblendung und Verdrängung von Kinderinteressen feststellen. Wir brauchen eine Kinderpolitik, die nicht nur Politik für Kinder macht, sondern auch Politik mit Kindern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Jedes Kind hat ein Recht darauf, bei wichtigen Entscheidungen gehört zu werden. In einer Gesellschaft, die immer mehr von älteren Menschen geprägt wird, ist die Stimme der nachwachsenden Generation ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Neueste Umfragen zeigen, dass sich über die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland gerne in ihren Städten und Gemeinden politisch einbringen wollen. Politik wird besser, wenn wir die Kinder fragen.“

Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 garantiert allen Kindern das Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie das Recht auf Beteiligung – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe und Religion. Die Kinderrechte gelten in den Entwicklungsländern ebenso wie in Industrieländern wie Deutschland. Deutschland hat die Kinderrechtskonvention vor genau 25 Jahren, im April 1992, ratifiziert und sich verpflichtet, diese umzusetzen.

Zum Weltkindertag am 20. September 2017 machen bundesweit zahlreiche Initiativen unter dem gemeinsamen Motto „Kindern eine Stimme geben!“ auf die Kinderrechte aufmerksam. Am Sonntag, den 17. September, finden in Berlin und in Köln die beiden größten Kinderfeste bundesweit statt. Dazu erwarten UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk jeweils 100.000 Besucherinnen und Besucher rund um den Potsdamer Platz in Berlin und im Kölner Rheingarten.

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF Deutschland und des Deutschen Kinderhilfswerks vom 26.1.2017
 
07.02.2017

Kita-Star 2017: Die Welt "da draußen"

Kindern Einblicke in andere, oft weitgehend unbekannte Lebenswelten außerhalb der Kita eröffnen: Das ist angesichts zunehmender Ganztagsbetreuung eine wichtige Aufgabe für Kitas. Für den Kita-Innovationspreis KitaStar 2017 sucht die element-i-Bildungsstiftung Einrichtungen, denen dies beispielgebend gelingt. Der KitaStar ist mit 5.000 Euro so...

Kindern Einblicke in andere, oft weitgehend unbekannte Lebenswelten außerhalb der Kita eröffnen: Das ist angesichts zunehmender Ganztagsbetreuung eine wichtige Aufgabe für Kitas. Für den Kita-Innovationspreis KitaStar 2017 sucht die element-i-Bildungsstiftung Einrichtungen, denen dies beispielgebend gelingt. Der KitaStar ist mit 5.000 Euro sowie Sachpreisen dotiert und wird im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung „Invest in Future“ Ende September 2017 in Stuttgart verliehen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April 2017. Weitere Informationen unter: www.element-i-bildungsstiftung.de.

Stuttgart (eos) – Die Welt „da draußen“ scheint für junge Kinder vor allem eins zu sein – gefährlich. Berichte in den Medien, die von Rücksichtslosigkeit und Gewalt erzählen, legt diese Sichtweise nahe. In Kindertageseinrichtungen leben die Mädchen und Jungen daher in einer eigenen, geschützten Welt. Pädagogische Fachkräfte gestalten ein Umfeld, das ganz auf die Jüngsten und ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Aus pädagogischer Sicht hat dies jedoch auch Schattenseiten: Durch die zunehmende Ganztagsbetreuung in den Kitas leben Kinder oft auf einer „Insel“, die wenig Brücken in anderen „Welten“ bietet. „Bezüge zum Leben in Nachbarschaft, Kommune und Arbeitswelt gehen für die Kinder immer mehr verloren“, sagt Patricia Sigg für die element-i-Bildungsstiftung.

Andere Lebensbereiche und neue Erfahrungsräume erschließen
Manche Träger steuern jedoch bewusst gegen: Sie haben Konzepte entwickelt, um den Kindern Lebensbereiche und Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung zu erschließen. Oft  ermöglichen sie es ihnen auch, Menschen kennenzulernen, die sich mit Themen beschäftigen, die sonst im Kita-Alltag eher nicht auftauchen. Genau solche Kindertagesstätten sucht die element-i-Bildungsstiftung: Sie lobte den Kita-Innovationspreis KitaStar 2017 unter dem Motto „Die Welt ‚da draußen’“ aus. „Wir möchten nachahmenswerte Beispiele für eine Öffnung von Kitas in den Sozialraum bekannt machen“, betont Patricia Sigg.

Bis 15. April 2017 bewerben
Beteiligen können sich alle Einrichtungen, die Kinder bis zu zehn Jahren betreuen. Die Bewerbungsunterlagen finden Interessierte unter: www.element-i-bildungsstiftung.de. Bewerbungsschluss ist der 15. April 2017.

Mitmachen lohnt sich
Der KitaStar in Gold ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Auszeichnungen in Silber und Bronze können sich über attraktive Sachpreise im Wert von 1.000 bzw. 500 Euro freuen. Die Stiftung verleiht die Preise im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung „Invest in Future“ (26./27. September 2017) in Stuttgart. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten dort zudem die Möglichkeit, ihre Konzepte einem Fachpublikum zu präsentieren.

Weitere Informationen
Weitere Informationen zum KitaStar gibt es unter www.element-i-bildungsstiftung.de oder www.invest-in-future.de. Patricia Sigg von der element-i-Bildungsstiftung ist unter 0160/2806268 oder Patricia.Sigg@element-i.de erreichbar.

 Stuttgart, 7. Februar 2017


 
04.02.2017

Das brauchen Kinder! Merkblätter zur Beratung in Vorsorgeuntersuchungen veröffentlicht

Primärpräventive Beratungen sind mit der Neufassung der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Anfang des Jahres zum Bestandteil der Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U2 bis U9 geworden. Neue Merkblätter des Netzwerks Gesund ins Leben und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ) unterstützen di...
Primärpräventive Beratungen sind mit der Neufassung der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Anfang des Jahres zum Bestandteil der Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U2 bis U9 geworden. Neue Merkblätter des Netzwerks Gesund ins Leben und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ) unterstützen die Beratung und vermitteln klare einfache Botschaften.
Stillen, gesunde Ernährung, reichlich Bewegung, Mundhygiene, Schutz vor Sonne oder Rauch und vor zu frühem oder zu intensivem Mediengebrauch gehören zu den Präventionsmaßnahmen, die ein gesundes Aufwachsen und die Entwicklung des Kindes fördern. Aufklärung und Beratung zu diesen Themen sind Teil der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen). So sieht es die neue Kinderrichtlinie vor. Für diese Beratungen hat das Netzwerk Gesund ins Leben in Zusammenarbeit mit dem Präventionsausschuss des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte sowie der Deutschen Sporthochschule Köln Merkblätter in Form von Checklisten entwickelt.

Für jede U-Untersuchung bzw. die jeweilige Paed.Check-Untersuchung (erweiterte Vorsorgeuntersuchung als individuelle Gesundheitsleistung oder im Rahmen von Selektivverträgen) gibt es ein Merkblatt mit sieben Botschaften. Diese bringen die Empfehlungen klar, eindeutig und nah am Familienalltag auf den Punkt. Zusätzlich werden die Botschaften durch Piktogramme veranschaulicht. Das erhöht die Aufmerksamkeit und auch weniger lesegewohnte Eltern können erreicht werden. „Mit diesem Angebot bieten wir ein einfaches und praktikables Instrument zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe“, so Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben. „Über die U-Untersuchungen können wir alle Familien mit so wichtigen Themen wie gesunde Ernährung und reichlich Bewegung von Anfang an erreichen und dafür sensibilisieren.“ Auch in anderen Beratungen von jungen Familien können die Merkblätter eingesetzt werden.

Grundlage der Botschaften für die Merkblätter im Säuglings- und Kindesalter – von U2 oder Paed.Check Start bis zu U7a oder Paed.Check 3.0 – sind die einheitlichen Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben, die von allen relevanten Fachorganisationen und -institutionen unterstützt werden.
Die Merkblätter stehen unter www.gesund-ins-leben.de/paedcheck zum Download bereit.
Für die weiteren Untersuchungen bzw. Paed.Checks im Kindes- und Jugendalter (U 8 oder Paed.Check 4.0 bis J2 oder Paed.Check 16.0) stehen ebenfalls entsprechende Merkblätter zur Verfügung. Sie wurden vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, dem aid infodienst und der Sporthochschule Köln entwickelt und können unter www.aid.de/paedcheck heruntergeladen werden.

Über Gesund ins Leben: Gesund ins Leben ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden, die sich mit jungen Familien befassen. Das Ziel ist, Eltern einheitliche Botschaften zur Ernährung und Bewegung zu vermitteln, damit sie und ihre Kinder gesund leben und aufwachsen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert Gesund ins Leben als Teil des Nationalen Aktionsplans IN FORM. www.gesund-ins-leben.de

Über IN FORM: IN FORM ist Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Sie wurde 2008 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert und ist seitdem bundesweit mit Projektpartnern in allen Lebensbereichen aktiv. Ziel ist, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen dauerhaft zu verbessern. www.in-form.de

Quelle: Presseinformation des Netzwerk Gesund ins Leben vom 31.1.2017
 
03.02.2017

Bedarf bei Kindertagesbetreuung weiter gestiegen

BMFSFJ veröffentlicht erstmals Daten zu Betreuungsbedarfen von Kindern von 3 – 11 Jahren Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Ausbau in der Kindertagesbetreuung muss weitergehen. In der Publikation „Kindertagesbetreuung Kompakt“ hat das BMFSFJ die aktuellen Zahlen zusammengetragen. Erstmals auch für Grundschulkinder bis 11 Jahre. Der B...
BMFSFJ veröffentlicht erstmals Daten zu Betreuungsbedarfen von Kindern von 3 – 11 Jahren

Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Ausbau in der Kindertagesbetreuung muss weitergehen. In der Publikation „Kindertagesbetreuung Kompakt“ hat das BMFSFJ die aktuellen Zahlen zusammengetragen. Erstmals auch für Grundschulkinder bis 11 Jahre.

Der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren ist weiter gestiegen, von 43,6 % in 2015 auf 46% in 2016. Doch nur 32,7% der Kinder dieser Altersgruppe – das entspricht einer Zahl von knapp 720.000 Kindern – wurden auch tatsächlich in 2016 betreut.

Nicht nur das Platzangebot, sondern auch die angebotenen Betreuungsumfänge sind für Eltern ein wichtiges Thema. Bei etwa der Hälfte der Eltern von Drei- bis Fünfjährigen unterschreitet die tatsächliche Betreuungszeit der Kinder die von ihren Eltern benötigte Betreuungszeit um mindestens fünf Stunden die Woche.

Auch ein Teil der Eltern von Grundschulkindern bis unter elf Jahren hat einen erweiterten Betreuungsbedarf. Eltern von Kindern ohne Betreuungsangebot nach dem Unterricht äußern einen zusätzlichen Betreuungsbedarf von über 22 Prozent. Aber auch bei Eltern von Kindern, die einen Hort besuchen, haben 14 Prozent einen zusätzlichen Betreuungsbedarf von durchschnittlich 10 Stunden pro Woche. Bei Ganztagsschülerinnen und -schülern nennen über 22 Prozent der Eltern einen zusätzlichen Bedarf von durchschnittlich 9 Stunden pro Woche. Es zeigt sich, dass ganztägige Betreuungsangebote auch für Grundschulkinder weiter auszubauen sind.

Dazu erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Mein Ziel ist, dass alle Kinder und Familien gleichermaßen von einer guten Kindertagesbetreuung profitieren können. Ich freue mich daher sehr, dass wir im Dezember 2016 im Kabinett das Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ beschlossen haben. Damit wird die Grundlage für das neue Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2017 bis 2020 geschaffen, und es können zusätzlich 100.000 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt geschaffen werden.“

Für das neue Investitionsprogramm soll das vom Bund im Jahr 2007 eingerichtete Sondervermögen in den Jahren 2017 bis 2020 um insgesamt 1,126 Milliarden Euro aufgestockt werden.

Neben zusätzlichen Plätzen soll mit diesen Mitteln auch die Qualität in der Kindertagesbetreuung vorangebracht werden. So können qualitative Ausstattungsinvestitionen wie Sport- und Bewegungsräume, die Einrichtung von Küchen, eine barrierefreie Ausstattung und Räumlichkeiten für Elterngespräche gefördert werden.

Mit dem Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ werden 2016 bis 2019 Kitas, Kindertagespflegestellen und Horte mit einem Fördervolumen von 100 Mio. Euro gefördert, die ihre Betreuungszeiten bedarfsgerechter gestalten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de  und

www.fruehe-chancen.de


Quelle: Presseinfo BMFSFJ
 
02.02.2017

Der Nutzen von Ganztagsschulen - ein Mythos?

Ganztagsschulen bringen wenig, wenn es um die Verbesserung der schulischen Leistungen geht und - dies ist ja eigentlich das wichtigste Ziel - um die Verringerung des Einflusses der Herkunft der Kinder auf ihren Schulerfolg. Das Einzige, was sie bewirken, ist eine leichte Verbesserung des Sozialverhaltens. Dies steht im neuen Kinder- und Jugendbericht, und wir &u...
Ganztagsschulen bringen wenig, wenn es um die Verbesserung der schulischen Leistungen geht und - dies ist ja eigentlich das wichtigste Ziel - um die Verringerung des Einflusses der Herkunft der Kinder auf ihren Schulerfolg. Das Einzige, was sie bewirken, ist eine leichte Verbesserung des Sozialverhaltens.

Dies steht im neuen Kinder- und Jugendbericht, und wir übernehmen diese Aussagen aus der SZ von heute, S. 5.

Wenn das alles stimmt - dann ist die Ganztagsschule leider ein Schlag ins Wasser. Warten wir die Veröffentlichung des Berichts ab, vielleicht sieht es nicht ganz so traurig aus.
25.01.2017

Fakten zur Asylpolitik 2016

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat eine kompakte und im Dezember 2016 aktualisierte Broschüre mit Infos, Zahlen und Fakten rund um das Thema Asyl(-politik) und Flucht in Deutschland zusammen gestellt – von aktuellen Zahlen über das Asylverfahren und die verschiedenen Schutzarten bis hin zur Integration in (Aus-) Bildung, Hochschulen und Arbeitsmarkt. Download der Broschüre...

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat eine kompakte und im Dezember 2016 aktualisierte Broschüre mit Infos, Zahlen und Fakten rund um das Thema Asyl(-politik) und Flucht in Deutschland zusammen gestellt – von aktuellen Zahlen über das Asylverfahren und die verschiedenen Schutzarten bis hin zur Integration in (Aus-) Bildung, Hochschulen und Arbeitsmarkt.

Download der Broschüre
20.01.2017

Caritas-Kampagne 2017: Zusammen sind wir Heimat

Das gelingende Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern ist Thema der diesjährigen Caritas-Kampagne „Zusammen sind wir Heimat.“, die am 11. Januar in Berlin vorgestellt wurde. Angesichts der großen Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, sind Einheimische und Zuwanderer gleichermaßen gefordert ihren Beitrag...
Das gelingende Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern ist Thema der diesjährigen Caritas-Kampagne „Zusammen sind wir Heimat.“, die am 11. Januar in Berlin vorgestellt wurde. Angesichts der großen Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, sind Einheimische und Zuwanderer gleichermaßen gefordert ihren Beitrag zu leisten für ein gelingendes Miteinander.

„Wir leben in einer offenen Gesellschaft der Vielfalt, die für viele Menschen auch eine Herausforderung darstellt. Zusammenleben in Vielfalt muss eingeübt werden. Dazu gehört auch, sich mit Unterschieden in der Weltanschauung und der Lebensführung zu beschäftigen und Differenzen und Konflikte auf der Basis einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung auszutragen“, betont Caritas-Präsident Peter Neher.
Die Flüchtlingsthematik habe zu einer starken gesellschaftlichen Polarisierung geführt. Neher warnt vor dem Erstarken des Rechtspopulismus in Deutschland. „Damit geht teilweise eine Verrohung der Sprache einher, die mit einem besorgniserregenden Anstieg der Gewaltbereitschaft zusammenkommt.“ In Demokratien gebe es aber keine andere Möglichkeit, als Fakten zu präsentieren und zu diskutieren. Zu einer Versachlichung der Debatte gehöre auch, die in der Gesellschaft vorhandenen Sorgen und Ängste aufzunehmen und sich damit argumentativ auseinanderzusetzen. Es sei Aufgabe von Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft, die anstehenden Debatten zur Integration der Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat suchen, ernsthaft und sachlich zu führen.

„Heimat wird nicht geschützt oder bewahrt, indem man Grenzen zieht“, macht Neher deutlich. So dürfe der Begriff der Heimat auch nicht rechten Gruppen überlassen werden. Heimat, das seien die Menschen, die einander begegnen. „Heimat entsteht, lebt und kann wachsen, indem wir unsere Sprache, unsere Kultur, unser Land teilen“, so Neher. Dies wolle die Caritas-Kampagne deutlich machen, die auch zum Dialog einlade.
Unter www.zusammen-heimat.de finden sich viele Informationen, sozialpolitische Positionen und der Heimatfilm. Sie können hier auch mehr über die Menschen erfahren, die auf den Plakaten abgebildet sind und beim Heimat-Quiz testen, wie gut Sie Deutschland kennen.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e.V. vom 11.1.2017
 
20.01.2017

Stiftung Lesen: Geschenkaktion am Welttag des Buches am 23. April 2017

Zum UNESCO-Welttag des Buches am 23. April 2017 bekommen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie aus Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ein Buch geschenkt. „Das geheimnisvolle Spukhaus“ von Henriette Wich ist die 21. Ausgabe der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ und mit einer Erstauflage von 1,...
Zum UNESCO-Welttag des Buches am 23. April 2017 bekommen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie aus Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ein Buch geschenkt. „Das geheimnisvolle Spukhaus“ von Henriette Wich ist die 21. Ausgabe der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ und mit einer Erstauflage von 1,2 Millionen Exemplaren die höchste auf dem deutschen Kinder- und Jugendbuchmarkt. Die Kinder erhalten den Roman vom 23. April bis 13. Mai 2017 gegen Vorlage eines Gutscheins im örtlichen Buchhandel. Bis zum 31. Januar 2017 können Lehrkräfte unter www.welttag-des-buches.de kostenfrei die Buchgutscheine für ihre Klassen bestellen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin übernimmt gemeinsam mit den Kultusministerien der übrigen Bundesländer die Schirmherrschaft der Initiative und finanziert bereits zum 11. Mal den Druck der Gutscheine im Landesgebiet.

„Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF. Ziel der Kooperation ist es, Kinder mit spannenden Geschichten für das Lesen zu begeistern und ihre Lesekompetenz zu stärken. In „Das geheimnisvolle Spukhaus“ schickt Henriette Wich den elfjährigen Moritz, seine Cousine Stella und seinen Cousin Kamil auf eine packende Gespenster- und Schatzjagd. Der Romantext wird durch eine 32-seitige Graphic Novel des Illustrators Timo Grubing erweitert, die sich gut für den Einsatz in Integrations-, Förder- und Willkommensklassen eignet. Damit soll nicht-deutschsprachigen und Flüchtlingskindern Lesespaß vermittelt sowie ein Beitrag zur Integration geleistet werden.

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte von Autoren. In Deutschland erhalten seit 1996 jährlich Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen ein Buch der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ in ihrer örtlichen Buchhandlung. Die bundesweite Kampagne dient der Leseförderung und Vermittlung von Lesefreude. Weitere Informationen unter www.welttag-des-buches.de

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 16.1.2017
 
20.01.2017

Motto zum Weltspieltag 2017: „Spiel! Platz ist überall!“

„Spiel! Platz ist überall!“ ist das Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Weltspieltag am 28. Mai 2017. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, zu spielen und sich möglichst im gesamten Stadtraum frei bewegen zu können. Darauf will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht ...
„Spiel! Platz ist überall!“ ist das Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Weltspieltag am 28. Mai 2017. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, zu spielen und sich möglichst im gesamten Stadtraum frei bewegen zu können. Darauf will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ aufmerksam machen. Kommunen, Initiativen, Vereine und Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, mit einer Aufmerksamkeit erregenden Aktion am Weltspieltag 2017 teilzunehmen.

„Die Bedingungen für Kinder in der Stadt werden zunehmend schlechter. Kommunale Spielplätze werden teilweise oder vollständig rückgebaut, informelle Spielorte wie Brachflächen werden der Nachverdichtung und dem Straßenausbau geopfert. Auch wenn die Lage in Ballungsgebieten angespannt ist, muss die Stadtplanung kinderfreundlich bleiben. Nicht zu reparierende Schäden in der Stadtplanung gehen oftmals zu Lasten von Kindern und Jugendlichen, für die Freiflächen und Spielmöglichkeiten wichtig sind und nicht verloren gehen dürfen. Der Ausgleich neu bebauter Flächen durch normierte Spielplätze hilft nur wenig. Auch die Stadtplanung hat sich laut UN-Kinderrechtskonvention am Vorrang des Kindeswohls zu orientieren. Es ist an der Zeit, dass sich die Kinder und Jugendlichen den gesamten Stadtraum spielerisch zurückzuerobern. Der zehnte Weltspieltag in 2017 bietet hierfür die beste Gelegenheit“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Der Weltspieltag 2017 wird deutschlandweit zum zehnten Mal ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige, beispielgebende und öffentlichkeitswirksame Spielaktion durchzuführen. Die Partner der im letzten Jahr mehr als 300 Aktionen sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Weltspieltag zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 10.1.2017
 
14.01.2017

"Tarifdialog Kita" hat begonnen

Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden und freien Trägern trafen sich Mittwoch auf Einladung des Bildungsministeriums zum ersten „Tarifdialog Kita“. Staatssekretärin Gabi Ohler leitete die Runde mit dem Ziel, eine erste Verständigung über Wege zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Thüringer Kindertagesstätten zu erreichen.  Mit Blick auf den perspektivischen Fachkräftemangel waren sich alle Bet...
Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden und freien Trägern trafen sich Mittwoch auf Einladung des Bildungsministeriums zum ersten „Tarifdialog Kita“.
Staatssekretärin Gabi Ohler leitete die Runde mit dem Ziel, eine erste Verständigung über Wege zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Thüringer Kindertagesstätten zu erreichen. 
Mit Blick auf den perspektivischen Fachkräftemangel waren sich alle Beteiligten einig, dass die Angleichung der Bezahlung über Tarifabschlüsse nur ein Faktor in einem Bündel von Maßnahmen sein kann. Zudem müsse über weitere Rahmenbedingungen wie den Betreuungsschlüssel, die Arbeitsbedingungen und die Ausstattung der Kitas diskutiert werden.
„Das Treffen war ein wichtiger Auftakt. Es fand in guter Atmosphäre und konstruktivem Austausch statt. Angesichts der absehbaren Herausforderungen für alle Bundesländer, gilt es auch noch einmal zu prüfen, ob nicht der Bund stärker in die Pflicht genommen werden kann. Dies haben wir uns als Hausaufgabe mitgenommen“, fasst Ohler zusammen. 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einigten sich darauf, das Gesprächsformat fortzusetzen. In einem nächsten Treffen soll der Fahrplan für weitere Gesprächsrunden festgelegt werden.

Zum Hintergrund:
Mit dem „Tarifdialog Kita“ will das Bildungsministerium die Diskussion um ein wichtiges Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag einleiten. Dort heißt es: „Wir werden mit den Sozialpartnern Wege beraten und unterstützen, welche guten und tarifvertraglich geregelten Arbeitsbedingungen (Grundlage ist der TVöD) flächendeckend zur Geltung verhelfen.“ Ziel muss es sein, Erzieherinnen und Erzieher für ihre gute Arbeit auch entsprechend zu entlohnen. Insbesondere im Hinblick auf die Sicherung des Fachkräftebedarfs sieht das Bildungsministerium seine Aufgabe darin, die Debatte anzustoßen und zu begleiten.

Quelle: Bildungsklick.de
11.01.2017

Ganztagsschulen in Deutschland

Die Kultusministerkonferenz hat Statistiken zur Verteilung der Allgemeinbildenden Ganztagsschulen in den Ländern herausgegeben: .
Die Kultusministerkonferenz hat Statistiken zur Verteilung der Allgemeinbildenden Ganztagsschulen in den Ländern herausgegeben: .
10.01.2017

Gute Ansätze und Herausforderungen im Zugang zur Kindertagesbetreuung

Neue Broschüre des Familienministeriums Wie kann es gelingen, Kindern gleiche Chancen durch frühe Bildung zu ermöglichen? Welche Bedeutung hat ein bedarfsgerechtes Angebot an qualitativ hochwertiger Kindertagesbetreuung in diesem Zusammenhang? Und wie kann die Teilhabe an Kindertagesbetreuung verbessert werden? Zu diesen Themen hat das Bundesminis...
Neue Broschüre des Familienministeriums

Wie kann es gelingen, Kindern gleiche Chancen durch frühe Bildung zu ermöglichen? Welche Bedeutung hat ein bedarfsgerechtes Angebot an qualitativ hochwertiger Kindertagesbetreuung in diesem Zusammenhang? Und wie kann die Teilhabe an Kindertagesbetreuung verbessert werden? Zu diesen Themen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Broschüre „Gleiche Chancen durch frühe Bildung“ herausgegeben. Sie thematisiert Hürden im Zugang zur Kindertagesbetreuung sowie Ansätze zu deren Überwindung, um die Teilhabechancen aller Kinder zu verbessern.

Zum Download der Broschüre
10.01.2017

Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

Start des Interessenbekundungsverfahrens Um Kindern und Familien den Zugang zu Angeboten der Kindertagesbetreuung zu erleichtern, startet das Bundesfamilienministerium das neue Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“. Damit sollen ab Frühjahr 2017 Angebote gefördert werden, die den Einstieg in das System der...
Start des Interessenbekundungsverfahrens

Um Kindern und Familien den Zugang zu Angeboten der Kindertagesbetreuung zu erleichtern, startet das Bundesfamilienministerium das neue Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“. Damit sollen ab Frühjahr 2017 Angebote gefördert werden, die den Einstieg in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung vorbereiten, begleiten und Zugangshürden abbauen. Örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe können noch bis zum 17. Februar ihr Interesse an einer Teilnahme am Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ bekunden (keine Ausschlussfrist).

Mit Hilfe von gezielten Angeboten soll Eltern und Kindern, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht werden, der Einstieg in Angebote der Kindertagesbetreuung erleichtert werden. Der Förderzeitraum erstreckt sich vom Frühjahr 2017 bis Ende 2020. Mit der Förderung in Höhe von bis zu 150.000 Euro im Jahr können konkrete niedrigschwellige Angebote für Kinder und Familien gefördert werden.

Die Antragstellung erfolgt durch die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Diese durchlaufen ein zweistufiges Verfahren in Form eines Interessenbekundungsverfahrens (Stufe 1) und eines anschließenden Antragsverfahrens (Stufe 2).

Das Interessenbekundungsverfahren erfolgt in der Zeit vom 2. Januar 2017 bis zum 17. Februar 2017. Der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe bekundet sein Interesse an der Teilnahme am Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ über ein elektronisch und postalisch eingereichtes Formular.

Weitere Infos und Formular-Download hier
09.01.2017

Starke Netzwerke: Elternbegleitung für geflüchtete Familien

Interressenbekundungsverfahren startet jetzt Dass die vielen geflüchteten Familien mit Klein- und Schulkindern gut in Deutschland ankommen und sich integrieren, ist eine wichtige familienpolitische Aufgabe. Das stellt auch die Fachkräfte in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung vor viele neue Herausforderungen, denn neu zugewa...
Interressenbekundungsverfahren startet jetzt

Dass die vielen geflüchteten Familien mit Klein- und Schulkindern gut in Deutschland ankommen und sich integrieren, ist eine wichtige familienpolitische Aufgabe. Das stellt auch die Fachkräfte in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung vor viele neue Herausforderungen, denn neu zugewanderte Familien benötigen besondere Betreuung. Der Arbeit von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Ihre Arbeit soll stärker gefördert werden – weshalb das BMFSFJ ab Frühjahr 2017 das neue Programm mit jährlichen Programmitteln in Höhe von 3 Mio € auflegt.

„Ich möchte geflüchtete Familien darin unterstützen, ihren Kindern einen schnellen Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Denn Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche und nachhaltige gesellschaftliche Integration. Das kann gelingen, wenn zugewanderte Familien von Anfang an über alle Möglichkeiten informiert und auf diesem Weg begleitet werden“, erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Diese Aufgabe übernehmen viele der bereits 7.000 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter in unserem Land. Durch ihre Arbeit und ihre Beratung geben sie zugewanderten Familien die nötige Orientierung im Alltag.“

Mit dem Modellprogramm sollen die Angebote der Elternbegleitung ausgeweitet und gut mit anderen Unterstützungsangeboten in der Kommune verknüpft werden.

Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sind früh- und sozialpädagogische Fachkräfte der Familienbildung, die an Kitas, Familienzentren und Familienbildungseinrichtungen aktiv sind. Sie beraten und begleiten Eltern von Kleinkindern bis hin zum Grundschulalter in Bildungs- und Entwicklungsfragen. Sie erklären den Eltern zum Beispiel, warum das Kind eine Kita besuchen sollte, helfen bei der Auswahl der Kita und der Anmeldung und beraten die Eltern, wie sie ihr Kind beim Lernen und bei der Integration unterstützen können.

Rund 7.000 Fachkräfte der Familienbildung wurden im Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ und seit Herbst 2015 im ESF-Bundesprogramm „Elternchance II - Familien früh für Bildung gewinnen“ bundesweit qualifiziert.

Für das neue Modellprogramm können sich freie oder öffentliche Träger bewerben, die in der flüchtlingsbezogenen Elternbegleitung in Einrichtungen der Kinder- Jugend- und Familienhilfe und in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

Das Bundesprogramm soll nach Auswahl der Projektträger im April 2017 starten und bis Dezember 2020 laufen.

Interessenten können sich ab sofort hier informieren und um eine Teilnahme bewerben:
www.elternchance.de

Quelle: Presseinfo BMFSFJ
 
28.12.2016

2016 "Jahr der verpassten Chancen" bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland

Das Jahr 2016 ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein "Jahr der verpassten Chancen" bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Die Bundesregierung hat es verpasst, in den großen Reformprozessen dieses Jahres einen deutlichen Schritt hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit für Kinder zu machen. Das gilt auch für die notw...
Das Jahr 2016 ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein "Jahr der verpassten Chancen" bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Die Bundesregierung hat es verpasst, in den großen Reformprozessen dieses Jahres einen deutlichen Schritt hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit für Kinder zu machen.
Das gilt auch für die notwendige Reform der Familienförderung insgesamt, um die soziale Gerechtigkeit in Deutschland zu steigern. "Trotz verschwindend geringer Lichtblicke herrscht in Deutschland bei der Bekämpfung der Kinderarmut weitgehend Stillstand. Eine Hartz-IV-Nullrunde für Kinder bis zu sechs Jahren, nur fünf Euro mehr für Jugendliche im Hartz-IV-Bezug, eine weitere Nullrunde beim Schulbedarfspaket, lediglich zwei Euro mehr Kindergeld: Die finanziellen Spielräume angesichts sprudelnder Steuereinnahmen werden nicht zugunsten armer Kinder und Jugendlicher genutzt. Auch im Bildungsbereich, das belegt die neue PISA-Studie eindrücklich, gibt es leider nichts Neues: Trotz steigender Bildungsausgaben hängt der Bildungserfolg immer noch stark von der sozialen Herkunft ab. Hier vermissen wir an vielen Stellen den politischen Willen, sich dem drängenden, strukturellen Problem der schlechten Bildungschancen der von Armut betroffenen Kinder in Deutschland anzunehmen. Das gilt auch für die Gesundheitsversorgung. Denn Kinderarmut und gesundheitliche Risikofaktoren gehen Hand in Hand. Trotz der prinzipiell kostenlosen Gesundheitsversorgung für Kinder und der kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen werden insbesondere Mädchen und Jungen aus finanziell benachteiligten Verhältnissen von diesen Angeboten immer noch nicht erreicht. Auch hier besteht dringender Reformbedarf. Kinderarmut lässt sich nicht mit politischen Kleckereien bekämpfen. Kinderarmut ist nur durch grundsätzliche Reformen zu überwinden, die auch spürbar bei den Betroffenen ankommen", betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Diese insgesamt schlechte Bilanz überdeckt die wenigen Lichtblicke fast vollständig. Die Hartz-IV-Regelsatzerhöhung für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren um 21 Euro begrüßen wir sehr, ebenso die Erhöhung des Kinderzuschlags zum Jahreswechsel um 10 Euro. Aber das ist für wirkliche gesellschaftliche Teilhabe, so wie sie das Bundesverfassungsgericht in seinem Hartz-IV-Urteil im Jahre 2010 gefordert hat, viel zu wenig. Besonders enttäuscht sind wir, dass das Gesetzgebungsverfahrungen zur Ausweitung des Unterhaltsvorschusses in diesem Jahr nicht mehr abgeschlossen wurde. Jetzt muss ein Weg gefunden werden, dass die Reform rückwirkend zum 01. Januar 2017 in Kraft tritt. Denn der Unterhaltsvorschuss kann, wie zahlreiche Studien zeigen, für Kinder von Alleinerziehenden ein wirksamer Schutz vor Armut sein", so Krüger weiter.
Zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk für ein ressortübergreifendes Bundesweites Programm aus. Ein solches Programm sollte bei der Beschäftigungspolitik ansetzen, damit Eltern durch eigene Erwerbstätigkeit sich und ihren Kindern eine ausreichende finanzielle Lebensgrundlage bieten können. Bund, Länder und Kommunen müssen zudem gemeinsam dafür sorgen, dass Einrichtungen für Kinder und Jugendliche so ausgestattet werden, dass sie deren Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten adäquat fördern können. Ein gesundes Aufwachsen sollte für alle Kinder, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern, ebenso eine Selbstverständlichkeit sein. Mit Bildung stärken wir die Kinder als Subjekte und ermöglichen es ihnen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht in Resignation zu versinken. Bildung beginnt dabei nicht erst in der Schule. Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung ein wesentlicher Fokus liegen. Neben einem Ganztagsangebot und flexiblen Öffnungszeiten, die insbesondere für Alleinerziehende von zentraler Bedeutung sind, brauchen wir für die Sicherung der Rechte von Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung sowie ein Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, das auch den gestiegenen Anforderungen und Erwartungen an das Fachpersonal Rechnung trägt. Nicht zuletzt gilt es der fortschreitenden Segregation von armen und reichen Familien entgegenzuwirken. Wir verstärken die vorhandenen Probleme wenn wir zulassen, dass arme Familien in manchen Stadteilen unter sich sind. Deutschland darf bei der sozialen Gerechtigkeit nicht im Mittelmaß stecken bleiben.

Quelle: Bildungsklick.de
03.11.2016

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Auch wenn ein Lehrer behauptet, er habe nicht gewusst, dass er unerlaubt handelte, so kann ein Dienstvergehen vorliegen. Denn er muss seine Unwissenheit glaubhaft schildern können. Das kann er aber nicht, wenn er das zweite Mal wegen eines ähnlichen Vergehens bestraft wird, beschloss das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfahlen (Az. 3d A 1203/16.O). Q...
Auch wenn ein Lehrer behauptet, er habe nicht gewusst, dass er unerlaubt handelte, so kann ein Dienstvergehen vorliegen. Denn er muss seine Unwissenheit glaubhaft schildern können. Das kann er aber nicht, wenn er das zweite Mal wegen eines ähnlichen Vergehens bestraft wird, beschloss das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfahlen (Az. 3d A 1203/16.O).
Quelle: Lehrer online, die sich auf die Deutsche Anwaltshotline beziehen.
09.09.2016

Studie: Unterrichtsprogramm Klasse2000 wirkt positiv auf Grundschulkinder

Eine Studie der Universität Bielefeld überprüfte die Wirkung des vierjährigen Grundschulprogramms Klasse2000 und belegt dessen positive Effekte auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern. Bei der Erreichung wichtiger Kriterien gesunder Ernährung, wie z.B. „5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag“ oder „ma...
Eine Studie der Universität Bielefeld überprüfte die Wirkung des vierjährigen Grundschulprogramms Klasse2000 und belegt dessen positive Effekte auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern. Bei der Erreichung wichtiger Kriterien gesunder Ernährung, wie z.B. „5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag“ oder „maximal eine Portion Süßigkeiten pro Tag“, schnitten Klasse2000-Kinder besser ab als die Kinder der Kontrollgruppe. Im Bereich Bewegung zeigte sich, dass mehr Kinder der Kontrollgruppe zu einem passiven Schulweg (Auto oder Bus) wechselten als die Klasse2000-Kinder. Rund 80 Prozent der Lehrkräfte beobachteten Veränderungen bei den Klasse2000-Kindern, vor allem im Ernährungs- und Sozialverhalten, die sie auf das Programm zurückführten.

Kurzfassung: http://www.klasse2000.de/fileadmin/user_upload/Kurz-Zus.fass-2_Seiten.pdf
Abschlussbericht der Universität Bielefeld: http://www.klasse2000.de/fileadmin/user_upload/Abschlussbericht-64Seiten.pdf

Quelle: Presseinformation des Vereins Programm Klasse 2000 e. V. vom 6.9.2016
 
07.04.2016

Plan International: Modellprojekt zum Schutz von Flüchtlingskindern gestartet

Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet, Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu werden. Das gilt auch für Mädchen und Jungen in Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland. „Kinder, für die alles Vertraute und alle Strukturen zusammengebrochen sind, brauchen unseren besonderen Schutz“, sagt Maike Röttger, Gesch&...
Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet, Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu werden. Das gilt auch für Mädchen und Jungen in Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland. „Kinder, für die alles Vertraute und alle Strukturen zusammengebrochen sind, brauchen unseren besonderen Schutz“, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin vom Kinderhilfswerk Plan International Deutschland. Um die internationalen Standards der humanitären Hilfe auch in Unterkünften in Deutschland zu einem festen Bestandteil zu machen, hat Plan International in Hamburg in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ein Modellprojekt gestartet. Das Programm mit dem Titel „Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit 500.000 Euro gefördert.

„Leider wissen wir, dass Kinder und Frauen in den Aufnahmeeinrichtungen nicht sicher vor Misshandlungen und sexuellen Übergriffen sind“, sagt Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass sie in den Einrichtungen geschützt sind. Wir brauchen konkrete und praktikable Schutzkonzepte, außerdem eine gesetzliche Regelung, die den Schutz von Kindern und Frauen in den Einrichtungen gewährleistet. Hier in Hamburg fördern wir deshalb Plans Programm „Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften.“

„Unsere Standards für Kinder in Krisenregionen werden weltweit umgesetzt. Wir fühlen uns ihnen verpflichtet und bringen unsere globale Expertise in der humanitären Hilfe gerne auch in Deutschland und in die Kooperation des Familienministeriums mit UNICEF und weiteren Partnern ein“, bekräftigt Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger. „Die Initiative des Familienministeriums für eine gesetzliche Verankerung von Schutzkonzepten begrüßen wir sehr. Unser Ziel ist es, die reellen Risiken für Kinder in den Einrichtungen zu reduzieren und ein bundesweit übertragbares Schutzkonzept für Flüchtlingsunterkünfte zu entwickeln. Seit Januar setzen wir unser Konzept in Zusammenarbeit mit den Johannitern in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Stellingen durch, im Mai starten wir in einer weiteren Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Bergedorf.“

Mit seinem Projekt schafft Plan International gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. die Voraussetzungen für ein sicheres Umfeld in den von den Johannitern betriebenen Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen (ZEA) in Hamburg. „Das Konzept von Plan funktioniert“, bestätigt Harald Halpick, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Hamburg. „Für uns als Betreiber von Flüchtlingseinrichtungen ist es enorm wichtig, dass der Schutz der Kinder gewährleistet ist.“

Quelle: OTS: Plan International Deutschland e.V. vom 22.3.2016
 
26.02.2016

UN-Organisationen: Wachsende Zahl von Todesfällen von Kindern im Meer

Jeden Tag sind seit September 2015 durchschnittlich zwei Flüchtlingskinder, die mit ihren Angehörigen auf dem Weg nach Europa waren, im östlichen Mittelmeer ertrunken. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) warnen, dass diese Zahl weiter ...
Jeden Tag sind seit September 2015 durchschnittlich zwei Flüchtlingskinder, die mit ihren Angehörigen auf dem Weg nach Europa waren, im östlichen Mittelmeer ertrunken. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) warnen, dass diese Zahl weiter ansteigt. Sie rufen dazu auf, die Sicherheit für Menschen, die vor Krieg und Verzweiflung fliehen, zu verbessern.

Seit letztem September, als der Tod des kleinen Aylan Kurdi überall auf der Welt Bestürzung auslöste, sind mehr als 340 Kinder im östlichen Mittelmeer ertrunken, darunter viele Babys und Kleinkinder. Die tatsächliche Zahl ist vermutlich höher, da viele Körper nie gefunden werden, erklärten die Organisationen.

„Wir können uns angesichts der Tragödie so vieler verlorener, unschuldiger junger Leben nicht abwenden oder nichts gegen die Gefahren tun, denen noch viel mehr Kinder ausgesetzt sind“, erklärte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Wir können vielleicht nicht die Verzweiflung beenden, die so viele Menschen versuchen lässt, über das Meer zu fliehen. Aber die Länder können und müssen enger zusammenarbeiten, um diese gefährlichen Fahrten sicherer zu machen. Niemand gibt ein Kind in ein Boot, wenn es eine sicherere Möglichkeit gibt.“
Der Teil der Ägäis zwischen der Türkei und Griechenland ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Im rauen Seegang im Winter ist das Risiko besonders hoch, dass die überladenen und instabilen Boote ohne Rettungsausrüstung kentern.

"Todesfälle sind unerträglich"
„Diese tragischen Todesfälle im Mittelmeer sind unerträglich und müssen aufhören“, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Filippo Grandi. „Anstrengungen gegen Schmuggler und Menschenhandel müssen verstärkt werden. Viele Kinder, die ihr Leben verloren haben, versuchten zu Angehörigen nach Europa zu gelangen. Deshalb muss die Organisation von legalen und sicheren Wegen – zum Beispiel in Form von Umsiedlungsprogrammen und Programmen zur Familienzusammenführung absolute Priorität haben, wenn wir die Todeszahlen verringern wollen.“

Der UN-Generalsekretär hat zu einer hochrangigen Konferenz über legale Zugangsmöglichkeiten für syrische Flüchtlinge im Rahmen der globalen Verteilung von Verantwortung eingeladen. Sie findet am 30. Mai in Genf statt.

Anteil der Kinder liegt bei 36 Prozent
Der Anteil der Kinder unter den Flüchtlingen liegt jetzt bei 36 Prozent. Die Gefahr, dass sie in der Ägäis zwischen der Türkei und Griechenland ertrinken, ist überproportional gestiegen. In den ersten sechs Wochen dieses Jahres ertranken im östlichen Mittelmeer 410 der rund 80.000 Menschen, die das Meer überquerten. Dies sind 35-mal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„Es reicht nicht, Leben zu zählen. Wir müssen handeln“, sagt William Lacy Swing, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration in Genf. „Dies ist nicht nur ein Problem des Mittelmeerraums oder eines von Europa. Es ist eine menschliche Katastrophe, die immer schlimmer wird und die den Einsatz der ganzen Welt erfordert. Das Erdbeben in Haiti in 2010 ging nicht nur eine Weltregion an, genauso wenig wie der Tsunami in Südostasien in 2004. Diese Katastrophen wurden durch umfassende humanitäre Hilfe bewältigt. Dies muss jetzt genauso sein.“

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 19.2.2016
 
20.02.2016

10. Kongress Bewegte Kindheit erwartet 3.000 BesucherInnen

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Bundespräsident a.D. Christian Wulff als Ehrengäste Zum 10. Mal findet vom 3. - 5. März 2016 der Kongress „Bewegte Kindheit“ in Osnabrück statt. Bereits drei Monate vor Beginn war der bundesweit größte Kongress zur frühkindlichen Bildung mit 3.000 TeilnehmerInnen ...
Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Bundespräsident a.D. Christian Wulff als Ehrengäste

Zum 10. Mal findet vom 3. - 5. März 2016 der Kongress „Bewegte Kindheit“ in Osnabrück statt. Bereits drei Monate vor Beginn war der bundesweit größte Kongress zur frühkindlichen Bildung mit 3.000 TeilnehmerInnen bereits restlos ausgebucht. 22 Hauptvorträge und über 150 Seminare, Workshops und Foren warten auf die Pädägogischen Fachkräfte aus KiTa, Grundschule, Tagespflege sowie Aus- und Weiterbildung.

Kongressleiterin Prof. Dr. Renate Zimmer erklärt die große Resonanz des Kongresses mit der gelungenen Mischung aus Theorie und Praxis: „Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die in Vorträgen und Seminaren vorgestellt werden, können in jeweils 40 parallel angebotenen Workshops konkrete Beispiele für die Umsetzung in die Praxis mitgenommen werden“.

Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, wie durch Bewegung, Spiel und Sport die soziale Teilhabe und Inklusion von Kindern gefördert werden kann. Ein eigenes Forum wird dabei auch beleuchten, wie Kinder aus geflüchteten Familien von Anfang an pädagogisch begleitet, im Hier und Jetzt ankommen und dabei auch die deutsche Sprache lernen können. Darüber hinaus werden renommierte ExpertInnen der Frühkindlichen Bildung wie Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis oder Dr. Ilse Wehrmann das System KiTa kritisch in den Blick nehmen und aktuelle bildungspolitische Herausforderungen benennen.

Im Eröffnungsvortrag wird der Neurobiologe und Mediziner Prof. Dr. Joachim Bauer die „Bedeutung kindlicher Beziehungserfahrungen aus neurobiologischer Sicht“ beleuchten.

Zum Jubiläums-Kongress wird auch politische Prominenz erwartet: Nach der Kongresseröffnung durch Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Familienministerium, wird Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka die 3.000 TeilnehmerInnen am 2. Kongresstag begrüßen. Zum Abschluss des Kongresses am Samstag wird Bundespräsident a.D. Christian Wulff einen Vortrag unter dem Titel „Kinder sind der Schlüssel zu einer besseren Welt“ halten.

Der Kongress „Bewegte Kindheit“ wird gemeinsam von der Universität Osnabrück und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) veranstaltet.

Zur Kongress-Homepage
 
14.02.2016

Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien startet in diesem Jahr mit einem Beteiligungsrekord:  111 Veranstaltungen und 27 Aktionen in 68 deutschen Städten machen zwischen dem Valentinstag am 14.2. und dem 20.2. auf die Situation der ca. 2,65 Millionen betroffenen Kinder in Deutschland aufmerksam. Geboten werden Information und Beratung rund um...

Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien startet in diesem Jahr mit einem Beteiligungsrekord:  111 Veranstaltungen und 27 Aktionen in 68 deutschen Städten machen zwischen dem Valentinstag am 14.2. und dem 20.2. auf die Situation der ca. 2,65 Millionen betroffenen Kinder in Deutschland aufmerksam. Geboten werden Information und Beratung rund um das Thema Sucht in der Familie. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen richten sich an Fachkräfte, die professionell mit Kindern arbeiten. Für Kinder gibt es Spiel- und Bastelangebote, Theaterworkshops sowie Vorlesestunden. In Dresden zeigt das Haus der Kirche die Ausstellung "Alltägliche Geschichten - Einblicke in die Welt der kindlichen Liebe.“ Das vollständige Verzeichnis aller Veranstaltungen gibt es auf der Website www.coa-aktionswoche.de
 
Ca. jedes sechste Kind in Deutschland wächst mit suchtkranken Eltern auf. Sie sind die größte bekannte Risikogruppe für eine eigene Suchterkrankung und lebenslang hoch­ge­fähr­det für psychische Krankheiten sowie soziale Störungen. Kinder aus Suchtfamilien sind noch immer vergessene Kinder, die durch die Maschen der bestehenden Hilfesysteme allzu oft hindurchrutschen.
 
 
15 Maßnahmen, die Kindern aus Suchtfamilien bessere Chancen gäben
Neben der Sensibilisierung vor Ort in den Städten und Landkreisen verfolgt die Aktionswoche auch in diesem Jahr eine bundespolitische Zielsetzung: Das im vergangenen Jahr veröffentlichte nationale Gesundheitsziel „Alkoholkonsum reduzieren“ beinhaltet endlich auch die Unterstützung suchtbelasteter Familien und ihrer Kinder. Um dieses Gesundheitsziel mit Leben zu erfüllen, wird der Öffentlichkeit zur Aktionswoche ein Papier mit 15 Maßnahmen für die Verbesserung der Si­tua­tion der Kinder vorgestellt. Es soll in Deutschland die Diskussion anregen, was nötig und was möglich ist, damit die Kinder von heute nicht die Süchtigen von morgen werden. Das Maßnahmenpapier kann unter www.coa-aktionswoche.de (unter dem Button „aktuell“)  heruntergeladen werden.
Die Aktionswoche läuft zeitgleich mit der „Children of Alcoholics Week“ in den USA und in Großbri­tannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schau­spielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird gefördert von der BARMER GEK.

Quelle: Presseinfo Bündnis Aktionswoche



 
29.01.2016

​Zählen á la Büroklammer

Diese Woche habe ich den Kindern einen neuen Verwendungszweck für die bunten Büroklammern gebastelt. Ich habe in den Ferben der Klammern Kreise aus Tonpapier ausgeschnitten und laminiert, und dazu Aufgabenkärtchen gebastelt, auf denen die Kinder nun ablesen können, wieviele Klammern sie an dem jeweiligen Kreis befestigen sollen. Mit dabei sogar einige leichte Rechenaufgaben, da das unsere Großen gerade sehr interessiert. Alles im Zahlenraum von 1-10, damit die Finger zu...
Diese Woche habe ich den Kindern einen neuen Verwendungszweck für die bunten Büroklammern gebastelt. Ich habe in den Ferben der Klammern Kreise aus Tonpapier ausgeschnitten und laminiert, und dazu Aufgabenkärtchen gebastelt, auf denen die Kinder nun ablesen können, wieviele Klammern sie an dem jeweiligen Kreis befestigen sollen. Mit dabei sogar einige leichte Rechenaufgaben, da das unsere Großen gerade sehr interessiert. Alles im Zahlenraum von 1-10, damit die Finger zum Zählen ausreichen ;-) von Franziska Binder
22.01.2016

Precht provoziert

Richard David Precht fordert eine Revolution für das deutsche Bildungssystem. Der Philosoph und Bestsellerautor bemängelt,  dass Schüler nicht das lernen, was sie für die Zukunft brauchen. Lesen Sie weiter auf News4teachers....
Richard David Precht fordert eine Revolution für das deutsche Bildungssystem. Der Philosoph und Bestsellerautor bemängelt,  dass Schüler nicht das lernen, was sie für die Zukunft brauchen.
Lesen Sie weiter auf News4teachers.
22.11.2015

KitaClub-Tipp: 20 Prozent Jubiläumsrabatt bei Kita-Ausstatter dusyma

Zur Feier des 90-jährigen Bestehens könnt ihr beim Kita-Bedarf-Hersteller und –Händler dusyma vom 18. November bis zum 24. Dezember 2015 mit 20 Prozent Rabatt einkaufen! Einfach im Web-Shop schriftlich oder telefonisch bestellen und dabei den Rabattcode „6003“ eingeben. Das Angebot gilt für alle Artikel mit der Artikelnummer 0,...
Zur Feier des 90-jährigen Bestehens könnt ihr beim Kita-Bedarf-Hersteller und –Händler dusyma vom 18. November bis zum 24. Dezember 2015 mit 20 Prozent Rabatt einkaufen! Einfach im Web-Shop schriftlich oder telefonisch bestellen und dabei den Rabattcode „6003“ eingeben. Das Angebot gilt für alle Artikel mit der Artikelnummer 0, 1, 2, 4 und 5 und ist nicht mit anderen Rabatten und Vertragskonditionen kombinierbar. Frohes Kita-Shoppen!
 
18.11.2015

Karstadt-Eigentümer baut Kitas

Karstadt-Eigentümer René Benko baut mit seinem Firmenimperium jetzt auch im großen Stil Kindergärten in Deutschland. Geplant sei in den nächsten Jahren die Errichtung von rund 150 Kitas durch ein Tochterunternehmen der Signa Property Funds, sagte ein Sprecher von Signa am 29. Oktober in Wien. Zuvor hatte der österreichische „Kurier“ über die Pläne berichtet. Erste Projekte sind demnach in Köln, Bonn, Düsseldorf und Münster gep...
Karstadt-Eigentümer René Benko baut mit seinem Firmenimperium jetzt auch im großen Stil Kindergärten in Deutschland. Geplant sei in den nächsten Jahren die Errichtung von rund 150 Kitas durch ein Tochterunternehmen der Signa Property Funds, sagte ein Sprecher von Signa am 29. Oktober in Wien. Zuvor hatte der österreichische „Kurier“ über die Pläne berichtet. Erste Projekte sind demnach in Köln, Bonn, Düsseldorf und Münster geplant.
Das Finanzvolumen für die Errichtung der ersten 150 Kitas bezifferte der Signa-Sprecher auf rund 400 Millionen Euro. Die ersten 13 Projekte seien bereits fertiggestellt oder in Arbeit. Der Kauf von weiteren 30 Grundstücken werde derzeit geprüft. Danach sollen pro Jahr zwischen 24 und 36 Anlagen folgen. Die Gebäude sollen in Holzbauweise aus vorgefertigten Teilen errichtet werden. Selbst betreiben will Signa die Kindergärten allerdings nicht, sondern nach Fertigstellung verkaufen.


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17.11.2015

Liebe KitaClub-Mitglieder

in diesen schweren Stunden trauern wir mit unseren Nachbarn in Frankreich und fühlen uns enger denn je mit ihnen verbunden. Die barbarische Tat von Paris war ein Angriff auf die gesamte freie Welt und ihre Werte. Bildung und die Bildungswirtschaft müssen sich gerade jetzt ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein. Wir müssen dafür eintreten, dass Kinder schon früh lernen, kultureller, religiöser und ethnischer Diversität hohen Respekt und große Wertsch&...
in diesen schweren Stunden trauern wir mit unseren Nachbarn in Frankreich und fühlen uns enger denn je mit ihnen verbunden. Die barbarische Tat von Paris war ein Angriff auf die gesamte freie Welt und ihre Werte. Bildung und die Bildungswirtschaft müssen sich gerade jetzt ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein. Wir müssen dafür eintreten, dass Kinder schon früh lernen, kultureller, religiöser und ethnischer Diversität hohen Respekt und große Wertschätzung entgegenzubringen. Wir können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Kinder aufzuklären und sie auf eine friedliche Welt vorzubereiten. Daran zu arbeiten und alles uns Mögliche in diese Richtung zu unternehmen, muss unser Ziel sein.

Ihr Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis
16.11.2015

MI(N)T-Macher in Baden-Württemberg gesucht!

Die element-i-Bildungsstiftung veranstaltet seit 2014 einen „Tüftler- und Forscherinnentag“, an dem immer mehr Kitas teilnehmen. Dieses Jahr, am 12. November, waren es schon 460 Kinde...
Die element-i-Bildungsstiftung veranstaltet seit 2014 einen „Tüftler- und Forscherinnentag“, an dem immer mehr Kitas teilnehmen. Dieses Jahr, am 12. November, waren es schon 460 Kinder aus 37 Stuttgarter und Karlsruher Einrichtungen. Im Rahmen von Betriebs- und Berufsschulbesuchen wurden die Kinder durch spannende naturwissenschaftlich-technische Mitmach-Projekte altersgerecht an das Themenfeld herangeführt. Ziel des Programmes: frühzeitig die Begeisterung für MINT-Themen, also Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bei Jungs und Mädchen gleichermaßen zu wecken. Im kommenden Jahr sollen noch mehr Kinder die Chance bekommen, in faszinierende MINT-Welten hinein zu schnuppern und zum Beispiel die „Zitronenbatterie“ (siehe Abbildung) oder das „Theremin“, ein Musikinstrument, das völlig berührungsfrei gespielt werden kann, kennenzulernen. Unternehmen und Kitas, die sich im nächsten Jahr beim dritten Tüftler- und Forscherinnentag beteiligen wollen, können sich auf der Website der element-i-Bildungsstiftung informieren und sich unter der Nummer 0711-656960-36 an die Bildungsstiftung wenden.
 
Foto: Friess und Merkle
15.11.2015

Führt Rot-Grün in Baden-Württemberg Bildungshäuser fort?

Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg denkt über die Fortführung der Bildungshäuser für Drei- bis Zehnjährige nach. „Das Modellprojekt hat in den vergan...
Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg denkt über die Fortführung der Bildungshäuser für Drei- bis Zehnjährige nach. „Das Modellprojekt hat in den vergangenen sieben Jahren wertvolle Erkenntnisse geliefert, wie der Übergang von der Kita in die Grundschule weiter verbessert werden kann“, heißt es im Ressort von Kultusminister Andreas Stoch (SPD). Es werde mit Hochdruck gearbeitet an der Auswertung der Ergebnisse des Modellversuchs zur Verzahnung von Kindergarten und Grundschule gearbeitet sowie an Empfehlungen für eine Kabinettsvorlage. Die SPD-Abgeordnete Sabine Wölfle hatte jüngst im Landtag gesagt, man überlege, ob die Bildungshäuser ein Regelangebot werden. Im Südwesten gibt es derzeit rund 200 Bildungshäuser, die einen reibungslosen Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule gewähren sollen. Dafür sind gemeinsame Lern- und Spielzeiten in institutions- und jahrgangsübergreifenden Gruppen vorgesehen. Der Orientierungsplan für die Kindergärten und der Bildungsplan der Grundschule sind aufeinander abgestimmt. Nach früheren Angaben Stochs kommen bislang nur acht Prozent aller Drei- bis Zehnjährigen in den Genuss solcher Bildungseinrichtungen. Laut Kultusministerium hatte die CDU-geführte Vorgängerregierung das Projekt nur bis 2014/15 durchfinanziert. Grün-Rot habe sich für die Bildungshäuser stark gemacht und im ersten Nachtragshaushalt von 25 Deputaten für das Schuljahr 2015/16 bereitgestellt. Wann dem Kabinett die Empfehlungen vorgelegt werden, ist noch unklar.


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12.11.2015

Hamburg übernimmt Tarifabschluss für Erzieher

Auch in Hamburg müssen Eltern von Kita-Kindern vorerst keine Streiks an den Kindertagesstätten mehr befürchten. Die Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich am 5. November grundsätzlich auf die Übernahme der bundesweiten Tariferhöhung für den Sozial- und Erziehungsdienst vers...
Auch in Hamburg müssen Eltern von Kita-Kindern vorerst keine Streiks an den Kindertagesstätten mehr befürchten. Die Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich am 5. November grundsätzlich auf die Übernahme der bundesweiten Tariferhöhung für den Sozial- und Erziehungsdienst verständigt, wie die Gewerkschaft mitteilte. Der Einigung war im Frühjahr ein wochenlanger Tarifkonflikt vorausgegangen, bei dem die Beschäftigten aus Kindertagesstätten und sozialen Einrichtungen bundesweit für eine Aufwertung ihrer Berufe gestreikt hatten. Während im Rest der Republik bereits im Oktober ein mehrheitlich von den Gewerkschaftsmitgliedern abgesegnetes Tarifergebnis vorlag, musste in Hamburg gesondert verhandelt werden, weil es in dem Stadtstaat eine eigenständige Tarifstruktur mit der AVH gibt. Das erzielte Verhandlungsergebnis werde nun den Gewerkschaftsmitgliedern bis Ende November in einer Urabstimmung vorgelegt, teilte Verdi mit.


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10.11.2015

Mehr Kita-Angebote für Flüchtlingskinder in Sachsen

In Sachsen helfen künftig mehr sogenannte Willkommenskitas bei der Integration von Flüchtlingskindern in den Kita-Alltag. Das Modellprojekt wurde von vier auf nunmehr zehn Einrichtungen ausgeweitet, sagte Projektleiter Axel Möller von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Neu hinzugekommen sind demna...
In Sachsen helfen künftig mehr sogenannte Willkommenskitas bei der Integration von Flüchtlingskindern in den Kita-Alltag. Das Modellprojekt wurde von vier auf nunmehr zehn Einrichtungen ausgeweitet, sagte Projektleiter Axel Möller von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Neu hinzugekommen sind demnach Kitas und Horteinrichtungen in Dresden, Leipzig und Bautzen. „Der Bedarf auch in den Städten ist groß“, erklärte Möller. Bisher wurden vor allem Kitas in ländlichen Regionen gefördert.
Vor gut einem Jahr wurde das bundesweit einzigartige Modellprojekt „Willkommenskitas“ in Sachsen gestartet. Seither werden ausgewählte Kitas mit Fortbildungen, Beratern vor Ort und dem Aufbau von Netzwerken bei der Aufnahme von Flüchtlingskindern unterstützt. Mit rund 100 000 Euro wird das Projekt aus dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und vom Kultusministerium gefördert.
09.11.2015

Fachkräfte-Nachwuchs für Kitas in Sicht

Einen Anstieg der Anfängerinnen und Anfänger an Fachschulen für Sozialpädagogik um durchschnittlich mehr als 2000 Personen pro Jahr innerhalb der letzten sechs Jahre, vermeldet das...
Einen Anstieg der Anfängerinnen und Anfänger an Fachschulen für Sozialpädagogik um durchschnittlich mehr als 2000 Personen pro Jahr innerhalb der letzten sechs Jahre, vermeldet das Fachkräftebarometer Frühe Bildung. Die wachsende Zahl der Schülerinnen und Schüler wirkt sich mit Verzögerung auch auf die Anzahl der Absolventen aus: Im selben Sechs-Jahres-Zeitraum ergab sich bereits ein Zuwachs um 31 Prozent, das entspricht 23 000 Personen. Das Fachkräftebarometer wird auf Basis amtlicher Statistiken erstellt, Herausgeber ist die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). Sie ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e. V. und wird aus Mitteln des BMBF gefördert.


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08.11.2015

Bund-Länder-Erklärung zur Kita-Förderung

Eine Erklärung zur Förderung der Kindertagesbetreuung („Frühe Bildung lohnt sich“) haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (be...
Eine Erklärung zur Förderung der Kindertagesbetreuung („Frühe Bildung lohnt sich“) haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) mit Vertretern der Länder, von Wirtschaft und Verbänden unterzeichnet. Angesichts der notwendigen Integration von Flüchtlingskindern seien gute Bildungschancen für alle Kinder besonders wichtig, sagte Schwesig bei der Konferenz am 5. November in Berlin. Gabriel betonte die große Bedeutung der Kindertagesstätten auch für die Wirtschaft und deren Bedarf an Fachkräften. Bereits in der frühkindlichen Bildung werde das Fundament für die weitere Entwicklung gelegt. Zum Zuzug der vielen Flüchtlinge sagte Gabriel: „Die Zahl ist nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist die Geschwindigkeit.“ Wenn die Flüchtlinge an den Rand gedrängt würden, dann entwickelten sich Parallelgesellschaften. Deshalb sei nichts wichtiger als gute Bildungsangebote. „Natürlich kostet das Geld.“


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04.11.2015

Plenum Frühpädagogik

Das 5. Plenum Frühpädagogik findet am 30. November im Deutschen Bundestag in Berlin statt. Fachleute aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Medien und Verbänden sowie die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind dazu eingeladen, sich zu dem Thema „Bundesqualitätsgesetz für Kindertageseinrichtungen" auszutauschen. Fragen, die im Plenum diskutiert werden, sind beispielsweise: „Welche Standards brauchen wir, um das Aufwachsen der Kinder in Kindertage...
Das 5. Plenum Frühpädagogik findet am 30. November im Deutschen Bundestag in Berlin statt. Fachleute aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Medien und Verbänden sowie die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind dazu eingeladen, sich zu dem Thema „Bundesqualitätsgesetz für Kindertageseinrichtungen" auszutauschen. Fragen, die im Plenum diskutiert werden, sind beispielsweise: „Welche Standards brauchen wir, um das Aufwachsen der Kinder in Kindertageseinrichtungen fachlich angemessen zu begleiten?“ und „Welche Folgen haben Qualitätsunterschiede in den Bundesländern?“ Interessierte können sich bis zum 18. November mit diesem Anmeldeformular anmelden. Veranstalter ist der Fröbel e.V. Weitere Informationen gibt es HIER
 
04.11.2015

Bund-Länder-Kooperation im Bildungsbereich im Gespräch

Um Flüchtlingskinder besser und von Anfang an in das deutsche Bildungssystem zu integrieren, müsste in Kitas und Schulen kräftig investiert werden, so die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Marlis Tepe. Eine grundlegende Voraussetzung für derartige Investitionen sieht sie – wie auch die SPD u...
Um Flüchtlingskinder besser und von Anfang an in das deutsche Bildungssystem zu integrieren, müsste in Kitas und Schulen kräftig investiert werden, so die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Marlis Tepe. Eine grundlegende Voraussetzung für derartige Investitionen sieht sie – wie auch die SPD und die Grünen, die eben einen diesbezüglichen Vorstoß wagten – in einer Lockerung des Kooperationsverbots im Schulbereich zwischen Bund und Ländern. Diese Lockerung hätte eine Strukturveränderung zur Folge, die, laut Tepe „längst überfällig ist“. Bereits in den vergangenen Jahren hätte das Kooperationsverbot wichtige Maßnahmen beim Bildungs- und Teilhabepaket unmöglich gemacht.
 
03.11.2015

Die neue didacta ist da!

Die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erscheint heute. Im Titelthema erfahren Sie, wie moderne Schularchitektur verschiedene Lerntypen fördert, was Lehrer für Ihre Stimme tun können und wie Schüler ein positives Verhältnis zu vielfältiger und bewusster Ernäh...
Die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erscheint heute. Im Titelthema erfahren Sie, wie moderne Schularchitektur verschiedene Lerntypen fördert, was Lehrer für Ihre Stimme tun können und wie Schüler ein positives Verhältnis zu vielfältiger und bewusster Ernährung bekommen. Weitere Themen: die Rolle der beruflichen Schulen, unser Schulbauprojekt in Malawi, Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Kita und vieles mehr. Die aktuelle Ausgabe von didacta gibt es auch als eMagazine über die „ikiosk“-App im Apple App Store und Google Play Store sowie online auf www.ikiosk.de.

 
27.10.2015

Messe zu Naturwissenschaften und Technik

Auf der „Messe MINT“, die am 26. November in Hannover stattfindet, haben pädagogische Fachkräfte und Grundschullehrer die Möglichkeit, sich mit Themen aus dem Bereich Mathem...
Auf der „Messe MINT“, die am 26. November in Hannover stattfindet, haben pädagogische Fachkräfte und Grundschullehrer die Möglichkeit, sich mit Themen aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu befassen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem kindlichen Forschergeist und den Schnittstellen dieser Themen zu anderen Bildungsbereichen wie Sprache, Motorik oder ästhetischer Bildung. Zahlreiche regionale und bundesweite Initiativen aus dem MINT-Bereich stellen sich den Messebesuchern vor und laden zum Austausch ein. Ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Praxisimpulsen rundet das Messeangebot ab. Der Eintritt zu der Messe ist kostenlos, zu den Programmangeboten ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Veranstalter ist das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Weitere Infos gibt es HIER.

Foto: nifbe
26.10.2015

Telefonsprechstunde zum Thema Flüchtlingskinder

Um pädagogische Fachkräfte im Umgang mit Flüchtlingskindern und deren Familien zu unterstützen, hat das Niedersächsiche Institut für frühkindliche Bildung (nifbe) Re...
Um pädagogische Fachkräfte im Umgang mit Flüchtlingskindern und deren Familien zu unterstützen, hat das Niedersächsiche Institut für frühkindliche Bildung (nifbe) Regionalnetzwerk-SüdOst zusammen mit dem Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN) eine Telefonsprechstunde eingerichtet. Jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr steht unter der Nummer 0511/85 64 45-13 eine Expertin für alle Fragen im Umgang mit traumatisierten Kindern zur Verfügung. Kita-Fachkräfte können sich dort Rat zu rechtlichen, psychologischen und pädagogischen Themen rund um Flüchtlingskinder holen. Weitere Information zur Telefonsprechstunde gibt es HIER.


Foto: charles taylor / shutterstock.com
 
21.10.2015

Tagesmütter fordern einheitliche Bezahlung

Für eine einheitliche und leistungsgerechte Bezahlung von Tagesmüttern und -vätern will sich ein neuer Verband in Brandenburg einsetzen. „Wir arbeiten derzeit an einer Musterricht...
Für eine einheitliche und leistungsgerechte Bezahlung von Tagesmüttern und -vätern will sich ein neuer Verband in Brandenburg einsetzen. „Wir arbeiten derzeit an einer Musterrichtlinie“, sagte die Vorsitzende des Landesverbands für Kindertagespflege Brandenburg, Ingrid Pliske-Winter, der Deutschen Presse-Agentur. Je nach Landkreis variiert die Bezahlung mitunter stark. Das wird in einer Antwort von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Abgeordneten und Mitgründerin des Verbands, Kristy Augustin, deutlich.
In der Prignitz bekommen Tagesmütter beispielsweise 2,77 Euro pro Stunde und Kind sowie monatlich 50 Euro für die Verpflegung. In Elbe-Elster zahlen die Jugendämter pauschal knapp 430 Euro im Monat pro Kind. In Oder-Spree wiederum gibt es je nach Qualifizierung der Betreuer gestaffelte Pauschalen von bis zu rund 173 Euro pro Kind für die Erziehung und etwa 230 Euro für Sachkosten. Zu den am besten zahlenden Kommunen gehört Potsdam. Dort gibt es je Kind monatlich bis zu 550 Euro Erziehungskosten, 150 Euro Sachkosten und bis zu 150 Euro Mietkostenzuschuss.


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20.10.2015

Gewinner des Wettbewerbs „Kita forscht!“ ausgezeichnet

Vier Kitas aus Baden-Württemberg, Brandenburg und Schleswig-Holstein wurden am 19. Oktober im Rahmen des Kongresses Invest in Future mit dem Kita-Innovationspreis „KitaStar“ ausgezeic...
Vier Kitas aus Baden-Württemberg, Brandenburg und Schleswig-Holstein wurden am 19. Oktober im Rahmen des Kongresses Invest in Future mit dem Kita-Innovationspreis „KitaStar“ ausgezeichnet. Die Kita „EinSteinchen“ in Frankfurt an der Oder (Gold), die überbetriebliche Kindertagesstätte in Lörrach (Gold), die Kita Regenbogen in Ortrand (Silber) und die Kita Quickelbü in Quickborn (Bronze) konnten die Jury mit beispielgebenden Bildungsangeboten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik überzeugen. Hinter dem Wettbewerb standen die Fragen: Wie gelingt eine frühe naturwissenschaftlich-technische Bildung in Kitas? Welche pädagogische Haltung sowie Material- und Raumausstattungen sind erforderlich, um dem Forschergeist von Kindern gerecht zu werden? Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der „element-i-Bildungsstiftung“. Weitere Informationen zu den Gewinnern gibt es HIER.


Foto: element-i-Bildungsstiftung
 
18.10.2015

Gratis Bildwörterbuch für Flüchtlinge

Das Willkommens-ABC ist ein Bildwörterbuch, das Kindern wie auch deren Familien die Möglichkeit bietet, einen ersten Zugang zur deutschen Sprache zu bekommen. 150 alltagsrelevante Begriffe ermöglichen eine erste Verständigung und unterstützen das Erlernen der dringend benötigten Sprachkenntnisse. Das Willkommens-ABC kann hier kostenlos...
Das Willkommens-ABC ist ein Bildwörterbuch, das Kindern wie auch deren Familien die Möglichkeit bietet, einen ersten Zugang zur deutschen Sprache zu bekommen. 150 alltagsrelevante Begriffe ermöglichen eine erste Verständigung und unterstützen das Erlernen der dringend benötigten Sprachkenntnisse. Das Willkommens-ABC kann hier kostenlos als Druck-pdf, eBook oder App heruntergeladen werden und wurde sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache vertont. Es darf ausdrücklich von jedem benutzt und geteilt werden, ausgenommen sind jedoch kommerzielle Zwecke. Die Bebilderung des Bildwörterbuches entstand als ehrenamtliches Gemeinschaftsprojekt von 26 Illustratoren des Ars Edition Verlages.
 
18.10.2015

Berliner Kinder demonstrieren für bessere Kitas

Mehrere Tausend Kinder, Eltern und Erzieher haben in Berlin farbenfroh und laut für bessere Kitas demonstriert. Unter dem Motto „Auf die Kleinen kommt es an“ zogen sie am 7. Oktober durch die Stadt und ließen orangene Luftballons steigen. Viele Kinder trugen auch orangene Warnwesten. Mehr als 400 Kitas hätten Aktionen angekündigt, t...
Mehrere Tausend Kinder, Eltern und Erzieher haben in Berlin farbenfroh und laut für bessere Kitas demonstriert. Unter dem Motto „Auf die Kleinen kommt es an“ zogen sie am 7. Oktober durch die Stadt und ließen orangene Luftballons steigen. Viele Kinder trugen auch orangene Warnwesten. Mehr als 400 Kitas hätten Aktionen angekündigt, teilten die Organisatoren vom Berliner Kitabündnis mit. Das Kitabündnis fordert mehr Erzieherinnen für die Berliner Kitas. Die Pädagoginnen müssten sich um zu viele Kinder gleichzeitig kümmern. Bei den Unter-Drei-Jährigen ist eine Erzieherin einer Bertelsmann-Studie zufolge derzeit für im Schnitt fast sechs Kinder verantwortlich. Zugleich müsse Berlin mehr Betreuungsplätze schaffen, fordern Erzieher und Eltern.


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14.10.2015

Die neue Ausgabe von Meine Kita ist da!

Die neue und für dieses Jahr letzte Ausgabe von Meine Kita – das didacta Magazin für den Elementarbereich ist erschienen. Im aktuellen Heft erfahren frühpädagogische Fachkr&a...
Die neue und für dieses Jahr letzte Ausgabe von Meine Kita – das didacta Magazin für den Elementarbereich ist erschienen. Im aktuellen Heft erfahren frühpädagogische Fachkräfte, warum die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita-Fachkräften wichtig ist, wie Kinder mit Behinderung Teil einer Regelkita-Gruppe werden können und was sie auf der didacta – die Bildungsmesse 2016 erwartet. KitaClub-Mitglieder finden das Magazin druckfrisch in ihrem Briefkasten.
 
13.10.2015

Frühkindliche Bildung gegen Kindernot

Frühkindliche Bildung unterstützt den Kampf gegen Armut, so das Ergebnis der Studie „Frühkindliche Bildung Basis für menschliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit in der...
Frühkindliche Bildung unterstützt den Kampf gegen Armut, so das Ergebnis der Studie „Frühkindliche Bildung
Basis für menschliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit"
der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag der Kindernothilfe. Wenn bereits Vorschulkinder durch hochwertige Bildungsangebote gefördert werden, könne die ganze Gesellschaft nachhaltig in ihrer Entwicklung gestärkt werden. Die Studie weist empirisch nach, dass die frühe Förderung und Bildung von Kindern deutlich größere Effekte auf Bildungserfolg hat als sämtliche spätere Maßnahmen im Bereich der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Trotzdem geht der Ausbau frühkindlicher Bildungsangebote in vielen Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens nur zögerlich voran: In Entwicklungsländern hat nur jedes fünfte Kind Zugang zu vorschulischen Bildungsangeboten. Diese sind meist teuer und oft von schlechter Qualität.

Foto: nelik / shutterstock.com
 
11.10.2015

Mehr Kinder in Kitas oder bei Tageseltern

Fast jedes dritte Kind unter drei Jahren wird tagsüber außer Haus betreut. Gut 693 300 Kleinkinder gingen am Stichtag 1. März in Krippen, Kitas oder zu Tageseltern, rund 32 600 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 1. Oktober berichtete. Die sogenannte Betreuungsquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 32,9 Prozent. Bei...
Fast jedes dritte Kind unter drei Jahren wird tagsüber außer Haus betreut. Gut 693 300 Kleinkinder gingen am Stichtag 1. März in Krippen, Kitas oder zu Tageseltern, rund 32 600 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 1. Oktober berichtete. Die sogenannte Betreuungsquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 32,9 Prozent. Bei den Zweijährigen betrug sie sogar 61,3 Prozent. Nach wie vor gibt es ein großes Ost-West-Gefälle: In den westdeutschen Bundesländern wurden im März im Schnitt 28,2 Prozent der unter Dreijährigen außer Haus betreut, im Osten mehr als die Hälfte (51,0 Prozent). Von den westdeutschen Flächenländern hatten Schleswig-Holstein (31,4 Pro-zent) und Rheinland-Pfalz (30,6 Prozent) die höchsten Betreuungsquoten, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (25,8 Prozent). Bundesweiter Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt, wo 57,9 Prozent der Kleinkinder außerhalb des Elternhauses betreut wurden.


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05.10.2015

Personalschlüssel in Kitas weiterhin unbefriedigend

Trotz eines positiven Trends gibt es nach wie vor zu wenig frühpädagogisches Personal in Deutschlands Kitas, so ein Ergebnis des „Länderreports Frühkindliche Bildungssysteme&...
Trotz eines positiven Trends gibt es nach wie vor zu wenig frühpädagogisches Personal in Deutschlands Kitas, so ein Ergebnis des „Länderreports Frühkindliche Bildungssysteme“. Aktuell ist im bundesdeutschen Durchschnitt eine vollzeitbeschäftigte Kita-Fachkraft für 4,4 ganztags betreute Krippenkinder oder 9,5 Kindergartenkinder zuständig. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren kamen 4,8 Krippen- beziehungsweise 9,8 Kindergartenkinder auf eine Erzieherin oder einen Erzieher. Die besten Personalschlüssel weisen baden-württembergische Kitas mit 3,1 Krippenkindern und 7,7 Kindergartenkindern pro Kita-Fachkraft auf. Sachsen bildet das Schlusslicht: Eine Fachkraft betreut 6,5 Unterdreijährige beziehungsweise 13,6 Überdreijährige. Der Ländermonitor ist ein Projekt im Rahmen des Programms „Wirksame Bildungsinvestitionen“ der Bertelsmann Stiftung.


Foto: Olesya Feketa / shutterstock.com
01.10.2015

Tragfähiger Kompromiss bei Tarifauseinandersetzung

Als "tragfähigen Kompromiss" bezeichnet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Verständigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern in der neunten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes (SuE). Rückwirkend zum 1. Juli werden die meisten der 240 000 Beschäftigten i...
Als "tragfähigen Kompromiss" bezeichnet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Verständigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern in der neunten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes (SuE). Rückwirkend zum 1. Juli werden die meisten der 240 000 Beschäftigten im Sozia- und Erziehungsdienst in eine höhere Entgeltgruppe eingeordnet und erhalten mehr Gehalt. Durch die Regelung verdienen insbesondere jüngere Erzieherinnen und Erzieher mehr. Die GEW Gremien haben einem Abschluss auf dieser Grundlage zugestimmt und empfehlen den Mitgliedern die Annahme. Dazu wird in den nächsten Wochen eine Urabstimmung durchgeführt.
 
29.09.2015

Forscher-Wettbewerb für Kitas

Der Wettbewerb „Forschergeist“ ruft Kitas bundesweit dazu auf, bis zum 31. Januar 2016 Projektarbeiten einzureichen, in denen sich die Kinder mit Fragen aus den Bereichen Natur, Mathematik und Technik beschäftigen. Gesucht werden inspirierende Projekt, die das gemeinsame Forschen in die pädagogische Arbeit der...
Der Wettbewerb „Forschergeist“ ruft Kitas bundesweit dazu auf, bis zum 31. Januar 2016 Projektarbeiten einzureichen, in denen sich die Kinder mit Fragen aus den Bereichen Natur, Mathematik und Technik beschäftigen. Gesucht werden inspirierende Projekt, die das gemeinsame Forschen in die pädagogische Arbeit der Kita einbinden. Die Landessieger erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 Euro. Der Bundessieger wird mit zusätzlichen 3.000 Euro prämiert. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der Deutschen Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Weitere Informationen sowie Teilnahmebedingungen gibt es HIER.

Foto: kavring / shutterstock.com
24.09.2015

Gemischte Bilanz zum Kinderförderungsgesetz

Die Erfahrungen der hessischen Kitas mit dem umstrittenen Kinderförderungsgesetz (Kifög) bleiben gemischt. Nach einem zweiten Runden Tisch zur Kinderbetreuung im Land schloss Sozialminister ...
Die Erfahrungen der hessischen Kitas mit dem umstrittenen Kinderförderungsgesetz (Kifög) bleiben gemischt. Nach einem zweiten Runden Tisch zur Kinderbetreuung im Land schloss Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) weitere Änderungen nicht aus. Dem Gesetz von 2013 zufolge zahlt das Land Zuschüsse nicht mehr für Kita-Gruppen,  sondern für das einzelne Kind. Nach einer Übergangsfrist gilt der neue Finanzschlüssel seit Anfang September flächendeckend. Grüttner sagte am 14. September in Wiesbaden, die Erfahrungen seien regional und nach Größe der Kita-Träger verschieden. In der Runde mit Trägern, Kommunen und Experten wurde weiter über den hohen bürokratischen Aufwand geklagt. Der Streit über den Systemwechsel in der Kita-Finanzierung hatte im Wahljahr 2013 hohe Wellen geschlagen. Tausende Erzieher und Eltern gingen auf die Straße. Sie fürchteten, dass die Gruppen in den Kitas größer werden. Der neue Betreuungsschlüssel sieht für Drei- bis Sechsjährige 0,07 Erzieher je Kind vor, also 14 Kinder auf einen Erwachsenen. Um diesen Eckwert ranken sich Staffeln von Zu- und Abschlägen. Kitas mit vielen Migrantenkindern erhalten Zuschläge.


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22.09.2015

Gewerkschaften fordern Kraftakt für Bildung der Flüchtlingskinder

Schulen und Kitas müssen nach Ansicht der Gewerkschaften in einem umfassenden Kraftakt fit gemacht werden für die Integration von Flüchtlingskindern in Deutschland. Schnelle Schritte in allen Bildungsbereichen seien jetzt nötig, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, der Deutschen Presse-Agentur in ...
Schulen und Kitas müssen nach Ansicht der Gewerkschaften in einem umfassenden Kraftakt fit gemacht werden für die Integration von Flüchtlingskindern in Deutschland. Schnelle Schritte in allen Bildungsbereichen seien jetzt nötig, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. DGB-Vizechefin Elke Hannack sagte der dpa: „Ab dem nächsten Schuljahr spätestens brauchen wir mehr Lehrkräfte, Sozialarbeiter und Psychologen, die die Kinder an den Schulen betreuen.“ Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nannte es „sehr ehrgeizig“, wenn die Kinder in den sogenannten Willkommensklassen in drei bis sechs Monaten sprachlich auf den Regelunterricht vorbereitet werden sollen. „Bei idealen Bedingungen kann man das in sechs Monaten schaffen.“ […] Tepe stellte konkrete Forderungen für einzelne Bereiche auf. Für die Kitas solle das neue Bundesprogramm Sprach-Kitas deutlich ausgeweitet werden. Nur für 4000 der bundesweit 50 000 Einrichtungen sei das geplant. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) will damit Kinder mit Deutschproblemen erreichen.


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21.09.2015

Kita-Kongress

Themenschwerpunkte des Kita-Kongresses der ConSozial für Fach- und Führungskräfte aus dem pädagogischen und sozialen Bereich sind Inklusion, Partizpation, Gesundheit und Migration. Referenten stellen Beiträge vor, die Impulse für Diskussionen geben und für die eigene Praxis motivieren und informie...
Themenschwerpunkte des Kita-Kongresses der ConSozial für Fach- und Führungskräfte aus dem pädagogischen und sozialen Bereich sind Inklusion, Partizpation, Gesundheit und Migration. Referenten stellen Beiträge vor, die Impulse für Diskussionen geben und für die eigene Praxis motivieren und informieren sollen. In einem Abschlussplenum werden die Eindrücke des Tages zusammengeführt. Anmeldeschluss für die Online-Registrierung ist der 25. September 2015. Der Kongress wird in Nürnberg von der ConSozial durchgeführt. Weitere Informationen gibt es HIER.


Foto: ConSozial
17.09.2015

Unterstützung im Umgang mit Flüchtlingskindern

Der Informationspool „Flucht und Migration" des Sächsischen Kita-Bildungsservers, bietet Erzieherinnen und Erzieher, Kita-Leitungen und Träger ab sofort Auskunft zum Umgang mit Kindern mit Migrationshintergrund und Flüchtlingskindern. Neben Broschüren zum Thema Mehrsprachigkeit gibt es beispielsweise Informationen zur Situation von Fl...
Der Informationspool „Flucht und Migration" des Sächsischen Kita-Bildungsservers, bietet Erzieherinnen und Erzieher, Kita-Leitungen und Träger ab sofort Auskunft zum Umgang mit Kindern mit Migrationshintergrund und Flüchtlingskindern. Neben Broschüren zum Thema Mehrsprachigkeit gibt es beispielsweise Informationen zur Situation von Flüchtlingskindern in Deutschland und spezifischen Fördermöglichkeiten.
 
14.09.2015

Die neue didacta ist da!

Am 9. August ist die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erschienen. Im Titelthema erfahrt Ihr, warum Bildung außerschulische Lernorte braucht und wie Unterricht im Freien aussehen kann. Weitere Themen: Lehrer-Fortbildungen im Ausland, Sprachförderung in Kita und Schule, Berufsorient...
Am 9. August ist die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erschienen. Im Titelthema erfahrt Ihr, warum Bildung außerschulische Lernorte braucht und wie Unterricht im Freien aussehen kann. Weitere Themen: Lehrer-Fortbildungen im Ausland, Sprachförderung in Kita und Schule, Berufsorientierung und vieles mehr.
 
Die aktuelle Ausgabe von didacta gibt es auch als eMagazine über die „ikiosk“-App im Apple App Store und Google Play Store sowie online auf www.ikiosk.de.
 
13.09.2015

Studie: Viele Flüchtlingskinder psychisch belastet

Flüchtlingskinder sind einer Studie zufolge häufig psychisch belastet. Eine Untersuchung von 100 syrischen Kindern in der Bayernkaserne in München ergab, dass etwa ein Drittel betroffen war. Jedes fünfte Kind litt an einer posttraumatischen Belastungsstörung. „Dies ist die erste repräsentative Studie, die in dieser Größ...
Flüchtlingskinder sind einer Studie zufolge häufig psychisch belastet. Eine Untersuchung von 100 syrischen Kindern in der Bayernkaserne in München ergab, dass etwa ein Drittel betroffen war. Jedes fünfte Kind litt an einer posttraumatischen Belastungsstörung. „Dies ist die erste repräsentative Studie, die in dieser Größenordnung in Deutschland durchgeführt wurde“, sagte Volker Mall, Professor für Sozialpädiatrie an der Technischen Universität München, am 1. September. Jedes Kind wurde demnach zweimal für jeweils drei Stunden von muttersprachlichen Ärzten und Psychologen untersucht. „Gerade die posttraumatische Belastungsstörung ist eine große Herausforderung für uns“, erklärte Mall. Die Erlebnisse von Krieg und Folter in den Heimatländern und die oft monatelange Flucht nach Europa belasteten die Kinder in hohem Maße. Aber auch die Situation in Deutschland trage zur psychischen Belastung bei. Viele Kinder erlebten soziale Isolation und Diskriminierung. „Hier fehlt es ganz klar an einer Willkommenskultur in Deutschland“, betonte Mall. „Ein großes Problem ist der lange Aufenthalt in Erstaufnahmeeinrichtun-gen. Viele Kinder bleiben 200 Tage in diesen Unterkünften – und das muss sich ändern!“


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10.09.2015

Familienministerin fördert flexible Kita-Betreuungszeiten

Mit bis zu 100 Millionen Euro in drei Jahren will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) flexiblere Betreuungszeiten für Kinder fördern. Bei dem Programm KitaPlus gehe es nicht daru...
Mit bis zu 100 Millionen Euro in drei Jahren will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) flexiblere Betreuungszeiten für Kinder fördern. Bei dem Programm KitaPlus gehe es nicht darum, eine län-gere Betreuung zu ermöglichen, sondern das Angebot vor allem in Rand-zeiten zu verbessern, erklärte Schwesig am 3. September.
Immer mehr Mütter und Väter arbeiteten außerhalb der üblichen Öffnungs-zeiten von Kitas – etwa in Kliniken, der Gastronomie oder bei der Polizei. „Diese Familien wünschen sich eine Betreuung für ihre Kinder, die zu ihrem Arbeitsalltag passt“, betonte die Ministerin. Bis zu 200 000 Euro pro Jahr können Kitas beantragen, Tagespflegepersonen bis zu 15 000 Euro, um ihr Angebot ab Januar 2016 entsprechend auszubauen. Das Geld kann für Baukosten ebenso genutzt werden wie für Betriebs- und Personalkosten. Schon eine Verlängerung der Öffnungszei-ten von 16 auf 18 Uhr nutze vielen Pendlern und Vollzeitberufstäti-gen, heißt es im Ministerium.


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07.09.2015

Kita-Campus wird KitaClub-Partner

Der KitaClub kooperiert seit Mitte August mit Kita-Campus, dem Online-Lernportal für frühpädagogische Fachkräfte. Unsere erste gemeinsame Aktion wird eine Video-Sprechstunde für Erzieher sein. Ihr stellt Fragen aus der Praxis, Kita-Campus-Initiatorin und Frühpädagogik-Expertin Sonja Alberti antwortet per Video-Nachricht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind gespannt, was die Zukunft bringt. Weitere Infos zum Kita-Campus findet ihr HIER.  ...
Der KitaClub kooperiert seit Mitte August mit Kita-Campus, dem Online-Lernportal für frühpädagogische Fachkräfte. Unsere erste gemeinsame Aktion wird eine Video-Sprechstunde für Erzieher sein. Ihr stellt Fragen aus der Praxis, Kita-Campus-Initiatorin und Frühpädagogik-Expertin Sonja Alberti antwortet per Video-Nachricht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind gespannt, was die Zukunft bringt. Weitere Infos zum Kita-Campus findet ihr HIER.
 
07.09.2015

Kommunen: Kein Kompromiss im Kita-Streik

Die steigenden Ausgaben für Asylbewerber verschärfen den Streit um höhere Gehälter für Kita-Beschäftigte. Die Kommunen wür-den den Gewerkschaften „schon wegen der großen Flüchtlingsbelastung keine Zugeständnisse machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebun...
Die steigenden Ausgaben für Asylbewerber verschärfen den Streit um höhere Gehälter für Kita-Beschäftigte. Die Kommunen wür-den den Gewerkschaften „schon wegen der großen Flüchtlingsbelastung keine Zugeständnisse machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, dem Nachrichtenmagazin „Focus“ vom 31. August. „Auch Streiks werden wir nicht auffangen können.“ Das werde die Eltern finanziell voll treffen. „Ich appelliere an die Gewerkschaften, den Zusammenhang zwischen der angespannten Finanzlage der Kommunen, unter anderem durch die hohen Kosten für die Flüchtlinge, und unrealistischen Gehaltsforderungen der Kita-Beschäftigten zu erkennen und einzulenken“, sagte Landsberg. Städtetagspräsidentin Eva Lohse erklärte im gleichen Magazin, schon nach dem Ergebnis der letztlich gescheiterten Schlichtung kämen erhebli-che Belastungen auf die Haushalte der Kommunen zu. Besonders treffe das finanzschwache Städte und Gemeinden mit hohen sozialen Ausgaben. Die Gewerkschaftsvertreter hatten die Schlichterempfehlung zunächst akzeptiert, ihre Basis hatte den Vorschlag dann aber abgelehnt. Eine neue Verhandlungsrunde war Anfang August ohne Ergebnis geblieben. Gibt es keine Einigung, drohen ab Oktober neue Streiks.


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06.09.2015

Kreativ-Wettbewerb für Kitas

Der Wettbewerb „kids kreativ!“ will bei Kita-Kindern Kreativität, Interesse an Naturwissenschaften und Entdeckergeist wecken. Bis zum 31. Oktober können Bastel- und Malarbeiten, Fotos, Filme, Modelle und Bauwerke zu sechs Themenfeldern, beispielsweise „Gesundheit und Ernährung“ oder „Ene...
Der Wettbewerb „kids kreativ!“ will bei Kita-Kindern Kreativität, Interesse an Naturwissenschaften und Entdeckergeist wecken. Bis zum 31. Oktober können Bastel- und Malarbeiten, Fotos, Filme, Modelle und Bauwerke zu sechs Themenfeldern, beispielsweise „Gesundheit und Ernährung“ oder „Energie und Rohstoffe“, eingereicht werden. Dem ersten Platz winkt ein Gutschein der Firma Wehrfritz im Wert von 500 Euro, der zweite und dritte Platz erhalten einen Gutschein im Wert von 300 Euro beziehungsweise 150 Euro. Der Wettbewerb wird vom Fraunhofer Institut ausgeschrieben. Teilnehmen können alle Kitas mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren. Weitere Informationen gibt es HIER.


Foto: Paul Prescott / shutterstock.com
 
03.09.2015

Mehr 24-Stunden Kitas

Familienministerin Manuela Schwesig macht sich für den Ausbau von 24-Stunden-Kitas stark. Die Ministerin plant ein Förderprogramm von 100 Millionen Euro, mit dem die Kinderbetreuung an Abenden und Wochenenden ausgebaut werden soll. Das Angebot soll insbesondere Eltern und Alleinerziehende, die im Schichtdienst arbeiten, u...
Familienministerin Manuela Schwesig macht sich für den Ausbau von 24-Stunden-Kitas stark. Die Ministerin plant ein Förderprogramm von 100 Millionen Euro, mit dem die Kinderbetreuung an Abenden und Wochenenden ausgebaut werden soll. Das Angebot soll insbesondere Eltern und Alleinerziehende, die im Schichtdienst arbeiten, unterstützen. Bereits diesen Herbst will das Familienministerium ein Interessenbekundungsverfahren starten, bei dem sich Kita-Träger für Zuschüsse bewerben können.


Foto: Yuri Akurs / shutterstock.com
02.09.2015

694 500 Kinder

unter drei Jahren wurden zum 1. März 2015 in einer Kita oder öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut. Das sind 31 800 Kinder beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
unter drei Jahren wurden zum 1. März 2015 in einer Kita oder öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut. Das sind 31 800 Kinder beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
01.09.2015

Deutsche sind für höhere Gehälter in Kitas

Die Deutschen unterstützen mit großer Mehrheit höhere Gehälter bei den Erzieherinnen und Erziehern, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Ifo Instituts. Kita-Geb&...
Die Deutschen unterstützen mit großer Mehrheit höhere Gehälter bei den Erzieherinnen und Erziehern, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Ifo Instituts. Kita-Gebühren zu zahlen, lehnen die Deutschen jedoch klar ab. 77 Prozent der Befragten sind dafür, dass alle Kinder ab vier Jahren kostenfrei in die Kita gehen können und dass diese aus Steuergeldern bezahlt wird. Auch bei bundesweiten Qualitätsstandard sind sich die Deutschen einig: 86 Prozent der Teilnehmer machen sich für länderübergreifende Standards bei der Gruppengröße und bei der Ausbildung der Erzieherinnen stark. Allerdings sind 55 Prozent dagegen, dass Erzieherinnen ein Hochschulstudium absolvieren müssen. Für das Ifo Bildungsbarometer wurden rund 4200 Personen befragt.


Foto: Poznyakov / shutterstock.com




 
25.08.2015

Kinderarmut als Kika-Themenschwerpunkt

Unter dem Titel „Respekt für meine Rechte!“ startet bei Kika am 17. Oktober, pünktlich zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut“, das Programmangebot „Kinderarmut in Deutschland“. Der Kinderkanal von ARD und ZDF fragt nach, in welchen Bedingungen Kinder heutzutage leben und zeigt die Lebenswirklichkei...
Unter dem Titel „Respekt für meine Rechte!“ startet bei Kika am 17. Oktober, pünktlich zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut“, das Programmangebot „Kinderarmut in Deutschland“. Der Kinderkanal von ARD und ZDF fragt nach, in welchen Bedingungen Kinder heutzutage leben und zeigt die Lebenswirklichkeit von Kindern, die tagtäglich armutsbedingt Benachteiligung erfahren. In der Hauptsendezeit behandeln Wissensmagazine, Dokumentationen, Spielfilme und Comedy-Formate das vielschichtige Thema. Ergänzend stehen auf der Kika-Homepage Arbeitsblätter und Hintergrundinformationen sowie einzelne Sendungen zur Verfügung. Für sein umfassendes Engagement im Bereich „Kinderrechte“ wurde der Kinderkanal Anfang dieses Jahres vom Didacta Verband als „Bildungsbotschafter 2015“ ausgezeichnet.
 
19.08.2015

Recycling-Wettbewerb für Kitas

Kitas und Schulen können ab September am Wettbewerb „Erntezeit!“, den das Recycling-Unternehmen Terra Cycle und der Stifthersteller Bic pünktlich zum Schulanfang ausrufen, teilnehmen. Schulklassen und Kita-Gruppen sind dazu aufgefordert, vom 1. September bis 30. November defekte Kugelschreiber, Filzstifte und ...
Kitas und Schulen können ab September am Wettbewerb „Erntezeit!“, den das Recycling-Unternehmen Terra Cycle und der Stifthersteller Bic pünktlich zum Schulanfang ausrufen, teilnehmen. Schulklassen und Kita-Gruppen sind dazu aufgefordert, vom 1. September bis 30. November defekte Kugelschreiber, Filzstifte und Textmarker an Terra Cycle zu schicken, die das Unternehmen anschließend zu 100 Prozent recycelt. Pro Stift werden 2 Cent gutgeschrieben, Schulen und Kitas können das Geld an einen Förderverein ihrer Wahl – zum Beispiel ihren Träger – spenden. Das fleißigste Sammelteam gewinnt eine Sitzgruppe aus recycelten Kunststoff für den Außenbereich. Informationen zur Teilnahme gibt es HIER.


Foto: TerraCycle
18.08.2015

Früher Kita-Besuch hat schützende Wirkung für die Psyche

In einer Studie konnte Prof. Dr. med. Veit Roessner, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Dresden belegen, dass ein früher Kita-Besuch Kinder psychisch gesund erhält. Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren eine Kita besuchen, weisen eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine psychische ...
In einer Studie konnte Prof. Dr. med. Veit Roessner, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Dresden belegen, dass ein früher Kita-Besuch Kinder psychisch gesund erhält. Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren eine Kita besuchen, weisen eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine psychische Auffälligkeit auf, als Kinder, die erst mit drei oder vier Jahren in die Kita kommen. Der Glaubenskrieg „Kita: ja oder nein“ findet er unnötig. Eltern sind wichtig für die kindliche Entwicklung, müssen sich aber nicht immer mit ihren Kindern beschäftigen. „Die heutigen Kitas sind der moderne Ersatz für Großfamilien und ein intaktes Dorfleben“, so Roessner.
 
12.08.2015

„Die Welt mit Kinderaugen sehen“

Die Gewinnerbilder des Fotoprojekts der element-i-Bildungsstiftung stehen fest. Fünf Kitas hatten an einem Fotoworkshop der Stiftung teilgenommen und sich der Frage gewidmet, wie die Welt durch K...
Die Gewinnerbilder des Fotoprojekts der element-i-Bildungsstiftung stehen fest. Fünf Kitas hatten an einem Fotoworkshop der Stiftung teilgenommen und sich der Frage gewidmet, wie die Welt durch Kinderaugen betrachtet aussieht. Fast 50 Kinder hielten bei einem Theorie- und Ausflugstag ihre Sicht der Welt auf Fotos fest. Anschließend wurden die schönsten Motive beim kursübergreifenden Fotowettbewerb eingereicht und zehn Gewinnerbilder gekürt. Aktuell sucht die element-i-Bildungsstiftung Unterstützer, um das Fotoprojekt weiteren Kinderhäusern ermöglichen zu können.


Foto: Marc-Leon, sechs Jahre (heute sieben), element-i-Kinderhaus Steppkes
 
11.08.2015

Weitere Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitet weitere Streiks in Kitas und kommunalen Betreuungseinrichtungen vor. Die Tarifkommission und der Koordinierungsvorstand der GEW hatten am 10. August einen Schlichtungsvorschlag in der Tarifauseinandersetzung im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst abgelehnt. Bei einer vorangegangenen Mitgliederbefragung ...
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitet weitere Streiks in Kitas und kommunalen Betreuungseinrichtungen vor. Die Tarifkommission und der Koordinierungsvorstand der GEW hatten am 10. August einen Schlichtungsvorschlag in der Tarifauseinandersetzung im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst abgelehnt. Bei einer vorangegangenen Mitgliederbefragung hatten 68,8 Prozent gegen die Schlichtungsempfehlung und für eine Fortsetzung der Streiks gestimmt. „Wir nehmen das Ergebnis der Mitgliederbefragung ernst. Das empfehlen wir auch der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Am Donnerstag müssen sich die Arbeitgeber auf die Gewerkschaften zubewegen. Nur wenn sie ein verbessertes Angebot vorlegen, können sie weitere Streiks vermeiden“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.
 
06.08.2015

Bildungskongress zur Frankfurter Buchmesse

Der Bildungskongress auf der Frankfurter Buchmesse steht dieses Jahr unter dem Motto: „Vielfalt gestalten – Chancen erkennen“ und richtet sich an Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkr&a...
Der Bildungskongress auf der Frankfurter Buchmesse steht dieses Jahr unter dem Motto: „Vielfalt gestalten – Chancen erkennen“ und richtet sich an Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte. Die Diversität in Kitas und Schulen wird immer größer. Einerseits stehen alle Beteiligten vor großen Herausforderungen, andererseits bereichert diese Vielfalt auch den Alltag. Fragen wie „Welche Chancen bieten sich hier?“, „Wie werden wir den Kindern und Jugendlichen gerecht?“, „Wie gehen wir mit kulturellen Unterschieden um?“ werden in diversen Hauptvorträgen aufgegriffen. Die Teilnehmer können an verschiedenen Workshops, etwa zum Thema Mehrsprachigkeit oder Flüchtlingskinder, in der Kita teilnehmen. Anmeldeschluss für die Online-Anmeldung ist der 12. Oktober 2015. Die Teilnahme kostet 35 Euro.

Foto: halfpoint / shutterstock.com
05.08.2015

Kinderhilfsinitiative vernetzt Kitas und Sponsoren

Vielen deutschen Kindergärten fehlt es an Mitteln für neue Spielzeuge, für Raumgestaltung oder Weiterbildungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter. Das Karlsruher Start-Up „Kinderh...
Vielen deutschen Kindergärten fehlt es an Mitteln für neue Spielzeuge, für Raumgestaltung oder Weiterbildungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter. Das Karlsruher Start-Up „Kinderhilfsinitiative & Gemeinschaft gewerblicher Inklusionshelfer“, kurz „Kiggi“, schafft Abhilfe: Auf der Kiggi-Plattform kann jede Kita, die sich kostenfrei registriert, vier unterschiedlich große Wünsche aus einer Liste pädagogisch wertvoller Produkte auswählen und veröffentlichen. Anschließend vermittelt Kiggi passende Unternehmen oder Privatpersonen als Sponsoren, die der Kita ihre Wünsche erfüllen.


Foto: Maridav
26.07.2015

nifbe im Kern gerettet

Die geplante Zerschlagung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) konnte im Juli 2015 durch einen Antrag im Landtag gerade noch abgewandt werden. Intensive Verhandlungen zwischen dem nifbe und dem Land Niedersachsen führen nun zu einer Neustrukturierung der Organisation und der Finanzierung. Das Institut muss zukünftig mit rund zwei Millionen Euro weniger Landesmitteln auskommen und Stellen abbauen. Die bisherige Geschäftsst...
Die geplante Zerschlagung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) konnte im Juli 2015 durch einen Antrag im Landtag gerade noch abgewandt werden. Intensive Verhandlungen zwischen dem nifbe und dem Land Niedersachsen führen nun zu einer Neustrukturierung der Organisation und der Finanzierung. Das Institut muss zukünftig mit rund zwei Millionen Euro weniger Landesmitteln auskommen und Stellen abbauen. Die bisherige Geschäftsstelle wird zu einem „nifbe-Transferzentrum“ erweitert, das als Brücke zwischen Forschung und Praxis wirken soll. Nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer dankte der Öffentlichkeit für die Unterstützung und hofft, „dass das nifbe sich in Ruhe weiterentwickeln kann“.
 
22.07.2015

5 Dinge, die Erzieherinnen über das „Bildungspaket“ wissen sollten

Weil alle Kinder und Jugendliche das Recht auf gute Bildungs- und Teilhabechancen haben, bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das „Bildungspaket – Mitmachen möglich machen“ an. Es umfasst zahlreiche Angebote, die Kinder aus sozial schwachen Familien ermöglichen gleichberechtigt im Kita-Alltag teilzunehmen. Damit i...
Weil alle Kinder und Jugendliche das Recht auf gute Bildungs- und Teilhabechancen haben, bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das „Bildungspaket – Mitmachen möglich machen“ an. Es umfasst zahlreiche Angebote, die Kinder aus sozial schwachen Familien ermöglichen gleichberechtigt im Kita-Alltag teilzunehmen.

Damit ihr als Erzieherin Bescheid wisst und die Eltern kompetent beraten könnt, hier die 5 Dinge, die ihr über das Bildungspaket wissen solltet:

1. Anspruch:
Das Bildungspaket gilt für alle Familien, die leistungsberechtigt nach dem SGB II sind oder Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem AsylbLG erhalten.

2. Mittagessen in der Kita:
Für das regelmäßige warme Essen in der Kita zahlen Eltern lediglich einen Euro pro Kind und Tag.

3. Ausflüge der Kita:
Bei Tagesausflügen bekommen Eltern einen Gutschein oder die Kosten werden übernommen. Auch mehrtätige Aufenthalte werden bezahlt.

4. Kultur, Sport und Freizeit:
In diesen Bereichen steht jedem Kind zehn Euro monatlich zu, etwa für den Turnverein.

5. Schulübergang:
Für den nötigen Schulbedarf am Anfang des Schuljahres bekommt das Kind 70 Euro, für das zweite Halbjahr nochmals 30 Euro.

Weitere Informationen zum Bildungspaket erhaltet ihr über das Bürgertelefon unter 030/211911009 von montags bis donnerstags von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr oder HIER .

 
 
14.07.2015

Modell Kita-Grundschule geht an den Start

Kindern von der Kita bis zur Grundschule eine durchgängige Sprachförderung zu ermöglichen, ist das Ziel eines Modellprojekts, das im Juni unter an fünf Standorten in Bremen gestartet ist. Bereits bestehende Kooperationen zwischen Grundschulen und Kitas werden ausgebaut und die Institutionen inhaltlich, personell wie organisatorisch eng miteinand...
Kindern von der Kita bis zur Grundschule eine durchgängige Sprachförderung zu ermöglichen, ist das Ziel eines Modellprojekts, das im Juni unter an fünf Standorten in Bremen gestartet ist. Bereits bestehende Kooperationen zwischen Grundschulen und Kitas werden ausgebaut und die Institutionen inhaltlich, personell wie organisatorisch eng miteinander verknüpft. Im Fokus stehen eine systematische Sprachbildung, die gezielte Unterstützung von Kindern mit spezifischem Sprachförderbedarf und die Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen. Den Auftakt des Projekts machte ein gemeinsamer Fachtag für Kita-Fachkräfte und Lehrkräfte, an dem auch Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt teilnahm. Sie betonte die Wichtigkeit des Modellprojekts als „wichtigen Schritt, damit alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhalten“.
 
06.07.2015

Gratis Weiterbildung für bilinguale Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte

Wer sowohl der deutschen als auch der türkischen Sprache mächtig und bereits als Ernährungs- und Bewegungsfachkraft zertifiziert ist, hat die Möglichkeit bei der Initiative Lale ei...
Wer sowohl der deutschen als auch der türkischen Sprache mächtig und bereits als Ernährungs- und Bewegungsfachkraft zertifiziert ist, hat die Möglichkeit bei der Initiative Lale eine spannende und hochaktuelle Weiterbildung zur Bilingualen Ernährungs- und Bewegungsfachkraft zu machen. Da gerade in türkischstämmigen Familien besonders viele übergewichtige Kinder leben, sollen die frisch gebackenen Lale-Trainer kultursensibel zu besserer Ernährung und mehr Bewegung hin unterstützen. Das unter anderem vom Verbraucherschutzministerium NRW  und der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) ins Leben gerufene Lale-Konzept ist nach dem Präventionsleitfaden der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zertifiziert und daher erstattungsfähig. Die nächste Schulung findet am 23.9.2015 in Duisburg statt.

Foto: Murat Subatli / shutterstock.com
02.07.2015

Fachsymposium zur psychosozialen Gesundheit von Kindern

Wie können wir Kinder so fördern, dass sie später weder süchtig noch gewalttätig werden? Dieser Frage widmet sich das Fachsymposium „Prävention gestern, heute, morg...
Wie können wir Kinder so fördern, dass sie später weder süchtig noch gewalttätig werden? Dieser Frage widmet sich das Fachsymposium „Prävention gestern, heute, morgen – eine Zeitreise“ am 21. und 22. September 2015 in Wiesbaden. Anlass für die Veranstaltung ist das zehnjährige Jubiläum von Papilio in Hessen. Neben Vorträgen von Fachreferenten zum Thema psychosoziale Gesundheit von Kindern und einem Rückblick auf die Papilio-Geschichte, geht es vor allem darum, Visionen für zukünftige Prävention zu entwickeln. Das Symposium richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Trägervertreter, Kindergartenfachberatungen, Präventionsfachkräfte sowie alle am Thema „Prävention im Kindergarten“ Interessierten. Das Symposium wird von Papilio e.V. in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen, der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration veranstaltet. Teilnehmer können sich HIER anmelden.

Foto: Papilio
 
25.06.2015

Eckart von Hirschhausen: 3 Tipps für die Arbeit mit Kindern

Als ehemaliger Arzt der Kinderneurologie der Berliner Charité weiß Moderator und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, der auch die Stiftung „Humor hilft heilen“ ins Leben rief...
Als ehemaliger Arzt der Kinderneurologie der Berliner Charité weiß Moderator und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, der auch die Stiftung „Humor hilft heilen“ ins Leben rief, zwei Dinge aus eigener Erfahrung: Wie man mit Kindern, die schwere Schicksale zu tragen haben, umgeht  – und wie man damit fertig wird, ohne auszubrennen.
 
 
Seine 3 Tipps dazu sind so einfach wie genial:
 
1. Auf Augenhöhe gehen: Alle Erzieherinnen wissen, wie wichtig das ist, vergessen es aber ab und zu. Hirschhausen ließ Mitarbeiter einer Kinderonkologie sich bei einem Workshop in Zweier-Gruppen unterhalten. Einer stand, der andere saß. Danach war alles klar.
 
2. Echte Begegnung durch Augenkontakt: „Erst wenn man jemanden so lange angeschaut hat, dass man seine Augenfarbe benennen kann, sollte man das Gespräch mit ihm beginnen.“
 
3. Jeden Tag ein schönes Erlebnis nach Hause nehmen: Nach einem Workshop im Klinikum Kassel gab es als Abschiedsgeschenk von Hirschhausen einen Pinguin fürs Schwesternzimmer. Er soll in Zukunft daran erinnern, jeden Tag bewusst eine gute Erinnerung mitzunehmen. So gibt es keine (nur) schlechten Tage mehr. Welches Tier wählt ihr euch aus?


Foto: Frank Eidel
22.06.2015

Bundesprogramm „Sprach-Kitas" startet 2016

Sprachentwicklung bei Kindern von Anfang an zu fördern, ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengerechtigkeit. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zu Welt ist" unterstützt Angebote sprachlicher Bildung in Kitas und soll zur Qualitätsentwicklung beitragen. Für die teilnehmenden Einrichtungen bedeutet ...
Sprachentwicklung bei Kindern von Anfang an zu fördern, ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengerechtigkeit. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zu Welt ist" unterstützt Angebote sprachlicher Bildung in Kitas und soll zur Qualitätsentwicklung beitragen. Für die teilnehmenden Einrichtungen bedeutet das konkret: zusätzliche Fachkräfte für alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit und Begleitung durch eine externe Fachberatung, die die Einrichtungen in ihrer Qualitätsentwicklung stärkt. Das Programm, das als Fortsetzung von „Sprache & Integration" anläuft, soll auch dazu beitragen, die Zusammenarbeit mit Eltern zu intensivieren und die besonderen Bedarfe von Flüchtlingsfamilien zu berücksichtigen. Ein Interessenbekundungsverfahren zur Auswahl der Einrichtungen startet Ende Juni 2015.


 
15.06.2015

Samstags-Demos: 26 000 „blieben dran“

Laut „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW) sind am vergangenen Samstag 26 000 Menschen bei Großkundgebungen in Hannover, Dresden, Köln und Nürnberg auf die Straße gegangen. Wer sich einen Eindruck über den Ablauf und die Stimmung auf den Demos mit dem Motto „Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran!“ machen m...

Laut „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW) sind am vergangenen
Samstag 26 000 Menschen bei Großkundgebungen in Hannover, Dresden, Köln und Nürnberg auf die Straße gegangen. Wer sich einen Eindruck über den Ablauf und die Stimmung auf den Demos mit dem Motto „Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran!“ machen möchte, findet hier zahlreiche Bilder und Berichte über diesen Tag. Seit 7. Juni wurden die Streiks für mehr Geld im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) unterbrochen und es wurde die Schlichtung ausgerufen. Hier soll eine Einigung im Tarifstreit gefunden werden – bisher jedoch leider noch ohne Ergebnis.


 
08.06.2015

Entwicklungs- oder Bildungsprojekt zum Thema Natur jetzt einreichen!

Das „Projekt Futurino“, das von der Firma Persil zum neunten Mal zu einem Projektideen-Wettbewerb mit dem Motto „Rein in die Natur“ aufruft, steht kurz vor seinem diesjähr...
Das „Projekt Futurino“, das von der Firma Persil zum neunten Mal zu einem Projektideen-Wettbewerb mit dem Motto „Rein in die Natur“ aufruft, steht kurz vor seinem diesjährigen Abschluss. Noch bis zum 15. Juni können sich anerkannte gemeinnützige Organisationen als auch andere soziale und wohltätige Organisationen wie Kindergärten, Schulen, Vereine oder Verbände in Deutschland um Förderpreise von je bis zu 10.000 Euro bewerben. Insgesamt stehen 100.000 Euro für den guten Bildungszweck zur Verfügung.


Foto: Zurijeta / shutterstock.com
 
07.06.2015

Niedersächsisches Institut für Bildung und Entwicklung (nifbe) in Gefahr

„nifbe“-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer hat Stellung zur 2016 drohenden Zerschlagung der „nifbe“-Regionalnetzwerke und somit der „nifbe“-Gesamtkonzeption genommen: Obwohl die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen dem „nifbe“ laut Zimmer letztes Jahr eine gute bis „exzellente“ Arbeit bescheinigt und...
nifbe“-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer hat Stellung zur 2016 drohenden Zerschlagung der „nifbe“-Regionalnetzwerke und somit der „nifbe“-Gesamtkonzeption genommen: Obwohl die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen dem „nifbe“ laut Zimmer letztes Jahr eine gute bis „exzellente“ Arbeit bescheinigt und dessen Erhalt und die Weiterentwicklung befürwortet hatte, scheinen nun die Fördermittel durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestrichen zu werden. Zimmer appellierte eindrücklich an die Ministerin, Heinen-Klajajić , den Fortbestand des Instituts zu ermöglichen und „die Frühkindliche Bildung in Niedersachsen nicht zu schwächen“.
04.06.2015

Kita-Streik: pädagogische Fachkräfte arbeiten wieder

Am Montag öffnen alle Kitas und anderen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes, die in den letzten Wochen vom Streik betroffen waren, wieder ihre Türen. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben nach einer weiteren zähen und ergebnislosen Verhandlungsrunde die Schlichtung angerufen. Während dieses Schlichtungsvorgangs sind die Streiks ausge...
Am Montag öffnen alle Kitas und anderen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes, die in den letzten Wochen vom Streik betroffen waren, wieder ihre Türen. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben nach einer weiteren zähen und ergebnislosen Verhandlungsrunde die Schlichtung angerufen. Während dieses Schlichtungsvorgangs sind die Streiks ausgesetzt. Die beteiligten Parteien hoffen auf diese Weise endlich zu einem, für beide Seiten zufriedenstellenden Ergebnis in Bezug auf die geforderten Tariferhöhungen im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) zu kommen. Nähere Infos zu den Verhandlungen gibt es HIER.
 
02.06.2015

Sechs Schritte zu gesundheitsfördernden Kita

Ein Praxis-Leitfaden der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. unterstützt pädagogische Fachkräfte auf dem Weg zu einem gesundheitsfördernden Kita-Alltag. Der Leitfaden umfass...
Ein Praxis-Leitfaden der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. unterstützt pädagogische Fachkräfte auf dem Weg zu einem gesundheitsfördernden Kita-Alltag. Der Leitfaden umfasst Themen wie Ernährung, Bewegung, Entspannung, Mitarbeitergesundheit und Elternpartnerschaft. In sechs Schritten soll die Publikation Kitas dabei begleiten, eine gesundheitsfördernde Kita zu werden. Dabei bietet der Praxis-Leitfaden keine allgemeingültigen Lösungsansätze, sondern versucht Kitas für einen gesunden Lebensstil zu sensibilisieren und zu motivieren. Die Publikation kann HIER kostenlos heruntergeladen werden.


Foto: Doreen Salcher / shutterstock.com
 
27.05.2015

Partnerschaft auf die Probe gestellt

Der aktuelle Kita-Streik bringt viele Eltern in Bedrängnis, weil sie ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Das Verhältnis zwischen qualifizierten pädagogischen Fachkräften und Eltern wird somit auf eine harte Probe gestellt. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtunge...
Der aktuelle Kita-Streik bringt viele Eltern in Bedrängnis, weil sie ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Das Verhältnis zwischen qualifizierten pädagogischen Fachkräften und Eltern wird somit auf eine harte Probe gestellt. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi) haben in einer gemeinsamen Presseerklärung die Wichtigkeit der Partnerschaft zwischen Eltern und Kita-Personal betont. Sie appellieren an die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, das heißt der Kita-Träger, schnellstmöglich ein Angebot vorzulegen und den Erzieherberuf aufzuwerten. Der Schlüssel, um die Streiks zu beenden, liege bei den Arbeitgebern.
 
19.05.2015

Fachtagung Sprache

Am 12. und 13. Juni findet im Congress Centrum Heidenheim die diesjährige Fachtagung Sprache statt. 29 Referenten, darunter hochkarätige Wissenschaftler wie Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis, Prof. Dr. Petra Wieler, Dr. Donata Elschenbroich oder Dr. Ilse Wehrmann, vermitteln in ihren Vorträgen neueste Erkenntnisse und geben Impulse für den Kita-Alltag. In den vier Themenportalen „(Vor-) Lesen“, „Erzählen“, „Zuhören und Verstehen&ldqu...
Am 12. und 13. Juni findet im Congress Centrum Heidenheim die diesjährige Fachtagung Sprache statt.
29 Referenten, darunter hochkarätige Wissenschaftler wie Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis, Prof. Dr. Petra Wieler, Dr. Donata Elschenbroich oder Dr. Ilse Wehrmann, vermitteln in ihren Vorträgen neueste Erkenntnisse und geben Impulse für den Kita-Alltag. In den vier Themenportalen „(Vor-) Lesen“, „Erzählen“, „Zuhören und Verstehen“ und „Bewegte Sprache“ wird das Tagungs-Thema von allen Seiten beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf spielerischen, kreativen Methoden der Sprachförderung. Noch stärker als bisher stehen in diesem Jahr der interdisziplinäre Austausch und der Dialog zwischen Theorie und Praxis im Vordergrund. Interessierte finden HIER das komplette Vortragsprogramm und können sich für die Teilnahme an der Tagung online anmelden.
 
14.05.2015

Kita-Streik geht weiter

Wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Freitag, 15.5. mitteilte, bleiben tausende Kitas und andere Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) bis auf Weiteres geschlossen. Die Streiks werden in der kommenden Woche fortgesetzt, da die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt haben. Die Beschäftigten forderten eine deutliche Aufwertung des gesamten SuE-Berufsfeldes und eine bessere Bezahlung.
Wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Freitag, 15.5. mitteilte, bleiben tausende Kitas und andere Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) bis auf Weiteres geschlossen. Die Streiks werden in der kommenden Woche fortgesetzt, da die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt haben. Die Beschäftigten forderten eine deutliche Aufwertung des gesamten SuE-Berufsfeldes und eine bessere Bezahlung.
06.05.2015

Kita-Besuch wichtig für Bildungschancen

Kinder, die in Armut aufwachsen, sind schon bei Schuleintritt in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Schuleingangsuntersuchungen im Ruhrgebiet im Auftrag d...
Kinder, die in Armut aufwachsen, sind schon bei Schuleintritt in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Schuleingangsuntersuchungen im Ruhrgebiet im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Armutsgefährdete Fünf- bis Sechsjährige sprechen schlechter Deutsch, können schlechter zählen und haben größere Konzentrationsmängel als Altersgenossen aus besser situierten Familien. Zurückzuführen sind die Defizite unter anderem auf fehlende soziale und kulturelle Angebote sowie darauf, dass die Kinder die Kita nicht oder erst spät besuchten. Deutschlandweit wachsen mehr als 17 Prozent der unter Dreijährigen in Familien auf, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Im Ruhrgebiet sind es sogar 28,3 Prozent.


Foto: kaarsten / shutterstock.com
29.04.2015

Sicherheitswesten für Schulanfänger

Die ADAC Stiftung „Gelber Engel“ stellt bundesweit 760 000 Sicherheitswesten für Erstklässler zur Verfügung. Hintergrund ist die hohe Zahl an Verkehrsunfällen: Jäh...
Die ADAC Stiftung „Gelber Engel“ stellt bundesweit 760 000 Sicherheitswesten für Erstklässler zur Verfügung. Hintergrund ist die hohe Zahl an Verkehrsunfällen: Jährlich verunglücken 30 000 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr, weil sie nicht oder zu spät gesehen werden. Um die Gefahr von Verkehrsunfällen zu reduzieren, sollten Kinder reflektierende Kleidung wie Sicherheitswesten tragen. Grundschulen können die Sicherheitswesten HIER kostenlos bestellen. Die Bestellfrist endet am 15. Juni 2015.


Foto: Paul-Georg Meister  / pixelio.de
23.04.2015

Fachkongress

Am 17. und 18. Juni findet in München der 5. IFP-Fachkongress des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) unter dem Motto „Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen“ statt.  Der Fachkongress möchte den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis anregen, zahlreiche Referenten aus dem In- und Ausland geben einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand. Folgende Foren sind noch buchbar: Interaktionen mit Eltern, Bedeutsamkeit von g...
Am 17. und 18. Juni findet in München der 5. IFP-Fachkongress des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) unter dem Motto „Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen“ statt.  Der Fachkongress möchte den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis anregen, zahlreiche Referenten aus dem In- und Ausland geben einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand. Folgende Foren sind noch buchbar: Interaktionen mit Eltern, Bedeutsamkeit von guten Arbeitsbedingungen, die Moderation von Peer Interaktionen und Interaktionen im Team. Die Tagungsgebühr beträgt etwa 170 Euro inklusive Verpflegung.
 
14.04.2015

Zu wenig Wertschätzung für frühpädagogische Arbeit

76 Prozent der Kitaleitungen sieht ihre Arbeit von der Gesellschaft gering geschätzt, das zeigen Ergebnisse der „Befragung zur Wertschätzung und Anerkennung von Kitaleitungen“ (B...
76 Prozent der Kitaleitungen sieht ihre Arbeit von der Gesellschaft gering geschätzt, das zeigen Ergebnisse der „Befragung zur Wertschätzung und Anerkennung von Kitaleitungen“ (BeWAK Studie 2015). 51 Prozent der 2000 befragten Leiterinnen und Leiter fühlen sich der Belastung des Arbeitsalltags nicht gewachsen, 53 Prozent klagen über geistige wie emotionale Erschöpfung. Eltern haben laut 92 Prozent der Studienteilnehmer einen erheblichen Einfluss auf den Kita-Alltag. Die Studie der Deutsche Kinderhilfe e.V. und des Veranstalters des Deutschen Kitaleitungskongresses untersuchte die veränderten Arbeitsbedingungen in Kitas und ihre Auswirkungen auf Kita-Personal. Die vollständige Studie gibt es HIER.


Foto: shutterstock.com
 
09.04.2015

Fackellauf für Inklusion

Mit dem Ziel, das Thema Inklusion in die Welt hinauszutragen, startet am 11. April in Wiesbaden ein Fackellauf unter dem Motto „Mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber Vielfalt“. Die Fackel des Netzwerks Inklusion Deutschland besucht bis zum Juli dieses Jahres alle deutschen Landeshauptstädte. Nach dem Finale mit Aktionstag in Berlin am 11. Juli zieht die Fackel weiter nach Rom, zum Papst, und anschließend um die Welt. Die Aktion will alle, die sich für Inklusion e...
Mit dem Ziel, das Thema Inklusion in die Welt hinauszutragen, startet am 11. April in Wiesbaden ein Fackellauf unter dem Motto „Mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber Vielfalt“. Die Fackel des Netzwerks Inklusion Deutschland besucht bis zum Juli dieses Jahres alle deutschen Landeshauptstädte. Nach dem Finale mit Aktionstag in Berlin am 11. Juli zieht die Fackel weiter nach Rom, zum Papst, und anschließend um die Welt. Die Aktion will alle, die sich für Inklusion engagieren, besser vernetzen und für Toleranz gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung oder Benachteiligung aufgrund von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Identität werben.
 
06.04.2015

Erzieher streiken wieder

Die Gewerkschaften Verdi und GEW haben Warnstreiks für Kitas, Behindertenwerkstätten und Jugendhilfe-Einrichtungen angekündigt. Die Gewerkschaften fordern eine bessere Eingruppierung und damit eine höhere Bezahlung der bundesweit rund 240 000 Kinderpfleger, Erzieher und Sozialarbeiter in kommunalen Einrichtungen. Indirekt sollen von einem Tarifergebnis auch die mehr als eine halbe Million Beschäftigten bei freien und kirchlichen Trägern profitieren, da die kommunale...
Die Gewerkschaften Verdi und GEW haben Warnstreiks für Kitas, Behindertenwerkstätten und Jugendhilfe-Einrichtungen angekündigt. Die Gewerkschaften fordern eine bessere Eingruppierung und damit eine höhere Bezahlung der bundesweit rund 240 000 Kinderpfleger, Erzieher und Sozialarbeiter in kommunalen Einrichtungen. Indirekt sollen von einem Tarifergebnis auch die mehr als eine halbe Million Beschäftigten bei freien und kirchlichen Trägern profitieren, da die kommunalen Tarifverträge hier oft als Grundlage zur Gehaltsbemessung herangezogen werden. Die nächsten Gespräche sind für den 9. April angekündigt.
30.03.2015

Nachrichten für Kinder

Bilder gewaltsamer Unruhen, die in den Nachrichten gezeigt werden, sind für Kinder schwer einzuordnen und zu verarbeiten. Der Medienratgeber „Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht“ rät dazu, kleine Kinder mit Fernsehnachrichten nicht alleine zu lassen und altersgerechte Alternativen zu suchen. Kindgerechte...
Bilder gewaltsamer Unruhen, die in den Nachrichten gezeigt werden, sind für Kinder schwer einzuordnen und zu verarbeiten. Der Medienratgeber „Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht“ rät dazu, kleine Kinder mit Fernsehnachrichten nicht alleine zu lassen und altersgerechte Alternativen zu suchen. Kindgerechte Erklärungen bieten zum Beispiel Kindernachrichten wie „logo!“, „neuneinhalb“ oder „Minitz“. Schau hin ist eine Initiative des Bundesfamilienministeriums, Vodafone, Das Erste und ZDF.


Foto: shutterstock.com
 
22.03.2015

Gratis-Workshops zu Naturerfahrung

Das Netzwerk-Projekt „Kinder-Garten im Kindergarten“ bietet bundesweit kostenlose Workshops für Erzieherinnen und Erziehern an. In halbtägigen Fortbildungen kann sich Kita-Personal zu den Themen Garten, Ernährung und Naturerfahrung weiterbilden. Neben dem Austausch mit Kollegen, stehen praxisorientierte P...
Das Netzwerk-Projekt „Kinder-Garten im Kindergarten“ bietet bundesweit kostenlose Workshops für Erzieherinnen und Erziehern an. In halbtägigen Fortbildungen kann sich Kita-Personal zu den Themen Garten, Ernährung und Naturerfahrung weiterbilden. Neben dem Austausch mit Kollegen, stehen praxisorientierte Projekte zu biologischer Vielfalt und Artenschutz im „Kinder-Garten“ im Mittelpunkt. Termine und Online-Anmeldung gibt es HIER.


Foto: Sunny studio - Igor Yaruta / shutterstock.com
 
16.03.2015

Achtung Sonnenfinsternis!

Am kommenden Freitag, den 20. März gegen 9.30 Uhr am Morgen, wird es dunkel über Deutschland, eine partielle Sonnenfinsternis steht an. Um zuverlässig dafür Sorge zu tragen, dass keines der Kinder direkt und ungeschützt in die Sonne sieht, heißt dies entweder drinnen bleiben – oder besser: Schut...
Am kommenden Freitag, den 20. März gegen 9.30 Uhr am Morgen, wird es dunkel über Deutschland, eine partielle Sonnenfinsternis steht an. Um zuverlässig dafür Sorge zu tragen, dass keines der Kinder direkt und ungeschützt in die Sonne sieht, heißt dies entweder drinnen bleiben – oder besser: Schutzbrillen besorgen und das Naturereignis zu einem ganz besonderes Erlebnis für alle Kita-Mitglieder machen. Dazu gibt es beim Optiker spezielle Brillen mit extrem starkem Infrarot- und UV-Schutz (Kategorie E 15). Der Zentralverband der Augenoptiker warnt eindringlich davor, ungeschützt in die Sonne zu sehen und auch davor, herkömmliche Sonnenbrillen oder selbstgebastelte Hilfsmittel zu verwenden, da sie ernsthafte Augenschäden nicht verhindern können. Mehr Infos gibt es HIER.


Foto: Kurt F. Domnik  / pixelio.de
11.03.2015

Freispiel intensiver begleiten

Die Pädagogen greifen zu wenig in das freie Spielen ein, um Lernprozesse zu unterstützen. Das ist das Ergebnis des Forschungsprojektes „Professionalisierung von Fachkräften im Elementarbereich" der Leibniz Universität Hannover. Der Fokus der Erzieherinnen und Erzieher liege laut Studie auf organisator...
Die Pädagogen greifen zu wenig in das freie Spielen ein, um Lernprozesse zu unterstützen. Das ist das Ergebnis des Forschungsprojektes „Professionalisierung von Fachkräften im Elementarbereich" der Leibniz Universität Hannover. Der Fokus der Erzieherinnen und Erzieher liege laut Studie auf organisatorichen und gruppenführenden Fähigkeiten.


Foto: StockLite / shutterstock.com
04.03.2015

Beratung für gelingende Inklusion

Vielen Erzieherinnen und Erziehern wird zunächst bange, wenn im Raum steht, ein schwer beeinträchtigtes Kind in der Kita-Gruppe aufzunehmen. Die meisten Ängste sind jedoch unbegründet und können durch Aufklärung und gezielte Hilfsmittelplanung aufgelöst werden. Der Verein Rehakind hat es sich unte...
Vielen Erzieherinnen und Erziehern wird zunächst bange, wenn im Raum steht, ein schwer beeinträchtigtes Kind in der Kita-Gruppe aufzunehmen. Die meisten Ängste sind jedoch unbegründet und können durch Aufklärung und gezielte Hilfsmittelplanung aufgelöst werden. Der Verein Rehakind hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Hemmungen und Vorurteile gegenüber gehandicapten Kindern abzubauen und – auch mit ganz praktischen Tipps – zu beraten. Mehr Informationen gibt es HIER.


Foto: Denis Kuvaev / shutterstock.com
03.03.2015

Ein Netzwerk für die Kita

Die Ende 2014 eröffnete „NetzWerkstatt einfallsreich" in Hannover bietet Kitas Raum und Material zum Spielen, Gestalten und Experimientieren. Fachkräfte können darüber hinaus Weiterbildungsworkshops besuchen oder das Netzwerk zum Austausch nutzen. Idee der Netzwerkstatt, die sich an der Reggio-Pädagogik orientiert, sei es, Forschung und Praxis zu verzahnen, sagt Margita Rudolph, Vorstand des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung ...
Die Ende 2014 eröffnete „NetzWerkstatt einfallsreich" in Hannover bietet Kitas Raum und Material zum Spielen, Gestalten und Experimientieren. Fachkräfte können darüber hinaus Weiterbildungsworkshops besuchen oder das Netzwerk zum Austausch nutzen. Idee der Netzwerkstatt, die sich an der Reggio-Pädagogik orientiert, sei es, Forschung und Praxis zu verzahnen, sagt Margita Rudolph, Vorstand des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) Südost. Jede Einrichtung, die das Angebot nutzen möchte, zahlt einen Jahresbeitrag von 50 Euro plus 2 Euro pro Kind. Die Netzwerkstatt ist ein Kooperationsprojekt des nifbe, der Landeshauptstadt Hannover, der Kunstschule KunstWerk e.V., der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst sowie der Leibniz Universität Hannover.
22.02.2015

Betreuungsquote unter dreijähriger Kinder in Westdeutschland gestiegen

Seit dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr zum 1. August 2013 werden in Westdeutschland deutlich mehr Kinder unter drei Jahren in Kitas oder &ou...
Seit dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab einem Jahr zum 1. August 2013 werden in Westdeutschland deutlich mehr Kinder unter drei Jahren in Kitas oder öffentlich geförderten Tagespflegestätten betreut. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Betreuungsquote zum Stichtag 1. März 2014 in einem Drittel der 325 Kreise und kreisfreien Städte in Westdeutschland bei mindestens 30 Prozent lag. Im Vergleich zum Jahr 2013 verdoppelten diese Kreise ihre Zahlen nahezu.

Trotz gestiegener Zahlen liegt Westdeutschland mit einer durchschnittlichen Betreuungsquote von 27,4 Prozent deutlich hinter Ostdeutschland (52,0 Prozent) zurück. Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter 3 Jahren gab es im brandenburgischen Frankfurt (Oder) mit 63,0 Prozent.


Foto: Aleksei Potov / shutterstock.com

 
16.02.2015

Pestalozzis Todestag

Heinrich Pestalozzi ist als Namensgeber zahlreicher Einrichtungen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium, wohl jedem Kind ein Begriff. Am 17. Februar starb er 1827 im stolzen Alter von 81 Jahren. Wie wegweisend das Wirken des Pädagogen und Sozialreformers war und wie aktuell einige seiner Thesen zum Teil noch 188 Jahre nach seinem Ableben sind, erfahrt ihr zum Beispiel HIER.
Heinrich Pestalozzi ist als Namensgeber zahlreicher Einrichtungen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium, wohl jedem Kind ein Begriff. Am 17. Februar starb er 1827 im stolzen Alter von 81 Jahren. Wie wegweisend das Wirken des Pädagogen und Sozialreformers war und wie aktuell einige seiner Thesen zum Teil noch 188 Jahre nach seinem Ableben sind, erfahrt ihr zum Beispiel HIER.
12.02.2015

Stiftung Lesen setzt närrische Zeichen

Die Narren sind los! Und die Stiftung Lesen ist mittendrin: Beim Mainzer  Rosenmontagszug am 16. Februar schickt sie einen Motivwagen mit dem Motto „Lesen öffnet Türen“ auf ...
Die Narren sind los! Und die Stiftung Lesen ist mittendrin: Beim Mainzer  Rosenmontagszug am 16. Februar schickt sie einen Motivwagen mit dem Motto „Lesen öffnet Türen“ auf die Strecke. Zur Besatzung zählen hochkarätige Politiker wie Vera Reiß (Bildungsministerin Rheinland-Pfalz), Kristin Alheit (Sozialministerin Schleswig-Holstein) Sylvia Löhrmann (Schulministerin Nordrhein-Westfalen) oder Thomas Rachel (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung). Mit dabei ist, neben anderen Sponsoren, auch der Carlsen Verlag: Er stellt gratis Bücher zur Ausgabe für das närrische Publikum bereit.


Foto: Rudolpho Duba  / pixelio.de
 
12.02.2015

Kostenlose Publikation zum Thema Inklusion

Die neue Publikation „Auftrag Inklusion – Perspektiven für eine Offenheit in der Kinder- und Jugendarbeit“ bietet nützliche Grundlagen und Praxistipps zum Thema Inklusion sowie Projektbeispiele aus der Kinder- und Jugendarbeit. Der Band der Aktion Mensch richtet sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte, die in Vereinen, Kin...
Die neue Publikation „Auftrag Inklusion – Perspektiven für eine Offenheit in der Kinder- und Jugendarbeit“ bietet nützliche Grundlagen und Praxistipps zum Thema Inklusion sowie Projektbeispiele aus der Kinder- und Jugendarbeit. Der Band der Aktion Mensch richtet sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte, die in Vereinen, Kinderfreizeiten oder in der Gemeindearbeit tätig sind. Er kann HIER kostenlos heruntergeladen werden, auf der Website sind außerdem ein Poster sowie ein Faltblatt mit Handlungsempfehlungen zu finden.
 
04.02.2015

Digitale Medien in der Kita-Erziehung?

Obwohl ein Viertel der ein- bis achtjährigen Kinder zu Hause im World Wide Web unterwegs sind und drei Viertel Apps nutzen, sprechen sich deren Eltern ablehnend gegen einen Einsatz digitaler Medi...
Obwohl ein Viertel der ein- bis achtjährigen Kinder zu Hause im World Wide Web unterwegs sind und drei Viertel Apps nutzen, sprechen sich deren Eltern ablehnend gegen einen Einsatz digitaler Medien in der Kita aus. Der neuen Studie „Digitale Medien: Beratungs-, Handlungs- und Regulierungsbedarf aus Elternperspektive“ des Deutschen Jugendinstituts zufolge, besteht gerade aufgrund dieser ablehnenden Haltung  besonderer Gesprächs- und Informationsbedarf zwischen Eltern und ErzieherInnen. Gemeinsam sollten die Medienerfahrungen und Vorbehalte behutsam besprochen werden. Darüber hinaus sollte überdacht werden, ob das Ausklammern digitaler Medien in der Kita mit den Bildungs- und Erziehungsplänen auf Dauer vereinbar ist. Übrigens: Im internationalen Vergleich sind Kinder in Deutschland eher Späteinsteiger und moderate Internetnutzer.


Foto: Dmitri Maruta / shutterstock.com
02.02.2015

Tipps gegen „Dauersitzen“ in Kitas

Bereits Kita-Kinder sitzen zu viel. Kein Wunder bei einer Gesellschaft, die ihnen das tagtäglich vorlebt – und den sitzenden Lebensstil durch Rituale und Möblierung vorgibt. Dass dies ...
Bereits Kita-Kinder sitzen zu viel. Kein Wunder bei einer Gesellschaft, die ihnen das tagtäglich vorlebt – und den sitzenden Lebensstil durch Rituale und Möblierung vorgibt. Dass dies langfristig zu gesundheitlichen Einschränkungen wie Übergewicht, Diabetes oder Herz-/Kreislauf-Erkrankungen führen kann, ist erwiesen. Zu einer nachhaltigen Gesundheitserziehung im Kindergarten gehört auch, Gewohnheiten, welche das „Dauersitzen“ begünstigen, entgegenzuwirken. Beispielsweise können Bewegungszeiten und -rituale  zum täglichen festen Bestandteil des Kita-Alltags werden (vergleichbar mit den Essenszeiten) und das Verhältnis von unmöblierter Fläche und Sitzmöbeln, die den Raum blockieren, überdacht werden. Diese und andere Anregungen findet ihr auf der Plattform Ernährung und Bewegung e.V..


Foto: shutterstock.com
 
26.01.2015

Schnell noch Platz sichern für den Kita-Aktionstag auf der didacta in Hannover

Auf dem Aktionstag „Kraft schöpfen und sich ermutigen lassen – Religion als Resilenzfaktor in der Kita“, der am 27. Februar 2015 auf der didacta Bildungsmesse in Hannover stattfindet, erfahren Erzieherinnen und Erzieher, was sie stärkt und gesund bleiben lässt – gerade im Hinblick auf die permanenten Umgestaltungsprozesse der ...
Auf dem Aktionstag „Kraft schöpfen und sich ermutigen lassen – Religion als Resilenzfaktor in der Kita“, der am 27. Februar 2015 auf der didacta Bildungsmesse in Hannover stattfindet, erfahren Erzieherinnen und Erzieher, was sie stärkt und gesund bleiben lässt – gerade im Hinblick auf die permanenten Umgestaltungsprozesse der eigenen Kindertageseinrichtung unter oftmals schwierigen Rahmenbedingungen. Das Fachforum der beiden kirchlichen Kitabundesverbände lädt dazu ein, über den Resilenzbegriff auf verschiedenen Ebenen zu reflektieren. Veranstalter sind die Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V., der Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – Bundesverband e.V. und der Didacta Verband der Bildungswirtschaft. Infos und Anmeldung gibt es HIER.
25.01.2015

Kinder bestimmen mit

Dass schon die Kleinsten in der Kita mitbestimmen können und sollen, zeigt ein Modellprojekt der Caritas im Bistum Essen. Ein Jahr lang beschäftigten sich 17 Kitas in Fortbildungen, Qualitätszirkeln und Hospitationen mit dem Thema Mitbestimmung. Das Ergebnis: Schon kleine Veränderungen in der Kita ermöglichen Kindern, selbst Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel das Aufstellen eines Wasserspenders. So können die Kinder selbst bestimmen, wann sie etwas trinken m&ou...
Dass schon die Kleinsten in der Kita mitbestimmen können und sollen, zeigt ein Modellprojekt der Caritas im Bistum Essen. Ein Jahr lang beschäftigten sich 17 Kitas in Fortbildungen, Qualitätszirkeln und Hospitationen mit dem Thema Mitbestimmung. Das Ergebnis: Schon kleine Veränderungen in der Kita ermöglichen Kindern, selbst Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel das Aufstellen eines Wasserspenders. So können die Kinder selbst bestimmen, wann sie etwas trinken möchten. Die Idee hinter dem Projekt: Kinder können sich später leichter für ihre Interessen – und die anderer – einsetzen, wenn sie schon früh lernen, dass ihre Stimme zählt. Weitere Informationen zum Projekt gibt es HIER.
20.01.2015

Leseförderung auf der Leipziger Buchmesse

Der neue „Leipziger Lesekompass“ bietet eine Orientierungshilfe für den großen Kinder- und Jugendbuchmarkt. Der Lesekompass wird auf der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. M&au...
Der neue „Leipziger Lesekompass“ bietet eine Orientierungshilfe für den großen Kinder- und Jugendbuchmarkt. Der Lesekompass wird auf der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März vorgestellt, begleitend können Lehrkräfte, Pädagogen und Eltern dort kostenlose Workshops zum „Leipziger Lesekompass“ besuchen. Einen Überblick über die Veranstaltungen und weitere Informationen gibt es HIER. Der Lesekompass enthält Titelempfehlungen für Zwei- bis Vierzehnjährige und gibt praktische Tipps für die Leseförderung. Die Initiative von Stiftung Lesen und der Leipziger Buchmesse möchte bei Kindern die Freude am Lesen wecken und schon früh Lesekompetenz fördern.


Foto:BlueOrange/Shutterstock.com
 
14.01.2015

Herausforderung Flüchtlingskinder

Ein Drittel aller Menschen, die als Flüchtlinge in Deutschland Asyl suchen, sind Kinder. Zum großen Teil traumatisiert, in fast allen Fällen mit gerade mal rudimentären Sprachkenntnissen ausgestattet, ist ihre Integration und individuelle Förderung in der Kita eine große Herausforderung für die ...
Ein Drittel aller Menschen, die als Flüchtlinge in Deutschland Asyl suchen, sind Kinder. Zum großen Teil traumatisiert, in fast allen Fällen mit gerade mal rudimentären Sprachkenntnissen ausgestattet, ist ihre Integration und individuelle Förderung in der Kita eine große Herausforderung für die Fachkräfte. Kita-Leitungen sollten deshalb frühzeitig daran denken, sich selbst und ihr pädagogisches Personal entsprechend vorzubereiten. Themenbezogene Fachtagungen veranstaltet zum Beispiel das Institut für Frühpädagogik (ifp) in München am 7. und am 23. Juli 2015. Die Teilnahme kostet pro Person und Veranstaltung 20 Euro. Mehr Infos gibt es HIER.



Foto: John Steel/Shutterstock.com
04.01.2015

Inspektor Energie kommt in die Kita

Auf www.inspektor-energie.de kann sich ab sofort bundesweit jede Kita für die mobile Bildungsinitiative „Inspektor Energie“ anmelden. Spielerisch und mit allen Sinnen entdecken die Kl...
Auf www.inspektor-energie.de kann sich ab sofort bundesweit jede Kita für die mobile Bildungsinitiative „Inspektor Energie“ anmelden. Spielerisch und mit allen Sinnen entdecken die Kleinen mit dem Inspektor im Rahmen eines Puppenspiels und durch spannendes Experimentieren, was Energie ist, was Akkus und Batterien damit zu tun haben und wie sie die Umwelt schützen können. Danach erhalten die kleinen Wissenschaftler eine Urkunde.
Der Eigenanteil beträgt 75 Euro pro Besuch. Veranstaltet wird die Aktion vom i!bk, Institut für innovative Bildungskonzepte, mit Unterstützung vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie dem Umweltbundesamt.

Foto: iibk
24.12.2014

Baumeister in bayerischen Kindergärten gesucht

Die Initiative „Baumeister gesucht! Harry Hammer und Nicki Nagel auf Tour“ bringt das Bauhandwerk in Kindergärten: Die Protagonisten Harry Hammer und Nicki Nagel führen Kita-Kinder spielerisch an das Bauhandwerk heran, sägen zusammen mit ihnen Holz, rühren Mörtel an oder schwingen den Hammer. Bevor der Aktionstag mit den Kindern...
Die Initiative „Baumeister gesucht! Harry Hammer und Nicki Nagel auf Tour“ bringt das Bauhandwerk in Kindergärten: Die Protagonisten Harry Hammer und Nicki Nagel führen Kita-Kinder spielerisch an das Bauhandwerk heran, sägen zusammen mit ihnen Holz, rühren Mörtel an oder schwingen den Hammer. Bevor der Aktionstag mit den Kindern stattfindet, schulen Harry und Nicki die Kita-Fachkräfte und geben Tipps, wie das Bauen und Werken altersgerecht in den Kita-Alltag integriert werden kann. Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeit gibt es HIER.


 
21.12.2014

Kindgerechtes Fernsehen an Weihnachten

An den Feiertagen laufen viele Kinderfilme im Fernsehen, die jedoch nicht immer für Kinder geeignet sind. Der Programmratgeber Flimmo hat eine Filmübersicht mit Highlights für jede Alte...
An den Feiertagen laufen viele Kinderfilme im Fernsehen, die jedoch nicht immer für Kinder geeignet sind. Der Programmratgeber Flimmo hat eine Filmübersicht mit Highlights für jede Altersgruppe zusammengestellt, damit Elternbei dem großen Angebot den Überblick nicht verlieren und die richtigen Sendungen für Kinder auswählen. Weitere Tipps zum kindgerechten Fernsehen gibt es HIER.


Foto: Shutterstock.com
 
14.12.2014

Neue Weiterbildung zur Kita-Fachkraft

Wer sich zur Kita-Fachkraft weiterbilden möchte, kann ab 2015 an der Freien Dualen Fachschule für Pädagogik den Kurs „Qualifizierung von QuereinsteigerInnen für den ErzieherInnenberuf“ in Stuttgart besuchen. Die Nachqualifizierung dauert ein knappes Jahr und beinhaltet insgesamt 25 Tage Theorieunterricht. Da die  Weiterbildung v...
Wer sich zur Kita-Fachkraft weiterbilden möchte, kann ab 2015 an der Freien Dualen Fachschule für Pädagogik den Kurs „Qualifizierung von QuereinsteigerInnen für den ErzieherInnenberuf“ in Stuttgart besuchen. Die Nachqualifizierung dauert ein knappes Jahr und beinhaltet insgesamt 25 Tage Theorieunterricht. Da die  Weiterbildung von der Agentur für Arbeit anerkannt wird, kann die Teilnahmegebühr von knapp 5000 Euro durch einen Bildungsgutschein gedeckt werden. Manche Kita-Träger erklären sich außerdem bereit, die Weiterbildungskosten zu übernehmen.
Interessierte finden weitere Informationen, Teilnahmevorrausetzungen und das Anmeldeformular HIER.
 
03.12.2014

Praxistipp: Kerzen und Lichter überall

Gerade in der dunklen Jahreszeit fallen uns die vielen Lichter um uns herum auf. Vor allem, wenn sie farbig sind oder blinken. Viele davon sind nicht nur dekorativ, sondern übermitteln uns wichti...
Gerade in der dunklen Jahreszeit fallen uns die vielen Lichter um uns herum auf. Vor allem, wenn sie farbig sind oder blinken. Viele davon sind nicht nur dekorativ, sondern übermitteln uns wichtige Botschaften. Geht mit euren Kindern auf die Suche nach Lichtern und Leuchtsignalen, die uns etwas mitteilen sollen – ob im Straßenverkehr, im Haus oder auf dem Weihnachtsmarkt. Welche Botschaften senden sie? Diese und andere Ideen und Experimente gibt es HIER.

Foto: Sofia World/Shutterstock
26.11.2014

Fachtag zu Mehrsprachigkeit

Sie wollen sich im Bereich Sprache und Integration fortbilden? Am Donnerstag, den 26. Februar 2015 findet von 9 bis 16 Uhr auf der didacta Bildungsmesse in Hannover der Fachtag „Mehrsprachigkeit stärken in Krippen, Kitas und Schulen“ statt. Er beinhaltet themenbezogene Vorträge, Podiendiskussionen und Praxisforen mit Referenten aus verschiedensten Einrichtungen. Anschließend können Sie die didacta bis 18 Uhr besuchen. Der Tagungsbeitrag beträgt 46 Euro inklu...
Sie wollen sich im Bereich Sprache und Integration fortbilden? Am Donnerstag, den 26. Februar 2015 findet von 9 bis 16 Uhr auf der didacta Bildungsmesse in Hannover der Fachtag „Mehrsprachigkeit stärken in Krippen, Kitas und Schulen“ statt. Er beinhaltet themenbezogene Vorträge, Podiendiskussionen und Praxisforen mit Referenten aus verschiedensten Einrichtungen. Anschließend können Sie die didacta bis 18 Uhr besuchen. Der Tagungsbeitrag beträgt 46 Euro inklusive Mittagsimbiss, Kaffee und Eintritt für die didacta Bildungsmesse. Nähere Infos, Flyer-Anforderung und Anmeldung gibt es HIER.
 
25.11.2014

Wie Kita-Kräfte ihre Arbeit sehen

Wie sehen Erzieherinnen und Erzieher sich und ihre Arbeit? Wie gehen Sie mit den alltäglichen Herausforderungen um und welche pädagogischen und persönlichen Haltungen leiten sie dabei? Diese und weitere Fragen beantwortet Iris Nentwig-Gesemann auf der Homepage des Niedersächsischen Instituts für frühki...
Wie sehen Erzieherinnen und Erzieher sich und ihre Arbeit? Wie gehen Sie mit den alltäglichen Herausforderungen um und welche pädagogischen und persönlichen Haltungen leiten sie dabei? Diese und weitere Fragen beantwortet Iris Nentwig-Gesemann auf der Homepage des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung. In ihrem Beitrag präsentiert sie die Ergebnisse der Studie „Schlüssel zu guter Bildung“, in der Erzieherinnen über ihren Arbeitsalltag berichten.

Foto: Yuri Arcurs/Shutterstock.com
19.11.2014

Wie ordnet das Gehirn Wörter an?

Wie genau Informationen in unserem Gedächtnis angeordnet sind, wollen Psychologen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen herausfinden. Ein Erwachsener kennt rund 40 000 Wörter, die in seinem Gedächtnis, in einem individuellen, mentalen Lexikon, hinterlegt und miteinander verknüpft sind. Anhand eines onlinebasierten Wortassoziationsspiels sollen die mentalen Lexika von Menschen jeden Alters im deutschsprachi...
Wie genau Informationen in unserem Gedächtnis angeordnet sind, wollen Psychologen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen herausfinden. Ein Erwachsener kennt rund 40 000 Wörter, die in seinem Gedächtnis, in einem individuellen, mentalen Lexikon, hinterlegt und miteinander verknüpft sind. Anhand eines onlinebasierten Wortassoziationsspiels sollen die mentalen Lexika von Menschen jeden Alters im deutschsprachigen Raum erfasst werden. Dazu geben die Probanden die ersten drei Assoziationen an, die ihnen zu Begriffen wie „Hund“, „Gewitter“ oder „demokratisch“ einfallen. Dadurch erhoffen sich die Forscher, herauszufinden, wie Wörter in unserem Gedächtnis abgespeichert und angeordnet sind. Mitmachen kann jeder HIER.
 
18.11.2014

Quereinstieg-Projekte für Kitas gesucht

Das Bundesfamilienministerium sucht Projekte, die den Quereinstieg aus anderen Berufen in die Kita erleichtern sollen. Träger, Fachschulen und -akademien sowie Fachverbände können bis E...
Das Bundesfamilienministerium sucht Projekte, die den Quereinstieg aus anderen Berufen in die Kita erleichtern sollen. Träger, Fachschulen und -akademien sowie Fachverbände können bis Ende Januar ihr Interesse an einer Förderung für ihre Vorhaben durch Mittel aus dem europäischen Sozialfonds mitteilen. Genaue Informationen gibt es HIER.

Foto: Yaruta Igor/Shutterstock.com
 
13.11.2014

Kita für vorbildliche Inklusion ausgezeichnet

Für die Evangelische Montessori-Kita der Erlöserkirche in Würzburg ist Inklusion in verschiedenen Bereichen bereits seit zehn Jahren eine Selbstverständlichkeit. Dafür wurde sie nun mit dem Arbeitgeberpreis für frühkindliche Bildung ausgezeichnet. „Soziale Vielfalt kennzeichnet die Zusammensetzung der Kita-Kinder und de...
Für die Evangelische Montessori-Kita der Erlöserkirche in Würzburg ist Inklusion in verschiedenen Bereichen bereits seit zehn Jahren eine Selbstverständlichkeit. Dafür wurde sie nun mit dem Arbeitgeberpreis für frühkindliche Bildung ausgezeichnet. „Soziale Vielfalt kennzeichnet die Zusammensetzung der Kita-Kinder und deren Eltern genauso wie das Fachpersonal und das Stadtviertel, in dem die Einrichtung liegt“, so der Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände. Gekocht wird in der Kita beispielsweise in einer offenen Küche, damit die Kleinen mit einbezogen werden können. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird vom Arbeitgebertag in vier verschiedenen Kategorien für besondere Leistungen in der Bildungsarbeit vergeben.



 
04.11.2014

Neue Ausgabe von didacta

Ab heute gibt es die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen.  Im aktuellen Heft erfahrt ihr unter anderem, wie kulturelle Bildung neue Lernimpulse gibt oder welche Bilder beim Deutschen Jugendfotopreis gewonnen haben. didacta ist am Kiosk erhältlich oder als eMagazine im Apple App S...
Ab heute gibt es die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen.  Im aktuellen Heft erfahrt ihr unter anderem, wie kulturelle Bildung neue Lernimpulse gibt oder welche Bilder beim Deutschen Jugendfotopreis gewonnen haben. didacta ist am Kiosk erhältlich oder als eMagazine im Apple App Store, Google Play Store und HIER.

 
02.11.2014

Studie zu Inklusion in Kitas erschienen

Die neue Studie „Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Kita inklusiv!“ untersucht, inwieweit die Bildungspläne der Länder dem Ziel eines inklusiven Bil...
Die neue Studie „Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung – Kita inklusiv!“ untersucht, inwieweit die Bildungspläne der Länder dem Ziel eines inklusiven Bildungssystems gerecht werden und erklärt, was inklusive Bildung bedeutet und umfasst. Initiatoren der Studie sind der paritätische Gesamtverband, die Diakonie Deutschland und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Kostenlos herunterladen kann man die Studie zum Beispiel HIER.

Foto: Gunnar Pippel/Shutterstock.com
29.10.2014

Mitmachen beim bundesweiten Vorlesetag

Am 21. November findet der „Bundesweite Vorlesetag" statt. Wer mitmachen möchte, kann sich und seine Vorleseaktion HIER anmelden. Wer sich alternativ einen Vorleser in seine Einrichtun...
Am 21. November findet der „Bundesweite Vorlesetag" statt. Wer mitmachen möchte, kann sich und seine Vorleseaktion HIER anmelden. Wer sich alternativ einen Vorleser in seine Einrichtung holen möchte, kann auf der Website ein „Vorleser-Gesuch" aufgeben. Der Bundesweite Vorlesetag ist eine Initiative der Wochenzeitung Die Zeit, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung und wird bereits zum 11. Mal veranstaltet.

Foto: Olson/Shutterstock.com
27.10.2014

KitaStar 2015 verliehen

Mit der Auszeichnung „KitaStar“ wurden im Oktober drei Kindertageseinrichtungen geehrt, die Kinder im Kita-Alltag vorbildlich an Entscheidungsprozessen beteiligen. Gold und damit ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro erhielt die AWO-Kindertagesstätte „Zwergenland" in Neumünster, in der es unter ...
Mit der Auszeichnung „KitaStar“ wurden im Oktober drei Kindertageseinrichtungen geehrt, die Kinder im Kita-Alltag vorbildlich an Entscheidungsprozessen beteiligen. Gold und damit ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro erhielt die AWO-Kindertagesstätte „Zwergenland" in Neumünster, in der es unter anderem eine Kita-Verfassung und ein Kinder-Parlament gibt. Der Innovationspreis für Kindertagesstätten „KitaStar“ wird von der element-i-Bildungsstiftung ausgelobt und im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung „Invest in Future“ drei Kindertagesstätten verliehen.

Foto: 2xSamara.com/Shutterstock.com
 
22.10.2014

Kostenlose Qualifizierung zum „Lale-Trainer"

Kostenlose Qualifizierungsschulungen für zweisprachige Fachkräfte (deutsch und türkisch) zum Thema Ernährung bietet die Initiative „Lale – iss bewusst & sei aktiv!" des Verbraucherschutzministeriums NRW und der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. Bilinguale Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte werden auf...
Kostenlose Qualifizierungsschulungen für zweisprachige Fachkräfte (deutsch und türkisch) zum Thema Ernährung bietet die Initiative „Lale – iss bewusst & sei aktiv!" des Verbraucherschutzministeriums NRW und der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. Bilinguale Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte werden auf Basis des zertifizierten Lale-Konzeptes als Trainer qualifiziert, um türkeistämmigen Eltern Hilfestellungen zu bieten, ihren Familienalltag gesund und aktiv zu gestalten. Die nächste ganztägige Schulung findet am 21. November 2014 in Düsseldorf statt. Interessierte Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte können sich direkt an die Projektkoordination bei der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. wenden: Tel. 030-27879762, lale@pebonline.de.
21.10.2014

Arbeitsmarktbericht zum Erzieherberuf

Es gibt momentan keinen flächendeckenden Fachkräfteengpass in Kitas. Das steht zumindest in einem Bericht, in dem die Bundesagentur für Arbeit jede Menge Informationen zur Arbeitsmarktsituation von Fachkräften in der Kindertagesbetreuung und -erziehung zusammengestellt hat. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass der Anteil von Teilzeitstellen ...
Es gibt momentan keinen flächendeckenden Fachkräfteengpass in Kitas. Das steht zumindest in einem Bericht, in dem die Bundesagentur für Arbeit jede Menge Informationen zur Arbeitsmarktsituation von Fachkräften in der Kindertagesbetreuung und -erziehung zusammengestellt hat. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass der Anteil von Teilzeitstellen in der Kita-Branche weit höher ist, als in anderen Berufsfeldern. Kostenlos herunterladen könnt ihr den Bericht HIER.

 
20.10.2014

Videoreihe zur Babysprache online

Babys können sich, schon lange bevor sie anfangen zu sprechen, mitteilen, etwa mit dem Körper, mit Lauten, Blicken oder Gesten. Im Youtube-Kanal „Signale des Babys" sind dazu über 100 spannende Kurzfilme zusammengestellt, die die non-verbalen Zeichen der Kleinen übersetzen und Erwachsene für die ...
Babys können sich, schon lange bevor sie anfangen zu sprechen, mitteilen, etwa mit dem Körper, mit Lauten, Blicken oder Gesten. Im Youtube-Kanal „Signale des Babys" sind dazu über 100 spannende Kurzfilme zusammengestellt, die die non-verbalen Zeichen der Kleinen übersetzen und Erwachsene für die Babysprache sensibilisieren. HIER geht es zu den Filmen.

Foto: Shutterstock.com
15.10.2014

Erfolgreiche Unterschriftensammlung für bessere Kitas

Knapp über 15 000 Unterschriften wurden bei der Petition für bessere Kita-Qualität des Trägers educcare gesammelt. Im September wurden die Unterschriften nun an den Staatssekretär des Familienministerium Dr. Ralf Kleindiek übergeben, mit dem Warnruf an die Familienministerin Schwesig: „Bessere Rahmenbedingungen für Erzieher/...
Knapp über 15 000 Unterschriften wurden bei der Petition für bessere Kita-Qualität des Trägers educcare gesammelt. Im September wurden die Unterschriften nun an den Staatssekretär des Familienministerium Dr. Ralf Kleindiek übergeben, mit dem Warnruf an die Familienministerin Schwesig: „Bessere Rahmenbedingungen für Erzieher/innen, sonst geht frühe Bildung baden!“. Mit der Petition will der Träger eine angemessene Bezahlung, mehr Anerkennung für Erzieher sowie eine verbesserte Fachkraft-Kind-Relation in Kitas erreichen.
 
14.10.2014

Informationstag „Kita aktiv“

Auf dem Informationstag der Stadt Düsseldorf am 27. Januar 2015 sollen alle Interessierten einen Eindruck davon bekommen, dass erzieherische Berufe im Elementarbereich eine spannende, erfüllende und zukunftsträchtige Aufgabe sind. In einem Einführungsvortrag und in Workshops werden wichtige Themen des Arbeitsfeldes vorgestellt, in einem Ausstellungsbereich informieren zusätzlich Kita-Träger und Verbände über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Ki...
Auf dem Informationstag der Stadt Düsseldorf am 27. Januar 2015 sollen alle Interessierten einen Eindruck davon bekommen, dass erzieherische Berufe im Elementarbereich eine spannende, erfüllende und zukunftsträchtige Aufgabe sind. In einem Einführungsvortrag und in Workshops werden wichtige Themen des Arbeitsfeldes vorgestellt, in einem Ausstellungsbereich informieren zusätzlich Kita-Träger und Verbände über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Kita-Bereich. Der Eintritt ist kostenlos.


 
 
 
08.10.2014

Neue Studie zur Arbeitsplatzqualität in Kitas

Seit 2012 wurde im Rahmen der AQUA-Studie die Arbeitsplatzqualität in deutschen Kitas untersucht. Unter anderem wurde erforscht, wie es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Gehälter, Arbeitszeiten und Weiterbildungsangebote in diesem Berufsfeld bestellt ist. Dabei ging es auch darum, festzustellen, wie sich die Rahmenbedingungen zum Beispiel au...
Seit 2012 wurde im Rahmen der AQUA-Studie die Arbeitsplatzqualität in deutschen Kitas untersucht. Unter anderem wurde erforscht, wie es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Gehälter, Arbeitszeiten und Weiterbildungsangebote in diesem Berufsfeld bestellt ist. Dabei ging es auch darum, festzustellen, wie sich die Rahmenbedingungen zum Beispiel auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken. Die Ergebnisse der Untersuchung könnt ihr HIER kostenfrei herunterladen.
 
06.10.2014

Kita-Präventions-Projekt ausgezeichnet

Für ihre Arbeit „Prävention in Kitas“ sind Wolfgang Hoffmann und Marco Franze vom Greifswalder Institut für Community Medicine sowie Annika Gottschling-Lang von der Medizini...
Für ihre Arbeit „Prävention in Kitas“ sind Wolfgang Hoffmann und Marco Franze vom Greifswalder Institut für Community Medicine sowie Annika Gottschling-Lang von der Medizinischen Hochschule Hannover mit dem Hufeland-Preis geehrt worden. Mit ihrem Projekt sollen Sprachstörungen bei Kindern frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Der Hufeland-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird seit 1960 jedes Jahr von der Hufeland-Stiftung vergeben, in der neben der Deutschen Ärzteversicherung AG die Bundes­ärzte­kammer, die Bundes­zahn­ärzte­kammer und die Bundes­vereinigung Prävention und Gesund­heits­förderung vertreten sind.

Foto: Deutsche  Ärzteversicherung
 
30.09.2014

Leitfaden zur Elternarbeit

Ein neuer Leitfaden möchte Kita-Fachkräften zeigen, wie die Zusammenarbeit mit den Eltern und anderen Einrichtungen gelingen kann. Die konkreten Praxisempfehlungen decken zum Beispiel die Bereiche Erstkontakt mit den Eltern, Eingewöhnungsphase oder die Vernetzung mit anderen Bildungsorten ab. Entstanden ist der Leitf...
Ein neuer Leitfaden möchte Kita-Fachkräften zeigen, wie die Zusammenarbeit mit den Eltern und anderen Einrichtungen gelingen kann. Die konkreten Praxisempfehlungen decken zum Beispiel die Bereiche Erstkontakt mit den Eltern, Eingewöhnungsphase oder die Vernetzung mit anderen Bildungsorten ab. Entstanden ist der Leitfaden im Auftrag der Vodafone Stiftung und der Karl Kübel Stiftung, er kann HIER kostenlos gelesen oder heruntergeladen werden.

Foto: Tyler Olson/Shutterstock.com
24.09.2014

Kinderrechte im Fokus

Unter dem Motto „Respekt für meine Rechte“ dreht sich bei „KiKA“, dem Kindersender von ARD und ZDF bis Ende November alles um die Rechte von Kindern. Auf der Webseite zur Aktion sind alle Sendungen über Kinderrechte zusammengestellt, außerdem gibt es Informationen zum Thema sowohl für Eltern als auch für Pädagoginnen und Pädagogen. Anlass des Schwerpunktes ist die Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention vor 25 Jahren.  ...
Unter dem Motto „Respekt für meine Rechte“ dreht sich bei „KiKA“, dem Kindersender von ARD und ZDF bis Ende November alles um die Rechte von Kindern. Auf der Webseite zur Aktion sind alle Sendungen über Kinderrechte zusammengestellt, außerdem gibt es Informationen zum Thema sowohl für Eltern als auch für Pädagoginnen und Pädagogen. Anlass des Schwerpunktes ist die Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention vor 25 Jahren.

 
22.09.2014

Kindergiesparsong-Wettbewerb: Jetzt noch anmelden

Kitas (und auch Schulen) in ganz Deutschland können noch bis zum 19. Oktober beim Wettbewerb „Kindergiesparsong 2014“ mitmachen. Gesucht werden lustige, kreative und einfach gute Idee...
Kitas (und auch Schulen) in ganz Deutschland können noch bis zum 19. Oktober beim Wettbewerb „Kindergiesparsong 2014“ mitmachen. Gesucht werden lustige, kreative und einfach gute Ideen und Geschichten zum Thema Energiesparen und Klimaschutz – in Form eines Liedes. Zu gewinnen gibt es Geldpreise von insgesamt 30.000 Euro. Alles weitere zum Wettbewerb findet ihr HIER.

Foto: MJTH/Shutterstock.com
18.09.2014

Interview mit Frühpädagogik-Expertin Ilse Wehrmann zum Thema Rechtsanspruch

„Wir reden mehr über Straßenbau als über Kinder", sagt Ilse Wehrmann. Zwar gäbe es seit einem Jahr einen Rechtsanspruch, doch es fehle an Erziehern und Einrichtungen, die zur Arbeitswelt passen. Dr. Ilse Wehrmann, freie Beraterin für Politik und Wirtschaft, Sachverständige für Frühpädagogik und Erzieherin, ga...
„Wir reden mehr über Straßenbau als über Kinder", sagt Ilse Wehrmann. Zwar gäbe es seit einem Jahr einen Rechtsanspruch, doch es fehle an Erziehern und Einrichtungen, die zur Arbeitswelt passen. Dr. Ilse Wehrmann, freie Beraterin für Politik und Wirtschaft, Sachverständige für Frühpädagogik und Erzieherin, gab heute.de ein interessantes Interview, was sich seit dem Inkrafttretten des Rechtsanspruches in den Kitas getan hat. HIER gehts es zu dem Interview.
16.09.2014

Kinder wünschen sich mehr Spielplätze

Jedes dritte Kind in Deutschland findet keine oder nur wenige interessante Spielplätze und Treffpunkte in seinem Wohnumfeld. Insgesamt sind nur knapp die Hälfte der 9- bis 14-Jährigen s...
Jedes dritte Kind in Deutschland findet keine oder nur wenige interessante Spielplätze und Treffpunkte in seinem Wohnumfeld. Insgesamt sind nur knapp die Hälfte der 9- bis 14-Jährigen sehr oder ziemlich zufrieden mit den Angeboten ihrer Umgebung. Das fand das aktuelle LBS-Kinderbarometer heraus, bei dem knapp 11 000 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren zu verschiedenen Aspekten ihrer Lebensqualität befragt wurden, unter anderem zu Spiel- und Freizeitplätzen ihres Wohnumfeldes. Gegenüber 2011 hat sich die Situation deutlich verschlechtert. Jedes fünfte Kind gibt an, in seiner Umgebung wenig oder gar nicht spielen zu können, wie es möchte. „Hier macht sich offensichtlich die immer angespanntere finanzielle Lage unserer Kommunen bemerkbar, weil Spielplätze kaum noch gepflegt oder gleich ganz umgewandelt werden“, so Dr. Christian Schröder, Sprecher des LBS-Kinderbarometers.

Foto: H.D.Volz/pixelio.de





 
15.09.2014

Kitas sind ein boomender Arbeitsmarkt

Die Anzahl der Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen ist zwischen 1998 und 2014 um mehr als 235 000  auf etwa 610 000 gestiegen (plus 65 Prozent). Dieser Zuwachs erfolgte entgegen vieler...
Die Anzahl der Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen ist zwischen 1998 und 2014 um mehr als 235 000  auf etwa 610 000 gestiegen (plus 65 Prozent). Dieser Zuwachs erfolgte entgegen vieler Befürchtungen nicht zu Lasten des Qualifikationsniveaus: Sieben von zehn pädagogisch und leitend Tätigen sind ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher. Dennoch liegt die Quote akademisch Qualifizierter mit 5 Prozent nach wie vor deutlich unter der Quote in anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Zudem ist kaum Zeit für Leitungsaufgaben und das Gehalt entspricht nicht der Qualifikation. Deutlich erhöht haben sich die Ausbildungskapazitäten. Fraglich ist jedoch, ob die Nachwuchskräfte ausreichen, um die Kindertagesbetreuung künftig qualitativ zu verbessern. Dies geht aus dem Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2014 hervor, mit dem die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) erstmals auf Grundlage der amtlichen Statistik eine umfangreiche Analyse über Personal und Qualifizierung in der Frühen Bildung in Deutschland vorlegt.

Fotos: dotshock/Shutterstock.com
 
11.09.2014

​Neue Kinder-Mitmach-Ausstellung

Am 9. November startet die Mitmach-Ausstellung „Architektierisch“  in Dortmund. Dort können Kinder sehen, wie Tiere ihr Zuhause bauen: Nester, Höhlen, Baumlöcher, Schneckenhäuser. Gestaltet vom Grazer Kindermuseum „FRida & freD“ gibt es im Ausstellungsbereich „Schneckenkratzer und Wolkenhaus” 19 Mitmach-Stationen für Kinder von drei bis sechs Jahren. Die Ausstellung läuft bis zum 10. Mai 2015, Kinder bis fünf Jahre h...
Am 9. November startet die Mitmach-Ausstellung „Architektierisch“  in Dortmund. Dort können Kinder sehen, wie Tiere ihr Zuhause bauen: Nester, Höhlen, Baumlöcher, Schneckenhäuser. Gestaltet vom Grazer Kindermuseum „FRida & freD“ gibt es im Ausstellungsbereich „Schneckenkratzer und Wolkenhaus” 19 Mitmach-Stationen für Kinder von drei bis sechs Jahren. Die Ausstellung läuft bis zum 10. Mai 2015, Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt.
 
09.09.2014

Kongress zum Kinderschutz

Heute findet in Köln das 10. Kinderschutzforum statt. Das Tagesticket ist mit 120 Euro zwar nicht gerade günstig, aber es lohnt sich: Namhafte Experten diskutieren vom 10. bis zum 12. September wichtige Fragen rund um das Thema Kinderschutz. Das Programm findet ihr HIER.
Heute findet in Köln das 10. Kinderschutzforum statt. Das Tagesticket ist mit 120 Euro zwar nicht gerade günstig, aber es lohnt sich: Namhafte Experten diskutieren vom 10. bis zum 12. September wichtige Fragen rund um das Thema Kinderschutz. Das Programm findet ihr HIER.
07.09.2014

Klimaschutz-Songs gesucht

Der Kindergie-Wettbewerb 2014 sucht die besten Klimaschutz-Songs. Ein Auto, das lieber in der Garage steht als im Stau oder eine Mülltonne mit Bauchweh, je origineller das Lied, desto besser! Teilnehmen können alle Kitas, Vorschulen und Schulen bis Klasse 8 in Deutschland. Mit dem Wettbewerb möchten Tchibo Energie un...
Der Kindergie-Wettbewerb 2014 sucht die besten Klimaschutz-Songs. Ein Auto, das lieber in der Garage steht als im Stau oder eine Mülltonne mit Bauchweh, je origineller das Lied, desto besser! Teilnehmen können alle Kitas, Vorschulen und Schulen bis Klasse 8 in Deutschland. Mit dem Wettbewerb möchten Tchibo Energie und die Umweltstiftung Kitas und Schulen dazu anregen, Bildungsarbeit zu Energie und Klimaschutz zu gestalten. Der Kindergie-Wettbewerb ist mit insgesamt 30.000,- Euro dotiert. Weitere Informationen zur Teilnahme gibt es HIER.

Foto: Tchibo
 
03.09.2014

Mehr Kinder unter Drei in Betreuung

Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 64 500 auf insgesamt knapp 660 800 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit st&a...
Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 64 500 auf insgesamt knapp 660 800 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit stärker aus als in den Vorjahren. Zwischen März 2011 und März 2012 hatte sich die Zahl der betreuten Kinder in dieser Altersklasse um fast 43 800 erhöht, zwischen März 2012 und März 2013 nur um rund 38 100. Wie das Statistische Bundesamt anhand der Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote am Stichtag bundesweit bei 32,3 Prozent.

Foto: Hannes Eichinger/Shutterstock.com
01.09.2014

Ideeninitiative „Kulturelle Vielfalt mit Musik"

Mit der Ideeninitiative „Kulturelle Vielfalt mit Musik" möchte die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit verschiedener kultureller Herkunf...
Mit der Ideeninitiative „Kulturelle Vielfalt mit Musik" möchte die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit verschiedener kultureller Herkunft fördern. Noch bis zum 15. September 2014 sind Kitas, Schulen, Vereine oder einzelne Initiativen aufgerufen, ihre musisch orientierten Projekte für ein erfolgreiches Miteinander einzureichen. Aus den Projektanträgen werden maximal 15 Projekte ausgewählt, die die Initiative mit jeweils bis zu 5.000 Euro unterstützt. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit gibt es HIER.

Foto: bikeriderlondon/Shutterstock.com
 
27.08.2014

Neue Aufklärungsbroschüre „Milchzähne"

Die neue Aufklärungsbroschüre „Milchzähne“ bietet Erziehern, Eltern und Schwangeren einen Überblick zu den Entwicklungsstufen des kindlichen Gebisses sowie Tipps zur za...
Die neue Aufklärungsbroschüre „Milchzähne“ bietet Erziehern, Eltern und Schwangeren einen Überblick zu den Entwicklungsstufen des kindlichen Gebisses sowie Tipps zur zahngesunden Ernährung, zur Zahnpflege und zum ersten Zahnarztbesuch. Die 16-seitige Broschüre wurde von der Aktion Zahnfreundlich e.V.  mit Unterstützung der Bundeszahnärzte-kammer und  Kinderzahnärzten erarbeitet – rechtzeitig vor dem „Tag der Zahngesundheit", der am 25. September 2014 unter dem Motto „Ein Herz für Zähne" stattfindet. Die Broschüre kann HIER kostenlos heruntergeladen werden.

 
26.08.2014

Sicherheitsinitiative für Kinder

Die Initiative „Kleine Helden leben sicher" unterstützt Eltern dabei, ihre Kinder zu schützen und Gefahrenquellen im Alltag zu verringern. Dieses Jahr lautet der Schwerpunkt „Kindersicherheit im Auto". Auf der Webseite kleineheldenlebensicher.de finden Interessierte neueste Studien, aktuelle Gesetzge...
Die Initiative „Kleine Helden leben sicher" unterstützt Eltern dabei, ihre Kinder zu schützen und Gefahrenquellen im Alltag zu verringern. Dieses Jahr lautet der Schwerpunkt „Kindersicherheit im Auto". Auf der Webseite kleineheldenlebensicher.de finden Interessierte neueste Studien, aktuelle Gesetzgebungen sowie nützliche Tipps zum Thema, etwa wie ein Kindersitz richtig im Auto befestigt wird.
Die Initiative wurde vom Bundesverband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. (BDKH) ins Leben gerufen. Der Formel-1-Experte Christian Danner hat die Schirmherrschaft übernommen.

Foto: MonkeyBusinessImages/Shutterstock.com

 
20.08.2014

Kita-Ausbau geht weiter

Der Bund stellt den Ländern weitere Finanzhilfen für den Betreuungsplatzausbau für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Dies hat das Bundeskabinett in einer Sitzung am 20. August 2014 beschlossen und das „Gesetz zur weiteren Entlastung von Ländern und Kommunen ab 2015 und zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung" auf den Weg gebracht. „Wir setzen einen Schwerpunkt auf die ganztägige Betreuung. Dabei sind uns mehr Plä...
Der Bund stellt den Ländern weitere Finanzhilfen für den Betreuungsplatzausbau für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Dies hat das Bundeskabinett in einer Sitzung am 20. August 2014 beschlossen und das „Gesetz zur weiteren Entlastung von Ländern und Kommunen ab 2015 und zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung" auf den Weg gebracht. „Wir setzen einen Schwerpunkt auf die ganztägige Betreuung. Dabei sind uns mehr Plätze allein nicht genug; wir wollen mehr qualitativ gute Plätze", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig. Zum ersten Mal seit Beginn der Investitionsprogramme des Bundes sollen nunmehr auch Ausstattungsinvestitionen förderfähig sein, die der gesunden Versorgung, Maßnahmen der Inklusion sowie der ganztägigen Betreuung dienen, wie etwa die Einrichtung von Küchen oder Sporträumen.

 
18.08.2014

Wie steht es um den Kita-Qualitätsausbau?

In der neuen Veröffentlichung „Qualitätsausbau in deutschen KiTas" stellt die Bertelsmann Stiftung sieben Fragen zum Qualitätsausbau in Kitas und gibt fundierte Antworte...
In der neuen Veröffentlichung „Qualitätsausbau in deutschen KiTas" stellt die Bertelsmann Stiftung sieben Fragen zum Qualitätsausbau in Kitas und gibt fundierte Antworten zum Status quo sowie Empfehlungen.
Weitere aktuelle Daten und Fakten zu den 16 frühkindlichen Bildungssystemen, beispielsweise zu den Personalschlüsseln in deutschen Kitas, bietet der diesjährige Ländermonitor der Bertelsmann Stiftung unter: www.laendermonitor.de

Foto: Artpose Adam Borkowski/Shutterstock.com
13.08.2014

Kita-Bewertungsportal online

Eltern können ab sofort auf dem neuen Online-Portal jakita.de ihre Kinderkrippe und ihren Kindergarten bewerten. So helfen sie anderen Eltern, eine passende Einrichtung für ihr Kind zu finden und schaffen Transparenz für alle Beteiligten. Die Eltern und Erziehungsberechtigte bewerten ihre Kita-Einrichtung auf der Web...
Eltern können ab sofort auf dem neuen Online-Portal jakita.de ihre Kinderkrippe und ihren Kindergarten bewerten. So helfen sie anderen Eltern, eine passende Einrichtung für ihr Kind zu finden und schaffen Transparenz für alle Beteiligten. Die Eltern und Erziehungsberechtigte bewerten ihre Kita-Einrichtung auf der Webseite durch die Vergabe von Schulnoten in Kategorien wie Betreuung, pädagogisches Konzept, Ausstattung, Sauberkeit, Erziehung, Öffnungszeiten und Kosten. Zudem haben die Nutzer die Möglichkeit, einen detaillierten Erfahrungsbericht zu verfassen und ihre Kita weiterzuempfehlen. Über 25.000 geprüfte Kita-Adressen bundesweit stehen zum Start des Portals zur Verfügung.

Foto: Photoroller
06.08.2014

Bundesprogramm für Kitas zu Sprache und Integration wird fortgesetzt

Das Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" wird fortgesetzt. Bis zum 31. Dezember 2015 sollen rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas bundesweit gefördert werden. Dafür...
Das Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" wird fortgesetzt. Bis zum 31. Dezember 2015 sollen rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas bundesweit gefördert werden. Dafür stellt der Bund zusätzlich rund 100 Millionen Euro jährlich zur Verfügung und investiert erneut in die qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung. Jede geförderte Einrichtung erhält davon 25.000 Euro pro Jahr, jeder Einrichtungsverbund 50.000 Euro pro Jahr. 
„Das ist ein echter Beitrag für mehr Qualität in Kitas", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig. „Eine qualitativ gute Kindertagesbetreuung ist der entscheidende Hebel für gleiche Bildungschancen von Anfang an. Entscheidend ist, Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung so früh wie möglich gezielt zu fördern und insbesondere bildungsferne Familien zu unterstützen.
Unterstützt werden die Erzieherinnen und Erzieher in den Schwerpunkt-Kitas bei ihrer sprachpädagogischen Arbeit mit den Kindern und bei der Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder durch zusätzliche Fachkräfte, den Sprachexpertinnen und Sprachexperten.

Quelle: fruehe-chancen.de
Foto: Flashon Studio/Shutterstock.com
04.08.2014

Kita-Fördermittel für Energie- und Umweltschutz-Projekte

Im Rahmen des Projekts „Kindergiewende" können sich Kitas, die Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung umsetzen, für eine finanzielle Förderung von bis zu 1.00...
Im Rahmen des Projekts Kindergiewende" können sich Kitas, die Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung umsetzen, für eine finanzielle Förderung von bis zu 1.000 Euro bewerben. Gefördert werden beispielsweise Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte, der gemeinsame Besuch von Lernorten oder die Anschaffung von neuen Materialien. Voraussetzung ist, dass die Aktionen mit den Themenfeldern Energie und Umweltschutz zu tun haben. Hinter dem Projekt steht die S.O.F. (Save Our Future Umweltstiftung) und Tchibo Energie. Bisher werden 26 Kindertageseinrichtungen gefördert. Bis zum 31. Oktober 2014 können Kitas für die nächste Förderungsrunde Unterlagen einreichen. Weitere Informationen sowie den Förderantrag findet ihr HIER.

Foto: Shutterstock.com


 
30.07.2014

Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten

Vom 22. September bis 2. Oktober finden dieses Jahr die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten" statt. Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer sind aufgerufen, zu Fu&...
Vom 22. September bis 2. Oktober finden dieses Jahr die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten" statt. Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer sind aufgerufen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und auf das Auto zu verzichten. Die Aktionstage werden bereits zum achten Mal anlässlich des internationalen „Zu Fuß zur Schule-Tag" am 22. September vom Deutschen Kinderhilfswerk und dem ökologischen Verkehrsclub VCD veranstaltet. HIER kann man sich mit seiner geplanten Laufaktion anmelden.

Foto: Shutterstock.com
 
29.07.2014

Kita-Qualitätsgesetz verschoben

Das Kita-Qualitätsgesetz kommt frühestens in der nächsten Legislaturperiode nach 2017. Das berichtet der Spiegel am 28. Juli. Demnach verschiebt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) das Gesetz, das bundeseinheitlich Mindeststandards für Kitas schaffen soll, weil der Widerstand der Bundesländer zu...
Das Kita-Qualitätsgesetz kommt frühestens in der nächsten Legislaturperiode nach 2017. Das berichtet der Spiegel am 28. Juli. Demnach verschiebt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) das Gesetz, das bundeseinheitlich Mindeststandards für Kitas schaffen soll, weil der Widerstand der Bundesländer zu groß sei. Sie fürchteten die Kosten, die beispielsweise für die Personalausstattung und die Qualifikation von pädagogischen Fachkräften anfielen.
Ein Kita-Qualitätsgesetz wird dringend benötigt. Es wird von zahlreichen Bildungsforschern, Gewerkschaften, Stiftungen und dem Didacta Verband gefordert. Das Kita-Qualitätsgesetz soll endlich länderübergreifende Standards für Kitas festlegen, beispielsweise Standards zur Fachkraft-Kind-Relation, zu den Gruppengrößen, zum Qualifikationsniveau der pädagogischen Fachkräfte und zur Fort- und Weiterbildung.
Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis: „Das geplante Qualitätsgesetz auf Eis zu legen, entspricht einer Jahrzehnte andauernden Politik in diesem Land, die kindlichen Bedürfnissen keine Priorität einräumt. In einem der reichsten Länder der Welt, finanzielle Argumente dafür ins Feld zu führen, grenzt an Zynismus. Auch wenn die föderale Organisation des Bildungssystems mit dem Kooperationsverbot dem Bund Grenzen auferlegt, verbleibt die Beseitigung von sozialer Ungleichheit in seiner Verantwortung. Und diese ist im Bildungssystem, wie empirisch belegt, extrem ausgeprägt. Es genügt nicht, Institutionen zu bauen, ohne dafür zu sorgen, dass die Kleinsten eine hohe Bildungsqualität genießen. Und wie weitere Studien belegen, ist es auch hier nicht zum Besten bestellt. Es ist höchste Zeit, die Bildungsbedürfnisse unserer Kinder ernst zu nehmen und die Rahmenbedingungen bereit zu stellen, die es erlauben, jedem Kind beste Entwicklungs- und Bildungschancen zu bieten."

Quelle: didacta.de
Foto: fasphotographic/Shutterstock.com

 
22.07.2014

Kostenfreies Buch „Raus ins Grüne“

Einen bunten Strauß an Ideen für Draußen-Aktionen mit Kindern bietet das 100-seitige Buch „Raus ins Grüne“. Speziell für Kindergärten hat die Redaktion des ...
Einen bunten Strauß an Ideen für Draußen-Aktionen mit Kindern bietet das 100-seitige Buch „Raus ins Grüne“. Speziell für Kindergärten hat die Redaktion des Magazins Landlust eine Mischung aus Kreativthemen und naturkundlichem Wissen für Kinder und Erzieher zusammengetragen, wie die Natur spielerisch und je nach Jahreszeit neu entdeckt werden kann. Sei es einen Kistengarten anlegen, sich mit Wiesenblumen schmücken, den Bach erforschen oder Spuren von Tieren folgen. Das Buch kann von Kitas kostenfrei per E-Mail an info@ima-agrar.de bestellt werden. Schnell sein lohnt sich, denn der Vorrat ist begrenzt. 
 
 
17.07.2014

Petition für bessere Kitas

Eine Online-Petition an die Bundesfamilienministerin fordert unter anderem angemessene Bezahlung, mehr Anerkennung für Erzieherinnen und Erzieher sowie eine verbesserte Fachkraft-Kind-Relation in Kitas. Die Petition des Kita-Betreibers educcare hat bislang knapp 3500 Unterstützer, lesen und gegebenenfalls unterzeichnen ka...
Eine Online-Petition an die Bundesfamilienministerin fordert unter anderem angemessene Bezahlung, mehr Anerkennung für Erzieherinnen und Erzieher sowie eine verbesserte Fachkraft-Kind-Relation in Kitas. Die Petition des Kita-Betreibers educcare hat bislang knapp 3500 Unterstützer, lesen und gegebenenfalls unterzeichnen kann man sie HIER.

Foto: educcare
 
16.07.2014

Mehr unter Dreijährige in der Kita

Der im letzten Sommer eingeführte Rechtsanspruch macht sich bemerkbar: Zwischen März 2013 und März 2014 ist die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertagesbetreuung um knapp zehn P...
Der im letzten Sommer eingeführte Rechtsanspruch macht sich bemerkbar: Zwischen März 2013 und März 2014 ist die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertagesbetreuung um knapp zehn Prozent auf rund 662 000 gestiegen. Am stärksten stiegen die Betreuungszahlen in Nordrhein-Westfalen und Bremen. Die große Mehrzahl der Kinder wird in Kindertageseinrichtungen betreut, nur etwa 15 Prozent sind in Tagespflege. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gibt es (unter dem Punkt „Tabellen“) HIER.

Foto: Diego Cervo/Shutterstock.com
 
15.07.2014

Viele Spielplätze in Deutschland sind nicht kindgerecht

Das Deutsche Kinderhilfswerk bemängelt den Zustand deutscher Spielplätze. „Sehr viele Spielplätze in Deutschland sind schlicht und einfach nicht kindgerecht. Häufig sind Ger&...
Das Deutsche Kinderhilfswerk bemängelt den Zustand deutscher Spielplätze. „Sehr viele Spielplätze in Deutschland sind schlicht und einfach nicht kindgerecht. Häufig sind Geräte vorhanden, mit denen die Kinder nichts anfangen können. In den meisten Fällen fehlen individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für die Kinder. Dabei zeichnet sich ein guter Spielplatz nicht durch hohe Kosten aus. Es bedarf allerdings etwas mehr als Schaukel, Wippe und Sandkasten, um freies und kreatives Spielen zu ermöglichen“, sagt der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, Holger Hofmann. Zudem befinden sich die Geräte oft in keinem guten Zustand: An Leitern fehlen Sprossen, Sandkästen sind schmutzig oder Holzgeräte morsch. Das Deutsche Kinderhilfswerk hat für die Bewertung von Spielplätzen Kriterien für zehn verschiedene Bereiche entwickelt. Dazu zählen zum Beispiel der Erlebnischarakter der Spielanlagen zur Förderung der kindlichen Selbstwahrnehmung, Erreichbarkeit und Barrierefreiheit sowie kreativitätsfördernde Elementen wie Lehm, Wasser, Steine, Rohre, die Raum für freies Spielen schaffen und die kindliche Phantasie anregen.

Foto: Acequestions/Shutterstock.com
09.07.2014

„Buschi" beantwortet Kinderfragen zum Thema Sport

Auf der Seite stollenstrolche.de können Kinder ab sofort ihre Fragen einsenden, die sie rund um Sport beschäftigen. Der TV-Kommentator Frank Buschmann beantwortet die ernsthaftesten, lustigs...
Auf der Seite stollenstrolche.de können Kinder ab sofort ihre Fragen einsenden, die sie rund um Sport beschäftigen. Der TV-Kommentator Frank Buschmann beantwortet die ernsthaftesten, lustigsten oder verrücktesten Kinderfragen per Videobotschaft. Jeden Monat steht bei „Frag den Buschi" ein anderes Thema im Vordergrund, im Juli lautet es passend zur Fußball-WM: „Wenn ich groß bin, werde ich Profifußballer!"  Wie man mitmachen kann, erklärt Buschi  im Trailer auf der Webseite. Frag den Buschi ist Teil von „ANSTOSS!", eine Initative der Deutschen Telekom.