Präventionsprogramm Papilio
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Kinderleben
27.07.2018  Pressemitteilung Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern und BARMER

Freudibold für Ministerin Sozialministerin Stefanie Drese besucht Papilio-Kita Rappelkiste in Schwerin

„Weil wir heute Besuch haben, fühlen wir uns wie Freudibold“, sagt die fünfjährige Louisa aus der Kita Rappelkiste in Schwerin. Freudibold ist ein Kobold, der in dem Präventionsprogramm „Papilio-3bis6“ für Freude steht. Der Besuch heißt Stefanie Drese und ist Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Sie hat die Schirmherrschaft für das Programm in der Altersgruppe drei bis sechs Jahre übernommen.
„Kinder lernen mit Papilio spielerisch den Umgang mit ihren Gefühlen und den Gefühlen anderer, sie lernen soziale Regeln und das gewaltfreie Lösen von Konflikten. Insgesamt fördert das die sozial-emotionale Kompetenz und gibt den Kindern ein Rüstzeug mit auf den Lebensweg“, begründet Drese ihr Engagement.

In der Kita Rappelkiste der Kita gGmbH wird „Papilio-3bis6“ seit 2008 in die Praxis umgesetzt. Drei Erzieherinnen sind für das Programm zertifiziert und weitere befinden sich in der Weiterbildung. Insgesamt sind bei der Kita gGmbH schon neun Einrichtungen zertifiziert. Kita-Leiterin Gabriele Montag sieht die Vorteile in der praxisnahen Umsetzung: „Das Programm hat sich bewährt. Mit dem „Spielzeug-macht-Ferien-Tag“, „Paula und die Kistenkobolde“ oder dem „Meins-deinsdeins-unser-Spiel“ können Kinder spielerisch lernen, Gefühle auszudrücken. Kinder, die hier Schwierigkeiten haben, werden in der Gruppe integriert und können über ihre Gefühle offen sprechen.“
 
In der Rappelkiste werden auch die Eltern in die Prozesse bewusst einbezogen und über die Inhalte informiert. Ergebnisse internationaler Studien belegen, dass viele gewalttätige oder suchtgefährdete Jugendliche schon in frühen Jahren Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Diese erst gar nicht entstehen zu lassen, ist das Ziel von Papilio.
 
Stefanie Drese: „Es ist unabhängig von dem individuellen Kita-Konzept anwendbar und damit für alle interessierten Einrichtungen nutzbar. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Kitas das Programm anwenden würden.“ Seit 2003 wurden im Land mehr als 330 pädagogische Fachkräfte aus 90 Kitas fortgebildet. Die Fortbildung besteht aus Basisseminar, Vertiefungsseminar und Supervisionen.
 
Die BARMER ist Präventionspartner des Programms und fördert die Kosten der Fortbildung. Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach ist überzeugt, dass bereits im Kindergarten die psychische Gesundheit der Kleinsten nachhaltig gefördert werden muss. „Der dramatische Anstieg von psychischen Erkrankungen zeigt, dass die frühkindliche Prävention immer wichtiger wird.“

Weitere Informationen
Im Rahmen von „Papilio-3bis6“ werden im Kindergarten drei Maßnahmen für die Kinder eingeführt:
Erste kindorientierte Maßnahme ist der Spielzeug-macht-Ferien-Tag. Die Kinder lernen dabei, sich mit sich selbst und den anderen Kindern zu beschäftigen sowie ohne vorgegebene Mittel kreativ zu spielen.
 
Mit „Paula und die Kistenkobolde“ lernen die Kinder die grundlegenden Gefühle Trauer, Zorn, Angst und Freude kennen – personifiziert in Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold. Sie lernen, über ihre eigenen Gefühle zu sprechen und auf die Gefühlslage anderer Kinder einzugehen. Die Geschichte wurde auch von der Augsburger Puppenkiste inszeniert und steht als Hörspiel zur Verfügung.
 
In der dritten Maßnahme, dem „Meins-deinsdeins-unser-Spiel“, lernen Kinder in der Gruppe spielerisch den Umgang mit sozialen Regeln. Im Vordergrund steht dabei die gegenseitige Unterstützung beim Einhalten der mit den Kindern gemeinsam vereinbarten Regeln. Die erfolgreichste Gruppe darf sich am Ende etwas wünschen, was aber allen Kindern zugutekommt, z. B. eine bestimmte Geschichte vorlesen oder gemeinsam Obstsalat zubereiten.
 
 
Informationen rund um Papilio unter www.papilio.de.
Andrea Finkel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0821 24 26 302-23 Mail: medien@papilio.de
 
 
Details zur Kita-Förderung unter www.barmer.de/g100185
 

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