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Rezension

Fachzeitschriften: Neues für die Kita 1/2019

Vom 01. Dezember 2018 bis zum 20. Januar 2019 hat Frühe Bildung Online für Sie zwölf Fachzeitschriften ausgewertet. Es geht um Armut von Kindern, den Qualitätsdialog, Debatte über die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern, Inklusion, das Empfinden und Begreifen von Zeit, Trösten, Musikalisches, Kita-Träger auf Personalsuche und um Satire.

Christiane Hartmann

Der Überblick umfasst für Dezember 2018 bis zum 20. Januar 2019 folgende Fachzeitschriften:

 

Armut grenzt aus - Kitas steuern dagegen

Kinderarmut ist in Deutschland seit rund 20 Jahren ein Thema und wird in der Öffentlichkeit zunehmend wahrgenommen und diskutiert. Welt des Kindes, herausgegeben vom Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder, setzt in Heft 1/2019 den Schwerpunkt "Armut grenzt aus - Kitas steuern dagegen". Chefredakteurin Irene Weber benennt den gesellschaftspolitischen Skandal, dass in Deutschland rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche in einkommensarmen Haushalten leben und dass etwas jedes fünfte Kind hierzulande arm, oder armutsgefährdet ist. Fragestellungen von Welt des Kindes sind: "Was können Kindertageseinrichtungen tun, um unterschiedliche Chancen auszugleichen? Wie gelingt es, betroffene Familien zu unterstützen, ohne dabei Stigmatisierungen zu fördern? Wleche Möglichkeiten gibt es, Kinder in schwierigen Lebenssituationen zu stärken? Wie kann der pädagogische Alltag so gestaltet werden, dass alle Kinder gleichberechtigt teilhaben können?" (S. 3) Was Armut mit Gerechtigkeit zu tun hat und wie pädagogische Fachkräfte den Auswirkungen von Armut begegnen und Kinder in ihrer Entwicklung stärken können, zeigt Gabriele Koné in ihrem Beitrag Armutssensibles Handeln in der Kita. Weitere wichtige Beiträge stammen von Gerda Holz, Lena Przibylla und Ina Hägerbäumer; auch Buchtipps zum Thema hat die wdk-Redaktion zusammengestellt.

Frank Jansen, der Geschäftsführer des Verbands Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) - Bundesverband e.V., macht in seiner Kolumne klar, dass das christliche Profil der Mitgliedseinrichtungen des KTK-Bundesverbandes mit Abwertung, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit nicht vereinbar ist. "Rechtspopulismus grenzt aus - wir steuern in unseren Kitas dagegen", macht Frank Jansen deutlich.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

Der Qualitätsdialog

Weil der pädagogische Qualitätsprozess in der Kita oder beim Träger manchmal zäh sein kann, hat sich die Redaktion von Betrifft KINDER auf die Suche nach frischen und motivierenden Konzepten gemacht. Um diese geht es in Betrifft KINDER Heft 11-12/18 in der Hauptsache. Darin wird von Sarah Stüber und Maike Reese berichtet, wie sich 25 Hamburger Träger auf den Weg gemacht haben zu einer Qualitätsentwicklung, die inspiriert und Spaß macht. Gemeinsam haben sie den Dachverband KINDER-MITTE e.V. gegründet und eine positive Haltung zur Qualitätsentwicklung formuliert. Im Mittelpunkt steht der Dialog auf Augenhöhe, er führt die Kinder partizipativ und wertschätzend durch ihren Qualitätsprozess (S. 6-9).

Kornelia Schneider und Jutta Gruber zeigen, dass und wie man Lerngeschichten für die Teamentwicklung nutzen kann; ein Beispiel ist auf S. 10-13 abgedruckt.        

Über die Ergebnisse des Programms "Qualität vor Ort" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sprachen die Programmleiterin Valeska Pannier und Barbara Leitner (Betrifft KINDER). Aufmerksam macht Betrifft KINDER auf die Studie Kita-Qualität aus Kindersicht und auf eine neue Webseite der DKJS www.rund-um-kita.de. Dort erhalten Eltern und andere Interessierte Informationen zum System der Kindertagesbetreuung. Über Reportagen und Analysen kann nachvollzogen werden, unter welchen Rahmenbedingungen Fachkräfte tätig sind. 

Vorgestellt wird in Betrifft KINDER 11-12/18 die AWO-Kindertagesstätte "Hanna Lucas" in Wedel, Schleswig-Holstein, bei der Mitbestimmung ganz groß geschrieben wird. Hierfür erhielt sie einen Kita-Preis des Bundesfamilienministeriums und der DKJS.    

Um fachliche Weiterentwicklung geht es in ZeT 6/2018, der Zeitschrift für Tagesmütter und -väter. Einer der Leitsätze in ZeT stammt von Hermann Hesse: "Alles Wissen und alles Vermehren unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit einem Fragezeichen." - Supervision als Lernchance für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung arbeitet mit dem Fragezeichen! Dieter Gerber und Daniela Dölle stellen die Supervision vor als eine professionelle und pragmatische Beratungsform. 

Die 40jährige Geschichte des Bundesverbands für Kindertagespflege wird von Eveline Gerszonowicz erzählt.           

Artje Elsen berichtet in ZeT von ihren Erfahrungen als Referentin für die, auf die Grundqualifizierung aufbauende Anschlussqualifizierung "160 Plus". Und sie schildert, wie teilnehmende Tagesmütter und -väter die auf die eigene Praxis bezogene Weiterbildung beurteilen. Von der Berliner Tagesmutter Ingrid Saborowski kommt die Einschätzung, dass Weiterbildungsveranstaltungen eine Bereicherung auf verschiedenen Ebenen sind.

Das Bundesprogramm "Kindertagespflege" wird von Anne Schumacher vorgestellt. Es geht darin auch um die Handlungsfelder Fachberatung, Inklusion und Festanstellung von Kindertagespflegepersonen. Die Erfahrungen des seit 25 Jahren bestehenden Hessischen Kindertagespflegebüros werden von Ursula Diez-König eingebracht. Die Zeitschrift ZeT selbst kann jetzt auf 20 Jahre berufliche Begleitung von Tagespflegepersonen zurückblicken. Ein Geburtstagswunsch: mehr Leserzuschriften! Die Mailadresse der ZeT-Redaktion finden Sie hier.

Zur Qualität gehört auch, selbst und mit den Kindern Perspektiven zu wechseln, Hypothesen zu bilden, Sachverhalte von verschiedenen Seiten zu betrachten und Folgen abzuschätzen. Wie man das gut lernen kann, beschreibt Prof. Dr. Frauke Hildebrandt in WAMIKI #5/2018 in ihrem Beitrag Navigieren im "Raum der Gründe".

Hingewiesen sei auch auf "Organisationsentwicklung in Kitas" von Ariane Wahl und Monika Buhl in frühe Kindheit 05/18, ein Beitrag, der auf der Theorie der Synergetik fußt. Allerdings ist es sehr schwer, sich den Inhalt dieses Textes und speziell diese Theorie zu erschließen.

Das Zusammenspiel von Fachkräften und Leitung im Rahmen von Partizipation wird von Jessica Schuch in KiTa aktuell Baden-Württemberg und in Ausgabe MO 12/2018 untersucht. Um Qualität von Kitas aus Kindersicht, darum, wie Kinder ihre Kita sehen, geht es Prof. Dr. Susanna Roux. Aus ihrem Fazit: "Die Sichtweise von Kindern aufzunehmen, ist ein wichtiges Unterfangen. Es ermöglicht, die Interessen und Einschätzungen von Kindern mit in die pädagogischen Planungen zu nehmen. Es stellt gleichzeitig eine wesentliche Ergänzung zur Qualitätsdiskussion dar, darf aber nicht als Ersatz missverstanden werden".

Prof. Dr. Roswitha Staege schreibt in KiTa aktuell BW über Praxisforschung in der Kindheitspädagogik-Ausbildung. Aus ihrer Sicht kann Praxisforschung als Beteiligungs- und als Reflexionsinstrument genutzt werden.

 

Debatte über die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

In Betrifft KINDER läuft eine Debatte über die Ausbildung zur Erzieherin. Statement von Dr. Erdmute Krohs, die mitgearbeitet hat an der Modularisierung der BFS Sozialassistenz und FS Sozialpädagogik in Niedersachsen: "Das Ausbildungsniveau DQR 6 an den Fachschulen sollte Hochschulniveau sein. Hier bedarf es Anpassungen nach oben. Eine duale Ausbildung geht einen gegenteiligen Weg!" (S. 17-18)

Den Maßstab des dualen Ausbildungssystems legt der Bildungsforscher Prof. em. Klaus Klemm bei der ErzieherInnenausbildung an. Er schreibt in der GEW-Zeitung Erziehung und Wissenschaft 01/2019: "Ein Weg, die Zahl neu ausgebildeter Erzieherinnen und Erzieher zu erhöhen, wäre, ihnen während ihrer Ausbildung - wie im dualen Ausbildungssystem üblich - eine Ausbildungsvergütung zu zahlen. Verbunden mit einer angemessenen Anhebung der Gehälter später im Beruf" (S. 2)

 

Jeder ist anders - Inklusion in Kitas

In klein&groß MEIN KITA-MAGAZIN Ausgabe 1/19 berichten Expertinnen und Experten, wie sie Inklusion in Kitas leben und weiterentwickeln. Inklusion sollte nicht als Theorie verkümmern, sondern zum Wohle der Kinder so gut wie möglich umgesetzt werden. Mut, Zuversicht, Engagement, Rücksichtnahme, Mitgefühl oder Anteilnahme ermöglichen eine gelebte Inklusion. Dazu gehört aber noch mehr. Unzählige kleine und große Probleme können die Umsetzung des besten Konzeptes erschweren. Heike Heimann gibt konkrete Verhaltenstipps und Impulse.

Über die Entwicklung von wichtigen Komponenten für eine gelebte Inklusion berichtet Mechthild von Niebelschütz im Gespräch mit klein&groß-Redakteurin Sibylle Münnich.

Die klein&groß-Redaktion gibt viele kleine Impulse, wie Einzigartigsein spielerisch im Morgenkreis aufgegriffen werden kann:

Das Heft enthält auch ein Interview mit der Heilpädagogin und Montessori-Pädagogin Petra Stargard (Gesprächsführung Marion Lepold) zu deren reichen Erfahrungen im Kinderhaus und Kinderhäuschen Ansbach, Inklusion zu leben.

Zum Thema Inklusion gibt es viele Informationen: Bücher, Artikel im Internet oder Beiträge in Foren. Kathrin Eimler stellt Kernpunkte des Themas praxisbezogen vor und sorgt auch für eine Begriffsklärung "Inklusion - Integration".

 

Zeit empfinden und begreifen

klein&groß MEIN KITA-MAGAZIN 12/18 hat den Schwerpunkt "Zeit". Darin können Sie lesen, wie Sie Zeit für sich selbst und mit Ihren Kita-Kindern zum Thema machen können (Gabriele Kubitschek).

Jenny Hütter erläutert die Entwicklung des Zeitbewusstseins bei Kindern in vier Stufen, angelehnt an Piaget. Sie zeigt Unterstützungsmöglichkeiten auf.  Weitere Anregungen, wie mit Kindern "die Zeit" aufgegriffen werden kann, steuert Nadia-Michaela Quast bei.

Prof. h.c. Dr. h.c. Armin Krenz plädiert in klein&gross 12/18 für eine entschleunigte Kindheit. Schließlich brauchen Kinder - gerade im Kindergartenalter - Zeit, um sich selbst, ihre eigenen Ressourcen und die Welt um sie herum wahrzunehmen, zu entdecken und eine tragfähige Beziehung zu sich und ihrem Umfeld herzustellen. Krenz empfiehlt eine entschleunigte Entwicklungsbegleitung statt einer entwicklungsfeindlichen Beschleunigungspädagogik. Und einen wichtigen Satz von Ernst Ferstl gibt er mit auf den Weg: "Wir brauchen viele Jahre, bis wir verstehen, wie kostbar Augenblicke sein können."

Auch das gesamte WAMIKI-Heft #5/2018 setzt sich mit Zeit, speziell mit Langsamkeit, auseinander. Es geht z.B. um Bummelletzte, Träume und Achtsamkeit. WAMIKI hat auch Spiele zusammengetragen, die einen zur Schnecke machen und die Langsamkeit entdecken lassen:

  • Mikado spielen - weil der Schnellste dabei meist verliert.
  • In ein Bächlein Steine legen und beobachten, wie das Wasser seinen Lauf verändert.
  • Eine Murmelbahn mit ganz geringem Gefälle bauen (S. 34-35).

Von Maren Kramer stammt ein WAMIKI-Beitrag über "Ruhen und Schlafen in der Kita". Sie vermittelt den neuesten Standard, denn "kaum eine Kita kann auf ein abgestimmtes Konzept zum Schlafen und Ruhen unter Einbezug der aktuellen wissenschaftlichen Standards aus der Schlafwissenschaft und Medizin verweisen." (S. 36)

WAMIKI #5/2018 informiert auch über die Alexandertechnik, mit der schleichende Gewohnheiten entmachtet werden können. Die Alexandertechnik-Lehrerin Sibylle Havemann teilt ihre Erfahrung, "dass diese Arbeit sich mit dem Körper in uneitler Weise befreundet. Ganz ohne Posen kann man mit sich und seinem Körper einverstanden sein." (S. 46)

 

Du musst dein Ändern leben

"Du musst Dein Ändern leben" ist ein Satz des Dichters Rainer Maria Rilke. Supervisorin und Coach Aline Kramer-Pleßke hat diesen Satz in ihrem WAMIKI-Artikel über Langsamkeit aufgegriffen. Sie schlägt mehrere Experimente vor, darunter folgendes: "Soll etwas besonders schnell gehen, dann drosseln Sie Ihr Tempo und sagen sich: Wenn du es eilig hast, mach langsam.``" (S. 51)

Von Michael Fink stammen acht satirische Impulse zum Thema "Entschleunigung".

 

Trösten

Das Zaubermittel bei Traurigkeit, Angst oder Schmerzen ist Zuwendung. Das heißt zuerst und vor allem, den Kummer ernst zu nehmen. In diesem Sinne beschäftigt sich TPS - Theorie und Praxis der Sozialpädagogik - Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita Ausgabe 12/2018 mit dem Thema "Trösten". Sarah Schmelzeisen-Hagemann beschreibt, wie sich die Regulation der Emotionen durch den Einfluss Erwachsener entwickelt. Wie Kinder Gefühle differenzieren und ausdrücken und sich selbst in bessere Stimmung versetzen können. Wie die Kita helfen kann.

Einen Kulturvergleich des Tröstens unternimmt Heidi Keller in ihrem Beitrag Wenn Kinder weinen ... wird ganz verschieden reagiert!

Hans Hilt hat biblische Trostworte unter die Lupe genommen. Er schreibt: "Trösten ist der Beitrag eines oder einer anderen zu meiner Resilienz, zu meiner Fähigkeit, mit Schwierigkeiten gut umzugehen und nach schweren Erfahrungen wieder 'auf die Beine zu kommen' und im wahrsten Sinne des Wortes getrost weiterzuleben." (S. 15)

Typisch für und ein Markenzeichen von TPS ist es, in jeder Ausgabe auch Beiträge von Kindern zum jeweiligen Thema zu drucken. In TPS 12/2018 sind es Kinderzeichnungen zum Thema "Tröstliche Beschäftigungen", die das Darmstädter Archiv Kinderkunst e.V. zur Verfügung gestellt hat.

Worauf es beim Trösten eigentlich ankommt, erörtert Colja Bahrenberg in seinem Beitrag "Falsche Gefühle gibt es nicht!" Am Beipiel "Emotionale Reaktion auf die morgendliche Trennung von den Eltern" und am weitern Beispiel "Konflikte zwischen Kindern" zeigt er, wie man dem Kind professionell beistehen kann.

Sehr jungen Kindern helfen Puppe, Bär und Schnuller, damit es nicht mehr so sehr schmerzt. Marion Gimlik schreibt über das Trösten in der Krippe. In ihrer Einrichtung wurde ein halbhohes Bücherregal installiert mit einem Koffer für jedes Kind. Darin findet es seine persönlichen Übergangsobjekte. So sind Schmusetuch, Bär oder Fotobuch bei Bedarf schnell zur Hand.

Aber auch Musik und Lieder können trösten. Einige davon lehrt Christiane Schwerdtfeger. Ihre Meinung: "Trost ist am schönsten und wirkungsvollsten, wenn er nicht stumm ist" (S. 27).

Susanne Halfar beschreibt aus ihrer psychotherapeutischen Praxis einen Hoffnungsweg für depressive Kinder. Einen Einblick in ihre Erfahrungen als Kunsttherapeutin und Trauerbegleiterin in der Palliativmedizin einer Uniklinik gibt Manuela Osterburg. Zur vertieften Lektüre empfiehlt sie ein kleines Heft des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland mit dem Titel "Kinder trauern".

Das Thema "Tod" wird auch in Welt des Kindes 1/2019 behandelt. Wie Kinder sich damit auseinandersetzen, schildert Nina Schmedding in ihrem Artikel "Vielleicht kann man im Himmel Trampolin springen" (S. 45).

 

Musikalisches

MUSIK in der KITA gibt viele Tipps, wie der Frühling musikalisch begrüßt werden kann. Der Pophit Shotgun, das Musizieren mit dem Feuerwehrmann Sam und "Jazz trifft Kunst" sind weitere Themen. MUSIK in der KITA ruft Erzieherinnen und Erzieher auf, der Redaktion von ihren "Kita-Knallern" zu schreiben.  Also gefragt ist das, was in der täglichen Praxis besonders gut funktioniert. Den Anfang macht der Knaller der Kita-Kinder in Bad Lobenstein. Es handelt sich um den musikalischen Kinderkrimi Der Bär, die Maus und der Frosch, geschrieben und eingesandt von Katrin Freund. Wenn Sie auch einen Kita-Knaller beitragen möchten, schreiben Sie doch an die MUSIK-in-der-KITA-Redaktion: m.navitzkas@lugert-verlag.de

Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII)

Frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre 05/18 beschäftigt sich sehr intensiv auf mehr als 50 Seiten mit der Reform des SGB VIII. Prof'in Dr. Sabine Walper, Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind und Prof. Dr. Jörg Maywald, Geschäftsführer der Deutschen Liga für das Kind, behandeln diese Reform aus gutem Grund in ihrer Zeitschrift: "Die Große Koalition hat sich vorgenommen, das Kinder- und Jugendhilferecht weiter zu entwickeln. Als zentrale Themen werden die Stärkung der elterlichen Erziehungsverantwortung, die Verbesserung des Kinderschutzes, die Unterstützung von Pflegeeltern und eine Verstärkung der präventiven sozialräumlichen Angebote genannt. Auffallend ist, dass das Ziel einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe nicht explizit aufgeführt ist.

Was jetzt zunächst ansteht, ist eine Bestandsaufnahme der Stärken und Schwächen des geltenden Rechts. Darauf aufbauend sollten Eckpunkte einer zukünftigen Reform erarbeitet werden. Richtungsleitend gehören hierzu der Vorrang des Kindeswohls und die Verwirklichung der Rechte der Kinder, eine wohlverstandene inklusive Orientierung, die zielgruppengenaue Unterstützung der Eltern und eine angemessene Berücksichtigung der Bedeutung sozialer Elternschaft. Nicht zuletzt sollte über notwendige Finanzierungen Einverständnis hergestellt werden, auch unter dem Blickwinkel der Verwirklichung von Generationengerechtigkeit." Hierzu liefert frühe Kindheit 05/18 eine Fülle von Sachwissen und politschem Resümee.

Kita-Träger auf Personalsuche

Prof. Dr. Armin Schneider schreibt in KiTa aktuell MO 12/2018 über Kita-Träger auf Personalsuche und informiert über die Aktivitäten zur Personalgewinnung und -bindung im Bundesland Brandenburg.

Um die verschiedenen berufliche Wege, die zur Arbeit in einer Kita führen, geht es  Dr. Dagmar Jenschke und Simone Olma aus Sachsen in der KiTa aktuell MO. Sie beschreiben die Anforderungen an Fachkräfte, ob es sich nun um AbsolventInnen der Hochschulen und Universitäten handelt, um Fachkräfte mit einer heilpädagogischen oder rehabilitationspädagogischen Ausbildung, um AbsolventInnen affiner universitärer Studiengänge, um Fachkräfte mit ergänzenden Qualifikationen oder um QuereinsteigerInnen.

Was noch?

Die Garderobensituation mit Krippenkindern ist nicht selten eine der stressigsten Situationen des gesamten Tages. Kira Daldrop hat sie in den Blick genommen und bewusst geplant (KiTa aktuell BW 12/2018).

Zum Schluss was Lustiges: Satire

NEUES AUS PÄDAGOGIEN

Das WAMIKI-Heft #6/2018 heißt NEUES AUS PÄDAGOGIEN und ist ein Läster-, Jammer- und Mutmach-Buch von Michael Fink. Auf 96 Seiten lernt man die Gebräuche der Pädagogier und Pädagogierinnen kennenlernen. Einen Artikel aus diesem einzigartigen Heft durfte Frühe Bildung online übernehmen, den RATGEBER: HOW TO VERBOCK THE ELTERNABEND. Viel Vergnügen an den ultimativen Gelingens-Tipps für jeden "Also, ich melde Wotan-Malte sofort ab"-Elternabend!

   

 

 

Von Christiane Hartmann • 25.01.2019

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