Lehrerin mit Schülerin
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Bildung und Beziehung

Bildung durch Bindung

Lernerfolg hängt maßgeblich von der Qualität der Beziehung zwischen Kind und pädagogischer Fachkraft ab. Das bestätigen pädagogische Studien ebenso wie die Hirnforschung. Wer erfolgreich lehren will, hat somit die Aufgabe, eine vertrauensvolle Bindung zu seinen Schützlingen aufzubauen. Aber wie?

Sandra Georg / didacta Themendienst

Der erfolgreiche Bildungsweg eines Kindes beginnt früh. Bereits in der ersten Interaktion mit Mutter oder Vater findet Bildung statt: Ein Kind lernt, sich in bestimmten sozialen Kontexten zu verhalten, eignet sich eine Sprache an, fügt sich in ein soziales Miteinander ein. Wenn sich ein Kind durch eine vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern sicher und geborgen fühlt, kann es offen für seine Umwelt und somit offen für Bildung sein.


Ko-konstruktives Miteinander

„Eltern sind Experten für ihre Kinder“, erklärt Daniela Kobalt Neuhaus. Die Diplom-Heilpädagogin ist Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und empfiehlt Erzieherinnen und Erziehern engen Kontakt zu den Eltern. Im von Kobelt Neuhaus mitgestalteten Leitfaden für den frühpädagogischen Bereich der Karl Kübel Stiftung in Zusammenarbeit mit der Vodafone Stiftung wird deutlich, wie wichtig die Eltern für die Beziehung der Kinder zu den pädagogischen Fachkräften sind. Familientraditionen, elterliche Ziele und Vorstellungen sollten demnach aufgegriffen und die Erfahrungen des Kindes gemeinsam mit den Eltern reflektiert werden, weil all das in die Betreuungssituation hineinwirken könnte. „Eine tragfähige Beziehung zum Wohle der Kinder entsteht durch ko-konstruktives Aushandeln und Gestaltung der Verbindung zwischen vielfältigen Familien, der Einrichtung und dem Lebensumfeld“, raten die Autoren des Leitfadens.

Persönliche Ansprache und Akzeptanz

Ob nun in der Grundschule, der weiterführenden Schule, an Berufsschulen oder Hochschulen, die Beziehung zwischen Lernenden und Lehrkräften bleibt auch nach der Kindertagesstätte ausschlaggebend für den Lernerfolg. In seiner Metastudie „Visible Learning – Lernen sichtbar machen“ greift der neuseeländische Pädagogikprofessor John Hattie die Relevanz der Schüler-Lehrerbeziehung ebenfalls auf. Sie schafft es immerhin auf Platz 11 von insgesamt 252 Einflussgrößen auf den Lernerfolg. Der Psychologieprofessor Julius Kuhl erläutert in einem Interview mit dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung, dass „Bildung und Lernen nur dauerhaft funktionieren können, wenn das Kind sich in der Beziehung zur pädagogischen Fachkraft öffnet. Dies geschieht, wenn es sich […] persönlich angesprochen, verstanden und akzeptiert fühlt“. Die meisten Lehrkräfte sind sich der großen Bedeutung von Beziehungen bewusst, jedoch fehlt es neben den vielschichtigen Aufgaben häufig an Zeit, um stabile Beziehungen aufzubauen.


Investieren in gute Beziehungen

Für Michael Felten, seit über 30 Jahren als Lehrer tätig, muss die Lehrperson für eine funktionierende Schüler-Lehrerbeziehung trotz Zeitmangels weit mehr tun, als vordergründig freundlich zu sein und im Erfolgsfall Lob zu äußern. In einem Kommentar für die „Süddeutsche Zeitung Online“ plädiert der Publizist und freie Schulentwicklungsberater für eine „Palette von Kontakt, Zutrauen, Echo, Fürsorge, Anerkennung, Wertschätzung, aber auch von Anspruch, Herausforderung und konstruktiver Kritik“. Attribute, die im Schulalltag wünschenswert sind, deren Präsenz jedoch harte Arbeit von den Lehrkräften erfordert. Arbeit, die sich allerdings lohnen könnte.

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Vom 19. bis 23. Februar 2019 führt die didacta als weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse wieder Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Köln zusammen.

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Lehrkräfte in der Kritik: Rassismus in der Schule?

  • Ali Can, Journalist, Lehramtsstudent und Gründer des Vereins „Interkultureller Frieden e. V.“
  • Dr. Cornelia Gresch, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)
  • Dr. Ilka Hoffmann, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der GEW, Organisationsbereich Schule

21.02.2019
13:30 bis 14:30 Uhr
Halle 7, Stand D 40/E 41
Veranstalter: Verband Bildungsmedien e.V.

 

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  • Michael Felten, Lehrer und Publizist, freier Schulentwicklungsberater

22.02.2019
15:00 bis 16:00 Uhr
Halle 8, Stand D 20/E 21
Veranstalter: Verband Bildungsmedien e.V.

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  • Prof.‘in Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende Deutscher Philologenverband
  • Anuschka Oetz, Schulpsychologischer Dienst der Stadt Köln
  • Moderation: Prof. Dr. Markus Ritter, Ruhr-Universität Bochum

22.02.2019
12:15 bis 13:15 Uhr
Halle 7, Stand D 40/E 41
Veranstalter: Verband Bildungsmedien e.V.

 

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Wenn Kitas über sich hinauswachsen: lokale Bündnisse für frühe Bildung
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20.02.2019
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Guter Unterricht braucht Beziehungen
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  • Dr. phil. Marcus Damm, bildet Lehrende aller Schulformen fort, als Studienrat unterrichtet er seit 15 Jahren die Fächer Pädagogik, Psychologie und Ethik an der Anna-Freud-Schule in Ludwigshafen

23.02.2019
14:00 bis 15:00 Uhr
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Veranstalter: Verband Bildungsmedien e.V.

 

Kita-Seminare
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19.02.2019
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Forum 1: Die Kita, ein lebendiges System: Menschen brauchen Beziehungen – Beziehungen brauchen Menschen

  • Referentin: Ursula Günster-Schöning, Psychologische Beraterin und Coach

13 bis 14:30 Uhr

 

Workshop 1: Erfolgreich führen, heißt entwickelnde Beziehungen schaffen

  • Referentin: Annette Stüllenberg, educcare

13 bis 14:30 Uhr

 

Workshop 2: Miteinander sprechen – unerlässlich für tragfähige Beziehungen

  • Referentin: Beate Glöser, Glöser Training

13 bis 14:30 Uhr

 

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Kita-Seminare: Brücken bauen – Übergänge didaktisch und sozialraumorientiert gestalten
Congress-Centrum Nord
22. Februar 2019
Veranstalter: Didacta Verband e. V.

Forum 1: Brücken bauen mit den Eltern

  • Referentin: Daniela Kobelt Neuhaus, Karl Kübel Stiftung

13 bis 14:30 Uhr

 

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen der didacta 2019 finden Sie unter www.didacta-koeln.de und www.facebook.com/didacta.bildungsmesse.

Einfluss auf das Lernen laut Hattie-Studie

© © Hattie-Studie (2009) Visible Learning
Von Sandra Georg / didacta Themendienst • 29.11.2018

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