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Kita-Fachzeitschriften

Fachzeitschriften: Neues für die Kita 8/2018

Von Anfang Oktober bis Ende November haben wir für Sie 21 Fachzeitschriften ausgewertet. Themenbereiche sind: Zukunftstrends - Konsequenzen für die Kinderbetreuung. Bodenschätze Erde, Lehm und Matsch. Schlaf, Ruhe und Erholung. Ziellos durch die Gegend streifen. Nähe und Distanz. Lernwege begleiten. Sprache unterstützen und fördern. Musikalisches. Kindergrenzen respektieren - Veränderungen anstoßen. Kommunikation mit Eltern und im Team. Aufsichtsführung im Licht des Bildungsziels. Im Dschungel der Ausbildungsabschlüsse. PFIFF - Projekt für inklusive Fußball-Förderung. Superhelden. Zu guter Letzt.

Christiane Hartmann

Der Überblick umfasst die Zeit von Anfang Oktober bis Ende November 2018. Ausgewertet wurden folgende Fachzeitschriften:

 

Zukunftstrends - Konsequenzen für die Kinderbetreuung

Die Welt um uns herum verändert sich immer schneller. Welche Entwicklungen werden in den kommenden Jahren die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen prägen? Dr. Martin R. Textor (Herausgeber von "Das Kita-Handbuch") schätzt ein, welche Trends die Kita von morgen beeinflussen werden. Dieser wichtige analytische Artikel ist in KiTa aktuell 11.2018 sowohl in der Ausgabe Baden-Württemberg als auch in der Ausgabe MO erschienen. Einer der von Martin R. Textor ausgemachten Trends geht in Richtung von Ausweitung und Flexibilisierung der Öffnungszeiten von Kitas. 

Das Thema 24-Stunden-Kitas - ein Rückschritt oder die Zukunft der Kinderbetreuung? hat sich der Diplom-Psychologe Albert Horbach in kinderleicht!? 6/18 vorgeknöpft. Im Laufe seines Nachdenkens ist er den Weg vom Skeptiker zum vorsichtigen Befürworter gegangen. 

In frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre 04/18 beschäftigt sich Thomas Gersterkamp mit "Nachtschicht" in der Kita, experimentieren doch vor allem in den neuen Bundesländern Kindertagesstätten mit Öffnungszeiten rund um die Uhr. Die Politik fördert das umstrittene Angebot als Unterstützung für Alleinerziehende und Schichtarbeiter. 

Bodenschätze Erde, Lehm und Matsch

"Erde, Lehm und Matsch üben eine magische Anziehung auf Kinder aus. Wenn Sie eine inklusive Lernumgebung suchen, dann sind Erde, Lehm und Matsch Ihr Material der Wahl", schreibt die Leitende Redakteurin Martina Teschner in ihrem Editorial zu TPS 9/2018. Diesem Thema ist das ganze wunderbare Heft gewidmet, in dem auch das fantastische Bauen mit Naturstoffen behandelt wird (Daniel Duchert).

Schlaf, Ruhe und Erholung

Frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre 04/18 steht unter dem Thema "Schlaf, Ruhe und Erholung".  Prof'in Dr. Sabine Walper und Prof. Dr. Jörg Maywald von der Deutschen Liga für das Kind haben diesen Schwerpunkt gewählt, weil sie es beunruhigend finden, "dass die meisten Kitas in Deutschland nicht über ein an aktuellen wissenschaftlichen Standards der Schlafforschung orientiertes Konzept zum Schlafen und Ruhen der Kinder verfügen. Hier braucht es einen Professionalisierungsschub, der dir räumlichen und personellen Voraussetzungen in den Blick nimmt und passende Aus- und Weiterbildungsangebote bereitstellt. Denn gut ausgeschlafene Kinder sind nicht nur zufriedener und leistungsfähiger, sondern auch eine Erleichterung für Eltern und Fachkräfte. "

Barbara Schneider und Angelika Schlarb schauen sich den Schlaf im ersten Lebensjahr genau an. Die Bedeutung des Schlafs im Rahmen der SchreiBabyAmbulanz und aus körperpsychotherapeutischer Sicht wird von Paula Diederichs und Claudia Theil beschrieben. 

Maren Kramer geht es darum, den Ruhe- und Schlafbedürfnissen junger Kinder in der Kita professionell zu begegnen. 

An dieser Stelle möchten wir auch auf den Frühe-Bildung-online-Artikel von Kathrin Hohmann Stoppt den Ausruh-und Schlafzwang im Kindergarten! aufmerksam machen. 

Ziellos durch die Gegend streifen

Christa Preissing vom Berliner Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi) erläutert im Gespräch mit Thomas Thiel, wie wichtig Erkundungen außerhalb der Kita für Kinder sind und welche Erfahrungen sie dabei machen können, wenn sie ziellos durch die Gegend streifen. Den Artikel haben wir aus Welt des Kindes übernommen; die Ausgabe 6/2018 hat den Titel "Freiräume - Bildungsräume".

Wie wichtig Raumerleben und -erforschen für Kinder in den ersten Lebensjahren ist, zeigt darin Kornelia Schneider. Welche individuellen Bewegungsbahnen und Lernwege Kinder in der Kita gehen, wenn man ihnen Zeit und Raum dafür lässt, haben Gerlinde Ries-Schemainda und Petra Wagner beobachtet. 

Bewegung spielt eine sehr große Rolle in kinderleicht!? 6/18. Thomas Bannenberg erklärt darin das Yoga mit Kita-Kindern, das schon von Dreijährigen praktiziert werden kann, wenn die Übungen spielerisch in eine Geschichte eingebunden sind. Bewegung und Entwicklung ist das Thema von Anika Sohn. 

Nähe und Distanz

Nähe und Distanz ist der Schwerpunkt von ZeT 5/2018, der Zeitschrift für Tagesmütter und -väter. Schließlich sind gerade in den ersten Lebensjahren die Pole Nähe und Distanz zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen entwicklungsbestimmend. Beide Pole sind wichtig, denn ohne Nähe gibt es keine Bindung, ohne Distanz keine Autonomieentwicklung. Nähe und Distanz

  • zwischen Tagespflegepersonen und Tageskindern
  • in den Beziehungen unter Kleinkindern
  • in den Beziehungen zwischen Tagespflegeperson und Eltern
  • in der Zusammenarbeit zwischen Tagespflegeperson und Fachberatung
  • in der Kindertagespflege im Haushalt der Eltern

werden erörtert. 

Lernwege begleiten

Wie begleiten Erwachsene Kinder auf ihren Lernwegen? Diese Frage wird in TPS 11/2018 breit behandelt. Zunächst stellt Anne Huber-Kebbe fest: "Selbstreflexivität kann man lernen - fangen wir damit an!" Sie erklärt, wie die GinA-Methode hier weiterhelfen kann und warum Selbsterkenntnis so wichtig ist, um Lernwege der Kinder sinnvoll begleiten zu können. Über die Anwendung des videogestützten Beobachtungsverfahrens GinA , das dabei hilft, Kommunikation differenzierter zu betrachten, wird von Katrin Schmieder berichtet. 

Was hinter dem infans-Konzept steckt, wie man die Angst aus den Kita-Räumen verbannen, Kindern achtsam begegnen und Bildung möglich machen kann, vermittelt Hans-Joachim Laewen, der das Konzept mitentwickelt hat. Ein weiterer Beitrag behandelt infans im Praxistest (Maria Matzenmiller). 

Svantje Schumann fordert Freiraum für den Forscher- und Entdeckergeist von Kindern. Und Schluss mit den Erklärungen! Schließlich sammeln Kinder genau so Erkenntnisse und Erfahrungen, wie es die Forschung tut. 

Die Perspektiven der Bildungs- und Lerngeschichten werden von Regina Remsperger-Kehm besprochen. Und Lothar Klein plädiert leidenschaftlich dafür, Kinder endlich ernst zu nehmen. Denn nur so können wir ihnen lustvolles, effektives Lernen ermöglichen - und uns selbst vor Irrwegen schützen. Viel unverplante Zeit ist dabei entscheidend wichtig. 

Wie kann Lernwegbegleitung durch Bildungsdokumentationen konkret aussehen? Dokumentieren gehört für die meisten Kitas zum Alltag. Welche Formen es gibt und welche zu Ihnen passen könnten, stellt Helen Knauf vor. 

Eine Bildungs- und Lerngeschichte, die Rosy Henneberg in ZeT 5/2018 veröffentlicht hat, betrifft Miri und Leni - beste Freundinnen, auch in der Not

Über die Dokumentation im Reggio-Emilia-Ansatz hat Janina von Niebelschütz in klein&groß 10/18 geschrieben. 

Sprache unterstützen und fördern

Sprache unterstützen und fördern ist das Schwerpunktthema von klein&groß MEIN KITA-MAGAZIN 11/18. Schließlich darf ein gelungener Spracherwerb als eine der wichtigsten Voraussetzungen für Entwicklungs- und Bildungsprozesse angesehen werden. Neben der Erfahrung einer sicheren Bindung sind es vor allem die empathischen Kompetenzen eines Kita-Teams, die positive Auswirkungen auf Sprachentwicklungsprozesse haben. Karl Gebauer und Beatrix Schminke-Gebauer legen dar, dass das Miteinander-Reden in den vielen alltäglichen Situationen, das Erzählen, das Vorlesen und Betrachten von Bilderbüchern wichtige Bestandteile einer sprachlichen Erziehung und Bildung sind. 

Unbedingt sollten Routinesituationen genutzt werden, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Schließlich entwickelt sich Sprache im Dialog. Elke Rosemarie Gompf bringt gut übertragbare Beispiele aus dem Kita-Alltag.

Wenn Kinder Fehler bei der Aussprache machen, rät Patrizia Bartl zum indirekten Verbessern. Bartl: "Hierbei wird dem Kind die richtige Aussprache vorgesprochen, ohne es direkt auf den Fehler aufmerksam zu machen. Etwa so: 'Ich bin gehannt!' 'Ja, du bist sehr schnell gerannt!' Diese Vorgehensweise eignet sich viel besser als das direkte Verbessern, das von den Kindern oft als Zurückweisung empfunden wird.'"

Wie ist man ein gutes Sprachvorbild? ist der Titel eines Artikels von Stefanie Salomon zum unterstützenden Sprachverhalten. Sie lesen darin grundlegende Handlungsmöglichkeiten, wie Sie gegenseitiges Verstehen und unterstützendes Sprachverhalten gezielt einsetzen können. 

Wie man schon Krippenkindern Geschichten und Märchen näher bringt, erzählt Peggy Sarnowsky-Bresnik. Sie selbst baut dafür Geschichtensäckchen in bestehende Rituale wie den Morgen- oder Singkreis ein. Die Geschichtensäckchen bestehen in der Regel aus einem kleinen, evtl. selbstgenähten Stoffsäckchen, das mit den für die Geschichte benötigten Gegenständen und Figuren gefüllt ist. 

klein&groß enthält auch musikalische Geschichten für Krippenkinder (Andrea Rittersberger, Viktoria Stopa). In einem Interview mit Helga Kernstock-Redl geht es um die Fragen: Was macht gute Geschichten aus - und was vermögen sie? Kann man mit Geschichten auf aktuelle, problematische Situationen einzelner Kinder eingehen? Das Fazit: "Die richtige Geschichte zur passenden Zeit kann ein Leben verändern."

Mit der Umsetzung einer alltagsintegrierten Sprachbildung beschäftigt sich Prof. Dr. Renate Zimmer in KiTa aktuell Baden-Württemberg 10/2018. Sie setzt voraus, dass die Umsetzung der Alltagsintegrierten Sprachbildung vom gesamten Team getragen wird. 

In KiTa aktuell Baden-Württemberg 11.2018 schreiben Daniela Brümleve und Ute Hellebronth über das in Baden-Württemberg seit 2013 existierende trägerübergreifende "Netzwerk Praxisdialog Sprache". Informiert wird über die Aufgaben des Netzwerks und darüber, welche Voraussetzungen dieses Netzwerk für sinnvoll erachtet, um alltagsintegrierte Sprachförderung in der Kita umzusetzen. 

Über den Stand zur Sprachförderung an Kindertagesstätten in Sachsen berichten Sarah Girlich und Robert Jurleta vom dortigen Landeskompetenzzentrum Lakos in KiTa aktuell MO 10/2018. In Ausgabe MO 11/2018 setzen sich Dr. Susanne Kleber und Friederike Altmann mit der kommunikativen Bildung und dem Leitbegriff "Dialog" im Sächsischen Bildungsplan auseinander.

Wissen über Sprachkulturen, z.B.  über soziale Regeln innerhalb von Konversationen, steuert Prof. Dr. Lisa Schröder bei (Betrifft KINDER 09-10/18).

 

Musikalisches

Ist es für Kinder nicht langweilig, Lieder, Verse und Tänze Mal für Mal zu wiederholen? Wäre es nicht schöner, sie könnten öfter einmal etwas Neues kennenlernen? Ruth Wörner hat in Musik, Spiel und Tanz mit Kindern von 0 bis 6 Ausgabe 4/18 verschiedene Aspekte rund um Wiederholung, Variation und Ritual ausgelotet. 

Wie die Beschäftigung mit Musik den Schriftsprachenerwerb unterstützt, hat Christiane Jaeger gleichfalls in Musik, Spiel und Tanz 4/18 dargelegt. 

In den jetzigen dunklen Tagen bringen brennende Kerzen Ruhe und Gemütlichkeit ins Haus. Passend zu dieser Zeit hat sich Christiane Straßburg ein Lichter-Lied und einen Lichtertanz ausgedacht; Ulrike Eiring steuert eine Musikstunde bei für Drei- bis Vierjährige "So duftet der Advent". 

In dieser Ausgabe wird auch das Thema Babys und Musik aus Hebammensicht besprochen (Interview mit der Hebamme Angelika Klein). 

Jeder Ausgabe von Musik, Spiel und Tanz liegt ein angenehm gestalteter Elternbrief bei, der nur noch kopiert werden muss. Der aktuelle Elternbrief stellt das Lied "Ach, wie bin ich müde" vor. 

Ein weihnachtliches Bilderbuchkino, das mit Musik untermalt wird, hat sich Marina Poggemann ausgedacht. Es gibt auch einen Abdruck der Weihnachtsgeschichte in einfachen Worten. 

MUSIK in der KITA 4/2018 präsentiert wunderbare neue Bewegungslieder und Rhythmusgeschichten, auch für die Weihnachtszeit. es gibt ein winterliches Theaterstück mit musikalischer Begleitung, einen musikalischen Adventskalender und natürlich, wie auch bei Musik, Spiel und Tanz in jeder Ausgabe eine Audio-CD. Sie enthält viele der im Heft vorgestellten Lieder als Original und Playback sowie weitere Hörbeispiele. 

Kindergrenzen respektieren - Veränderungen anstoßen

Das TPS spezial Sonderheft Herbst 2018 ist ganz und gar dem Kinderschutz gewidmet und geht der Frage nach, wo die unsichtbare Linie ist. Kita-Arbeit braucht eine ethische Grundlage. Prof. Dr. Annedore Prengel hat aus dieser Überzeugung heraus mit anderen zusammen die Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen erarbeitet. Die Reckahnen Reflexionen können pädagogisches Handeln, Teamarbeit sowie die Beziehungen der Kinder untereinander bereichern. 

Übrigens: Plakat, Flyer, Broschüre und weitere Materialien zu den Rechahner Reflexionen können kostenlos bestellt und heruntergeladen werden über die Webseite www.paedagogische-beziehungen.eu

Eine Menge Fragen werden in diesem wichtigen Sonderheft erörtert: Was denken Kinder über gerechtes und unfaires Verhalten? Was dürfen Erwachsene? Was ist Gewalt und wie können wir sie verhindern? Wie begegnet man besonderen Kindern mit herausforderndem Verhalten und wie stärkt man sie für das Leben? Miteinander reden - aber wie? Wie kommuniziert man gewaltfrei?

Elisa König und Michael Kölch haben sich mit übergriffigem Verhalten von Fachkräften auseinander gesetzt. Emotionale Misshandlungen können ähnlich schlimme Folgen haben wie körperlicher Missbrauch. Sie informieren über die Stiftung "Achtung Kinderseele", in der sich Kinder- und Jugendpsychiater für mehr Wissen über Gewalt einsetzen. Z.B. bei herausforderndem Verhalten von Kindern, das wiederum zu vernachlässigendem oder übergriffigem Verhalten von Fachkräften führen kann, kann es sinnvoll sein, dass sich Kindertagesstätten beraten lassen. Das Kita-Patenprogramm der Stiftung "Achtung! Kinderseele" bietet beispielsweise auf ehrenamtlicher Ebene fachliche Beratung für Kitas an: www.achtung-kinderseele.org.

Auch Dr. Anke Buschmann und Sarah Köber schreiben in KiTa aktuell Baden-Württemberg 10/2018 über Ursachen von und Umgang mit herausforderndem Verhalten. 

Kommunikation mit Eltern und im Team 

Der Themenschwerpunkt der klein&groß-Ausgabe 10/18 ist der Kommunikation zwischen "den Erwachsenen in der Kita" gewidmet. Ute Apolke regt an, eigene Erfahrungen mit der Kommunikation in der pädagogischen Arbeit zu reflektieren, Erkenntnisse zu gewinnen und Methoden im Team zu erproben. 

Uschi Heyden hat einen Artikel zur Erziehungspartnerschaft beigetragen.  

Es geht auch um Kommunikation in der Erziehungspartnerschaft und auch um die Frage: "Wie erreiche ich Eltern, die sich vermeintlich nicht interessieren?" (Alexandra Mattern)

Auch die Kommunikation in Informationsprozessen spielt eine Rolle. Die Autorinnen Julia Dause und Theresa Lill beschäftigen sich intensiv damit, wie Kommunikationsstrukturen für das pädagogische Fachpersonal im Kita-Alltag vereinfacht werden können. Ihre Ideen lassen sie in die Kita-App stepfolio einfließen - eine App, die u.a. Portfolioerstellung, Beobachtungsdokumentation und Organisation von Informationen vereinfacht.  

Kommunikation im Team muss gestaltet werden. Ob in Konfliktsituationen, beim Feedback-geben oder im täglichen Miteinander: gelingende Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen ist maßgeblich für einen souveränen Kita-Alltag und wirkt sich positiv auf die Arbeitsatmosphäre aus. Wie eine Kommunikationsstruktur im Team gestaltet werden kann, hat die Kommunikationstrainerin Ulrike Lindner auch in der besagten klein&groß-Ausgabe 10/18 dargelegt. 

TPS behandelt in jeder Ausgabe eine Situation, die ein Dilemma ist. In TPS 11/2018 geht es um die Lästerei "Die ist ja mehr krank als auf der Arbeit!"

Aufsichtsführung im Licht des Bildungsziels

Rechtsprofessor Peter Obermaier-van Deun nimmt in einem Artikel in KiTa aktuell MO 10/2018 pädagogischen Fachkräften die Unsicherheit, wenn es um die Aufsichtsführung geht. In seinem Fazit formuliert er folgenden grundlegenden Satz: "Ein Tun oder Unterlassen, das pädagogisch nachvollziehbar begründet ist (d.h. von den Erziehungszielen her zu verstehen ist und so dem jeweiligen Handeln entspricht, somit auch die Gesundheit des Kindes und die Sicherheitsinteressen anderer in Abwägung der Erziehungsziele mitberücksichtigt) rechtfertigt nicht den Vorwurf der Aufsichtspflichtverletzung." (S. 199)

Der Aachener Kita-Leiter Florian Esser beschäftigt sich in derselben Zeitschrift mit der Aufsichtspflicht in der Kita und wirbt für Gelassenheit: "Wenn wir als Einrichtung unsere Verantwortung für die Sicherheit und das Wohl der Kinder gegenüber dem Gesetzgeber, dem Träger und nicht zuletzt den Eltern wahrnehmen und bei unseren Entscheidungen unseren gesunden Menschenverstand zurate ziehen, dann bin ich sicher, brauchen wir nichts zu fürchten."

Im Dschungel der Berufsabschlüsse

Für das Arbeitsfeld der Kindertageseinrichtungen wird auf allen Ausbildungsebenen qualifiziert: Berufsfachschule, Fachschule und Hochschule. Die Zunahme von Ausbildungsprofilen für die Frühe Bildung entspricht dem enormen Ausbau. Aber nicht nur ein erhöhter Fachkräftebedarf, sondern auch die bildungspolitischen Anforderungen an die Einrichtungen haben diese Entwicklung unterstützt. Prof. Dr. Anke König hat in KiTa aktuell MO 9/2018 einen Überblick gegeben zu den unterschiedlichen Ausbildungen und erste Einschätzungen zu deren Verortung im Arbeitsfeld. 

In derselben Ausgabe lenken die Erfurterinnen Prof. Dr. Michaela Rißmann und Maria Hellmann den Blick auf das Berufsbild und die berufliche Einmündung der Kindheitspädagoginnen und -pädagogen. In KiTa aktuell Baden-Württemberg 9/2018 beschäftigt sich die Heidelberger Studiengangsleiterin Prof. Dr. Nataliya Soultanian mit den beruflichen Arbeitsfeldern und Perspektiven für die Kindheitspädagogik-AbsolventInnen. 

Speziell mit der vergüteten berufsbegleitenden ErzieherInnenausbildung gegen den Fachkräftemangel setzt sich Betrifft KINDER, das Praxisjournal für ErzieherInnen, Eltern und GrundschullehrerInnen heute in Heft 09-10/18 auseinander (Jens Krabel, Sandra Schulte und Jannes Boekhoff). Ihr Fazit: "Beispiele guter Praxis liegen vor. Die Länder sind jetzt gefragt, auch gemeinsam mit dem Bund, diese guten Praxisbeispiele auch (flächendeckend) umzusetzen. Das Kitaqualitätsentwicklungsgesetz könnte den Raum und finanzielle Mittel zur Stärkung der vergüteten praxisintegrierten Ausbildung bieten." (S. 10)

Die Erzieherin Doris Bonk engagiert sich seit 2012 als Konsultationsbeauftragte zum Thema Fachkräftequalifizierung. Davon, was sich seit ihrer Ausbildung Anfang der 1980er Jahre verändert hat, berichtet sie in Betrifft KINDER 09-10/18 aus eigener Erfahrung und zeigt Möglichkeiten und Vorteile der Kooperation zwischen Praxisort Kita und Lernort Schule. 

 

 

PFIFF - Projekt für inklusive Fußball-Förderung

Fußball ist auch für Menschen mit Handicap in allen Altersstufen die Sportart Nummer eins. Und sie spielen auch gerne selbst. Nur wenige geistigbehinderte Kinder haben aktuell die Möglichkeit, in einem Verein strukturiert und mit ausgebildeten Übungsleitern zu trainieren. Die Inklusion in einen ortsnahen Fußballverein liegt nahezu bei null Prozent. Und nur wenige Vereine bieten überhaupt Fußball für Menschen mit Handicap an. Raphaela Weber hat in einem Mut machenden Beitrag in Praxis der Psychomotorik 4/2018 beschrieben, wie inklusive Fußball-Förderung gehen kann und wie sie gut funktioniert. Weitere Artikel in dieser Praxis der Psychomotorik eignen sich eher für eine etwas ältere Zielgruppe, für Schülerinnen und Schüler. 

Superhelden

Eine Superheldin ist Uschi, die Erzieherin in der Kita Glühwürmchen. Als Super-Uschi kämpft sie täglich gegen fremde Mächte, schreckliche Katastrophen, Tod und Teufel - typisch Superheldin! Oder mit Uschis Worten: Typisch Erzieherin eben. 

Die Comics über die Erzieherin Super-Uschi erscheinen im Verlag von WAMIKI. Sie können hier hineinlesen in Super-Uschi auf der Didacta! aus dem WAMIKI extra SUPERUSCHI.

Das pädagogische Fachmagazin WAMIKI #4/2018 beschäftigt sich hauptsächlich mit Helden und Superhelden. Z.B. Hattest du Helden? Brauchen wir keine Helden mehr? Brauchen Kinder heute Helden? Und welche bieten wir an? Wie viel uralte Kraftmeierei und - offen ausgesprochen - Menschenverachtung - steckt in den modernen Kinderzimmerhelden?

 

Zu guter Letzt

Zu guter Letzt sei auf die WAMIKI-Rubrik "Gute Frage" hingewiesen: Ist Petzen doof? Prof. Dr. Frauke Hildebrandt hat diese gute Frage beantwortet.

Im Morgenkreis Entscheidungen treffen - darum geht es in einem klein&groß-Beitrag (10/18) von Peggy Sarnowsky-Bresnik, in dem sie Rituale unter die Lupe nimmt.

Apropos Lupe: Silke Bicker zeigt im selben Heft, wie Kita-Kinder Beobachtungsinstrumente wie Lupe, Mikroskop, Mikrofon & Co. selbstständig einsetzen können. 

 

 

Von Christiane Hartmann • 01.12.2018

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